Hallo zusammen!
Bin grade ganz frisch ss mit Nr. 3. Ist jetzt kein ungeplantes/ungewolltes Kind, aber trotzdem überraschend und unerwartet 
Wir - besonders mein Mann (was ich niiiiiie für nöglich hielt!) freuen uns und könnens eigentlich noch gar nicht richtig glauben (trotz 3 positiver SSTests und CB Digital)...
Besonders ich war jetzt schon eher wieder auf Job, Freizeit, Sport und Urlaub eingestellt - und quasi in letzter Minute kommt uns ein 3. Zwerg dazu!
Uns gehts finanziell gut, wir haben genug Platz, 2 große Autos etc., die "Voraussetzungen" sind also gegeben...
Trotzdem geht mir ganz schön die Düse!!
Würd gerne auf jeden Fall (irgendwann) wieder arbeiten, Urlaub...
Wie managt man eine 3köpfige Kinderschar (Anziehen, Zähne, Einkauf, AUsflüge, Urlaub, Kiga, Schule, Freiteit), den Haushalt und ggf. noch nen Job??
BITTE BITTE!
Erzählt doch von euren Erfahrungen und eurem ALltag!!!!
GlG
schoki (sie selbst auch 2 Geschwister hat)
Jemand hier, der mir berichten mag? Alltag, Job, Haushalt, Urlaub... mit 3 kids??
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Beitrag von schoki910 - 11.01.12 - 17:09 Uhr
Beitrag von creni - 11.01.12 - 19:37 Uhr
Hallo,
öhm, eigentlich genauso wie mit 2 Kids 
Einkaufen fahr ich normalerweise alleine nach der Arbeit, anziehen können sich meine Großen (4 und 6) alleine, die Kleine (2) fängt nun auch an, alles selber machen zu wollen, dafür muss man dann halt genug Zeit einplanen und lieber ne halbe Stunde früher aufstehen. Zähne? Ob ich nu bei 2 oder 3 Kindern Zähne nachputz, macht im Tagesablauf nun wirklich keinen Unterschied
Ausflüge ebenfalls genau wie mit zweien und ab und zu machen wir auch mal was mit einem Kind einzeln (ich fahr z.B. mal mit meiner Großen in die Eishalle für 2 Stunden oder mein Mann mit dem Söhnchen allein ins Schwimmbad und nächstes Mal ists umgekehrt). Urlaub - naja, wir sind nicht so die Fernreisenden, Ostseeurlaub oder mal Familienbauernhofbesuch sind unsere Vorlieben, und das klappt super zu dritt. OK, die Autofahrten sind anstrengend und es gibt auf der Rückbank ab und zu ziemlichen Terror, aber ich glaube das war auch vorher mit 2 Kindern nur unwesentlich anders 
Klar, auf einiges muss man erstmal 2-3 Jahre verzichten bzw. sich einschränken (Mittagsschlafszeiten beachten etc.), aber das meiste klappt eigentlich auch mit Kids. Und z.B. Freibadbesuche sind sehr viel entspannter mit mehreren Kindern als mit Einzelkind - wenn ich immer seh wie die Mamas mit einem Kind sich abmühen müssen, dieses zu bespaßen, und dann schau wie meine Knirpse zufrieden miteinander spielen und ich entspannen kann, ist das irgendwie ein prima Gefühl
Beitrag von alocin1970 - 11.01.12 - 19:53 Uhr
Liebe Creni,
ich kopiere dir aus Zeitmangel mal einen alten Beitrag von mir hier rein.
Vorweg: Wir haben drei Kinder, zwei Jungs (neun und sechs, ein Mädchen, drei Jahre alt). Mein Mann ist von ca. 6.30 bis ca. 18 Uhr weg, dazu oft auf Dienstreise. Ich war bis Oktober in Elternzeit, arbeite aber seit der Geburt meines Großen freiberuflich von zu Hause aus, meist mittags und abends, wenn die Kleinen schlafen. Ab und an habe ich auch mal eine Woche keine Aufträge, das genieße ich sehr.
