BDSM - bin ermutigt durch Beiträge weiter unten.

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Beitrag von so aufgewühlt... - 10.01.12 - 13:16 Uhr

Hallo an alle,

ermutigt durch Beiträge weiter unten brauche ich auch mal Rat.

Ich führe seit beinahe 11 Jahren eine Beziehung mit einem recht dominanten und komplizierten Mann, seit 2005 bin ich mit ihm verheiratet und wir haben einen 5jährigen Sohn. Seit März letzten Jahres kriselt es merklich bei uns und schon im November habe ich eine Alarmglocke angestellt...... Jetzt ist sie mehr als laut und ich stehe vor einer Entscheidung: Trennung oder weiterer Versuch (Gründe nicht relevant für mein Problem). Ich bin mir sooooo unsicher! Zu diesen wirklich wichtigen Problemen kommt jetzt ganz frisch seit Ende Dezember etwas völlig unerwartetes und neues hinzu. Ein Bekannter hat mir total unbedarft und eigentlich ungewollt die 'Welt des BDSM' geöffnet.... Durch eine Flachserei über Handschellen #schein Ergebnis ist nun, dass ich 'dank' vieler Handynachrichten, persönlichen Gesprächen, Telefonaten herausgefunden habe, dass es mich TOTAL anmacht devot zu sein. Genau so, wie er es sich wünscht, denn er ist ein Dom?! Die Vorstellungen erfüllen mich, mein Bedürfnis ist so groß genau das zu tun - SEINS zu sein. Doch ich kann nicht unterscheiden. Geht es mir hier um das Sexuelle oder um mehr? Auf der einen Seite denke ich, dass ich nicht mehr vollkommen sein werde, wenn ich die 'Praktik' nicht leben kann (und wir haben sie bisher noch nicht zusammen ausgelebt - er hat mich einmal professionell gefesselt - mehr nicht und es war #verliebt - und ich werde von ihm in Nylons und gefesselt ins Bett geschickt um zu gehorchen etc.) und auf der anderen Seite will ich meine Ehe retten? Ich habe mir auch schon vorgestellt, diese 'Praktik' mit meinem Mann zu leben, doch das erscheint mir unmöglich....#kratz Dafür bin ich zu wenig bereit, ihm das Zepter zu überlassen!??? Und dem anderen würde ich mich hingeben? Meinen Geist, meinen Wille, meinen Körper? Es steht alles so im Widerspruch..... und verwirrt mich, wühlt mich auf!

Es ist wirklich total schwierig im Moment. Ich habe darüber nachgedacht, zu betrügen. Soll ich es tun um herauszufinden, dass es mich vollends erfüllt? Ich habe eine Sehnsucht in mir - danach - nach DEM! Soll ich mich trennen - um mein Bedürfnis stillen zu können? Ich bin nicht so egoistisch.... Wäre es aber so gerne??! Herrje, es zerreißt mich beinahe.

Es geht hier nicht um das Akzeptieren.... Ich habe es akzeptiert, nehme es an, würde mich so erfreuen es ausleben zu können. Doch mein Verstand, meine 'Moral' meiner Familie gegenüber siegt. Werde ich es bereuen? Kann ich wieder 'normal' glücklich sein? Ohne diese neue 'Erkenntnis'?

Helft mir.......

Beitrag von zarewitsch - 10.01.12 - 13:31 Uhr

1. Keine Moral der Welt könnte mich dazu bringen, mit einem Partner zusammen zu bleiben, den ich nicht mehr liebe.

2. Ich wäre vorsichtig: Vielleicht macht dich ja deine Unzufriedenheit besonders empfänglich für Neues, einfach, weil es reizt und so anders ist? Ich würde mich, auch wenn ich die Ehe beenden würde, nicht in etwas stürzen, das in aller erster Linie sexuell motiviert ist. Auch scheint mir ein Mann, der eine verheiratete Frau "professionell fesselt", vielleicht nicht der Mann zu sein, dem ich mich UND MEIN KIND anvertraue.

