Hin- und Hergerissen :(

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Beitrag von in84 - 09.01.12 - 12:54 Uhr

Hallo zusammen,

ich hab im Oktober 2010 einen Sohn bekommen.

Leider lief natürlich alles anders ab als man sich das so vorstellt.

Wurde am ET von meiner FÄ ins KH geschickt mit Verdacht auf Gestose. Nach zahlreichen Untersuchungen hatte sich das dann bestätigt und ich wurde eingeleitet. Die 2. Einleitung schlug auch an und ich dachte: jetzt gehts endlich.

Tja, und dann nach 12 Std Wehen wollte sich das Köpfchen einfach nicht richtig ins Becken eindrehen. Geburtsstillstand. Kaiserschnitt.

Das war für mich damals ein absoluter Albtraum. Im Endeffekt lief die Geburt genauso, wie ich sie NIE wollte... mit Einleitung und dann doch KS :(

Hab da wirklich sehr lange dran zu knabbern gehabt.

War die ganze Zeit der Überzeugung, dass ich bei nem 2. Kind dann lieber direkt nen WunschKS machen lasse.

Nun planen wir ein 2. Kind und obwohl ich noch nicht ss bin merke ich, wie mich die ganze Sache beschäftigt :(

Immer, wenn ich mitbekomme, dass Freundinnen und Bekannte ihre Kinder natürlich entbunden haben, merke ich, wie ich traurig werde.
Merke, dass ich mir schon irgendwie wünschen würde auch natürlich zu entbinden. Andererseits hab ich wahnsinnig Angst davor, dass es wieder "schief" geht und ein KS gemacht werden muss... abgesehen von der Angst, dass die Narbe unter der Geburt reißen könnte...

Ich bin so hin- und hergerissen...

Gehts/ Gings jemandem ähnlich?

Wie habt ihr euch entschieden?

Macht in so nem Fall ne Beleghebamme Sinn???

Ich wäre euch dankbar für Antworten!

Beitrag von carola216 - 09.01.12 - 13:08 Uhr

Ich kann dich irgendwie gut verstehen.

Ich habe 3 Kinder. Zwei Große mit 16+18 Jahren und ein Nesthäkchen mit 8 Wochen.

Meine zwei Großen habe ich spontan entbunden, wobei mein 18-jähriger Sohn auch wegen Gestose in der 35. SSW eingeleitet wurde.
Meine Kleine kam per Kaiserschnitt. Ich hatte die Wahl zwischen KS und spontan. Allerdings hatte ich ziemlich Blutdruckprobleme und hätte wohl eingeleitet werden müssen.

Habe mich ganz bewusst FÜR einen KS mit Spinale entschieden und würde es jederzeit wieder so machen (Was allerdings nicht mehr in Frage kommt, da ich schon 42 bin :-( ). Hatte bei meinen zwei Spontanentbindungen nicht wirklich so ein tolles Geburtserlebnis (wie manche immer schreiben), die KS Entbindung war für mich deutlich angenehmer und auch wenn die Schmerzen beim ersten Aufstehen schrecklich waren, würde ich es jederzeit wieder machen lassen. Meine Meinung!

Lg, Carola mit Emily 8 Wochen #verliebt

Beitrag von qrupa - 09.01.12 - 14:45 Uhr

Hallo

ich hab meine erste Tochter auch per KS bekommen weil sie mit ihrem Kopf einfach nicht ins Becken rutschen wollte. In deinem Fall kommt ja noch erschwerend die gestose dazu, aber mein püersönliches Vorgehen in dienem Fall wäre wohl
direkt zu SS Beginn Kontakt zu den Gestosefrauen aufnehmen. Man kann da eine Menge gegensteuern wenn man früh genug anfängt.
ich würde immer eine Beleggehbamme haben wollen,gerade nach KS (ich persönlich habe mich für eine HG entschieden, aber in der Klinnik würde ich immer eine Beleghebamme nehmen), die ist die ganze Zeit bei dir, hat ein Auge auf dein Baby und auf die Narbe und diGebbu i nan ganz so viele Klinikrichtlinien gebunden wie ohne.

Meine weite Tochter habe ich spontan zu Hause bekommen. Die Geburt verlief ganz ähnlich wie die erste. Wieder bin ich ewig über Termin gegangen, wieder wollte sich der Mumu nicht öffnen und est als nach über 30 Stunden der Mumu komplett geöffnet war und die Fruchtblase gesprungen ist meine Tochter innerhalb von zwei Wehen von "schwer beweglich am Beckeneingang" komplett durchs Becken geschossen.

Vor einer Ruptur habe ich nie Angst gehabt. Ja, sowas kann passieren. Das kann es aber auch wenn man noch nie einen KS hatte. Das Risiko nach einem KS ist nur einfach etwas größer, liegt aber immernoch bei unter 0,5% und in den meisten Fällen ist es auch keine Ruptur wo die Narbe wie ein Luftballon aufplatzt sondern die Narbe geht nur etwas auseinander. Das ist immenroch ein ernste Situation, aber weit ungefährlicher alls eine echte vollständige Ruptur. Und wenn du eine Hebamme hast die die ganze Zeit bei dir ist dann können die ersten Anzeichen einer beginnenden Ruptur sehr früh erkannt werden. Auf jeden Fall deutlich früher als wenn nur alle Stunde mal jemand den Kopf zur Tür reinsteckt und nen Blick auf das CTG wirft.