Ich fand die Umstellung von 2 auf 3 Kinder erst total easy (weniger schlimm als von 1 auf 2), aber als die Kleine sich mit ca. 8-10 Monaten nicht mehr damit begnügte, ihren großen Brüdern zuzugucken oder zu schlafen, wurde es anstrengend. Sie wollte selber spielen bzw. beschäftigt werden, sie bekam natürlich ganz andere Bedürfnisse als als kleines Baby.
Ich finde es schon sehr anstrengend mit dreien. Am anstrengendsten finde ich, dass man versuchen will, jedem Kind gerecht zu werden, jedem Kind seine eigene Zeit zu geben, mit ihm zu spielen, zu lesen, zu reden, seine gebastelten / gemalten Sachen / Bilder zu "archivieren", seine Freizeitaktivitäten zu planen (mein Großer spielt dreimal die Woche Fußball und hat viele Verabredungen, da muss man dann immer fahren; mein Mittlerer sollte auch wieder Sport machen, da fehlt schon fast die Zeit). Sie sind übrigens bis 12 Uhr mittags in Schule und Kindergarten, die Kleine seit Oktober auch.
Die Wäsche finde ich jetzt gar nicht so schlimm, Waschen, Aufhängen, Abnehmen, das mache ich zwischendurch, und bügeln nur alle paar Wochen, ich falte vieles nur zusammen. Anstrengend finde ich es, dass man für drei Kinder z. B. Geschenke kaufen und einpacken muss, 3 x Martinslaternen machen, 3 x Adventskalender basteln, 3 x dafür sorgen, dass sie möglichst schöne, passende und nicht kaputte Anziehsachen haben.
Stressen tut mich eigentlich am meisten, dass es so lange dauert, bis wir mal angezogen das Haus verlassen können, gerade im Winter, wenn mein Großer pünktlich um 7.50 Uhr in der Schule sein muss. Da komme ich mir immer vor wie das gelebte Chaos, es ist immer wieder ein Gestreite, Getrödele, Antreiben, Suchen und Kramen, bis wir mal fertig sind. Inzwischen läuft er allerdings alleine, schon um 7.20 Uhr, das ist einfacher geworden. Na, und die Nachmittage, wo alle drei zu Hause sind, das Wetter schlecht ist, man nicht rauskommt - das geht echt an die Substanz. Dann wollen sie sich auch nicht alleine beschäftigen, sondern ich soll was mit ihnen machen - aber finde mal etwas, das alle drei Kinder von 3 - 9 Jahren gerne machen, das geht kaum. Die Großen lieben Gesellschaftsspiele, die Kleine kann nur die einfachsten. Der Große will nicht mehr im Bällchenbad im Tobekeller toben. Die Kleine will Kaufmannsladen spielen, die anderen nicht. Etc etc. Dazu kommt, dass die Jungen wie Hund und Katze sind, sie streiten meist extrem viel, sie haben sich nur nachts lieb, da wollen sie immer in ein Bett.
Na, aber neben so viel Stress gibt es auch viel Gutes. Ich finde meine wilde Bande irgendwie super, und wenn wir unterwegs sind, auf Spielplätzen, in Restaurants, im Eiscafé, Ausflüge machen, dann betrachte ich sie immer voll Stolz und denke, dass wir eben keine typische Mutter-Vater-2 Kinder-Familie sind. Sie sind laut, lebhaft - aber nicht ungezogen oder frech, sondern einfach lustig. Wir bekommen auch eigentlich immer nur wohlwollende und amüsierte Blicke zugeworfen und bekommen viele nette Kommentare, eben auch von ganz Fremden, was für süße und lustige Kinder das sind. Wenn wir unterwegs sind, entwickeln sie zu dritt eine ganz andere Gruppendynamik als nur zu zweien. Ich finde, bei uns hat sich trotz der Streitereien der Jungs (den es schon immer gab, auch vor der Kleinen) untereinander insgesamt der Geschwisterzusammenhalt total verbessert, seit die Kleine da ist. Die Jungs vergöttern ihre kleine Schwester und sie die Jungs auch - sie will immer alle beide um sich haben und fragt dauernd nach ihnen, wenn sie in Schule und Kiga sind. Und es ist zu schön zu sehen, wenn die Jungs sich die Beine ausreißen, um mit der Kleinen zu spielen, sie zum Lachen zu bringen etc. Sie entwickeln viel mehr Ideen zu dritt als früher, was Spielen, Toben, Quatschmachen etc. angeht, das hat eine ganz andere Dynamik als vorher. Wenn sie im Urlaub z. B. in einem Zimmer schlafen, dann liest der Große den beiden vor, dann wird gequatscht, gelacht, getobt - das ist wunderbar. Sie sind zu dritt irgendwie eine ganz eigene Gemeinschaft, da wird auch keiner ausgeschlossen, das ist echt toll.
