Unterschied Einnahmen-Überschussrechnung u. Bilanz?

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Beitrag von sabrina.2 - 10.01.12 - 20:20 Uhr

Hallo!

Ich hab bisher in einem Unternehmen gearbeitet, wo nur Einnahmen-Überschussrechnung gemacht wurde und keine Bilanz.

Muss dazu sagen, dass ich keine Steuerfachangestellte bin, sondern mir dies angeeignet habe, Schulungen etc..

Nun bin ich in einer anderen Firma und dort wird eine richtige Bilanz gemacht und nicht eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung.

Kann man sich das auch aneignen oder muss man da tiefere Kenntnisse haben. Wo genau liegen die Unterschiede? Stelle mir das sehr kompliziert vor.

Debitoren und Kreditoren etc.. habe ich bisher nicht gebucht, sondern nur Einnahmen und Ausgaben.

LG

Beitrag von vwpassat - 10.01.12 - 20:22 Uhr

Warum fragst Du nicht unter Deinem anderen Nick, 147741?

Beitrag von dodo0405 - 10.01.12 - 20:40 Uhr

Wenn eine Firma von einem Mitarbeiter verlangen würde, eine Bilanz zu erstellen und wissen würde, dass dieser Mitarbeiter das nie gelernt hat... naja...

Ich hatte das in der Schule in BWL. Aber ich würds mir für eine Firma nie zutrauen ...

Beitrag von windsbraut69 - 11.01.12 - 06:56 Uhr

Die Firma kann ihrem Mitarbeiter doch einen Internetzugang zur Verfügung stellen und dieser die auftretenden Fragen dann in einem Familienforum klären :)

Beitrag von lilianliddy - 10.01.12 - 20:41 Uhr

die bilanz ist komplexer, da gibt es nicht nur einnahmen und ausgaben....sondern auch eigenkapital, fremdkapital, anlagevermögen, etc. pp

in der bilanz währen das Ford. a. LL (Debitoren) oder Verbindl. a. LL (Kreditoren)

aber das ganze ist noch viel komplexer und nicht mit 5 sätzen erklärt

lg

Beitrag von vwpassat - 10.01.12 - 21:04 Uhr

http://www.urbia.de/forum/28-finanzen-beruf/3435844-buchhaltungsexperten-hier/21843544

Ich frag mich gerade, was für Firmen sich auf etwas "ungelerntes" einlassen, gerade in diesem extrem wichtigem Bereich.

Beitrag von sassi31 - 10.01.12 - 21:16 Uhr

Die Ausbildung zum Bilanzbuchhalter ist lang und gilt als sehr schwierig. Viele Menschen fangen an, brechen dann aber wieder ab und nochmal soviele fallen durch die Prüfungen. Wenn diese Thematik also mal eben so von Laien erlernt werden könnte, würde das o.g. wohl anders sein.

Beitrag von lilianliddy - 10.01.12 - 21:22 Uhr

sorry, ich bin kein bilanzbuchhalter und weiß trotzdem wie man eine bilanz, etc. erstellt.

aber der bb lernt tiefgründigere sachen und der stoff ist nicht zu unterschätzen, da geb ich dir voll und ganz recht.

lg

Beitrag von lejana - 10.01.12 - 21:25 Uhr

Ich denke, jeder, der in der Realschule im kaufmännischen Zweig abgeschlossen hat, oder eine Lehre z.B. zur Bürokauffrau/mann hat, weiß wie man eine Bilanz aufstellt.

Trotzdem sollte das nicht jeder von denen tun, wenn er/sie nur das dort erworbene Wissen hat. :-p

Beitrag von windsbraut69 - 11.01.12 - 06:58 Uhr

Prinzipiell weiß ja auch jeder, der genug Arztserien im TV schaut und die Apothekenumschau liest, wie man ein Herz transplantiert und die wenigsten tun es :)

Beitrag von lejana - 11.01.12 - 10:47 Uhr

Super Vergleich. Muss ich mir unbedingt merken

#rofl

Beitrag von sassi31 - 10.01.12 - 21:45 Uhr

Es geht aber nicht nur darum, wie eine Bilanz grundsätzlich aussieht. Das lernt jeder, der eine kfm. Ausbildung macht. Nur reicht das halt eben nicht aus.

