Hallo,
Habe schon bei Gesundheit geschrieben, hoffe hier kann mir einer Helfen
Kann man als nur Hausfrau und Mutter auch ein "Burn Out" bekommen?
Woran erkennt man das?
Danke schon mal für die Antworten.
Wenn ich aufstehe und laufe, habe ich das Gefühl, keine Kraft in den Beinen zu haben. Ich bin leider sehr gereizt, heule viel, schaffe meinen Haushalt mit Mühe und Not und nicht einmal gut, kann mich zu nichts aufraffen. Mir ist Dauerübel, habe Kopfschmerzen.
Meine Zwillinge sind so anstrengend momentan, der Junge ist sogar ein richtiges Schreikind (Tag und Nacht)
Ich habe alles durch.... Er will einfach nur das ich bei Ihn bleibe sobald ich was anderes
mache, gibt es geschrei
Das Mädel ist ruhiger. Der Große möchte natürlich auch seine aufmerksamkeit. Meine Eltern kommen immer zum Mittagessen und versuchen mich zu unterstützen, damit ich in Ruhe Essen kann. Aber auch da schreien sie nur, meine Eltern meinten, sie würden schon fast terrorisieren. Meine Sch-Eltern finden beide auch anstrengend.
Mein Mann ist die ganze Woche weg.
Ich stehe mit den 3 kleinen Kindern, Haushalt, Garten, Arztterminen etc allem alleine da.
Wegen der Haushaltskasse gehe ich am Wochenende nachts Arbeiten.
Ich habe mich schon beim Jungendamt gemeldet, sie suchen für uns eine Familienhelferin, ich warte schon seit Mitte Dez.
Der zustand wird immer schlimmer, am Freitag hatte ich einen richtigen Heulkrampf vor den Kindern.
Mein Großer hat mir dann einen Kaffe gemacht, damit ich nicht mehr traurig bin.
Die Kinder sind 51/2 Jahre und die Twins 21/2 Jahre
Danke
Burn-out ???????
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Beitrag von sab1809 - 08.01.12 - 22:39 Uhr
Beitrag von carrie1980 - 08.01.12 - 22:47 Uhr
Hallo,
also ich bitte dich : Als NUR Hausfrau und Mutter?? Ich finde in deiner Situation kann man das ganz bestimmt bekommen.. Wobei ich das Wort "Burn-out" z.Z. ziemlich oft höre. Aber, dass du erschöpft und überfordert (?!) bist würde ich jetzt mal außer Frage stellen.
Geh doch mal zum Hausarzt oder zu deinem Frauenarzt.
Ich hab auch 2 in ähnlichem Alter : 6 Jahre (frisches Schulkind), fast 3 (wird er Ende des Monats) und 22 Monate.
Ich kann nachvollziehen wie es dir geht! Wobei ich wirklich viel Hilfe habe von meinem Mann und den Omas.
Hake auch beim Jugendamt nochmal nach!! Wie wäre eine Mu-Ki-Kur??
Lg Carrie
Beitrag von sab1809 - 08.01.12 - 22:59 Uhr
Danke für deine Antwort,
Ich habe Angst vor einer Mutter-Kind-Kur.
Habe 2008 mir dem gr. eine gemacht und es war die Hölle,
er ist nicht in der Betreuung geblieben.
Wir haben zwie Tage vor der Kur erfahren das wir Zwillinge bekommen, die Schwanger-
schaft fing dort schon an schwirig zu werden, die kUR Wurde dann so unserem
Wohl abgebrochen.
Meine sorge ist das die twinns auch nicht in der Betreurung bleiben, und dann bin ich
nachts auch noch ganz alleine, Ich habe einfach schiss.
LG Sabrina
Beitrag von carrie1980 - 08.01.12 - 23:05 Uhr
Wollte oben natürlich schreiben "Habe auch 3..." - nicht 2!
Mir raten immer alle zu einer Mu-Ki-Kur. Unser Mittlerer war ein Frühchen und sehr krank...viel im KH etc. Ich war wieder schwanger als er 6 Monate alt war. Hätte bestimmt schon Kuren verordnet bekommen. Muß gestehen, dass ich auch "Angst" davor habe. Hier hab ich noch meinen Mann der mir mit den Kindern hilft.