Beitrag von karbolmaeuschen - 09.01.12 - 17:50 Uhr

Hallihallo!

Hast Du schonmal was von Hypnobirthing gehört?
http://www.amazon.de/HypnoBirthing-nat%C3%BCrliche-sicheren-sanften-leichten/dp/3938396202

Jede Frau kann es erlernen schmerzarm zu entbinden.

Hier mal ein Video von einer Frau unter Wehen mit HypnoBirthing:
http://www.youtube.com/watch?v=m5Vd38v7cy8

Und hier eine HypnoBirthing Geburt:
http://www.youtube.com/watch?v=tMtibFxubAY

Vielleicht wäre das eine Alternative für Dich.

Ich habe mit HypnoBirthing entbunden. Eine traumhaft schnelle Hausgeburt, ohne Schmerzen, nur mit einem wahnsinnigen Druckgefühl.

Und das nach einer vorangegangenen Geburt über 14 Std. und echten Schmerzen.

Inzwischen bin ich zertifizierte HB-Kursleiterin und stoße durchweg auf positive Resonanz.

LG Silke

Beitrag von bjerla - 10.01.12 - 11:57 Uhr

Ich hatte 2009 einen geplanten KS (eben aus Angst eine Entbindung wie die deine zu haben) und 2011 eine Spontangeburt, die nicht ganz komplikationslos war. Wüsste so spontan auch nicht, wie ich beim 3. entbinden wollen würde. Denke aber ich würde es wieder spontan versuchen, dann allerdings NUR mit (m)einer (Beleg)Hebamme. Hatte aus meiner Sicht nämlich Pech mit der KH-Hebamme. Sonst fand ich die Geburt dank PDA "halb so wild".

LG

Beitrag von mirasmama - 10.01.12 - 15:07 Uhr

Hallo :)

auch im habe im Oktober 2010 meine Tochter geboren.

Auch ich bin bis heute nicht über die Geburt hinweggekommen.

Auch ich habe nach 10 Stunden schlimme Qual einen Kaiserschnitt bekommen. Leider unter Vollnarkose. Leider auch mit einem T-Schnitt.

So habe ich beim zweiten Kind überhaupt keine Wahl und MUSS einen geplanten Kaiserschnitt machen und den auch noch mindestens 2-3 Wochen vor dem errechneten Termin.

Vielleicht wäre es besser, wenn du einen geplanten Kaiserschnitt machen lässt.

Wenn du unter der Geburt die ganze Zeit angespannt bist und Angst hast, dass es jetzt gleich nicht mehr weiter geht und doch noch ein KS gemacht werden muss, dann wird es vielleicht auch so kommen.

Und wenn es dumm kommt vielleicht unter Vollnarkose. Und glaube mir, das ist das schlimmste, was es gibt :(

Dann lieber einen KS aber trotzdem irgendwie "dabei sein"

Beitrag von uvd - 10.01.12 - 21:20 Uhr

viele einleitungen landen im OP.
das kann man vermeiden, indem man die einleitung vermeidet und das kind dann kommen lässt, wenn es bereit ist.

Beitrag von widowwadman - 11.01.12 - 00:49 Uhr

Bei ner Gestose drauf zu warten bis das Kind von alleine kommt kann allerdings fuer alle Beteiligten toedlich ausgehen. Aber das ist ja dann auch natuerlich

Beitrag von in84 - 11.01.12 - 12:35 Uhr

Danke... das dachte ich mir auch ;)

Wurde ja nicht aus Spaß eingeleitet...

Beitrag von uvd - 11.01.12 - 13:50 Uhr

sie hat jetzt keine gestose.
vorbeugen kann man, in dem man sich einen individuellen ernährungs- und behandlungsplan von den http://www.gestose-frauen.de zusammenstellen lässt.

mutterpass und befunde von damals zum gespräch bereithalten.

Beitrag von widowwadman - 11.01.12 - 17:03 Uhr

Sie spricht ja auch gar nicht davon einleiten lassen zu wollen sondern vor der Entscheidung zwischen vaginal und KS.

Beitrag von uvd - 11.01.12 - 18:19 Uhr

meine antworten waren auch nur als entscheidungshilfe gedacht.

Beitrag von lavendeltraum - 11.01.12 - 12:13 Uhr

Meine Entbindung lief genauso ab wie deine... ganz schrecklich.

Aber mal ehrlich; aus Angst vor dem Schlimmsten (KS) gleich das schlimmste (KS) auch zu planen?! Das finde ich paradox. Kann es sein, dass du das nur machen willst, damit du das Gefühl hast Kontrolle zu haben, die Situation bestimmen willst?

