Hallo,
heute Nachmittag ist die Oma meines Mannes (also die Uroma meiner Kinder) gestorben. 
Wir haben versucht meinem Sohn (fast 2,5 Jahre) die Situation zu erklären, aber es ist nicht besonders leicht. (Auch für uns Erwachsene ist es doch eigentlich schwer zu verstehen)
Mein Sohn liebt Bücher sehr und deshalb dachte ich dass eine schöne Geschichte uns trösten könnnte und auch verschiedenes erklären kann.
Ich habe schon von einigen Büchern gelesen die hier empfohlen worden sind aber ich bin mir unsicher ob die auch für Kleinkinder geeignet sind.
Wenn jemand Erfahrungen mit solchen Büchern hatt wäre es lieb wenn er mir welche empfehlen könnte.
Danke schon mal,
K
Suche Buch über Trauer- für Kleinkind
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von k-r-m - 09.01.12 - 21:13 Uhr
Beitrag von steffni0 - 09.01.12 - 21:30 Uhr
Fast 2,5? Mein Sohn ist 28 Monate alt, also auch fast 2,5, aber ich würde ihm nicht vom Tod erzählen. Natürlich kann er das nicht verstehen. Würde dazu auch keine Bücher o.ä. nehmen.
In diesem Alter bemerken es die Kinder doch noch gar nicht, oder doch?! Oder waren sie sehr eng miteinander zusammen?
Lieben Gruß
Steffie
Beitrag von k-r-m - 09.01.12 - 21:37 Uhr
Ja, sie sahen sich jede Woche mindestens ein Mal.
Natürlich bekommt er mit dass etwas passiert ist. Er sieht uns ja alle weinen und da finde ich es viel besser ihm zu sagen was passiert ist als ihm etwas vorzulügen.
Er war gerade dabei ein Bild für seine Oma zu malen als die Nachricht von ihrem Tod kam.
Ausserdem wird er sicher nach Oma fragen wenn er Opa in Zukunft alleine sieht (vorher waren Oma und Opa immer zusammen).
Du siehst ich sehe das Ganze etwas anders als du. Aber natürlich wird er nicht alles so verstehen können wie wir (er ist auch 28 Monate).
Ich wünsche euch dass euch das Thema so lange wie möglich erspart bleibt.
LG K
Beitrag von steffni0 - 09.01.12 - 21:39 Uhr
Ich habe es nicht böse gemeint. Entschuldige!
Es tut mir natürlich erst mal sehr leid für Euch! Vielleicht ist Dein Sohn vom Verständnis auch weiter als meiner oder ich unterschätze meinen Sohn. Das weiß ich nicht.
Ich wünsche Euch aber viel Kraft und alles Liebe und Gute!
Steffie
Beitrag von k-r-m - 09.01.12 - 21:42 Uhr
Entschuldigung angenommen ! 
Fand dein Post aber völlig ok, es ist doch normal dass nicht jeder die Dinge gleich sieht.
Beitrag von mividaloca - 09.01.12 - 21:33 Uhr
Hallo....
gugg mal bei Jako-O die haben ein Buch das heißt "Oma´s Himmel" oder so... ich weiß denn Titel nicht 100%ig... aber das es dass dort gibt weiß ich genau... schau doch einfach mal auf der Internetseite nach...
Grüße und mein Beileid
Beitrag von k-r-m - 09.01.12 - 21:40 Uhr
Danke,
aber es ist erst ab 5 Jahren empfohlen!
LG
Beitrag von tokee21 - 09.01.12 - 21:50 Uhr
Hallo!
Als mein Papa letztes Jahr gestorben ist, hab ich für meine Tochter (damals gerade 3) das Buch "Abschied von Opa Elefant" gekauft.
Wir haben es zusammen angeschaut, aber ob es so viel gebracht hat?
Wichtiger war: wir haben darüber gesprochen, ich habe ihr kindgerecht erklärt, dass der Opa nun im Himmel auf einer Wolke ist, und er uns am Grab besonders gut sehen kann. (war auch für mich irgendwie tröstlich)
Für Kinder in dem Alter ist das anders als für uns, richtig verstehen sie es nicht.
Meine Tochter spricht aber noch heute davon, manchmal hat sie auch "Ideen", z.B., sie will den Opa wieder ausgraben. 
Neulich dachte sie darüber nach, was Tote essen und stellte fest, es müssen wohl Karotten sein, da die ja unter der Erde wachsen.
Ich möchte halt, dass sie sich an ihren Opa erinnert (auch wenn das langfristig wohl so nicht klappt, aber es gibt ja Fotos). Wenn wir bei meiner Mutter sind, sagt sie oft von sich aus, ob wir denn den Opa auf dem Friedhof besuchen.
Bitte mach eins nicht: sag nicht, die Ur-Oma ist eingeschlafen, das kann bei Kindern Riesenängste auslösen!!! Und auch mit Dingen wie "war sehr krank" vorsichtig sein! Die kleinen unterscheiden nicht zwischen "krank" und "krank"!
Zum Schluß noch mein Beileid und eine
für die Ur-Oma.
LG Iris
Beitrag von holidaylover - 09.01.12 - 22:21 Uhr
kinder haben eine große phantasie!
als ich mit meinen kids an der nordsee zur muki-kur war, schaute mein damals 6-jähriger in den klaren sternenhimmel und meinte: dort, der hellste stern, das ist uropa. uroma ist noch nicht da, die ist noch nicht da oben angekommen.
