Ich bin seit 6 Jahren selbständig und kann mir meine Arbeit einteilen. Da mein Mann sehr sehr viel arbeitet und auch sehr viel verdient, war es mir wichtig, dass einer eher leiser tritt, damit Familie und Partneschaft sich nicht aufreiben. Das hat alles super funktioniert. Ich werde durch meine Selbständigkeit nicht reich, aber verdiene locker in ein paar Stunden so viel wie andere mit Halbzeit- oder sogar Vollzeit. Nun habe ich mich vor Monaten für einen Vollzeitjob bei einer amerikanischen Gesellschaft beworben. Freunde von uns, die eine Beratungskanzlei haben und das Unternehmen beraten, haben mich empfohlen. Die Gespräche zogen sich über Monate, es war nie wirklich sehr real und eine Woche vor Weihnachten hatte ich plötzlich stundenlange Gespräche und zwei Tage später die Zusage für den Job ab Mitte Januar. Nochmals einen Tag später wurden für mich Flüge und Hotel für eine Woche USA gebucht zur Einschulung. Irgendwie war ich total geschmeichelt, meine Arbeitssprache wäre englisch, der Job wäre super. Aber es ging so schnell, dass ich gar keine Zeit hatte, es mir wirklich zu überlegen. Ich wäre jeden Tag frühestens um 18:00 zu Hause, habe bis jetzt keine Kinderbetreuung für meine zwei Kinder (trotz Inserate etc.) Mein Mann versucht gleichzeitig anspruchsvollen Job und Dissertation unter einen Hut zu bringen und kann vor 19:00 nicht zu Hause sein. es hat auch keinen Sinn, dass er es versucht - er soll seinen Job nicht gefährden, solange ich nicht weiß, ob ich meinen überhaupt machen will. Und dann hat letzte Woche auch noch meine Haushaltshilfe Bescheid gegeben, dass sie nicht mehr kommen kann.
Nächsten Montag wäre mein erster Arbeitstag und eine Woche später müßte ich in die USA für eine Woche. Ich habe einerseits keine Ahnung, wie ich das anfangen soll und andererseits merke ich immer mehr, dass ich mehr geschmeichelt war, als dass ich den Job wirklich machen möchte (in der Intensität).
Darum denke ich über die Möglichkeiten nach.
1) Ich mache mal den Job für drei Monate und wir versuchen irgendwie zu überleben. Vielleicht kann ich sie davon überzeugen, danach einen Teil der Arbeit von zu Hause zu machen (wäre in der Theorie möglich). Stressig, aber nicht unmöglich mit Hilfe von Verwandten.
2) Ich sage ab mit der Begründung, dass ich keine Kinderbetreuung gefunden habe. Wäre ehrlich (das ist mir wichtig, weil die Firma sehr korrekt ist). Mache mir aber Sorgen um die Reputation meiner Freunde, die mich empfohlen hatten und weiterhin in einem Beratungsverhältnis zu dem Unternehmen stehen.
3) Da ich noch keinen Vertrag bis heute gesehen habe, hänge ich es darauf auf. Würde dann den Arbeitsbeginn zumindest nach hinten verschieben - vielleicht eine Kinderbetreuung finden - dann müßte der Flug etc. storniert werden (Kosten der Firma).
Stöhn. Ihr seht, ich bin total verwirrt. Weiß nicht mal, ob ich eine Frage an Euch habe - dachte nur, dass alles klarer wird, wenn ich es aufschreibe.
Fazit: eigentlich war mein Leben bisher mit Selbständigkeit und Familie sehr schön, aber mein persönlicher Ehrgeiz hat mich da jetzt irgendwie in ein Eck gedrängt, aus dem ich mit gutem Gewissen nicht herausfinde.
Was meint Ihr? Vielleicht gibt es andere Tipps, die ich bisher nicht berücksichtigt habe.
lg
J.
Verzwickte Situation um Job und Familie
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Beitrag von jasahe - 09.01.12 - 22:00 Uhr
Beitrag von hedda.gabler - 09.01.12 - 22:50 Uhr
Hallo.
Bis nächsten Montag ist das natürlich alles sehr knapp ... da fällt mir jetzt nicht wirklich was ein (ich weiß nicht, wie alt Deine Kinder sind, aber vielleicht kann man die erste Zeit auch mit Schul- und KiGa-Freunden überbrücken, mit denen die Kinder mitgehen plus eben Verwandte) ...