LG
Sassi

Beitrag von lejana - 10.01.12 - 21:23 Uhr

Die Durchfallquote bei Erstprüflingen beträgt 70-80%, das sagt doch alles ;-)

Beitrag von sassi31 - 10.01.12 - 21:45 Uhr

Eben ;-).

Beitrag von lejana - 10.01.12 - 21:21 Uhr

Wirst Du denn gar nicht angelernt? Zumindest die Sache mit den Debitoren und Kreditoren? Es gibt doch auch bestimmt Kostenstellen, auch das sollte Dir gezeigt werden.

Ansonstenfrage ich mich auch, welche Firma jemand einstellt, der keine Ahnung von solchen Dingen hat. Ich mein nicht die Sache mit den Debitoren/Kreditoren, aber das mit der Bilanz ist schon - naja.... Da gehört ein Fachmann hin oder es müsste einem Steuerberater übergeben werden. (Nichts gegen Dich, aber ist so)

Denn, JA das ist etwas ganz anderes. Die Lehrgänge zum BILANZbuchhalter dauern ja nicht umsonst fast 3 Jahre. Und die Prüfung hat nicht umsonst den Ruf eine der schwierigsten Prüfungen zu sein, die es in Deutschland überhaupt gibt. Da ich sie gemacht hab, weiß ich auch wovon ich spreche. Und ich hab noch die alte gemacht, die neue soll nochmal härter sein.

Theoretisch könntest Du Dir das sicher selber aneignen. Aber da würde schon verdammt viel Disziplin, Zeit und Nerven dazu gehören. Außerdem kommts auf die Firma an. Ist es so ein kleiner Handwerksbetrieb o.ä., könnt ich mir das schon vorstellen. Ist es aber ein großer Betrieb, dann eher nicht. Weil es geht da nicht einfach ums buchen. Da gehören Kenntnisse des Steuerrechts und des HGB dazu. Ist die Firma international tätig, muss auch das ausländische Recht berücksichtig werden. Natürlich muss man da auch immer auf dem neuesten Stand sein. Dazu muss noch eine GUV aufgestellt werden. Und dann gehören teilweise (je nach Firma) Anlagen dazu. Wenn da ein Fehler passiert, kann das die Firma jede Menge Geld kosten. Im schlimmsten Fall gibt es ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung mit den entsprechenden Folgen.

LG
Lejana

Beitrag von jillrips - 10.01.12 - 21:55 Uhr

Ich finde es schon einen Knaller von dir zu behaupten, dass du dir da was angeeignet hast und nichtmal so einen Unterschied weißt.

Im Groben: Eine EÜR ist eine Aufzeichnung von Einnahmen und Ausgaben nach dem Zufluss/Abfluss-Prinzip. (Beispiel: Telefonrechnung für den Monat Mai wird im Juni bezahlt und du buchst im Juni: Telefonkosten 4920 an Bank 1200)

Eine Bilanz ist eine ganz genaue Aufzeichnung (geregelt im HGB-->Handelsgesetzbuch und dem EStG--> Einkommensteuergesetz) über Forderungen und Verbindlichkeiten, Bewertung etc...pp..

Zu einer Bilanz wird man gesetzlich verpflichtet. Entweder weil man ein Kaufmann im Sinne des HGB's ist (Einzelkaufmann, KG, GmbH etc) oder weil man gewisse, im EStG geregelte Umsatz/Gewinngrenzen sprengt.

Man bucht im Januar alles, was den Januar betrifft. Alle Ausgangrechnungen, alle Eingangsrechnungen (auch, wenn die erst später bezahlt werden). Dazu richtet man eine Offene Posten Buchhaltung ein (Debitoren--> Kunden, Kreditoren-->Lieferanten) und bucht die Rechnungen/Zahlungen auf diese Konten um sie bestenfalls auszugleichen...

