Hallo zusammen,
die Tage habe ich erfahren dass ich trotz Spirle schwanger bin in der 5.woche...
Ich bin ziemlich fertig, denn geplant war diese SS nicht, im Gegenteil ich wollte nie wieder schwanger sein. Hatte bei der letzten von der 8.woche an bis zum ET starke Übelkeit mit erbrechen, vorzeitige Wehen, 9Wochen nur leigen und letztendlich KS.
Ich konnte nicht mehr und wollte/willl sowas auch nie wieder durch machen.
Meine Tochter wird im März 2 Jahre alt, ich bin von meinem Partner seid Silvester getrennt - er ist bereits aus unserer gemeinsamen Whg ausgezogen und jetzt das!!
Ich bin selbständig und kann mir einen weiteren Verdienstausfall nicht leisten - eine weitere üble SS würde unsere Existenz kosten! Die große schöne Whg könnte ich dann vermutlich auch nicht mehr halten - ach, was soll ich nur tun???? Ich bin sehr verzweifelt!! 
Traurige Grüße zasu06
2.ssw
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Beitrag von zasu06 - 07.01.12 - 21:44 Uhr
Beitrag von mamita2012 - 08.01.12 - 08:45 Uhr
Hallo,
das sind ja nunmal wirklich keine schönen Umstände bei dir. Kann deine Verzweiflung durchaus nachvollziehen. Warst du denn schon beim Frauenarzt? Die Spirale müsste ja entfernt werden. Es kann auch sein, dass eine Eileiterschwangerschaft vorliegt, was bei Spiralenträgerinnen nicht selten der Fall ist und auch durch die Entfernung der Spirale könnte es dazu kommen, dass das Baby nicht bleibt. Vielleicht solltest du all diese Ergebnisse erstmal abwarten?
Dass deine letzte Schwangerschaft so schlimm war tut mir leid, aber das hat nicht zu heißen, dass es dir in einer erneuten Schwangerschaft ebenso gehen würde. Ich bin mit dem 4. Kind gewollt schwanger und hatte auch in der zweiten Schwangerschaft enorme Probleme. Diese Schwangerschaft ist die angenehmste von allen 4. Die Kleinsten sind 2 und 1 Jahr. Allerdings sind bei mir auch die Umstände ganz andere, so dass man es nicht vergleichen kann. Mein Mann ist hier und er verdient quasi unseren Unterhalt.
Du musst dich fragen, was dir wichtig ist und ob du evtl. eine Abtreibung oder was dir so vorschwebt, auch auf Dauer mit dir vereinbaren könntest, oder ob du doch ein Problem damit hättest. Evtl. kannst du auch auf Hilfe in deiner Familie oder im Bekanntenkreis zurückgreifen? Du könntest evtl. bis fast vor der Geburt arbeiten gehen und dann auch ein paar Monate nach der Geburt wieder los gehen. Ich weiß ja nicht, in welcher Form du selbständig bist, ob du zu Hause arbeitest, was du arbeitest usw. Aber vielleicht wäre dies ja machbar?! Dann wäre der Ausfall nicht allzugroß und deine Wohnung müsstest du auch nicht aufgeben, selbst wenn du evtl. kurzzeitig soziale Hilfe in Anspruch nehmen müsstest. Denn sollte nach deren Berechnung die Wohnung zu groß sein und zu teuer, müssten sie die Kosten dennoch für ein halbes Jahr übernehmen. Lass dich vielleicht im Vorfeld mal beim Arbeitsamt oder bei der ARGE beraten. Es gibt ja auch Wohngeld, was dir evtl. schon mal etwas helfen würde und könnte?
Das wär jetzt erstmal alles, was mir dazu einfällt. Ich hoffe, ich konnte dir zumindest ein bisschen helfen!
Ich wünsche dir für deine Entscheidung ganz viel Kraft und hoffe, dass du für dich die richtige triffst!
Liebe Grüße
Beitrag von zasu06 - 08.01.12 - 09:43 Uhr
Guten morgen,
vielen Dank für deine ausführliche und feinfühlige Meinung zu meiner Situation!
Ich war beim FA, die ss wurde per Blutuntersuchung bestätigt, die Spirale gezogen.