Versuche, beide Entscheidungen (gegen deinen Mann, für BDSM) von einander zu trennen, auch zeitlich.

Beitrag von white-blank-page - 10.01.12 - 13:48 Uhr

"Auch scheint mir ein Mann, der eine verheiratete Frau "professionell fesselt", vielleicht nicht der Mann zu sein, dem ich mich UND MEIN KIND anvertraue."

Kannst du das noch einmal genauer erklären? Was meinst du damit?

Danke!

:-)

Beitrag von verstehe ich auch nicht - 10.01.12 - 13:51 Uhr

Das habe ich auch nicht verstanden und einfach 'überlesen'?

Beitrag von zarewitsch - 10.01.12 - 13:53 Uhr

Ich kann es versuchen: Bei aller gebotenen Toleranz finde ich, es geht zu weit, wenn man etwas derart eindeutig erotisch Aufgeladenes (und genau so hat sie es ja empfunden) macht, wenn man weiß, dass die Frau zu Hause einen Mann und ein Kind hat.

Mir geht es da weniger um die ausprobierte Spielart, sondern um den Umgang mit der Institution Ehe an sich.

Beitrag von white-blank-page - 10.01.12 - 13:59 Uhr

Okay, das verstehe ich.

Ich dachte, du meinst, ein Mann, der eine Frau fesselt, sei nichts für den alltäglichen Umgang mit Frau und Kind.

Beitrag von zarewitsch - 10.01.12 - 14:02 Uhr

Nein, nur, wer eine anderweitig verheiratete Frau fesselt...

Jemand, der fesseln kann, ist doch manchmal genau der richtige fürs Kind.

:-p

Beitrag von white-blank-page - 10.01.12 - 14:03 Uhr

#rofl

*räusper*

EY!!!!! Meine Kinder fessle ich immer noch selbst. Nur, dass das klar ist.

(Alltagsdominantes Weibchen)

#schein

Beitrag von happy_mama2009 - 10.01.12 - 14:33 Uhr

*kopfschüttel*

Was ist nur aus dem guten alten Keller geworden??

Meins ist da ständig...

Beitrag von white-blank-page - 10.01.12 - 14:52 Uhr

mein keller ist voll.

Beitrag von danke... - 10.01.12 - 13:49 Uhr

für Deine Antwort....

1. Wäre da keine Liebe mehr, hätte ich ihn schon längst 'verlassen'. Aber gerade wegen des Kindes überlegt man 3-6 x wie man weiter gehen wird.

2. Das ist es ja: War der Zeitpunkt nun jetzt einfach ungünstig? Ich befürchte aber nein. Ich finde mich darin sehr gut wieder. Klar, ich mag diesen Mann gerne und es muss etwas an ihm sein, aber trotzdem 'reizt' mich das Sexuelle maßgeblich.

Zeitlich trennen - damit hast Du recht und ich tue es ja schon...... Denn eine Möglichkeit, BDSM ausgiebig zu testen hätte ich schon gehabt, werde es aber nicht tun. Aber mein Bedürfnis drängt danach und ich will ja stark bleiben. :-(

Beitrag von white-blank-page - 10.01.12 - 14:10 Uhr

Du entdeckst eine neue sexuelle Vorliebe in dir. Das ist die eine Sache.

Du scheinst deinen Mann nicht mehr zu lieben. Das ist die andere Sache.

Beide haben nicht unbedingt etwas miteinander zu tun.

Du kannst dir nicht vorstellen, mit deinem Mann deine Vorlieben zu teilen. Frage dich, warum nicht. Du sagst, du willst das Zepter nicht aus der Hand geben (oder so ähnlich). Überlege dir, ob vielleicht gerade in diesem Bereich das eine Hilfe sein kann?

