Hallo,
ich habe eine Frage zur Lohnsteuerkarte.
Ich habe verschiedene Infos und weiß trotzdem nicht was am besten ist.
Bisher kannte ich es so, das der Mann die 3er Steuerklasse hat und die Frau die 5er. Dadurch hat die Frau viel mehr Abzüge. In unserem Fall wäre es auch so wie bei vielen anderen-wir müssten wahrscheinlich am Ende des Jahres Steuern nachzahlen.
Das ist der Grund warum ich nur auf 400 Euro Basis arbeite, zudem sehe es nicht ein mehr zu arbeiten als meine Kolleginnen die auch auf 400 Basis arbeiten-und dann bekomm ich weniger als meine Kolleginnen ausbezahlt... Der Beitrag, den ich dafür für meine Rente einzahlen würde macht den Braten auch nicht mehr Fett.
So, dann gibt es noch die wunderbare Lösung 4:4. Da erklärt mir aber jeder, das sich das nur "lohnt" wenn beide annähernd das gleiche Bruttogehalt haben.
In unserem Fall würde ich jedoch ca. 500 Euro weniger Brutto verdienen als mein Mann.
Also was bleibt uns für eine Möglichkeit?
Das eine geht nicht, das andere wird abgeraten... bleibt für mich wirklich nur ein 400 Euro Job?
Wenn ja-dann verstehe ich echt alle die sich nebenbei noch was unter der Hand suchen...
Ich wäre euch sehr dankbar wenn ihr mich mal aufklärt-vielleicht erfahre ich ja von euch was anderes als das was ich bisher zu diesem Thema erfahren konnte.
LG Mona
Welche Möglichkeiten hat man als Frau?
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Beitrag von hoeppy - 09.01.12 - 16:24 Uhr
Beitrag von windsbraut69 - 09.01.12 - 16:58 Uhr
Ähm, ich hab jetzt keine Zeit, genau zu antworten aber ich kann Dir sagen, dass weder Minijobs, noch Steuerklassen irgendwie geschlechtsgebunden sind!
LG,
W
Beitrag von hedda.gabler - 09.01.12 - 17:06 Uhr
Hallo.
Wie wäre es mit einem richtigen Job?
LG
Beitrag von hoeppy - 09.01.12 - 19:07 Uhr
Darauf bezieht sich ja meine Frage...
Und eben bei diesem "richtigen" Job verdiene ich ja 500 Euro Brutto weniger als mein Mann. Deshalb soll sich ja angeblich 4:4 für uns nicht lohnen...
Und wenn ich bei gleichem Bruttolohn die 5er Lohnsteuerkarte habe, habe ich einen Haufen Abzüge...
Und falls nun das Argument kommt "hättest was gescheites gelernt..."- ich bin gelernte Kauffr. i. EH, aber keiner stellt mich ein wegen der Betreuungszeiten meiner Kinder. Ich könnte nur von 8.30 Uhr bis 16 Uhr arbeiten... Doch in dem Job muss man auch bis 20 Uhr arbeiten...
Gegenschicht meines Mannes geht auch nicht, denn hier bei uns hat kein Geschäft nachts offen.
Mein Mann im im Durchschnitt von morgens 6 Uhr bis etwa 17 Uhr außer Haus. Es kommen aber auch von seinem AG immer wieder spontan Tage dazwischen, an denen er bis 18 Uhr arbeitet.
LG Mona
Beitrag von october - 09.01.12 - 19:55 Uhr
Hallo,
dir empfehle ich Steuerklasse 4. Wer das System hinter der gemeinsamen Veranlagung nicht begreift, sollte nicht fatalerweise in die Steuerklasse 5 gehen und sich dann darüber beschweren, wie wenig er doch verdient.
Ein kleiner Grundlagenkurs liefert dir Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Ehegattensplitting
LG
PS: Ihr bekommt einen Steuervorteil als Ehepaar!!!
Beitrag von nele27 - 09.01.12 - 17:16 Uhr
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Bisher kannte ich es so, das der Mann die 3er Steuerklasse hat und die Frau die 5er.
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Das liegt daran, dass die Frauen meistens schlechter ausgebildet sind als die Männer, weniger verdienen und mehr zu hause bleiben zur Kindererziehung.
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So, dann gibt es noch die wunderbare Lösung 4:4. Da erklärt mir aber jeder, das sich das nur "lohnt" wenn beide annähernd das gleiche Bruttogehalt haben.
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Das stimmt zwar. Diese Rechnung geht aber auch nur auf, wenn man das Einkommen beider als EIN Einkommen betrachtet. Wenn man sich gemeinschaftlich für 3 und 5 entscheidet, weil es sich mehr "lohnt", kann man hinterher nicht nur das mit der 5 erzielte Nettoeinkommen seperat betrachtet und daraus ableiten, dass man nur einen 400 Euro Job machen kann.