Aber ich kenne Frauen, die es gemacht haben u.a. meine Schwester (auch mit 3 Kindern damals) - die fanden das alle toll!!
Eine andere Freundin fährt am Dienstag 3 Wochen nach Fehmarn - mit 2 Kindern UND Mann...
Lg Carrie
Wann gehen die Zwillinge denn in den Kindergarten? Das Bild ist übrigens ZUCKER in der VK... wie der Kleine sein Händchen auf die Brust des großen Bruders legt
Beitrag von sab1809 - 08.01.12 - 23:07 Uhr
Ich hoffe im Sommer, aber es dauert halt
Beitrag von haruka80 - 08.01.12 - 23:18 Uhr
Hallo,
dann frag beim Amt nach, ob sie ne Erziehungsberatung haben. An der KiTa meines Sohnes werden Menschen, die Hilfe brauchen, erstmal zur kostenlosen Erziehungsberatung geschickt, was nicht bedeutet, dass man seine Kinder falsch behandelt, sondern dass man da neue Ansätze bekommt um selbst mal wieder besser durchatmen zu können.
Ich bin Pädagogin und habe neben dem Studium 5 Jahre im Hortbereich gearbeitet, nebenbei auch noch n Fernstudium zur HP für Psychotherapie gemacht und dennoch ging es mir immer so, dass ich dachte: Na, man kann sich auch etwas anstellen, ein Kind ist doch gar nicht so anstrengend, wie das immer erzählt wird.
das ist so der große Unterschied zwischen Pädagogen mit und ohne Kindern... Kind SIND anstrengend. Ich habe 2 mittlerweile im Abstand von 2 Jahren.
Und : ich finds anstrengend, sehr sogar!
Von einigen hörte ich lange: Na, dann mußt du dein Kind eben mal weggeben, wenn du meinst, n Kind ist anstrengend
das sind die, die mittlerweile auch Kinde rhaben und mich fragen, wie man denn neben 2 Kindern noch das Studium beenden kann, das Kinder soooooo anstrengend sind, hätten sie ja nicht erwartet
oder die, die Kinder haben und dann einfach da sind, weil sies kennen.
Ich habe bisher keine Mutter kennengelernt, die nicht irgendwann gesagt hat: ich kann und will nicht mehr.
Burn out ist keine Diagnose für die arbeitende Bevölkerung, sondern Burn out anfällig sind alle Menschen, die dauerhaft mehr machen, als sie leisten können aber dennoch müssen (ob nun durch den Job als Mama oder eben weil sie den Glaubenssatz haben: erst die Arbeit, dann das Vergnügen)
Frag beim Amt noch mal nach, ob sie dir nicht jetzt Adressen für ambulate Hilfen geben können, ich weiß, die Caritas bieten sowas auch an. Oft aber auch Schulen und KitTas in Verbindung mit dem Amt
Alles Gute!!!
Haruka
Beitrag von binnurich - 09.01.12 - 08:33 Uhr
Vielleicht nicht Burn-Out aber trotzdem total überreizt.
Was mir seeeehr ungünstig erscheint ist diese Kombination: du findest es stressig, dann kommen deine Eltern und die Schwiegereltern und meinen auch, dass die Kinder stressig sind / dich terrorisieren - also, dass du das nicht im Griff hast sondern die Kinder dich.
Deine Eltern kommen IMMER zum Mittagessen. Was tun sie? Sie sorgen dafür das du in Ruhe Essen kannst? Das finde ich sehr wenig.
Zumal die Kinder in diesem Altern /insbesondere der Große schon soweit sein müssten, dass das Essen nicht mehr in Streß ausarten sollte.
Grundsätzlich klingt die Gesamtsituation sehr ungünstig.
Du solltest die Rahmenbedngungen ändern und Freiräume schaffen.
Du solltest nicht jeden Tag ein Großessen veranstalten - 3 Kids 3 Erwachsene.