Vielleicht hilft euch beiden ein bestimmter Bereich in eurem Leben, in dem ganz klar geregelt ist, wer das Sagen hat? In diesem Fall dann also euer Sexleben.
Ich meine, wenn er da dominant sein darf, wenn du damit gut zurecht kämest, vielleicht könnte er seine Dominanz in anderen Lebensbereichen dann problemloser zurückschrauben?

Das ist aber nur so ein Gedankengang von mir, keine Ahnung, ob das so funktionieren könnte.

Ansonsten denke ich, dass diese neue Vorliebe auch eine Flucht nach vorn sein kann, um den Absprung vom Mann und vorherigen Leben zu meistern. Kann das sein?

Alles Liebe,

White

Beitrag von spatzerl1980 - 10.01.12 - 14:40 Uhr

Ich liebe meinen Mann noch.... Denn sonst würde ich da keine Rücksicht mehr auf ihn nehmen und würde nicht schon sehr lange versuchen, meine Beziehung zu ihm zu kitten, zu retten wie auch immer!

Ja, ich entdecke eine neue Vorliebe, fühle mich allerdings (natürlich?) zu besagtem Mann hingezogen, da er ja die 'Schleusen' geöffnet hat und mir weiter öffnen würde.... (er weiß von vornherein, dass ich verheiratet bin und ein Kind habe - dadurch kennen wir uns).

Warum ich meinem Mann das Zepter nicht geben kann? Mmmh, ich denke, er hat schon recht viel Einfluss und 'Macht' über mich, dass ich nicht bereit bin, mich ihm in diesem Bereich hinzugeben. Es wäre eine weitere 'Schwäche', die ich ihm zugestehe und emotional kann ich das nicht. Sehr schwierig zu beschreiben. Es wäre ein weiteres Teil von mir, dass ich in seine Hände lege? Verstehst? Und dazu bin ich emotional wohl zu sehr verletzt worden von ihm, als das ich SOWAS tun könnte.

Natürlich wäre es ein Absprung, aber wie ich schon geschrieben habe, steht mein Harmoniebedürfnis (blödes Wort - ich hoffe Du weißt, wie ich es meine?) 'noch' über mein egoistisches Bedürfnis, endlich meine 'Lust' richtig zu befriedigen. Es ist einfach ein Scheißtiming und ich weiß nicht wie ich da raus kommen kann.....

Danke, White....

Beitrag von spatzerl1980 - 10.01.12 - 14:41 Uhr

Vor lauter Aufregung.... jepp - nicht in schwarz geschrieben... #klatsch

Beitrag von binnurich - 10.01.12 - 14:56 Uhr

ist das nicht auch egal?

Beitrag von white-blank-page - 10.01.12 - 14:50 Uhr

Ja, gut.

Jetzt frag dich mal weiter (meine Speisekammer muss jetzt warten...), wenn er dich derart emotional verletzt hat, willst du dann wirklich noch bei ihm sein? Für den Rest deines Lebens? Oder für wie lange?
Wie wichtig ist da Moral? Wenn du verletzt bist? Und zwar nicht nur ein wenig verletzt, du sprichst von einer emotionalen Verletzung, die darauf hindeutet, dass er dich sehr dominiert im Alltag. So deute ich das.
Willst du so leben?

Deswegen dachte ich, dass es eine Lösung sein kann, wenn er seine Dominanz in den sexuellen Bereich verlegt. Aber das wird wohl kaum möglich sein. Zumal bei dir schon Grenzen überschritten wurden und du dich darauf nicht mehr einlassen kannst.

Ich sehe es so: Du steckst in einer Phase deines Lebens, in der du dir nicht klar werden kannst, was du willst, wohin du willst. Und dann kommt das dieser Mensch, der eine Stelle an dir entdeckt, die du vorher nicht kanntest und die dich neugierig und hungrig macht.

Das ist wahrlich ein schlechtes Timing, denn die Lust kann einem einen klaren Blick erschweren.

