Sorry, aber irgendwo muss ich es rauslassen!
Frau X sie haben drei Kinder?
Ja, so steht es in meinem Lebenslauf!
Ach so, also haben sie sich nicht vertippt?
Nein!
Dann tut es uns leid, aber wir sind auf der Suche nach zuverlässigen Arbeitnehmern!
DANKE! DANKE! DANKE!
Es kann doch nicht wahr sein? Sollte ich meine Kinder aus dem Lebenslauf streichen? Hmm, aber dann zähle ich wohl mit 33 Jahren zu denen die noch ein Kind bekommen könnten und somit dann auch nicht zuverlässig sind!
Wird irgendein Familienvater gefragt, wie seine Kinder betreut werden?
Sorry Leute, aber ich habe langsam aber sicher die Schnauze voll! Aber sowas von!
Ich dachte eigentlich, mit 30 eine Umschulung zu machen und diese auch noch sehr gut zu bestehen würde zeigen: die Frau will arbeiten! Nein, sie hat drei Kinder, macht bestimmt ständig "Kinderkrank".
Ich habe echt keine Lust mehr! Seit einem Monat bin ich zu Hause, mir fällt die Decke auf den Kopf!Ich will arbeiten!
Sind es nicht die Kinder, dann ist die Stelle bereits vergeben oder man hört der falschen Religion an.
Frage mich grade wie es Frau von der Leyen geschafft hat? Ach ja, die kann sich ja sämtliches Hauspersonal leisten.
Arbeitnehmer sollen flexibel sein, warum nicht die Arbeitgeber?
Sorry, musste raus! Urbia war grade in der Nähe....
Die liebe Arbeitgeberwelt!
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Beitrag von weiblich-ueber-30 - 09.01.12 - 12:00 Uhr
Beitrag von 4mone - 09.01.12 - 12:03 Uhr
Auch mit einem Kind kann es schon schwierig werden - ich kann dich da gut verstehen.
Weglassen geht auch nicht!
Einfach weiter bewerben - bei solchen Arbeitgebern WILLST Du auch nicht wirklich arbeiten.
Viel Erfolg!!!!
LG aus dem öffentlichen Dienst, wo nicht böse geschaut wird, wenn man mal einen Tag wegen "Kind-krank" zuhause bleibt (das dann aber auch sofort auf dem Lohnzettel stehen hat....)
Beitrag von myimmortal1977 - 09.01.12 - 12:43 Uhr
"Weglassen geht auch nicht!"
Da wäre ich mir nicht so sicher.... Ich wüßte nicht konkret eine einzige Bestimmung, die besagt, dass man das im Lebenslauf auf alle Fälle angeben müsste....
Daher kann man das durchaus im Lebenslauf weglassen.
Es ist nur eine Frage der eigenen Gefühlswelt, ob man mit dem Weglassen aus eigener moralischer Sicht klarkommen würde.
Aber eine generelle Verpflichtung zur Angabe gibt es nicht.
Beitrag von weiblich-ueber-30 - 09.01.12 - 12:50 Uhr
Natürlich könnte ich es weglassen, aber letzendlich steht doch meine Elternzeit im Lebenslauf!
Die Zeit fehlt mir ja!
Beitrag von myimmortal1977 - 09.01.12 - 13:12 Uhr
Logisch, so mal näher überdacht ist diese Handhabe in Deinem Fall schwieriger, ohne jetzt richtig im Lebenlauf zu lügen. Und das würde ich jetzt auch auf keinen Fall empfehlen, da das Ufer erreichen würde, die man nicht mehr übersehen könnte.
ABER: Und dazu würde ich Dir raten, schreib in Klammern dahinter, dass die Betreuung im Krankheitsfall geregelt wäre durch außenstehende Personen. Ich habe mich auch während meiner Elternzeit neu beworben, wir hatten damals Au Pairs. Ich bekam aufgrund meiner Mutterschaft nicht eine einzige Absage, da ich die Fremdbetreuung im Krankheitsfall versichern konnte.