Man muss bei 3 und 5 IMMER auch den Vorteil aus der 3 mit einrechnen, sonst ergibt es ja keinen Sinn.
Übrigens: Steuern zahlt man immer gleich, ob nun mit 3/5 oder 4/4. Falls ihr mit der 4/4 mehr Steuern monatlich zahlt, bekommt ihr diese mit dem Lohnsteuerjahresauslgiech wieder. Es ist also aufs Jahr betrachtet gehupft wie gesprungen.
Also: Entweder ihr führt die Finanzen gemeinsam, dann schaut nicht, was wer bezahlt, sondern nur, was rauskommt bei 3/5 oder 4/4. Oder ihr wirtschaftet getrennt - dann geht nur 4/4 oder einer muss den anderen auszahlen.
Und dann gilt auch: Teilzeit lohnt sich mehr als nur 400 Euro. Auch wenn Du dann mit der 5 einen Haufen Steuern zahlst. Aber denk an die Rente, an die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten etc.
Als 400-Euro-Jobberin bist Du keine ernstzunehmende Arbeitskraft. Du musst auch mal an später denken. Die kleine Steuerersparnis verschenkst Du 1000-fach wieder, wenn Du hinterher da hängst und nicht mehr vorwärts kommst im Beruf.
LG, Nele
Beitrag von vwpassat - 09.01.12 - 17:29 Uhr
Perfekte Antwort dazu. ![]()
Ich seh da immer meine Schwiegermutter wettern, wie wenig sie doch rausbekomme. Sie hat das 20 Jahre lang nicht begriffen und jetzt hab ich aufgegeben, ihr es zu erklären.
Beitrag von loonis - 09.01.12 - 19:08 Uhr
Wir arbeiten auf 4/4 ...
Mein Mann hat ne Vollzeitstelle ,ich ne 75% Stelle ...
ein 400€ Job ist für mich kein richtiger Job ...
das kann ich max. zusätzl. zu meinem Hauptjob machen...
Ist aber MEINE Meinung.
LG Loonis
Beitrag von manavgat - 09.01.12 - 19:28 Uhr
Alle Menschen haben die Möglichkeit, Vollzeit einer vernünftigen Arbeit nachzugehen.
Intelligente Menschen, die verheiratet sind, wählen Steuerkombi 4/4 und meiden 400-Euro-Sklavenjobs.
Gruß
Manavgat
Beitrag von sammy7 - 09.01.12 - 20:40 Uhr
Hallo,
warum sollten intelligente Menschen das tun? Ich meine, wenn sie in etwa gleich viel verdienen ist das ja ok aber wenn Einer der Beiden deutlich mehr verdient, wäre doch 3/5 die bessere Alternative. Sonst gibt man dem Staat sozusagen ein "zinsloses Darlehen" bis zur Steuererklärung. Oder sehe ich da was falsch.....
Gruß Claudia
Beitrag von 123bhtrsfe456 - 09.01.12 - 21:34 Uhr
Ein Grund, die Steuerklassen 4/4 zu wählen, wäre, dass man nicht noch mehr in die Mühlen gerät, dass ER ja so viel mehr verdient und ER ja die Familie finanziert und man IHN dann um Taschengeld bitten muss.
Sicher halten das nicht alle Paare mit 3/5 so, aber wenn ich hier lese, dass 400 Euro Jobs und Steuerklasse 5 schon als geschlechtszugehörig angesehen werden, und sich ein "echter" Job nicht lohnt, dann bestärkt es mich in der Meinung, dass Ehegattensplitting und 400 Euro Jobs einer echten Gleichberechtigung im Weg stehen.
Beitrag von baumrock - 11.01.12 - 12:25 Uhr
Hallo,
Bei einer Nachzahlung könnte man aber auch sagen das man ein zinsloses Darlehen bekommen hat.....
Krankengeld und Arbeitslosengeld berechnet sich m.M nach aus dem Nettoeinkommen. Eine Frau mit Steuerklasse 5 hat da oft das Nachsehen.
Auch das sollte man in die Überlegung mit einfliessen lassen.
Gruß
Baumrock
Beitrag von thea21 - 10.01.12 - 08:05 Uhr
<<<Bisher kannte ich es so, das der Mann die 3er Steuerklasse hat und die Frau die 5er. Dadurch hat die Frau viel mehr Abzüge. In unserem Fall wäre es auch so wie bei vielen anderen-wir müssten wahrscheinlich am Ende des Jahres Steuern nachzahlen.>>>
Naja, im Grunde ist diese Verteilung dann "sinnvoll", wenn jemand deutlich mehr verdient.