Ich habe eine Tiertherapeutische Praxis die gut läuft - musste sie aber nach meiner 1.ss fast wieder von vorne starten mit viel Werbung ec. "x im Monat gebe ich WE Seminare. Die Arbeitszeiten sind flexibel, so dass ich immer viel Zeit habe für meine Tochter. Bisher hat die Oma oder der Papa auf die Kleine aufgepasst wenn ich in der Praxis war.
Das würden sie auch weiterhin tun,aber das alles setzt voraus, dass ich eine weitgehends gute ss habe. In diesem Beruf könnte ich gut bis kurz vor der Entbindug arbeiten und nach einer Pause auch bald wieder einsteigen, das wäre sicher nicht das Problem.
Sollte ich jedoch mehr Zeit zuhause im Bett verbringen müssen,wäre unsere Existenz gefährdet.Und ein erneuter Aufbau der Praxis würde nur schwer wieder machbar sein, ich war so glücklich alles wieder stabilisiert bekommen zu haben.
Ich werde nun nächste Woche zu verschiedene Beratungsstellen gehen und die Dinge so offen legen.
Dann werde ich die Zeit mal auf mich zukommen lassen und abwarten ob die starke Übelkeit kommt, bei der 1ss war es in der 8.Woche, bereits in der 9ssw konnte ich schon nicht mehr aufrecht gehen vor Übelkeit u Erbrechen.
Und dann sehe ich einfach mal weiter.... es fällt mir alles so schwer!!
Liebe Grüße
Beitrag von mamita2012 - 08.01.12 - 10:06 Uhr
Hallo,
ich wünsche dir, dass dir diesesmal die starke Übelkeit erspart bleibt, ich hatte ähnliches Problem in den anderen Schwangerschaften (jedesmal ein Junge) aber in dieser, wo es ein Mädchen wird, blieb ich davor verschont. Es gibt aber auch homöopathische Tropfen, die bei mir super geholfen haben, gegen Übelkeit. Die habe ich von meiner Frauenärztin bekommen, die gleichzeitig auch Homöopathin war.
Ich kann mir schon vorstellen, dass es sehr schwer ist, da letztendlich alleine durch zu müssen.
Für deine Zukunft wünsche ich dir alles, alles Gute!!!
Liebe Grüße
Beitrag von insto76 - 08.01.12 - 10:24 Uhr
ich habe bei meinem zweiten und vor allem dritten kind auch unter starker hyperemesis gelitten.als ich mit dem vierten dann ungeplant schwanger wurde,brach für mich eine welt zusammen,da ich diese kotzerei nie wieder durch machen mußte.
doch es gab hilfe.ich wendete mich an einem arzt der mit hyperemesis erfahrungen hatte und zur not ambulante infusionen gab.
ich bakam von der ersten übelkeit an die agyrax tabletten verschrieben und die halfen super.diese tabletten hatte ich damals schon in meiner dritten ss im kh bekommen,allerdings erst ab der 18.ssw.vorher war ich in nen anderen kh.diese tabletten müßen über die auslandsapotheke bestellt werden.mein arzt konnte sie sogar in der vierten ss über die kk abrechnen.selbst wenn man sie sich selber holen müßte,sind sie nicht all zu teuer.
wie du siehst,wegen der üblen ss würde es vielleicht einen weg geben.
wegen dem anderen kann ich leider nicht weiter helfen.das einzigste was ich dir raten könnte,geh zu einer schwangerschaftsberatung.die wissen besser,wie man dir helfen könnte.
ich wünsche dir alles gute.
Beitrag von würdesnichtbekommen - 08.01.12 - 16:52 Uhr
Hallo, ich mache es kurz und knapp, ich würde das Kind nicht austragen wenn es an meine Existenz geht! Was heisst meine, die von meinem Kind und die von dem ungeborenen Kind! Nichts ist schlimmer für Kinder, wenn sie in Armut aufwachsen müssen, dass bringt nichts.
Wenn ihr momentan gut gestellt seit und wie du sagst grosse Einschnitte hättet, neind as geht einfach nicht, man sollte realistisch bleiben und das tust du ja.
Es bringt nichts zu allen möglichen Stellen zu laufen und nach Geld zu beteln..das hält einen über Wasser, aber stellt man sich so seine Zukunft vor?
Sicher nicht, ich würde es nicht tun, dass ist meine Meinung dazu. Denn so will sicher auch kein Kind leben.
