Tochter lebt beim vater

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Beitrag von joyceshakira - 08.01.12 - 12:39 Uhr

hallo liebe urbia-nutzer,

mein neues jahr 2012 fing bis jetzt echt schlecht an..warum das erkläre ich euch gerne,wobei sich mir auch direkt eine frage stellt!

ich habe mich juli 2010 von meinem ex getrennt und zu diesem zeitpunkt meine kleine von 3 jahren erst mal bei ihm gelassen,weil sie zu der zeit ein echtes papakind war (nichts ging ohne papa,noch nicht mal der weg zum kiga) und auch dort in den kiga gegangen ist.

wir haben alles erst mal ohne jugendamt und gericht geklärt...das war wahrscheinlich mein fehler!

ich habe mit ihm gesprochen,dass sobald ich eine neue wohnung habe die kleine direkt zu mir hole...er willigte ein.

die wohnungssuche gestaltete sich als schwierig sodass ich erst im februar 2011 eine wohnung gefunden habe und auch in der zeit für zwei monate mehr oder weniger obdachlos war...

ich hatte arbeit und habe dann mit meinem ex gesprochen wie es denn ausschaut mit der kleinen, wie wir das ganze in zukunft gestalten!

Zitat von ihm:zieh nach essen zurück und dann kannst du die kleine haben!

ich habe mir natürlich gedacht,dass es vom vorteil wäre so bräuchte meine kleine nicht den kiga wechseln etc. und hat dort auch ihre freunde sowie seine familie!da ich damals selber einen schulwechsel hatte,weiss ich wie schwierig es ist schnell anschluss zu finden,zumal meine kleine,eher schüchtern ist,desweiteren erschien es mir auch als vorteil,dass sie so mama und papa direkt um sich hat.
nun ja ich habe die wohnungssuche gestartet,hatte dann auch erst eine in aussicht wo ich mich dann nochmal mit meinem ex zusammengesetzt habe und er mir dann sagte:"wenn du die kleine wiederhaben willst musst du kämpfen!"

das nahm ich dann auch an und bin zum jugendamt gegangen! er wusste genau das ich jedes wochenende wenn die kleine bei mir war probleme damit hatte sie zu ihm zurückzubringen,weil sie immer anfing zu weinen und bei mir bleiben wollte!

nun ja,bei jugendamt war er ziemlich ruhig wobei,die dame ihn dann auch frug wo seine bedenken sind,wenn die kleine bei mir lebt.
er sagte, dass ich keine schlechte mutter sei es ihm aber um das prinzip ging,dass ich die kleine bei ihm gelassen hatte zu der damaligen zeit.

vereinbarung aus dem gespräch war dann,dass wenn die kleine,ihre mutter zwischen 5-6 jahren noch mehr brauch als jetzt,dass er damit einverstanden wäre,sie bei mir leben zu lassen!

SO UND JETZT KOMMT ES ZUM RICHTIG WICHTIGEN THEMA!!!!!!!!!

er kümmert sich um die kleine gleich null,sie läuft bei 10 grad mit einer kurzen leggins rum und sweatshirt und das als ich sie abgeholt habe,
finger und fussnägel jedes mal total dreckig,unterwäsche ebenfalls plus löcher,anziehsachen recht schluderig,wobei er rumläuft wie ein "topmodel",
haare mussten geschnitten werden,weil er sie nicht jedes mal gekämmt hat,essen auf einen samstag bis 16 uhr war ein trockenes brötchen,meine kleine fragt mich warum der papa soviele freundinnen hat und das sie später auch nicht arbeiten gehen will( sie ist jetzt 4),er hat keine waschmaschine und schläft mit ihr in einem bett,geht in der woche feiern (mal donnerstags wenn eine disco offen hat) oder unternimmt andere dinge mit freunden,dann noch fussballtrainig in der woche und lässt dann die kleine bei oma, die kleine geht unregelmässig im kiga und weiss eigentlich gar nicht so genau wo sie hin gehört!
ZITAT meiner kleinen:mal schlafe ich bei dir,mal bei oma,mal bei papa
.mutter macht die wohnung sauber von ihm und kocht auch meistens mit für ihn!
bei oma sind die verhältnisse auch nicht besser,opa trinkt recht viel,sodass meine kleine schon bei real weiss,welches bier der opa trinkt und die kleinen grünen flaschen kann sie auch gut zuordnen,oma legt ebenfalls nicht viel wert auf sauberkeit...
desweiteren,hatte ich neujahr 2012 ein gespräch mit seiner familie,wo sie mir sagten,dass die kleine ihre mama mehr braucht als nur am we und sie auch regelmässig nach mir fragt!sie hätten es meinen ex schon gesagt,dass irgendwann der zeitpunkt kommt,wo er sie gehen lassen muss.