Ich hatte damals 2 Jobzusagen, trotz ca. 2 jährigem Kind.
Die Arbeitgeber wollen nur lesen, dass Du im Krankheitsfall dann nicht Zuhause bleiben müsstest. Was anderes wollen die nicht.
Dein Mann hat doch auch Kind-Krank-Tage. Sollte sich Dein Mann in einem sicheren unbefristeten Arbeitsverhältnis befinden, musst Du ihm die erste Zeit halt diesen "Job" im Falle des Falles aufdrücken.
Ansonsten gibt es bei Euch vielleicht wirklich Oma und Opa? Wenn ja, wäre optimal! Schreib das so auf alle Fälle rein! Ansonsten schreib es auch so rein und verpflichte Deinen Mann, bis Du fest im Job sitzt.
Nur der Satz ist wichtig! Und den solltest Du gut lesbar in den Lebenslauf reinschreiben!
LG Janette
Beitrag von ayshe - 09.01.12 - 13:24 Uhr
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Weglassen geht auch nicht!
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Doch, man muß weder Kinder noch Familienstand angeben.
Beitrag von mamavonyannick - 09.01.12 - 12:11 Uhr
"Ja, so steht es in meinem Lebenslauf!"
Hast du das echt SO geantwortet? Wenn ja, gibt vielleicht noch nen anderen Grund, warum der aG dich nciht wollte.
vg, m.
Beitrag von weiblich-ueber-30 - 09.01.12 - 12:19 Uhr
Nein, genau SO habe ich es nicht gesagt, bzw. so habe ich es gedacht. Habe lediglich mit einem Ja geantwortet.
Trotzdem, ich finde es unverschämt!
Beitrag von windsbraut69 - 09.01.12 - 12:15 Uhr
Du mußt Dich nicht allein bei den AG bedanken, sondern m. E. vor allem bei den Müttern, die man hier täglich liest von wegen "ein krankes Kind gehört zur Mutter", "ICH habe keine Betreuung", "ICH will mein Kind jeden Tag pünktlich ins Bett bringen" usw. usw. und die den Vater komplett aus dem Thema ausklammern.
Hast Du schon mal einen Familenvater gehört, der sagt "kranke Kinder gehören zum Vater" oder "die ersten 3 Jahre gehören die Kleinen zum Vater"?
LG und viel Erfolg bei der weiteren Suche,
W
Beitrag von a11ure - 10.01.12 - 04:35 Uhr
Die Mamas, die keine "Not-Betreuung" für kranke Kinder haben, dürfen aber schon arbeiten gehen? Oder sollen sie sich gleich ins soziale Netz fallen lassen?
Bedanken dürfen wir uns auch gerne bei all den Vätern, die die Betreuung (nicht nur im Krankheitsfall) ganz selbstverständlich den Müttern umhängen.
Beitrag von zwillinge2005 - 09.01.12 - 12:36 Uhr
Hallo,
Frau von der Leyen hat erst studiert und dann während der ärztlichen Tätigkeit Ihre Kinder bekommen. Mit dem Erfolg, dass sie die Facharztausbildung m.W. nie vollständig abgeschlossen hat bzw. anschliessend nicht mehr in diesem Job (als Ganäkologin) gearbeitet hat. Dazu kommt sicherlich, dass Ihr Mann und Ihre Familie sie finanziell unabhängig macht und sicherlich auch entsprechende Kinderbetreuung geregelt ist.
Als Frau muss man in Deinem Fall sicher sehr selbstbewusst auftreten, damit nicht davonausgegangen wird, dass Du eventuell häufiger ausfällst.
Muss man denn die Kinder im Lebenslauf angeben? Vielleicht kann man das besser auf Nachfrage im Gespräch klären. Bzw. wie ist denn bei Euch die Kinderbetreuung geklärt? Besteht denn die "Gefahr", dass Du ausfällst, weil Du die einzige Betreuungsperson bist?