Relativiert sich aber mit Lohnsteuerausgleich auch wieder.
Für den Rest verstehe ich "deine Denke" leider gar nicht.
Was habt ihr denn Brutto beide an Löhnen, das du so derart engstirnig denkst?
Beitrag von ayshe - 10.01.12 - 08:08 Uhr
Google dir einen guten Brutto-Nettorechner und dann kannst du sehen, was bei euch am günstigsten ist.
Aber wie schon thea schon sagte, gleicht sich alles nach der Steuererklärung auch wieder aus.
Beitrag von xyz09 - 10.01.12 - 08:51 Uhr
Hallo,
auch von mir noch mal der Hinweis: wenn ihr gemeinsam wirtschaftet, ein Portmonee habt, ein Konto, ist es -auf's Jahr gesehen- völlig egal, wie ihr eure Steuerklassen wählt. In dem einen Fall habt ihr monatlich mehr und zahlt ggf. bei der Einkommenssteuererklärung nach, bei der anderen Variante habt ihr monatlich weniger und bekommt ggf. eine (dicke) Rückerstattung. Wie hier schon jemand anders schrieb, man kann nicht auf der einen Seite auf die Steuernachteile in der Klasse 5 schimpfen und auf der anderen Seite die Vorteile der Klasse 3 nicht sehen.
Wenn nicht gemeinsam gewirtschaftet wird (was ich in einer Ehe immer etwas befremdlich finde, aber das ist ja eine sehr individuelle Sache), dann nimmt man entweder 4/4 oder derjenige mit LStKl 3 zahlt dem anderen die Hälfte des Steuervorteils aus.
Bei uns bin ich (w) die Besserverdienerin, momentan aber in EZ. Wenn ich in einem Monat wieder Teilzeit (50%) arbeite, verdienen mein Mann (Handwerker, volle Stelle) und ich bei 4/4 ungefähr gleich. Trotzdem werde ich die 3 bekommen, weil ich dann bald wieder in Mutterschutz gehe und es sich für uns für das Elterngeld halt rechnet. Später (wenn ich irgendwann wieder Vollzeit arbeite) werde ich die 3 bekommen und mein Mann die 5. Da sollte man wirklich auf die jeweiligen Vor- und Nachteile sehen und nicht auf irgendwelche Vorurteile (der Mann hat..., der Mann muss...).
Im Hinblick auf die Zukunft würde ich auch immer dazu raten, mindestens TZ arbeiten zu gehen. Irgendetwas kann immer passieren (man trennt sich, der Partner wird arbeitslos...) und dann hat man jahrelang "nur" einen 400-Euro-Job gemacht und es ist sehr schwierig wieder "richtig" einzusteigen.
Viele Grüße
xz mit Mann, Maus und Bauchzwerg
Beitrag von kathi.net - 10.01.12 - 10:44 Uhr
Die Steuerlast ist bei beiden Möglichkeiten die gleiche.
Der einzige Nachteil besteht vielleicht darin, wenn ihr nicht in einen gemeinsamen Topf wirtschaftet - das ist aber eher ein anderes Problem 
LG Kathi
Beitrag von leonie133 - 10.01.12 - 13:56 Uhr
Hallo,
"Bisher kannte ich es so, das der Mann die 3er Steuerklasse hat und die Frau die 5er. Dadurch hat die Frau viel mehr Abzüge"
diese Sichtweise ist in sich unlogisch. Das hat doch nichts mit Mann oder Frau zu tun. Du bist als Frau nicht gezwungen, deutlich weniger zu verdienen als dein Mann. Außerdem hast du in dieser St-Klasse zwar hohe Abzüge, aber dein Mann hat mit Sicherheit dafür rel. wenige, also ist das nicht ungerecht.
Wir haben auch diese Konstellation, aber wir mussten bislang nichts nachzahlen... und ich bringe im Monat netto immer noch so viel nach Hause, dass es sich absolut lohnt!! Mit 400 Euro sähe es allerdings mau aus.
Übrigens ist es sinnvoll, in seine Rente einzuzahlen, wir sind nämlich die gear***te Generation, wenn es soweit ist. Private Altersvorsorge ist aus meiner Sicht ein Muss, und dafür muss dann eben jetzt schon gespart werden. Geht aber nur, wenn man entsprechend verdient...
Beitrag von marion2 - 10.01.12 - 14:23 Uhr
Hallo,
versuch doch mal, deinem Mann die Steuerklasse 5 überzustülpen.
Dann hättest du deutlich mehr raus.
Und: Am Jahresende bekommt ihr eine schöne Rückerstattung.
Gruß Marion