... auf längere Sicht wäre für Euch die beste Lösung sicher ein Au-Pair (und ne neue Haushaltshilfe ... ein Au Pair ist keine Putzfrau).
LG
Beitrag von sweety03 - 10.01.12 - 07:49 Uhr
Morgen,
ich finde Dein Verhalten sehr blauäugig, sorry.
Du weißt, dass Du eventuell eine intensive und flexible Kinderbetreuung brauchst und hast vorher noch rein gar nichts organisiert.
Und Deinen Mann kannst Du zeittechnisch wohl eher nicht berücksichtigen.
Eine Woche USA ohne konstante Betreuung? Schon komisch Deine Vorgehensweise.
Wie alt sind die Kinder?
Ich würde so einen Job nur machen, wenn ich eine 1 A Kinderbetreuung (Aupair etc.) samt Haushaltshilfe hätte.
Viel Glück bei der Entscheidungsfindung.
Sweety
Beitrag von blackcat9 - 10.01.12 - 09:17 Uhr
Dein Ehrgeiz in allen Ehren, aber hast Du Dir da nicht etwas viel vorgenommen?
Keine Betreuung der Kinder (wie alt sind Deine Kinder?), Dein Mann kann das nicht abfedern. Aufgrund Eurer Arbeitszeiten (bis 18 bzw. 19 Uhr) ist eine normale Betreuung über Kindergarten eher ausgeschlossen, weil die ja meistens nicht so lange aufhaben. Also bleibt nur Au-Pair. Aber da musst Du erstmal jemanden finden, was auch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird. Immerhin soll das Au-Pair ja zu Euch passen, wenn Du Ihr Deine Kinder und Dein Haus/Deine Wohnung anvertraust.
Sicher ist so ein Jobangebot super und ohne Kinder (oder mit super guten Betreuungsmöglichkeiten) sehr verlockend und sollte dann angenommen werden. Aber in Deiner Situation solltest Du Dir das wirklich überlegen.
Du schreibst, dass Dir Dein Job Spass macht (Wo kann ich auch soviel verdienen?
), Du Dir Deine Zeit einteilen kannst und Dein Mann viel verdient. Warum willst Du Dein Leben so radikal ändern, wenn Du zufrieden bist?
Hast Du mit Deinem Mann über das Jobangebot gesprochen? Was sagt er dazu? Ihn geht diese Entscheidung ja auch was an.
Ich würde wohl im Interesse der Familie das Angebot ablehnen. Oder mit denen reden, dass Du jetzt auf die Schnelle keine Kinderbetreuung hast. Vielleicht bieten sie Dir den Job auch später nochmal an, so dass Du in Ruhe suchen kannst. Aber von jetzt auf gleich würde ich es lassen. Haben Sie Dich nicht beim Gespräch gefragt, ob die Kinder versorgt sind? Bei meinen Bewerbungsgesprächen war das bisher immer so.
Viel Glück
LG
Franzi mit Kids
Beitrag von jasahe - 10.01.12 - 11:18 Uhr
Danke für deine Meinung. In den USA dürfen die Frauen nicht nach Kindern etc. gefragt werden, das finde ich auch richtig so. Und mein Gehalt revidiere ich. Soviel verdiene ich nicht. Aber ich meinte, mache verdienen als Kassiererin im Supermarkt soviel wie ich selbständig mit ein paar Stunden.
Ich meinte ja auch, dass ich irgendwie reingestolpert bin, weil ich mich "messen" wollte. Aktiv würde ich eher nichts so radikal ändern.
Klar habe ich für die ersten Wochen mit anderen Eltern, Omas, Tanten und Onkels mal überbrückt. Aber nach den ersten drei Wochen ist es damit vorbei.
Beitrag von windsbraut69 - 10.01.12 - 14:23 Uhr
"Auf die Schnelle keine Kinderbetreuung" ist nach monatelangen Verhandlungen auch kein wirkliches Argument :)
Ich halte es für relativ aussichtslos, aus der Nummer jetzt bis Montag noch vernünftig heraus zu kommen.
