Wer hat Kinder und geht studieren???

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Beitrag von linna34 - 08.01.12 - 21:34 Uhr

Hallo, ich habe Kinder der älteste 10J die jüngste 3J. Habe vor 8 Jahren mein studium abgebrochen. Jetzt überlege ich wieder studieren zu gehen, aber dafür müßte ich meine Arbeit vielleicht aufgeben, sonst schaffe ich das nicht.
Ist noch jemand dabei wo das geschafft hat?

Beitrag von mama-mia1 - 08.01.12 - 22:17 Uhr

Hallo,

ich bin auch Studentin und habe zwei Kinder (4Jahre und 16 Wochen) jetzt mache ich, so wie bei dem großen schon erst mal ein Jahr pause (bin Beurlaubt) , danach fange ich langsam wieder an. Ich habe bis jetzt aber immer nur so kleine Jobs gehabt, also noch nicht viel verdient. Unser Leben finanziert mein Mann, dass was ich verdient hab war nur unser extra. ich finde es super freue mich aber auch schon drauf, wenn ich endlich fertig bin ;-) bin zum Glück schon bei der Diplomarbeit.

GLG

MIA

Beitrag von a79 - 08.01.12 - 22:25 Uhr

Hallo,

ich studiere gerade im dritten Semester, mit Bachelorabschluss. Meine Kinder sind jetzt knapp 3 und knapp 6 Jahre alt und ich bin bisher voll in der Regelzeit, auch, wenn es manchmal stressig ist.
Drei Tage die Woche bin ich an der FH, die Kinder im Kindergarten und bei der Tagesmutter. Meine Arbeiten und Prüfungsleistungen mache ich in der SChlafenszeit der Kinder, also früh morgens (ab 6.00-7.00/8.00 Uhr) und bei Bedarf abends, ebenso am Wochenende. Das ist aber eigentlich nur im Prüfungszeitraum der Fall. Ansonsten sehe ich zu,dass ich die Vorlesungen regelmäßig besuche, weil ich dann nur halbsoviel nacharbeiten muss und dass ich die erforderlichen Arbeiten/Hausaufgaben möglichst zeitnah erledige, damit sich nicht so viel auf einmal anstaut. Koordination und Disziplin heißen hier die Zauberwörter. Allerdings arbeite ich nebenbei nicht, das würde ich nicht noch nebenher schaffen, wie ich ehrlich gestehen muss.

LG

Andrea

Beitrag von mami-tini - 09.01.12 - 09:32 Uhr

Ich kenne jetzt deine genaue Situation nicht warum du abgebrochen hast, aber allgemein gesagt, kann ich nicht verstehen, warum Frauen ihr Studium abbrechen wenn sie schwanger werden.

Ich bin selber mitten im Studium schwanger geworden. Als mein Sohn 7 Monate alt war, habe ich das Studium fortgesetzt. Ich war alleinerziehend und hatte auch sonst keine Hilfen. Mit einer Tagesmutter konnte ich das alles bewältigen. Irgendwann lernte ich dann meinen Mann kennen und wurde wieder schwanger. Meine Diplomarbeit schrieb ich dann mit Neugeborenem.

Man kann immer alles schaffen, wenn man nur selber auch will! Traust du dir das zu? Dann wag es!

Beitrag von .antonia - 09.01.12 - 10:33 Uhr

kann ich nicht verstehen, warum Frauen ihr Studium abbrechen wenn sie schwanger werden

uiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii

Ein Stück Phantansie würde gut tun

z.B. weil die Schwangerschaft so antregend war, dass auf einmal andere Probleme in den Vordegrund treten ???? und man dann nicht mehr reinkommt ???? wenn man monatelang im KH liegt ?

Beitrag von mami-tini - 09.01.12 - 10:42 Uhr

Ich rede von Frauen, die ihr Studium abbrechen wenn sie erfahren, dass sie schwanger sind, nicht von Frauen, die so starke Probleme in der Schwangerschaft haben, dass sie deswegen abbrechen müssen.

Beitrag von .antonia - 09.01.12 - 10:44 Uhr

Helfe mir auf die Sprünge, woher willst du wissen, dass diese Dame ihr Studium abgebrochen hat, als sie es erfuhr ?????

Beitrag von mami-tini - 09.01.12 - 10:53 Uhr

Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Ich habe damit nicht die Threaderstellerin gemeint.

Es geht mir einfach nur darum, dass man alles schaffen kann wenn man nur will. Und wenn sie an sich glaubt und meint sie schafft das, dann schafft sie das auch. Trotz Kinder. Ich kenne viele, die ihre Kinder vorschieben und sagen, die Kinder haben alles verbaut. Das sehe ich anders. Es ist auch mit Kindern möglich sowas zu schaffen.