Beitrag von mamita2012 - 08.01.12 - 17:51 Uhr
Nunja, bei ihr besteht aber durchaus die Möglichkeit, dass sie es hinbekommt. So sehe ich es. Sie hat eine Familie die hinter ihr steht und sie könnte evtl. auch finanziell es so hinbekommen, dass sie ihre Selbstständigkeit evtl. behalten könnte. Ich finde schon, dass man so eine Entscheidung nicht Hals über Kopf fällen kann, sondern da schon mehr Gedankengänge dazu gehören. Im Übrigen, wer hat dir denn gesagt, dass Kinder deren Eltern nicht viel Geld haben, unglücklich sind?!? Sicher braucht es mehr als nur Luft und Liebe und es gibt ja auch immernoch andere Wege, wieder aus diesem Loch herauszkommen, falls man wirklich mal arbeitslos geworden ist! Das liegt immernoch an einem selbst. Glaube mir, es gibt genauso unglückliche Kinder bei wohlhabenden Eltern, wie unglückliche Kinder bei armen Eltern!
Beitrag von würdesnichtbekommen - 08.01.12 - 18:10 Uhr
Es macht aber einen Unterschied ob man in die gewollte Armut rutscht, oder ob man arbeitslos wird mitten im Leben, dass kann jedem passieren. Und darum würde ich kein Kind bekommen, wenn ich weiss ich werde "arm" sein bzw. es mich arm macht..jetzt mal grob gesagt.
Und immer nur auf die Unterstützung anderer bauen ist doch auch nicht das wahre, Grosseltern sind auch nicht immer das Non Plus Ultrae was das an geht, die können heute viel versprechen..keiner weiss ob das am Ende dann wirklich doch noch so rosig ausschaut.
Also wie gesagt, ich halte nichts davon sich nur auf andere zu verlassen, entweder ich kann mich auf mich selbst verlassen, oder eben nicht.
Das wäre mir das nicht Wert, zumal das Kind darunter zu leiden hat, dass ist einfach so, nur wenn die Mutter glücklich ist und die äusseren Umstände, dann ist es auch das Kind bzw. die Kinder.
Beitrag von mamita2012 - 08.01.12 - 18:18 Uhr
Wenn man deinen Beitrag so revue passieren lässt, dann kommt man eigentlich auf die Idee, dass man gar keine Kinder mehr in die Welt setzen sollte, denn nichts ist hier beständig und für mich macht es keinen Unterschied, ob ich gerade Mitten in einer Schwangerschaft in einem Tief stecke, oder ob mir das passiert, wenn das Kind dann 5 oder 6 ist. Das Ergebnis ist letztendlich das selbe und wie ich schon sagte, man kommt da auch in der Regel wieder heraus, wenn man denn nur möchte.
Du wirst für deine Aussagen deine Gründe haben und mal ehrlich gesagt hört sich das auch alles recht verbittert an.
Letztendlich, egal wie sie sich entscheidet, ich finde es mehr als wichtig, dass sie sich so viele Gedanken darum macht und die Situation auch von mehreren Perspektiven betrachtet, denn nur so, wie sie das jetzt macht, kann sie auch wirklich eine Entscheidung treffen, die für sie persönlich die Richtige sein wird.
Du bist auf eine Perspektive festgefahren, die zwar ihre Daseinsberechtigung hat, aber nicht alleine Ausschlaggebend für eine Entscheidung sein sollte.
Liebe Grüße
Beitrag von würdeesnichtbekommen - 08.01.12 - 19:03 Uhr
Ich finds nicht nett das man gleich angegriffen wird, zumindest versuchen tust du es, nur weil einem eine Meinung nicht passt. Nein ich habe keine Gründe für meine Meinung, ich habe selber 1 Kind und möchte für dieses alles mögliche tun, damit es glücklich ist und könnte mir deswegen nicht vorstellen ein weiteres zu bekommen wenn ich in der Situation wäre wie die TE. Ich versetze mich also in ihre Situation, denke drüber nach was ich tun würde und schreibe das hier auf, wie andere eben auch und jede Meinung sollte akzeptiert werden, auch wenn sie manchem nicht so passt.
Ich habe alles geschrieben was ich sagen wollte und es bedarf eigentlich keiner weiteren Diskussion darüber, da mein Standpunkt dazu schon dort steht.
Beitrag von mamita2012 - 08.01.12 - 19:12 Uhr
Und ich habe dich weder angegriffen, noch wollte ich es.
