Todesfall, keine Motivation mehr

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Beitrag von noame0815 - 08.01.12 - 23:41 Uhr

Hi.
Meine Oma ist am 2.01.2011 gestorben, gestern war die Beerdigung.
Als ich es erfahren habe, hab ich es irgendwie nicht wirklich wahrgenommen,
sodass ich auhc nicht wirklich traurig war. Nun habe ihc grade durch Zufall

das Lieblingslied meiner Oma im Radio gehört und auf einen Schlag war ich

weg. Alles, was in meinem Leben scheiße läuft, is mir auf einmal klargeworden

und ich bin einfach am Boden zerstört, weil ich es bisher nie wirklich gemerkt habe.
Meine Eltern trennen sich, Meine Familie Väterlicherseits ist zerstritten, Mütterlicherseits
lief der Kontakt nur über meine Oma, er wird nun also auch abbrechen. Ich hatte seit der6. Klasse Probleme in der Schule und wenig Kontakt zur Außenwelt, hab mich mehr oder weniger nur in meinem Zimmer aufgehalten. Ich kann nichtmal mehr mit mir selbst zufrieden sein da ich die meisten Dinge die ich mir vorgenommen habe nie verwirklicht habe. Kurz: Meine Familie bricht auseinander, Ich habe einen geliebten Menschen verloren, ich habe die Verantwortung für mich und meine Schule nicht ernst genommen und all das schlägt mich jetzt auf einmal kaputt. Ich kann mir nicht vorstellen, Morgen zur Schule zu gehen oder irgendwie was zu unternehmen, Ich bin einfach total orientierungslos und weis nicht an wen oder was ich mich wenden, was ich tun soll.

Ja das Leben geht weiter mag ja alles sein aber ich kann nicht mehr..Was kann ich jetzt tun damit es mir besser geht? Wenn ich irgendwelche Rechtschreibfehler gemacht habe oder mich wiederholen sollte tut es mir leid, ich kann mich einfach nicht konzentieren.
Gruß..

Beitrag von sakirafer - 09.01.12 - 10:16 Uhr

Hallo Noame,

es tut mir leid, dass du deine geliebte Oma verloren hast. Du schreibst, dass du am Anfang es überhaupt nicht wirklich realisiert hast und nicht getrauert hast. Das ist nicht ungewöhnlich.

Jetzt bricht die Trauer über dich herein und dir wird der Verlust bewußt, das ist auch wichtig und richtig. Wichtig ist nur, dass du dich nicht in der Trauer und dem Schmerz "verlierst".

Du schreibst, dass die meisten Dinge, die du dir vorgenommen hast, nie verwirklicht hast. Du bist doch noch jung, hast noch so viele Möglichkeiten. Sicher ist es auch noch nicht zu spät, das Ruder herumzureißen und in der Schule noch Gas zu geben. Wenn dir an der Familie Mütterlicherseits was liegt, versuche du doch den Kontakt zu halten.

Du scheinst ein Einzelgänger zu sein, der sich auch gerne zu Hause einigelt. Gibt es in deiner Umgebung Menschen, denen du vertraust? Freunde? Wie ist das Verhältnis zu deinen Eltern?
Ich fände es ganz wichtig, dass du dein Schnecknhaus verlässt und dich nicht ganz zurückziehst.

Es gibt auch Telefonhotlines für Kinder und Jugendliche:
http://www.kjt-frankfurt.de/home/index.html zum Beispiel, hier hört dir auf jeden Fall jemand zu.

Hier kannst du auch Rat und Hilfe finden:
https://www.bke-beratung.de/~run/

Ich wünsche dir alles Gute

LG

Sakirafer