Wenn aber z.B. die KFZ-Versicherung im Januar für das ganze Jahr 2012 bezahlt wird, dann musst du die Kosten abgrenzen und auf extra Konten buchen. Weil bilanziell gehören 1/12 der Summe nur in den einzelnen Monat.

Das war die Anfänger-Version. Ich kann dir aber leider keine 3 Jahre Ausbildung plus Berufserfahrung in einem Urbia-Post nahebringen.

Beitrag von lejana - 10.01.12 - 22:02 Uhr

Sie schrieb ja, sie hat sich die EÜR angeeignet mit Schulungen. Waren wahrscheinlich sowas wie "Buchführung für Anfänger". Da werden diese Unterschiede nicht wirklich herausgehoben. Oder direkt nur auf die EÜR bezogen, gibts von div. Anbietern auch. ;-)

Hach ja, wenn ich Deinen Post so lese, juckt es mich richtig. Hatte das alles schon fast "vergessen". Ich hoffe ich krieg bald nen Job - will wenigstens paar Stunden endlich wieder Zahlen um mich, anstatt Windeln :-p.

Beitrag von jillrips - 10.01.12 - 23:01 Uhr

Hm... eigentlich sollte man doch eine Schulung mit dem Thema beginnen "Warum mache ich eine Buchführung?"

Och, Steuerfachleute werden doch immer gesucht! Möchtest du denn beim StB arbeiten oder lieber in einem größeren Unternehmen?
Falls StB, dann wünsche ich dir viel Glück, dass du an einen netten gerätst^^ Die meisten sind ja doch leicht cholerisch^^

Beitrag von lejana - 11.01.12 - 11:01 Uhr

Ich such breit gefächert.
Leider hab ich vorher nur in Wohlfahrtsverbänden gearbeitet. Da hat man kaum ne Chance in nen anderen Bereich zu kommen. Weil "wir" haben in Industrie den selben Ruf wie Beamte (wenn Du verstehst). Und logischerweise sind auch die Bilanzen, Steuern, ect. da anders, als in der Industrie. Hab also praktisch 0 Jahre Erfahrung, eigentlich 11. Drum konnt ich bisher auch nur da innerhalb der Brache wechseln. Will ich aber eigentlich nimmer und wollt ich auch nie.

Bei nem Steuerberater würde mir auch gefallen, ist bestimmt total interessant. Leider hab ich auch da kaum Chancen. Hier bei uns stellen die meisten nur ein, wenn man schon in dem Steuerberaterbüro gearbeitet hat.
Und zu allem Überfluss hab ich ja jetzt noch meinen Sohn, was die Chancen auch nicht grad erhöht.

Tja, so siehts aus aber ich geb nicht auf und schreibe fleißig Bewerbungen. Hatte schon paar Vorstellungsgespräche. Bei einem wart ich noch auf Rückmeldung. Die hatten bis Montag Betriebsurlaub, werd wohl morgen mal nachhaken.

Aber wenn man dann liest, das jemand wie die TE so einen Job kriegt, könnt ich glatt #heul .

Beitrag von windsbraut69 - 11.01.12 - 06:53 Uhr

Was sind das für "Unternehmen", die eine Entscheidungsphobikerin ohne entsprechende Ausbildung als Buchhalterin einstellen? Hattest Du nicht mal erwähnt, dass Du bzw. Ihr als Verkäuferin in einer Schlachterei arbeitest/arbeitet?

Gruß,

W

Beitrag von leonie133 - 11.01.12 - 10:37 Uhr

#schock

Jesses. Was es heutzutage alles gibt.

Entscheidungsphobikerin ist gut. Ich würde mich in ihrem Falle auch nicht an Bilanzen heranwagen. Die Frage ist ja schon fast niedlich #zitter

LG

Beitrag von windsbraut69 - 11.01.12 - 11:46 Uhr

"Entscheidungsphobikerin"

Du kennst die Klamotten- und anderen Fragen der 3?

LG,

W

Beitrag von leonie133 - 11.01.12 - 12:13 Uhr

nee, kenne ich nicht, oder hab's wieder vergessen.

Ich werde mir den Nick merken. Den Beitrag heute finde ich ja schon, ähm, interessant...