LG, Andrea
Beitrag von weiblich-ueber-30 - 09.01.12 - 13:07 Uhr
Nein natürlich bin ich nicht die einzige Betreuungsperson!
Aber trotzdem kann es doch mal dazu kommen, das man "Kindkrank" machen muss. Meine Tochter wurde zum Beispiel operiert, sorry, aber danach wollte ich nun wirklich bei ihr sein.
Aber mal ehrlich, es ist doch so das Männer auch nicht gefragt werden, wie die Kinder bei Krankheit beaufsichtigt/ betreut sind!
Wenn ich mich auf eine Vollzeitstelle bewerbe, dann habe ich doch alles organisiert!
Oder gibt es wirklich soviele Mütter, die sich nicht um die Betreuung kümmern und sich trotzdem bewerben?
Beitrag von windsbraut69 - 09.01.12 - 13:15 Uhr
"Aber trotzdem kann es doch mal dazu kommen, das man "Kindkrank" machen muss. Meine Tochter wurde zum Beispiel operiert, sorry, aber danach wollte ich nun wirklich bei ihr sein.
Aber mal ehrlich, es ist doch so das Männer auch nicht gefragt werden, wie die Kinder bei Krankheit beaufsichtigt/ betreut sind!"
Wolltet Ihr denn nach der OP beide bei Ihr sein und hat Dein Mann auch eine Freistellung von seinem AG erwartet?
LG
Beitrag von weiblich-ueber-30 - 09.01.12 - 13:46 Uhr
Wie es so oft ist, wurde meine Tochter nach einem Unfall "spontan" operiert.
Mein Mann war zu diesem Zeitpunkt im Ausland. Was das ganze etwas schwierig gestaltet.
Jedoch hat auch mein Mann schon Kindkrank gemacht.
Beitrag von nele27 - 09.01.12 - 15:10 Uhr
***
Wolltet Ihr denn nach der OP beide bei Ihr sein und hat Dein Mann auch eine Freistellung von seinem AG erwartet?
***
Also unsere Tochter, 13 Monate, bekommt übernächste Woche eine umfangreiche Magen- und Darmspiegelung in Vollnarkose.
Und da sage selbst ich als Vollzeit arbeitende Mutter: Zur Hölle mit meinem AG, wenn er was dagegen hat, aber ich werde an ihrem Bett stehen!!!
In der Realität hat der AG natürlich nichts dagegen bzw. ich habe ja eh sowohl Urlaub als auch Kinderpflegetage.
Mein Mann übernimmt die Einweisung / Ausnüchterung einen Tag zuvor und ich komme dann am Tag des Eingriffs dazu.
LG, Nele
Beitrag von silbermond65 - 09.01.12 - 13:36 Uhr
Wenn ich mich auf eine Vollzeitstelle bewerbe, dann habe ich doch alles organisiert!
Dann schreib das doch so mit in deine Bewerbung rein.
Beitrag von myimmortal1977 - 09.01.12 - 12:54 Uhr
Wenn Du moralisch damit klarkommen würdest, dann lass die Angabe weg!
Es gibt keinerlei Verpflichtung diese Angabe im Lebenslauf zu machen.
Sie wirkt in der Tat eher abschreckend auf Arbeitgeber, egal, ob da ein Kind steht, oder ob da 3 Kinder stehen.
WENN Du weiterhin auf die Angabe bestehst, dann schreib in Klammern dahinter, Betreuung auch im Krankheitsfall geregelt z. B. durch Oma/Opa, Nachbarin oder oder oder. Der Arbeitgeber will lesen, dass Du um jeden Preis zur Arbeit erscheinen wirst.