Ich war damals in einer sehr schwierigen Situation und habe es geschafft. Habs in meinem ersten Beitrag wahrscheinlich einfach blöd ausgedrückt.

Beitrag von .antonia - 09.01.12 - 11:04 Uhr

ich denke, dass ich zumindest hier lesen kann:

,,
mami-tini

Ich kenne jetzt deine genaue Situation nicht warum du abgebrochen hast, aber allgemein gesagt, kann ich nicht verstehen, warum Frauen ihr Studium abbrechen wenn sie schwanger werden.´´

Du schreibst ALLGEMEIN

wenn man schwager wird...

es gibt ganz viele gesundheirliche Probleme, die Frauen gleich auch zum Anfang haben.. Ich denke nicht, dass sie ,,sofort´´ aufhören. Sie werden irgendwann rausgeschmissen oder stellen fest, dass die Situation so nicht mehr zu schaffen ist#aha

Oder kennst du persönlich ganz viele Frauen, die direkt aufhören, wenn sie es erfahren.

Übrigens, was hat dann dieser toll gemeinter Satz mit der TE zu tun ?#kratz

Beitrag von mami-tini - 09.01.12 - 11:13 Uhr

Ich hab doch schon geschrieben, dass ich es falsch ausgedrückt habe. Es tut mir ja leid, ich kann es jetzt nicht mehr abändern. Willst du noch weiter drauf rum hacken?

Ich habe damals Bafög bekommen, ich bin also zur Bafögstelle um denen von meiner Schwangerschaft zu erzählen und zu schauen wie es weiter geht zwecks Urlaubssemester usw. Ich sagte also ich sei schwanger. Dann meinte mein Berater: Sie wollen jetzt aber nicht aufhören oder? Ich: Nein, wieso? Er: Die meisten Frauen kommen, wenn sie erfahren haben, dass sie schwanger sind und brechen ohne weiteren Grund sofort das Studium ab. Allein weil sie glauben es sei nicht machbar.

Und ja, ich habe schon viele Frauen kennen gelernt, die entweder aufgehört haben, sobald sie es erfahren haben oder versucht haben weiter zu machen, aber später aufgeben, weil es ja so kompliziert ist das Leben neu zu ordnen.

Ne, der Satz hat nichts mit der TE zu tun. Aber ich kann es jetzt nicht mehr ändern. Es war einfach ein Gedankengang.

Beitrag von .antonia - 09.01.12 - 11:19 Uhr

Es sind unbewußte Pauschlisierungen, die du machst.

Genauso ist eine Pauschalisierung, dass es alle schaffen können. Können sie nicht. Es kommt auf die Studienrichtung an. Es kommt darauf an, wie gut man sich organisieren kan undwelche Hilfe man von außen bekommt.

Beitrag von mami-tini - 09.01.12 - 11:24 Uhr

Ja, sicher, da stimme ich dir zu. Aber viele Frauen trauen sich kaum was zu. Dabei sind wir neben Haushalt und Kinder groß ziehen auch eigenständige Menschen, die Wünsche und Bedürfnisse habe. Wir sollten uns nicht selber vergessen, sondern auch unseren eigenen Weg gehen und mal was Neues wagen.

Beitrag von .antonia - 09.01.12 - 12:00 Uhr

also, erstmal finde ich, dass man ERST studieren sollte, bevor man Kinder in die Welt setzt. zweitens finde ich, dass man sich einschätzen sollte. Es ist mir ehrlicher, dass jemand anerkennt, dass etws zu viel wird und die Notbremse zieht.

Den eigenen Weg zu gehen bedeutet nicht, dass ich um jeden Preis studieren muss. Es sind am Ende die Kinder, die leidtragend sind.

ich würde es immer als eine ganz individuelle Einzelfallentscheidung.

Nach 9 Jahren würde ich allerdings kein Studium aufnehmen und eher schauen, dass ich schleunngst eine Ausbildung mache oder ein Job bekomme.

LG

Beitrag von sunflower.1976 - 09.01.12 - 09:53 Uhr

Hallo!

Was hast Du denn studiert bzw. was möchtest Du stuideren?
Ich studiere seit knapp zwei Jahren an der Fernuni Hagen in Teilzeit. Das lässt sich gut mit der Familie kombinieren. Familie und Arbeit würde ich aber nicht schaffen, jedenfalls nicht bei meinem derzeitigen Studienpensum bzw. Zeiteinsatz (weil ich nicht nur mittelmäßige Klausuren schreiben möchte).