(sie war erst 1 monat zuvor gestorben, mein opa war schon fast 15 jahre tot).
ihm war wohl klar, daß es eine lange reise, bis man da oben ankommt. erstaunlich, zumal er meinen opa gar nicht mehr kannte.
mein 2. sohn war damals 3 als meine oma starb und nachdem ich ihm das erklärt hatte, meinte er: ok, und wann können wir sie nun wieder mal besuchen?
er hat das auch nicht verstanden, daß jemand auf einmal weg ist und nicht mehr wieder kommt und man ihn auch nicht besuchen kann. ihr grab ist 300km weg von uns, also kann er da auch nicht hin (würde er bei einer anonymen wiese eh nicht verstehen)
Beitrag von melli.c - 10.01.12 - 12:14 Uhr
Hallo
Ein Buch kenne ich nicht, aber mein Sohn war gerade 2 geworden als mein Vater starb.
Schon als wir bei Oma angekommen sind, fragte er nach Opa, denn beim letzten Mal lag dieser immer auf der Couch(hatte Krebs).
Wir sagten ihm das es Opa seehrt alt war(für seine Verhältnisse war Opa ja auch alt obwohl erst 62) und krank und jetzt in den Himmel zu den Sternen geflogen ist.
Bei der Beerdigung hatte ich ihn nicht dabei, da ich selbst nicht den Nerv hatte mich um ihn zu kümmern.
Als wir später das Grab besucht haben haben wir erklärt das Opas Körper da jetzt liegt, da er ihn im Himmel nicht braucht, quasi die Geschichte Engel/fliegen usw.
Einige Monate später starb meine Oma (mütterlicherseits) und da diese Beerdigung sehr schön war, da meine Oma friedlich mit93 im Beisein ihrer Kinder eingeschlafen ist, habe ich ihn dort mitgenommen.
So hat er dann im Nachhinein verstanden, was damals auch mit Opas Körper gemacht wurde. Die Stimmung war aufgrund der Umstände und dem tiefen Glaube an Gott meiner Familie mütterlicherseits eine sehr schöne, dankbare, wwobei aber natürlich auch getrauert wurde.
Mein Sohn hat auch heute noch einige Erinnerungen an Opa oder zumindest ist es ihm immer sehr wichtig Opa zu besuchen wenn wir bei Oma zu Besuch sind. Er ist jetzt 6 und hat zum Glück noch ein "gutes" Verhältnis zum Tod. Aber bisher sind nach meinem Vater nur alte Menschen gestorben. Oder Fremde bei Unfällen.
Beitrag von butler - 10.01.12 - 13:17 Uhr
ich habe meinem einen Stern gezeigt und ihm gesagt das das seine Maja ist. Nach der Beerdigung waren wir zusammen am Grab mit einem selbstbemalten Stein.
lg
Beitrag von olivia76 - 10.01.12 - 14:54 Uhr
Hallo!
ich kann DIr dieses Buch empfehlen:
http://www.amazon.de/Jolante-sucht-Crisula-unendlichen-Freundschaft/dp/3314017464/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1326202656&sr=8-1
Es ist das beste Buch über den Tod, das ich kenne, wobei der Tod selbst noch nicht einmal erwähnt wird. Jolante durchlebt einfach das, was man beim Verlust eines Menschen erlebt, sie weiß nicht, was geschehen ist, versteht vieles nicht und sucht einfach. Und so ergeht es auch Kindern beim Verlust eines nahestehenden Menschen (und uns Erwachsenen ja eigentlich auch).
Im Vordergrund steht nicht das sachlich-inhaltliche Begreifen des Todes sondern das Ansprechen der Gefühle. Am Ende findet Jolante dann doch einen Weg, ihrer Freundin wieder nahe zu sein.
Dein Sohn wird sicher auch trauern. Kinder tun das mitunter auf ganz (für uns) "merkwürdige" Art und Weise. Viel wichtiger als irgendwelche Erklärungen, wo die Oma nun sein könnte oder wie es ihr jetzt gehen könnte (woher wollen wir das auch wissen) ist es, ihm zu signalisieren, dass Du ihn verstehst und ihn damit nicht aleine lässt. Vielleicht wird er in einem halben Jahr den Zusammenhang verstehen und bei der Lektüre des Buches anfangen, von der Oma zu erzählen.
Alles Gute für Euch!
Olivia
Beitrag von froehlich - 10.01.12 - 18:50 Uhr
Sag ihm mit einfachen Worten, was passiert ist - ich würde den direkten Weg wählen. Meine Erfahrung ist, daß Kinder in diesem Alter dem Tod sehr unkompliziert gegenüber stehen - "begreifbar" wird dieses Thema erst sehr, sehr viel später. Wir haben unserem 2,5-jährigen kürzlich (als Kaninchen Willi starb) erklärt, daß Willi tot ist und nun im Kaninchenhimmel....das konnte er sehr gut verstehen. Er hat Willi sogar tot gesehen (was ICH persönlich schrecklich fand), aber für ihn war's nicht traumatisch. Ich habe den Eindruck, er versteht sehr gut (auf seine kindliche Art und Weise), was das bedeutet. Natürlich ist Eure Oma nochmal auf eine andere Art ein Verlust, aber Kinder gehen mit Tod und Trauer wirklich noch sehr viel anders um als wir Erwachsene...meist sehr viel unverkrampfter. Trau Deinem Kind was zu! Sag ihm, daß ihr traurig seid und weint, weil Oma nicht wiederkommt....aber gib ihm auch Trost dabei mit. Daß es ihr da, wo sie jetzt ist, gut geht.... . Das wäre mein Rat.