LG
Beitrag von nina_1981 - 10.01.12 - 10:18 Uhr
Das hört sich alles sehr gut an und ich würde wirklich überlegen, ob es nicht irgendwie machbar ist. Vielleicht kann dein Mann eine Woche Urlaub nehmen, wenn du in die USA fliegst? Können deine Eltern oder Schwiegereltern vielleicht kurzfristig einspringen?
Natürlich solltest du dich schnellstmöglich um eine neue Haushaltshilfe und ein Au-Pair oder eine Haushälterin (die zu euch ins Haus kommt und auch die Kinderbetreuung übernimmt) bemühen.
Vielleicht kannst du mit deinem neuen AG vereinbaren, dass du jetzt gern die Reise für die Schulung wahrnimmst, du aber aufgrund der fehlenden Betreuung erst zum 01.02. oder so anfangen könntest, richtig loszulegen.
Vielleicht gibt es ja auch die Möglichkeit, dass du zunächst (für die Einarbeitung) täglich 6 Stunden kommst und dann später, wenn die Betreuungssituation geklärt ist, voll.
Lg und viel Glück für die Entscheidung
Nina
Beitrag von jasahe - 10.01.12 - 11:19 Uhr
Danke, stimmt - eine positiver und machbarer Weg!
Beitrag von lisboeta - 10.01.12 - 11:14 Uhr
Hallo J.
ich finde die zentrale Frage ist, was willst Du: Willst du diesen Vollzeitjob. Wenn du das aus ganzen Herzen bejahren kannst, dann findest du auch eine lösung. Aus meiner Sicht geht das dann nur mit einer Nanny odr Aupair - denn Betreuung bis 18:00 Uhr Abends gibt es ja in den seltensten Fällen.
Wenn Du den Job nicht wirklich machen willst, dann würde ich einfach absagen mit der Begündung, dass du keine Kinderbetreuung findest.
LG
lisboeta
Beitrag von jasahe - 10.01.12 - 11:22 Uhr
Das ist wohl genau der Punkt. Nein, Vollzeit will ich ihn nicht machen. Aber wenn ich ihn auf 30 Wochenstunden reduzieren könnte (und das ginge vom Arbeitspensum - geschätzt), dann wäre es ein super Job. Darauf gehen sie aber vorerst nicht ein. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das nach ein paar Monaten, wenn eine persönliche Bindung aufgebaut ist und die Qualität der Arbeit sichtbar wird, sehr wohl möglich ist. das ist eig. der einzige Grund, weshalb ich nicht einfach so absage.
Beitrag von lisboeta - 10.01.12 - 11:33 Uhr
du hast gesagt, dass das Unternehmen mit der sehr ehrlich umgegangen ist, dann würde ich es auch tun. Ich bin damit immer gut gefahren.
Bestimmt wäre das Unternehmen enttäuscht, wenn du anfängst, dich einarbeiten lässt und dann nach drei Monaten wieder aufhörst weil du den Job nicht mit dem Familienleben unter einen Hut bringen kannst.
Meine Erfahrung (arbeite selber Vollzeit) ist, dass beide Vollzeit sehr schwer ist. Je nach Alter der Kinder wünschen sie sich ja nachmittags auch Aktivitäten. Dann brauch man halt jemanden der das macht Oma? Nanny. Ich selber könnte mir das aber nicht vorstellen, weil eine Nanny halt doch was anderes ist. ABer ich habe auch Freundinnen die das - gerne und gut - praktizieren, weil ihnen ihr Job halt sehr wichtig ist.
Also ich würde mit offenen Karten spielen, sagen du willst den Job machen, aber nur 30. Stunden
Beitrag von jasahe - 10.01.12 - 12:15 Uhr
Du hast recht. Mir ist das Familienleben, meine eigene Gesundheit, ein lebenswertes Leben etc. auch viel wichtiger als Geld, das wieder ausgebe, um mich zu belohnen, dass ich so hart arbeite. Könnte nur eine vorübergehende Lösung sein. da wir vereinbart haben, dass wir nach 3 Monaten nochmals darüber reden und erst dann einen unbefristeten Vertrag draus machen, wäre es für mich moralisch ok.
Beitrag von lisboeta - 10.01.12 - 13:29 Uhr
Ja klar. Ist ok!