Ich weiss nicht, was du tun kannst. Ich denke, ich selbst würde zunächst einmal schauen, was ich mit meinem dominanten Ehemann anstelle. Und erst, wenn da Klarheit herrscht (Bleibe ich bei ihm? Und betrüge ich ihn dann? Gehe ich fort und fange ein neues Leben an?), würde ich mich auf Neues konzentrieren.

Alles Liebe

White

Beitrag von spatzerl1980 - 10.01.12 - 21:08 Uhr

Das ist ja das was ich mich momentan Frage: will ich noch so leben? Ich habe erstens schon zwei echt harte Batzen fressen müssen und habe keine Kraft mehr. Ich tue mir schwer, mich ganz 100%ig auf einen weiteren Rettungsversuch einzulassen. Wir haben geredet, wollen es versuchen, aber er merkt, dass ich Zweifel habe! Und zwar nicht wegen des BDSM. Klar, im Hintergrund denke ich natürlich daran... Allerdings habe ich das mit dem Mann jetzt erst mal eingefroren.... Obwohl ich Angst hab, meine Chance es zu erleben jetzt verstrichen ist und es fühlt sich an als wäre genau das was mich zusätzlich erfüllt...

Es dürstet mir danach, es endlich zu erfahren! Aber da ich auch weiß, dass mein Mann dann wirklich wahrhaftig ausrasten würde, muss ich da Rücksicht nehmen! Auf den Mann, auf mich... Auf ihn!

Danke vorerst - ich werde sehen wie es sich entwickelt! Hätte nie gedacht, dass so was passieren kann :-(

Beitrag von subbi - 11.01.12 - 15:03 Uhr

ich hab dir schon geantwortet. aber ich kann dir aus meiner Erfahrung sagen. ich hatte mit mehreren dominanten Männern zu tun in letzer zeit. also BDSM dominant... und ich kann dir sagen, nur bei dem einen kann ich devot sein. Will ich devot sein, weil er mehr anspricht als nur meine sexuelle Neigung.

Sonst hatt ich immer das Gefühl kontra geben zu müssen. Egal bei was... er will stilles wasser... na gut dann bestell ich Wasser mit Kohlensäure.

es waren einfahc nicht die richtigen!

Was auch immer du tust... stürze dich nicht kopfüber in eine neue sache, sei ehrlich mit deinem Mann... Sprich mit ihm darüber!

Beitrag von sonne_1975 - 10.01.12 - 14:58 Uhr

Ich kann mich da nur anschliessen, es sind 2 verschiedene Baustellen.

Ich kann übrigens gut nachvollziehen, warum du es mit deinem Mann nicht ausprobieren willst: dir fehlt das Vertrauen zu ihm. Er hat dich zu sehr verletzt, als dass du dich hingeben könntest.

Siehe es so: du hast eine neue Seite an dir entdeckt, aber sie läuft nicht weg. Sie ist in ein paar Monaten auch noch da und du musst sie nicht unbedingt jetzt ausleben.

Kläre erstmal alles mit deinem Mann, versucht es auf die Reihe zu bekommen (Eheberatung usw), so wie es jetzt ist, kann auf jeden Fall nicht weitergehen.

Und tief im Innern hast du deine Lust auf BDSM, die immer da ist, und deine Zeit wird auf jeden Fall kommen, mit wem auch immer...

LG

Beitrag von suppenhenne - 11.01.12 - 05:17 Uhr

Daß du deine Beziehung zu deinem Mann klären mußt, haben andere schon erwähnt.

Was du für dich tun könntest: dich weiter über BDSM zu informieren. Daß du devote Fantasien hast, bedeutet nicht, daß du das Zepter aus der Hand geben mußt.

Im Grunde ist es die Sub, die festlegt, wo Grenzen sind, wie weit sie gehen will, wie weit sie sich ihrem Dom überläßt. Dazu gehört Selbstvertrauen und Stärke.

