Unfruchtbarkeit angeben? So langsam....

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Beitrag von miniplacebo - 09.01.12 - 13:06 Uhr

Hallo in die Runde!
Ich brauche mal euren Rat, Tipp oder ähnliches ;-)

Es geht darum, dass ich ernsthaft überlege, bei einem Vorstellungsgespräch mit anzugeben, dass mein Mann und ich unfruchtbar sind.

Es ist so, dass ich 35 Jahre bin, Haus gebaut, verheiratet aber halt keine Kinder habe!!
Alle (!) Firmen , ob sie nun dürfen oder nicht, fragen oder stellen irgendwann im Gespräch fest "Kinder haben sie keine"?
Und es ist nicht so gemeint, als würden sie sich darüber "freuen" - Nein, sie denken sofort, ach dann bekommt se ja bald welche, sobald sie den Job hat...

Nun habe ich natürlich keine Garantie, dass sie wirklich so denken #gruebel
Aber es sieht stark danach aus.

Am liebsten würde ich sagen "Keine Panik, wir sind unfruchtbar, Beide und fünf negative künstliche Befruchtungen reichen uns dann doch !!!"

Nicht nur MIT Kindern wird man als Frau diskriminiert (immer noch) - nein auch ohne, wenn man denn mitte dreißig und verheiratet ist....grummel....
Als wenn 24 jährige oder 42 jährige nicht schwanger werden könnten.

Würdet Ihr das in Zukunft bei einem Job, der echt gut scheint, erwähnen?

Danke und beste Grüße

Beitrag von windsbraut69 - 09.01.12 - 13:20 Uhr

Nicht so direkt aber wenn das Gespräch schon in die Richtung geht, kannst Du ja durchaus Eure "abgeschlossene Familienplanung" ansprechen, wenn es Dir nichts ausmacht.

LG

Beitrag von miniplacebo - 09.01.12 - 13:25 Uhr

Ah, Danke. Abgeschlossene Familienplanung ist der Ausdruck, der mir fehlte ;-)

(obwohl es natürlich weh tut, sowas zu sagen....aber das ist ein anderes Thema...)

Beitrag von windsbraut69 - 09.01.12 - 13:30 Uhr

Kann ich nachvollziehen.
Vielleicht fügst Du das "leider" auch noch mit ein...

LG

Beitrag von vwpassat - 09.01.12 - 14:10 Uhr

Ihr könntet ja genausogut 1 oder 2 Kinder adoptieren.

Prinzipiell geht den Arbeitgeber "Privates" nichts, aber auch gar nichts an.

Beitrag von miniplacebo - 09.01.12 - 15:27 Uhr

Ja... das stimmt....

Klar - es geht dem AG nichts an, aber da hält sich doch kaum einer dran. Leider.

Beitrag von swety.k - 09.01.12 - 14:13 Uhr

Ich denke, die Chefs meinen das nicht böse. Sie wollen halt nur wissen, was auf sie zukommt.

Ich würde an Deiner Stelle die Sache mit der Unfruchtbarkeit nicht ungefragt erwähnen. Wenn Dich jemand fragt, ob Du Kinder hast, kannst Du ja sagen "Nein und ich will auch keine." Den genauen Grund für die Kinderlosigkeit würde ich nicht angeben. Auch wenn ich verstehen kann, daß Du Dich ärgerst und daß es Du all den Dummschwätzern gern auf die Nase binden würdest, damit sie die Klappe halten. Ich kenne das aus einer anderen Situation.

Liebe Grüße von Swety

Beitrag von miniplacebo - 09.01.12 - 15:28 Uhr

Ja- so siehts aus ;-)

...was auf sie zukommt... kann ich einerseits verstehen, aber so langsam reichts....

Beitrag von manavgat - 09.01.12 - 14:18 Uhr

Frontal:

wir hätten gerne Kinder gehabt, haben uns aber schon vor Jahren damit abgefunden, dass wir keine bekommen können.

Wenn Du schon "den Schaden" hast, dann musst Du Dich ja nicht noch wegen eines unterstellten Kinderwunsches diskriminieren lassen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von miniplacebo - 09.01.12 - 15:29 Uhr

So könnte ich mich ausdrücken. Das klingt dann auch nicht so, als wären wir noch "aktiv"...

Danke!