Beitrag von engelchen28 - 10.01.12 - 18:57 Uhr
huhu!
ich denke, der beste weg ist, wenn du ehrlich sagst, dass du dir nochmal gedanken gemacht hast und eigentlich nicht mehr als 30 std. pro woche arbeiten willst / kannst, da dir deine familie auch am herzen liegt. ich würde mich nicht drauf verlassen, dass du nach 3 monaten einfach so um die hälfte oder so reduzieren darfst...ich würde gleich mit offenen karten spielen und wenn's dann halt nicht sein soll, dann hast du doch immernoch deine selbstständigkeit - heyyy...das ist purer luxus. viele würden sich in deine situation hineinwünschen!!!!
vlg
Beitrag von widowwadman - 10.01.12 - 11:28 Uhr
Ich find's erschreckend, dass du dieses Angebot angenommen hast und dir bis jetzt keinerlei Gedanken um die Kinderbetreuung gemacht hast - sowas ueberlegt man sich doch wenn man das Angebot annimmt.
Den Job nur fuer 3 Monate machen mit dem Wissen dass du ihn eh aufgeben willst halte ich fuer die schlechteste Loesung - weil die Firma dann in jemanden investiert der sich gar nicht erst richtig einfinden wird (und das spricht nicht nur gegen dich, sondern jede Frau mit Kindern die sich auf so eine Stelle bewirbt) - also entweder machst du jetzt noch nen Rueckzieher oder du laesst dich voll und ganz drauf ein und organisierst deine Kinderbetreuung ordentlich und nicht nur zur Ueberbrueckung.
Beitrag von jasahe - 10.01.12 - 12:12 Uhr
da habe ich mich wohl nicht richtig ausgedrückt. Ab der Zusage der Firma habe ich natürlich überall inseriert und angefangen zu suchen. Bis jetzt habe ich nur noch niemanden gefunden. Die ersten 3 Wochen wäre ja schon organisiert durch Familie und Freunde. Ich bin Unternehmerin - nicht unfähig.
Für drei Monate zuzusagen, fände ich persönlich nicht so unprofessionell. Genau das wurde mir auch vorgeschlagen. Vertrag auf 3 Monate, um zu sehen, ob es für beide Seiten paßt. Wenn ok Verlängerung auf unbefristet.
Beitrag von lilaluise - 10.01.12 - 14:49 Uhr
Ab Zusage finde ich zu spät. Ich hab mich da immer drum gekümmert bevor ich mich beworben hab. kann ja dann manchmal doch schneller gehen als man denkt und dann steht man vor dem Problem, dass du jetzt schilderst!
Beitrag von twins - 10.01.12 - 16:37 Uhr
Hi,
die Tagesmutter bei uns im Ort,übernimmt auch im Notfall die Betreuung über Nacht bzw. auch über einen längeren Zeitraum, wenn Not am Mann ist.
Vielleicht mal nachfragen?
Nachbarschaftshilfe aktivieren? Familie Fragen, gute Freunde Fragen?
Mann nimmt Urlaub, ....
Viel Glück, kann verstehen, das es alles überhand genommen hat!
Grüße
Lisa
Beitrag von cazie71 - 10.01.12 - 16:53 Uhr
Hallo.
Wenn du eh mit deiner Selbständigkeit soviel verdienst, wie andere im Vollzeitjob, dann verstehe ich beim besten Willen nicht, warum du an der Situation was ändern willst?!?!? 
Sei froh, dass du gutes Geld verdienst und gleichzeitig deine Kinder betreuen kannst.
Was willst du mehr? Möchtest du nur eine Bestätigung, dass du auch anderweitig noch Chancen hättest????? Finde ich unfair deinen Freunden gegenüber, die für dich gradestehen. 
Im Übrigen musstest du dir doch im gleichen Atemzug in dem du dich beworben hast darüber nachgedacht haben, wie du das mit den Kindern machst, oder?
Finde, du solltest den Job knicken - du hast ja offensichtlich bereits jetzt keine Kontrolle mehr, sorry...
Beitrag von engelchen28 - 10.01.12 - 18:52 Uhr
hallo j.!
also für mich wäre das nichts, wenn ich kinder hätte, ganz ehrlich. dann würde ich mich persönlich fragen: warum habe ich kinder bekommen, wenn ich sie nur abends und am wochenende sehe, ich vom kindergartenalltag, der schule, den freunden, den hobbys, den vorlieben, abneigungen des kindes nichts mitbekomme und alles geballt an den 2 std. abends oder am wo-en stattfinden muss.
wenn aus finanzieller not plötzlich vollzeit-arbeit notwendig ist, keine frage, dann geht das auch. aber nur für das "ich" - wie gesagt, mein ding wäre es definitiv nicht, aber zum glück kann da jeder für sich entscheiden, sofern er es sich finanziell leisten kann.
lg & alles gute für euch!