Und sonst? Einschränken tun wir uns jetzt eigentlich nicht. Wir fahren genauso oft (oder aus meiner Sicht selten) in den Urlaub wie davor. Der große Sommerurlaub geht immer in den Süden, Portugal und Korsika per Flugzeug, Südfrankreich. Im Urlaub gehen wir meistens essen, alle natürlich. Hier zu Hause gehen wir auch nicht seltener aus als früher, da gibt es keinen Unterschied. Wir haben einen Babysitter oder die Großeltern. Ich arbeite genau so viel wir früher (und die Kinder kommen trotzdem mittags nach Hause). Ich habe ein Pferd, mein Mann spielt Fußball. Wir unternehmen am Wochenende was, nicht super oft, aber das war vorher genau so (mein Mann ist dienstlich viel weg und zu Hause eher der Faule, LEIDER).
Was allerdings wirklich schwieriger geworden ist, sind unsere Wochenendfahrten ohne Kinder. Unsere Eltern werden ja auch nicht jünger, und alle drei Kinder für gleich zwei Nächte zu nehmen, das haben meine Eltern noch nicht gemacht und meine Schwiegis nur zweimal. Das können sie körperlich kaum noch, wegen der Kleinen, die ja auch noch viel gehoben etc. werden muss. In Zukunft müssen wir da die Kinder wohl aufteilen, denke ich, aber das wird noch schwieriger zu organisieren, da man Termine von uns und beiden Großeltern koordinieren muss.
na, lange Rede kurzer Sinn - es ist schon anstrengend, aber sehr gut zu schaffen - und ich möchte es natürlich nie mehr missen mit meinen drei Rabauken.
LG Nico
Beitrag von alocin1970 - 11.01.12 - 20:57 Uhr
Sorry, eigentlich meinte ich Schoki, hab auf den falschen Antwort-Button gedrückt.
LG
Beitrag von rossundreiter - 11.01.12 - 20:27 Uhr
Wir haben auch drei Kinder, zwei Größere und einen Nachzügler, der sich ankündigte,als ich nach meinem Empfinden schon viel zu alt für noch ein Kind war.
Ich empfand es als Umstellung: nochmal ss sein, nochmal eine Kleinkindzeit, nochmal der ganze Aufwand, den es bedeutet, ein Kind großzuziehen, es ist schon anstrengend und manchmal denke ich: wir wären jetzt schon aus dem Gröbsten raus, wenn wir uns die Nr. 3 einfach erspart hätten. Die ganze Organisation, die unterschiedlichen Interessen, die schlaflosen Nächte, es schlaucht einfach und wenn man das alles schon 2mal erlebt hat, ist es einfach nur noch anstrengend, es ist nichts Neues mehr, alles schon erlebt.
Gerade deshalb habe ich auch einiges geändert, als nr.3 da war: ich arbeite mehr als nur mit 2 Kindern, denn dre iKinder sind teurer als 2, da machte es keinen Sinn, dass ich bei meiner 20-Stunden Woche bleibe oder sogar irrrsinnigerweise ganz aufhöre. Wir haben eine Kinderfrau und eine Haushaltshilfe, die Kinder sind ganztags betreut, unsere Kleine ist jetzt 2 und geht seit längerem schon in den Kiga, bis 16.00 jeden Tag und war mit 8 wochen schon bei einer Tagesmutter untergebracht.
Ich wollte einfach nicht nochmal meine Pläne aufschieben und endlich meine beruflichen Ziele umsetzen,Vollzeit arbeiten und beruflich Verantwortung übernehmen.
Wäsche waschen , Haushalt führen, Kinder großziehen, das genügte mir einfach nicht, das hatte ich die Jahre davor schon erlebt und beim dritten Kind wollte ich das nicht nochmal so machen.