Meine Konsequenz aus der bes*** Geburt: in der nächsten SS halte ich mich von Gyns und Krankenhäusern fern und bleibe mit meiner Hebi zuhause.

Wegen der Ruptur: Das Risiko ist ja immer gleich klein (unter 1%), egal ob im Wald oder im Kreißsaal. Es ist bei uns letztes Jahr ein Baby im KH gestorben, weil die Mutter eine VBAC haben wollte und die Klinikhebi sich nicht hat blicken lassen, als die Gebärende starke Schmerzen bekam (Ruptur). Die Gefahr dafür steigt, wenn man irgendwie rummanipulieren lässt (Einleitung jedweder Art). Und auf Ärzte würde ich da eh nimmer hören, abwarten können die alle nicht, die wollen was TUN, und bei nem Schnitt kann man herrlich viel tun!

Informier dich über Alternativen zur Klinikgeburt! Nimm mindesten eine Beleghebamme, damit du nie alleine bist. Die in der Klinik haben keine Fiduzien geduldig auf dich aufzupassen.

Beitrag von in84 - 11.01.12 - 12:38 Uhr

Na Kontrolle... Ich glaub mir gehts eher um die Angst. Und um den "Albtraum" nicht nochmal erleben zu müssen, hab ich es in Erwägung gezogen.

Aber ich merke zunehmend, dass ich truarig darüber bin einen KS gehabt zu haben.

Im Januar entbinden 3 Freundinnen von mir... ich weiß jetzt schon, dass ich auch wieder traurig sein werde, wenn die Entbindungen alle natürlich und komplikationslos verlaufen :(

Nicht dass ich es ihnen nicht gönne, um Himmels Willen nein, aber ich glaub, es ist das Gefühl "was verpasst" zu haben...

Beitrag von bjerla - 11.01.12 - 13:23 Uhr

"Was verpassen" - ja den Gedanken hatte ich nach dem KS auch ab und an. Dann kam das 2. spontan, aber leider hatte ich aus meinem Gefühl heraus total Pech mit der Hebi (zumal die eh erst ab den Presswehen da war) und dann musste mein Kind auch direkt auf die Neo-ITS.

Dass ich das Baby beim Ks nicht gleich halten konnte, wusste ich vorher und daher wars ok. Immerhin konnt ich sie sehen. Aber diesmal: raus und weg. Und dann liegt man erstmal da. Völlig erschöpft und verwirrt.

Habe an der Spontangeburt eher zu knabbern als an dem KS. Aber wie gesagt: eine Beleghebamme wäre definitiv sinnvoll. Würde mir auch das KH genau aussuchen und eine Spontangeburt nur versuchen, wenn mit mir und dem Baby wirklich alles tiptop ist.

Beitrag von in84 - 11.01.12 - 12:39 Uhr

Danke für all eure Antworten!

Ich denke, wenn es soweit ist, werde ich mich vorher mit meiner FÄ zusammen setzen und mich dann frühzeitig um eine Beleghebamme kümmern!

Beitrag von goldenlydia - 12.01.12 - 15:20 Uhr

Ich hatte bei meiner Tochter (2009) zum Schluß eine dicke Gestose und bin sofort eingeleitet worden.Ich ließ alles auf mich zukommen.Einleitung war ok nur der Geburtsablauf mit meiner Beleghebamme war nicht so toll.Ich habe zu wenig Infos bekommen,was um mich geschieht.Es endete mit schlechten Herztönen und üblen Geburtsverletzungen.Verständlich,wenn man mit 1-2 forcierten Wehen das Kind rausholen muss.Ich hab davon ein Trauma mitgenommen und konnte die 2te Schwangerschaft (2011) nicht mehr genießen.Erst als ich den Termin für den WKS bekommen habe, löste sich bei mir ein Teil der inneren Anspannung und für mich eine Wiedergutmachung: OP war entspannt, kaum Blut verloren und ich war nach 3 Tagen wieder mobil.

Bei meiner Tochter war ich erstmal bettlägrig,hilflos und erst nach Wochen konnte ich vom Kreislauf her (Blutverlust) rausgehen.Für mich ist somit alles bestens gelaufen,ich hatte auch für meinen kaiserschnitt Beleghebammen, die mich das ganze Jahr betreut haben.

Toll fand ich,dass die Hebammenpraxis auf meine Wünsche eingegangen sind und neutrale Infos gegeben haben und mich nie auf eine spontane Geburt gedrängt haben.Denn was nützt es mit einer verkrampften Schwangere in die Geburt zu gehen?Wünsche Dir kompetente und verständnisvolle Beleghebammen.

Höre auf Dein Bauchgefühl.Mir konnte niemand sagen,was besser ist und wie die nächste Geburt abläuft.Ich wollte das Risiko ausschließen,dass es wieder zu Sauerstoffmangel beim Kind kommt und das war auch der Hauptgrund für die sectio.Für mich hatte die spontane Geburt von vornerein mehr Risiken als die sectio.

Der schönste Augenblick war der leise Schrei meines Sohnes und seine tollen AGPAr Werte trotz Kaiserschnitt.Das war mein Weihnachtsgeschenk=)