Beitrag von engelchen28 - 10.01.12 - 18:54 Uhr
was mir noch einfällt - du bist selbstständig und verdienst, wie du sagst, mit wenig aufwand gutes geld, das auch noch sehr flexibel - warum dann in ein angestelltenverhältnis wechseln und deutlich mehr stunden absolvieren??
Beitrag von jasahe - 10.01.12 - 20:17 Uhr
Da gibt es viele Gründe - Pension, Versicherung, Sozialleistungen. Alles besser als für einen schlecht verdienenden Selbständigen (den ich betonte, dass manch Schlechterverdiener in Vollzeit das verdient, was ich selbständig). Außerdem kommt natürlich wechselnde Auftragslage hinzu.
Beitrag von jasahe - 10.01.12 - 20:23 Uhr
danke für deine antwort. nun ich habe bisher immer versucht, einen mittelweg zu gehen. ich war nie nur zu hause, obwohl ich jetzt seit 12 jahren kinder habe. phasen intensiven arbeitens haben sich immer abgewechselt mit phasen, wo ich mich um anderes gekümmert habe. familie, zusatzstudium etc. das geniesse ich an meinem leben. es ist nicht immer alles gleich und alles eröffnet neue chancen. finanziell leisten ist außerdem relativ. ich bin jetzt 38. ich möchte nicht noch5 jahre warten und dann stellt mich keiner mehr ein, weil ich zu alt bin. das waren so meine überlegungen vor dem bewerben. ich wollte einfach sehen, ob ich bei so einem top-job noch chancen habe.
Beitrag von engelchen28 - 11.01.12 - 10:22 Uhr
huhu!
ich denke, der amerikanische arbeitgeber hat dir gezeigt, dass du definitiv noch gute chancen hast bei einem top-job!!! was du nun daraus machst - tja...das ist nicht leicht. ich wünsche dir viel glück!
lg
Beitrag von mami-tini - 10.01.12 - 21:21 Uhr
Dein persönlicher Ehrgeiz hat dich soweit getrieben aber du hast das alles nur mit gemacht weil du dich geschmeichelt gefühlt hast?
Du hattest jetzt Monate Zeit um dir zu überlegen ob du das wirklich willst und hast es nicht getan?

Da sind einige Widersprüche in deinem Text die ich nicht verstehe. Der Grund, warum du den Job wolltest hat sicherlich nichts damit zu tun, das du ihn wirklich willst. Du wolltest damit eine Bestätigung für etwas.
Geh nochmal in dich und frag dich, was du eigentlich wirklich willst. Willst du den Job wirklich? Würde er dich erfüllen, mehr wie jetzt? Hast du nicht Angst gegenüber deinen Kindern zu versagen, weil du dann kaum noch Zeit für sie hast? Wärst du irgendwann überfordert mit all den Aufgaben die dann auf dich zukommen? Schau was du dir selbst zutraust, wie du dir ein Familienleben vorstellt. Beziehe deinen Mann, eure Partnerschaft und vorallem die Kinder mit in die Gedanken ein. Kommen sie dann zu kurz? Was ist mit dir selber? Hast du am Ende noch Zeit für dich oder läuft dann alles irgendwann auf ein Burn Out raus?
Vielleicht kannst du dir alles auch mal aufschreiben und abwägen. Entscheide dann nach deiner eigenen Meinung und nicht nach aussenstehenden Menschen (ausser deinem Mann). Und wenn du absagen willst, dann nimm dafür die Kinderbetreuung.
Ich bin auch selbstständig und geniesse das. Ich kann mir alles selber einteilen. Vielleicht würde es dir auch reichen, wenn du deine Selbstständigkeit ausbaust, neue Kunden gewinnst, an interessanten Veranstaltungen teilnimmst um präsent zu sein...
Egal welchen Weg du gehst, geh den Weg, den DU für richtig hälst und den du dir auch zutraust!