ich habe heute ein gespräch mit meinem ex,wobei er mir per sms schon sagte,dass alles so bleibt,wie es jetzt ist!

ich meinerseits bin damit nicht einverstanden,da ich nicht der meinung bin das es jetzt momentan angenehme zustände für meine kleine sind,2010 war es noch nicht so...

ich habe die kleine regelmässig jedes we und das immer bis sonntagabends,wobei ich dann noch von a nach b laufen muss weil der herr nicht da ist und die kleine dann entweder zur oma geht oder zur tante!
meine verhältnisse sind derzeitig so:ich wohne noch in herne,gehe 8 std. arbeiten und führe eine gepflegten haushalt und geb die pflege an meiner tochter weiter,geh nicht feiern und unternehme jedes we immer was mit der kleinen!wäre bereit nach essen zu ziehen und natürlich anstatt 8 std,dann 6 std arbeiten gehen,wenn es ihm um das finanzielle geht,eine freistellung vom KU zu benantragen und er die kleine auch jeder zeit sehen darf!

ich hab echt jedes mal einen kampf mit meinem gewissen wenn ich sie zu ihn bringe und genauso weh tut es mir wenn die kleine bei mir in tränen ausbricht und nicht zu papa will!

SO JETZT DIE FRAGE: WIE STEHEN DIE CHANCEN,WENN ES VOR GERICHT GEHT,DASS DER RICHTER MIR DEN ZUSPRUCH GIBT UND DIE KLEINE BEI LEBEN DARF!KOMPROMISSBEREIT BIN ICH IN DER HINSICHT WEITERHIN ZWECKS NACH ESSEN ZIEHEN!

falls ihr mir da irgendwie weiterhelfen könnt wäre es echt super und bitte keine vorwürfe mit rabenmutter etc. die mach ich mir schon selber oft genug,wobei ich damals meines erachtens mehr auf die bedürfnisse meiner kleinen eingegangen bin,aber nun ja darüber kann man sich streiten.

Beitrag von manavgat - 08.01.12 - 14:11 Uhr

Erwarte nicht, dass wir hier das Problem lösen. Das ist ummöglich.

Wenn Du möchtest, dass Dein Kind bei Dir lebt, dann musst Du umgehend eine Anwältin aufsuchen, die die notwendigen Schritte schnellstmöglich unternimmt!

Gruß

Manavgat

Beitrag von joyceshakira - 08.01.12 - 15:56 Uhr

ich erwarte nicht,dass hier irgendjemand das problem löst...

letzendlich brauchte ich einen tip oder einen ratschlag,
ob jemand so etwas selbst schon hinter sich hat,ohne daraus ein riesige schlammschlacht zu machen!

Beitrag von manavgat - 08.01.12 - 17:17 Uhr

Was willst Du?

Dein Kind zurück oder dass der KV Dich liebhat?

Deine letzte Frage ist ewas merkwürdig.

Im übrigen hilft Dir das nicht weiter, wie es bei anderen gelaufen ist, weil es - auch vor Gericht - auf den Einzelfall ankommt.

Wenn Du jedoch zu lange wartest, dann verlierst Du das auf jeden Fall, weil der KV mit jedem Tag länger an Boden gewinnt.

Ab zu einer Anwältin.