LG Silvia

Beitrag von mama-mia1 - 09.01.12 - 11:19 Uhr

...ich wollte noch sagen, dass ich mein Studium gestreckt habe (also statt 8 nur 4 Veranstaltungen) und bin nebenher noch bisschen Arbeiten gegangen udn hatte auch noch genug Zeit für meinen Sohn.

ich habe es als eine sehr Harmonische Zusammensetzung empfunden! :-D

und würde es auch wieder so machen. Mit dem Studium habe ich aber schon angefangen bevor mein Sohn geboren ist...

GLG

MIA

Beitrag von steinchen80 - 09.01.12 - 19:24 Uhr

Hallo,

ich studiere im 3.Semester und habe 2 Kinder (fast 4 und gerade 6 Jahre alt).

Die ersten 2 Semester war ich weniger erfolgreich, das lag aber nicht an meiner Zeit, sondern daran, das ich mir den falschen Studiengang ausgesucht hatte.
Zum im Moment laufenden Wintersemsester habe ich den Studiengang gewechselt und nun ist alles super.
Die Arbeiten gehen mir leicht von der Hand und ich komme gut zurecht.

Mein Mann verdient unseren Lebensunterhalt.
Beide Kinder sind Vollzeit im KiGa untergebracht, wir teilen uns die Zeit so ein, das die beiden nur 6- max 8 Std. dort sind und auch noch Zeit für Sport und Musikschule bleibt.

Lernen tue ich Abends, unf Freitags, da habe ich keinen Termin in der Uni.
Wenn ich in der Uni bin, versuche ich alle Leerzeiten gut auszunutzen, konzentriere mich in den Vorlesungen und Seminaren um möglichst viel mitzunehmen.
Generell versuche ich keine Zeit zu verschwenden, ich mache alles immer sehr effektiv und Veranstaltungen von denen ich merke das sie mir nichts bringen, schwänze ich ;-)

Versuch es doch einfach, dann kannst du dir nie vorwerfen das es nicht versucht hast.

Viele Grüsse.
Steinchen

Beitrag von dharma8 - 10.01.12 - 10:54 Uhr

Hallo!

Ich habe meinen Sohn im Studium bekommen. Die Schwangerschaft war geplant (mein Mann hat seine Medis abgesetzt und wir haben die Gunst der Stunde genutzt). Mein Mann und ich hatten einen Plan gemacht, wann ich welche Prüfungen mache und meine Abschlussarbeit schreibe. Durch einige Probleme an der Uni und vorzeitige Wehen ging dieser Plan nicht auf. Also habe ich nach der Geburt eine kleine Auszeit genommen und neu geplant. Da mein Mann Rheumatiker ist, ist der neue Plan auch nicht aufgegangen. Er hatte schlimme Schübe, es folgten OPs und ich hatte einen Säugling und einen Mann daheim, die Hilfe brauchten. Nebenher bin ich immer arbeiten gegangen. Als ich dann wieder im Studium eingestiegen bin, war es schwierig wieder mitzukommen. Da mein Sohn viel krank war, musste ich sehr jonglieren, was die Betreuung angeht. Aber da mein Mann lange krankgeschrieben war hat er viel abgedeckt. Trotzallem war die Zeit sehr anstrengend für mich. Dazu kamen noch familiäre Probleme. Ich habe dann einfach aufgehört in die Uni zu gehen. Ich hatte keine Kraft und Motivation mehr, war nur noch krank. Letzten Sommer stand ich dann vor der Frage mein Studium abzubrechen oder aber noch durchzuziehen. Ich habe das Gespräch in der Uni gesucht und nun habe ich im Juli meine letzte Klausur und bin dann endlich fertig. Darauf freue ich mich! Das ist meine Motivation.

Da wir keine Familie in der unmittelbaren Nähe haben, müssen wir die Betreuung unseres Sohnes neben dem Kindergarten abdecken. Ich bringe und hole ihn und bespiele ihn am Nachmittag. Ab 18Uhr gehe ich arbeiten (5-10Tage im Monat, auch Samstags), da kümmert sich mein Mann. Haushalt mache meist ich. Aber nie perfekt, muss es nicht sein. Zur Zeit ist mein Mann zu Reha und ich bin quasi alleinerziehend. Arbeiten kann ich also gerade nicht. Aber die Gesundheit meines Mannes geht vor.
Ich denke, das wichtigeste sind eine gute Planung und Motivation. Dann klappt es auch mit dem Studium und vielleicht ein wenig Arbeit.

LG