Das erklärt evtl. auch, warum du dir mit deinem Mann, den du als dominant beschreibst, das Ausleben deiner Bedürfnisse nicht vorstellen kannst. Im Rahmen einer Session kannst du dich gezielt und freiwillig einem anderen überlassen, unausgesprochen im Alltag findet Dominanz oft grenzverletzend statt.

Beitrag von spatzerl1980 - 11.01.12 - 22:32 Uhr

Grenzverletzende Dominanz. Tolles wort! Und das mit Stärke und Selbstvertrauen trifft auch zu... Ich habe mich in den letzten zwei Jahren krankheitsbedingt und 'lebenseinstellungstechnisch' sehr verändert. Dadurch nehme ich vieles nicht mehr einfach hin. Das passt nicht in das Bild meines Mannes von mir... Stimmt!

Meine Lust und Neugier auf BDSM ist weiterhin überragend. Der 'Dom' zeigt hier großes Verständnis und wir haben den Umsetzungsplan VORERST auf Eis gelegt. Die gründe, warum ich es mit meinem Mann nicht ausleben möchte treffen zu.... Ich bin nicht bereit, mich ihm vollends hinzugeben. Aber frage mich gleichzeitig, warum ich es bei einem anderen Mann, den ich zwar sehr gerne mag und attraktiv finde, könnte? Sex und liebe gehörten vorher für mich zusammen....

Beitrag von suppenhenne - 12.01.12 - 10:10 Uhr

Das verstehe ich sehr gut. Je mehr du dich selbst kennenlernst, umso differenzierter wirst du deine eigenen Bedürfnisse erkennen, vielleicht auch irgendwann so weit sein, dich ganz und gar einlassen zu können.

Dazu braucht es Vertrauen, und auch das Wissen, daß der Mensch, dem du dich überläßt, deine Bedürfnisse teilt und erwidern kann.

Es ist leichter, sich zu "unterwerfen", wenn man weiß, daß der Dominierende deine Seele nicht verletzen kann. Deshalb vielleicht ist es leichter mit einem, den du nicht liebst, er könnte dich nicht so nachhaltig verletzen.

Beitrag von dhyan - 11.01.12 - 10:31 Uhr

Es ist gut, daß Du nicht "so egoistisch" bist wie Du es sagst.
Höre jedoch auch gut auf Deine innere Stimme, was fühlt sich richtig an, was ist ein Herzenswunsch, was steckt hinter dem Wunsch zu BDSM (voll und ganz geliebt zu werden, einfach nur für das was und wie Du bist?, Anerkennung für Deinen Körper oder was Du aushalten kannst? usw.) es gibt viele Gründe.

Deinen Worten entnehme ich, daß Du in Deiner Ehe schon ziemlich verstrickt bist, da würde ich das Bedürfnis nach BDSM auch nicht ausleben wollen.
Stell Dir vor, Du würdest das mit dem anderen ausleben, kannst Du dann Deinem Mann noch in die Augen schauen, ihn lieben und respektieren? könntest Du Dich dafür respektieren und Dir selbst in die Augen schauen?

Es gibt Menschen, die hier ganz klar sagen, ja das kann ich und auch innerlich damit völlig klar sind, da funktioniert das. Bist Du so jemand?

Es gibt in unserem Leben immer wieder Einschnitte, Übergänge, Enden und Anfänge und ganz häufig bekommen wir Hilfe von Außen, Menschen die uns von einem Stadium in einen neuen Zyklus führen.
Meist steht eine Entscheidung an, wenn wir sie nicht treffen, dann treffen sie andere, damit geht Eigenverantwortung verloren.

Frag Dich mal, was Du an Deinem Mann besonders findest, wofür Du ihn liebst, was Dich anmacht an ihm - bitte nur das Positive aufschreiben.
Und dann frage Dich, ob Du da ansetzen willst, ob es sich nach einer Basis anfühlt

Nächster Schritt, was würdest Du gerne ändern, wo könntest Du Dich ändern.

Wenn Du hier langsam klar wirst, dann kannst Du anfangen, das mit Deinem Partner zu besprechen, anfangen etwas zu ändern.