Solltest Du es weglassen und es kommt früher oder später dazu, dass er es doch erfährt, sag einfach ganz konkret, dass Du erfahrungsgemäß sonst keinerlei Chance für Dich gesehen hättest, diese Stelle zu erwerben. Und das die Personaler und Unternehmensinhaber selbst und deren geschlossen negative Einstellung Müttern gegenüber selbst Schuld sind, sich heutzutage für seine Kinder einen weg schämen zu müssen und diese letztendlich im Kampf um Erwerbstätigkeit und der Chance auf eine gesunde Existenzgrundlage verschweigen zu müssen.
Die Arbeitgeber agieren auch mit unfairen Mitteln.... Warum sollte man als möglicher Arbeitnehmer nicht auch mal ausholen und denen mal ne ordentliche Schelle verpassen und somit hoffentlich nen guten Grund zum Nachdenken geben.
Warum ist der Punkt: Kinder im Lebenslauf eigentlich noch nicht im Antidiskriminierungsgesetz aufgenommen worden????
Denn unter diesem Punkt werden die meisten möglichen Bewerber wohl diskriminiert.
Janette
Beitrag von weiblich-ueber-30 - 09.01.12 - 13:00 Uhr
Ich glaube ich würde damit moralisch nicht klar kommen, denn ich würde meine Kinder verleugnen!
Und das will ich nicht, denn sie ghören dazu! Und außerdem basiert doch auch ein Arbeitsverhältnis auf Ehrlichkeit und Vertrauen!
Ich finde es einfach unmöglich, wie mit einem umgegangen wird!Schriftlich geben sie es einem nämlich nicht.
Beitrag von nele27 - 09.01.12 - 15:14 Uhr
Wieso, Du verleugnest sie doch nicht. Sie tun nur einfach für die Bewerbung erstmal nichts zur Sache, weil Du sie ja nicht während der Arbeitszeit betreuen willst.
Und später erwähnst Du sie ja dann auch, wenn es um Personalbogen ausfüllen etc geht.
Beitrag von lichtenstein - 09.01.12 - 16:20 Uhr
In meinem Lebenslauf findet man weder mein Geburtsdatum, noch meinen Familienstand, noch meine Kinder.
Warum? Weil es nicht für meine Arbeit nicht relevant ist.
Beitrag von muppi75 - 09.01.12 - 13:11 Uhr
"Wird irgendein Familienvater gefragt, wie seine Kinder betreut werden?"
Jap, habe ich schon erlebt.
Beitrag von weiblich-ueber-30 - 09.01.12 - 13:47 Uhr
Das ist aber sicher die Ausnahme!
Beitrag von windsbraut69 - 09.01.12 - 14:07 Uhr
Es ist aber auch weiterhin die Ausnahme, dass Männer ihren Arbeitsalltag nach den Kindern ausrichten, Kind-krank-Tage nehmen und wegen Kindergarten/Schule früher Feierabend machen...
Beitrag von siebzehn - 09.01.12 - 13:14 Uhr
Ich wäre an Deiner Stelle davon ausgegangen, dass sie Dich gar nicht erst eingeladen hätten, wenn sie an drei Kindern was auszusetzen hätten (mal ehrlich, wer verschreibt sich denn bei SOWAS???).
Ich stufe das mal als typische "Stressfragen" ein, bei denen der Arbeitgeber lediglich testen wollte, wie Du reagierst.
"Dann tut es uns leid, aber wir sind auf der Suche nach zuverlässigen Arbeitnehmern!" - Nach diesem Satz hättest Du z.B. wunderbar darlegen können, wie gut die Betreuung organisiert ist und was Dich ansonsten zu einer zuverlässigen Arbeitnehmerin macht.
Beitrag von weiblich-ueber-30 - 09.01.12 - 13:49 Uhr
Ich wurde nicht eingeladen!
Mir wurde per Telefongespräch der Eingang meiner Bewerbung bestätigt und gleich im Anschluss kam die Frage.