Gruß

Manavgat

Beitrag von an-mi - 08.01.12 - 17:34 Uhr

hallo,

.ohne daraus ein riesige schlammschlacht zu machen.

es wird eine werden,denn er möchte,das sie bei ihm lebt und du,das sie bei dir leben wird.
wenn es vor gericht geht,wird keiner von euch darauf verzichten die schmutzige wäsche zu waschen,um eigene vorteile zu schaffen.
das ist nicht als angriff zu verstehen.
du schreibst,das sie das totale papa-kind ist,ohne ihn wollte sie nichts.wie ist das denn heute???
geh zum jugendamt,lass dich dort beraten,erkläre ihnen die ganze situation..auch dein gehen und zurücklassen der tochter.sie werden dir zuhören aber auch zu ihm gehen.und besser sie wissen es von dir.
das jugendamt kann nichts entscheiden aber sehr viel unterstützen.
es wird bei euch sicher auf ein gutachten herauslaufen,wo die jetzige situation aller beteiligten beleuchtet,hinterfragt wird.
die entscheidung wird für das kind getroffen,wo es ihm gut gehen wird..

viel kraft und alles gute

Beitrag von sonnenkind1977 - 08.01.12 - 17:39 Uhr

Die Schlammschlacht ist vorprogrammiert. Warum er die Kleine unbedingt behalten will, kann ich ja nun nicht beurteilen, ob er sie wirklich als Vater liebt und einfach nur nicht gut darin ist, oder ob er doch das Finanzielle sieht...

So oder so, dokumentier was immer möglich ist! In Deinem Fall würde ich Fotos machen oder filmen, angefangen davon, wie die Kleine aussieht, wenn Du sie abholst, wie die Umstände in der Wohnung sind, solche Sachen. Und dann nochmal zum JA. Wurde das denn damals nicht thematisiert? Oder wie kam es dazu, dass das JA der Ansicht war, man kann noch 1-2 Jahre warten?

Beitrag von witch71 - 08.01.12 - 18:41 Uhr

"eine freistellung vom KU zu benantragen"

Das gibt es nicht, das Unterhaltsgeld ist ja für das Kind, da dürfen Dritte (auch nicht die Eltern) keine Abmachungen treffen. Er muss Unterhalt zahlen, ausser er wäre sowieso zahlungsunfähig. Zahlst Du denn keinen Unterhalt an das Kind?

Wenn es nicht dokumentiert ist, dass ein weiterer Verbleib beim Vater dem Kind schadet, dann stehen die Chancen für Dich eher schlecht. Ein Richter spricht heutzutage nicht so ohne Weiteres dem anderen Elternteil ein Kind zu, wenn nicht nachgewiesen werden kann, dass das dem Kindeswohl dient. Dokumentiere die Vernachlässigung. Günstigenfalls findest Du Zeugen, die aussagen, dass es ihr bei Dir weit besser gehen würde. Am Günstigsten wären das seine Familienangehörigen, weil natürlich normalerweise diese eher für den eigenen Teil der Familie sprechen würden.

Und wenn er sich jetzt schon weigert und möchte, dass die Kleine bei ihm bleibt wirst Du um eine Schlammschlacht mit (wahrscheinlich) jeder Menge dreckiger Wäsche nicht herum kommen. Ich würde mir einen guten Familienanwalt (oder weiblich) nehmen und mich dort beraten lassen.

Beitrag von comapo - 08.01.12 - 18:41 Uhr

Hi,

auch wenn man jetzt nur die Glaskugel rausholen kann: Es ist zu vermuten, dass Du ungefähr so viele Chancen hast, Deine Tochter zu Dir zu holen, wie jeder Vater, dem nach zwei Jahren einfällt, dass er möchte, dass das Kind bei ihm lebt: Kaum welche.

Auch dass das Kind weint, wenn es zurück soll, haben schon viele Väter erlebt. Aber auch das ist kein Punkt, der eine ABR-Übertragung auslösen wird.

Wenn eine Kindeswohlgefährdung vorliegt, so wie Du es beschreibst, sollte das doch auch mal in der Kita aufgefallen sein?

Wenn ihr euch nicht einigt, wird sowieso ggf. ein Gutachten erstellt. Mir ist auch nicht klar, warum Du nicht im direkten Wohnungsumfeld des Kindes eine Wohnung gemietet hast. Das Erhalten des Wohnumfelds würde auch eher noch einen Wechsel zu Dir leichter machen. Aber wenn sie komplett aus allem rausgerissen würde, dann stehen Deine Chancen meiner Meinung nach denkbar schlecht.