Vielleicht willst Du das auch gar nicht und der Reiz des anderen Mannes wird immer größer,
dann frage Dich, an was hälst Du noch fest, Bequemlichkeit, Gewohnheit, Sicherheit, Angst vor dem Ehemann, daß seine Dominanz in Wut umschlägt, finanzielle Abhängigkeit, etc???

Ich bin mir sicher, daß Du es herausfindest,
turbulente Zeiten, in ein paar Jahren wirst Du
Dich über genau diese Zeit mit einem vergebenden
Rückblick freuen und Dich selbst dafür lieben,
wie auch immer Du Dich entschieden hast.

Es lebe die Liebe
Marcus

Beitrag von spatzerl1980 - 11.01.12 - 22:51 Uhr

Hallo Marcus,

Dir möchte ich gerne noch antworten. Nein, so egoistisch bin ich nicht, wäre es wohl manchmal gerne.... Dann hätte ich meine BDSM wünsche schon umgesetzt und könnte dann wohl nicht mehr klar in meiner ehe sehen... Was hoffe ich im BDSM zu finden? Abgesehen von Anerkennung meines Körpers, gehorchen, Kontrolle über meine Lust, ausreizen körperlicher Grenzen mithilfe von fesseln und Wehrlosigkeit ist es auch der große Wunsch SEINS zu sein - absolute Hingabe! Ich will anmerken: ich liebe diesen anderen Mann nicht. Und auch das hat früher für mich zusammen gehört...

Nein, ich bin definitiv keine Frau, die einen betrug/ fremdgehen gut mit sich vereinbaren könnte. Wäre aber bereit dazu und das erschreckt mich. Ich habe das Gefühl, mir könnte etwas sehr wichtiges entgehen, wenn ich mich da nicht darauf einlasse. Es entwickelt sich zu einem unstillbaren Bedürfnis! Aber so ein Arschloch bin ich nicht, dass es der Grund für das Scheitern meiner Ehe ist....

Mein Mann merkt, dass es schon kurz nach 12 ist... Und natürlich hält mich etwas davon ab. Das ist mein Kind! Doch wahrscheinlich schadet es mehr, wenn Mama unglücklich ist... Noch kann ich keine entscheidung treffen. Für mich alleine hätte ich sie schon längst getroffen...

Ich will das richtige tun und niemals bereuen müssen. Ob das geht?

S.

Beitrag von dhyan - 12.01.12 - 10:26 Uhr

So verzweifelt Du im Moment sein magst, so hört es sich für mich doch durchweg positiv an. Das mag etwas verwundern. Das schöne ist doch, daß sich Dein Leben ändert, früher oder später, etwas das Du nicht für möglich gehalten hast, scheint jetzt irgendwann möglich zu sein.
Du hast Hunger nach Veränderung und daß Du zögerst, macht Deinen nächsten Schritt nur wohlüberlegter.

Richtig gibt es nicht, egal welche Entscheidung Du triffst - genau diese Entscheidung wird die richtige sein.

Übrigens nur mal so zwischendurch, ich war mal auf einem Tantraseminar, da war eine Frau Anfang 60 dabei, die zum ersten Mal sich damit konfrontierte, die hat sich auf diesem mehrtägigen Kurs so fallenlassen und bei ihrem Anblick habe ich einen so schönen und tief glücklichen, friedvollen Menschen gesehen, daß mir klar wurde, egal welches Alter, zu spät für tiefgreifende Erfahrungen ist es nie.

Das mit der Hingabe kann ich gut nachvollziehen - ich bin fest davon überzeugt, daß alles was mit Auflösung zu tun hat gut ist, ein Verlust der Kontrolle durch den Verstand ist DAS Absolute und bringt uns dem Heiligen in uns ein Stück näher.

Ich freue mich darüber, daß Du auf dem Weg bist, die meisten machen sich nie auf.

Danke

Alles Liebe
Marcus