Also so:
Der Große zur Tagesstruktur mal für ein paar Stunden in den Kiga.
Die Großeltern dürfen gern Essen kommen (wenn du das wirklich willst) und sollten dann aber z. B. mal mit den Zwillis raus aus den Spielplatz oder einen Spazieergang machen oder oder oder
Die SChwiegers sollten auch nicht nur kluge Reden schwingen sondern einen Nachmittag in der Woche die Kids nehmen und dir Freiraum verschaffen.
Irgendwie so in der Art
Beitrag von sab1809 - 09.01.12 - 16:36 Uhr
Danke für die Antwort
Meine Eltern kommen zum Mittagessen, damit ich den gr. aus der Kita abholen kann, da
wir gerade Umgezogen sind und die Kita nicht in der nähe ist. Damit ich die twins nicht mit-
nehmen muß. Kita wechsel ist nicht so gut im leztem Jahr. Zum Thema rausgehen kann ich nur sagen das es allen zu streßig ist. Sie nehmen mir immer nur den großen ab. Sehr sehr selten die kleinen.
LG Sabrina
Beitrag von agostea - 09.01.12 - 10:24 Uhr
Burn - Out ist ein Modewort. Das gibts in dem Sinne nicht. Medizinisch gesehen ist das eine Anpassungsstörung. Sprech mit deinem Hausarzt über deine Sympthome.
Gruss
agostea
Beitrag von gh1954 - 09.01.12 - 10:45 Uhr
Da muss ich dir widersprechen.
"Anpassungsstörung" hört sich an wie, du bist selber schuld, passe dich besser an.
Früher nannte man das nicht "Burn out", sondern "Erschöpfungsdepression", das trifft es besser.
Beitrag von agostea - 09.01.12 - 10:51 Uhr
Medizinisch sprechent Therapeuten von einer Anpassungsstörung und nicht von Burn - Out.
http://de.wikipedia.org/wiki/Anpassungsst%C3%B6rung
Beitrag von agostea - 09.01.12 - 10:55 Uhr
Hab nochmal grad rumgelesen - Erschöpfungsdepression kommt auch in Frage. Aber Burn - Out als solches gibts nicht. Wurde mir gesagt.
Beitrag von cocoskatze - 09.01.12 - 14:53 Uhr
Das ist definitiv weder eine Modeerscheinung, noch eine Anpassungsstörung..................
Wie kommst du darauf?
Beitrag von agostea - 09.01.12 - 15:07 Uhr
Das wurde meinem Partner von einem Therapeuten erklärt. Das es "Burn - Out" in dem Sinne nicht gibt, sondern dass es im allgemeinen eine Anpassungsstörung sei.
Gruss
agostea
Beitrag von cocoskatze - 09.01.12 - 15:36 Uhr
Es ist noch nicht sehr lange so, aber inzwischen gilt das Burn-Out-Syndrom als eigenständiges Krankheitsbild.
Mir fiel deine Aussage jetzt nur ins Auge, weil ich kürzlich ein Referat über das Burn-Out-Syndrom gehalten habe.
LG
Simone
Beitrag von agostea - 09.01.12 - 15:49 Uhr
Aha...hm. Gut gut, ich kann nur dass wiedergeben, was er mir erzählte bzw was die Therapeuten in der Einrichtung sagten.
Und dort war wohl Tenor, dass "Burn - Out" kein anerkanntes Krankheitsbild sei, sondern ein Modewort und die eigentliche Diagnose dahinter generell eine Anpassungsstörung sei.
Aber ich will mich da nicht aus dem Fenster lehnen, das sind Infos aus 2. Hand.
Gruss
agostea
Beitrag von heike74 - 10.01.12 - 17:56 Uhr
Ja, kann man. Hol dir mal den aktuellen Geo Wissen, da geht es um Burnout & Co.
Als nicht berufstätige Mutter bist du statistisch gesehen gefährdeter, an Burnout zu erkranken als berufstätige Mütter.
Sprich mit deinem Hausarzt.
LG Heike