LG

Beitrag von joyceshakira - 08.01.12 - 23:41 Uhr

mit dem zurückziehen nach essen gestaltet sich als etwas schwierig,da es da eine große wohnsiedlung ist und es meistens nur 4 zimmer wohnungen gibt.

bereit für den umzug bin ich und war ich schon die ganze zeit.

habe mich auch schon die ganze zeit bei dem vermietern gemeldet ob es da etwas in meiner preislage gibt bzw. eine wohnung frei geworden ist,desweiteren habe mich auch dort direkt vermerken lassen.bis jetzt leider infolglos,sogar die eigene suche und das mach ich oft in der woche.
sobald es da was gibt,würde ich direkt da hinziehen alleine schon aus dem grund das die kleine halt alles von ihrem gewohnten umfeld hat!

mit seinen familienangehörigen brauche ich darüber nicht zu reden,obwohl sie ihm halt oft genug deutlich machen,dass der zeitpunkt kommen wird wo sie mehr als nur am we ihre mama braucht!
von meiner seite aus hab ich einige die es bezeugen können,wie sie bei mir lebt,angezogen ist etc.

die dame vom JA allerdings sagte,da sie das viertel gut kennt ich eigentlich doch lieber in herne wohnen bleiben sollte,falls er sich dazu bereit erklärt,da es hier weit aus alleine vom sozialen umfeld besser für die kleine wäre.
der grund warum die kleine jetzt erst mal bei ihrem vater bleiben soll,ist wegen dem kindergarten.sie sagte,dass es dann im anschluss vom vorschuljahr besser wäre in herne direkt freunde zu finden.ansonsten hat sie keine grundliegenden argumente dafür von sich gegeben.
schriftliche vereinbarungen dafür gab es nicht und vom kindergarten habe ich in der hinsicht bis jetzt noch nichts gehört.

ich habe fotos von den fussnägeln und anziehsachen gemacht,genauso wie sie an dem tag rumlief,wo es so kalt war und erst mal eine unterhose behalten(mit löchern) von der kleinen.

der "termin"heute mit ihm konnte nicht stattfinden,da er angeblich ein fussballspiel hatte,obwohl wir uns gestern darüber unterhalten haben,dass wir uns heute zusammensetzen und alles in ruhe nochmal besprechen.

ich danke euch erst mal für die ratschläge und werde morgen direkt nochmal ein termin beim JA machen,wo ich dann die jetzige situation schildern werde.

Beitrag von thea21 - 09.01.12 - 08:51 Uhr

Ich hab das Ganze bis zu genau DEM Absatz gelesen, als das Dreckwerfen anfing.

Beitrag von froehlich - 10.01.12 - 22:21 Uhr

Mir sträuben sich die Haare!!! Soll ich Dir mal meine ehrliche Meinung sagen?! So, wie Du Eure Verhältnisse beschreibst hört sich Dein Leben fast genauso chaotisch an wie das des Kindsvaters und wenn ICH Richterin wäre und DAS alles lesen würde, würde ich das Kind keinem von Euch beiden geben und Deine Tochter in eine gute Pflegefamilie vermitteln, in der sie eine faire Chance auf eine gesunde Entwicklung hat. Sei mir nicht böse, ich denke Du hast wirklich versucht, Dein Leben in den Griff zu kriegen, das ehrt Dich: aber eine Mutter die erst nach 2 Jahren wieder verstärktes Interesse an ihrem Kind entwickelt muß erstmal KLAR unter Beweis stellen, daß sie der Aufgabe gewachsen ist, ein Kind zu erziehen und ihm ein dauerhaft gutes Zuhause zu bieten. Bist Du Dir sicher, daß Du das kannst? Hast Du z.B. bereits Arbeit in Essen? Hast Du konkrete Pläne, wie Euer gemeinsames Leben (Deines und das Deiner Tochter) dort aussehen würde? Und kannst Du dies alles plausibel dem Jugendamt und einer Richterin darstellen. Du bist in Erklärungsnot, ganz klar, Dein Mann hat grundsätzlich erstmal die besseren Karten, da Deine Kleine die letzten beiden Jahre bei ihm verbracht hat. Du wirst beweisen müssen, daß sie's bei Dir besser hat. Such Dir schleunigst eine gute Anwältin.

Gruß, babs

Beitrag von starshine - 12.01.12 - 19:30 Uhr

Anwältin suchen und TAGEBUCH führen über alle Vorfälle. Fotos machen (ungenügende Kleidung) und Tonaufnahmen wenn sie nicht zu ihm will (Jedes Handy kann das ja heute).

Alles Glück der Welt!