Ich war zwar immer berufstätig, aber diese Art der Teilzeit reichte mir nicht aus.
Trotz drittem Kind habe ich den Schwerpunkt weg von der Familie und den Kinder auf meine beruflichen Ziele verlagert und verfolge stärker meine Interessen als vor dem 3. Kind. Auf eine ganz spezielle Art hat das dritte Kind mir ermöglicht, mein Leben wieder mehr nach meinen Vorstellungen zu leben, ich war gezwungen, Bilanz zu ziehen und zu sehen, was ich sonst noch vom Leben will,außer Kinder zu kriegen.
Meine Jüngste ist erst 2 Jahre alt und ich bin definitiv zu alt für ein Kleinkind, es passt nicht mehr,so empfinde ich es. Ich liebe alle meine Kinder, würde aber ein drittes nicht mehr kriegen.
Mein Resümee nach 2 Jahren mit drei Kindern sieht so aus, dass ich es lieber bei 2 Kindern gelassen hätte. Es ist eine große Belastung für uns alle, für unsere Beziehung, für unsere Partnerschaft. Ich hatte damals nicht den Mut die SS abzubrechen,hätte ich die Erfahrung, die ich heute habe, sähe das schon anders aus.
Mein 3. Kind ist ein tolles kind, das ich natürlich nie wieder hergeben würde, es ist einfach in meinem Herzen und es gehört zu mir, zu unserer Familie und es ist auch gut so wie es ist.
Aber es ist ein hoher Preis, den wir zahlen, obwohl ich so egoistisch bin, mein Leben weiterzuleben und meine Vorstellungen auszuleben.
Beitrag von zottel - 11.01.12 - 21:18 Uhr
Hallo,
Ich bin schon eine ganze weile bei Urbia und habe selten so einen ehrlichen Beitrag gelesen
Zottel
Beitrag von kleine1102 - 11.01.12 - 22:18 Uhr
Hallo,
das sind in der Tat sehr ehrliche Worte- die ich allerdings einigermaßen erschreckend finde. Schön, dass Du Dir selbst gegenüber und hier im Forum so offen bist. Und ja, Du schreibst, dass auch Euer drittes Kind "zu Dir gehört" und Du es "nie wieder hergeben" würdest- aber wirklich viel Emotionalität klingt da für mich nicht mit. Mag sein, dass ich sie nur nicht "heraus lese" zwischen den Zeilen, aber Eure Tochter kann nichts dafür, dass Du Dich "zu alt" findest, um sie mit Liebe, Zuneigung und ehrlichem Interesse beim Aufwachsen zu begleiten. Auch, wenn sie es aktuell vielleicht (noch) nicht spürt- "irgendwie" kommt dieses "wohl oder übel" von Deiner Seite bei ihr an und sei es später in der Pubertät oder wenn sie erwachsen und selbst Mutter ist. Thema frühkindliche Bindung.
"Ich hatte damals nicht den Mut die SS abzubrechen,hätte ich die Erfahrung, die ich heute habe, sähe das schon anders aus."
Diese Aussage finde ich nicht "ehrlich", sondern gerade zu entsetzlich! Nimm's mir nicht übel, aber Du solltest dringend mal "in Dich" und "auf Ursachenforschung" gehen, denn nach zwei Jahren mit einem Kind (exclusive der dazu gehörigen
schaft) zu äußern, dass man es aus heutiger Sicht vielleicht doch besser umgebracht hätte, klingt nicht gerade nach bester psychischer Gesundheit. Ich meine das nicht böse- sondern bin ebenfalls "einfach nur" ehrlich.
Meine Mutter bekam mich mit 39 Jahren als fünftes Kind. Ungeplant, sie war zu dem Zeitpunkt gesundheitlich schon längere Zeit sehr "angeschlagen", hatte diverse OPs und viele Klinikaufenthalte hinter sich, viele weitere folgten. Als ich drei Jahre alt war, starb mein Vater- seitdem hat meine Mutter uns allein groß gezogen. Auch, wenn es alles andere als leicht für sie war- sie hat mir nie das Gefühl gegeben, "zu viel" oder nicht gewollt zu sein- im Gegenteil.
Ich selbst wurde letzten Sommer- ebenfalls völlig überraschend (aus medizinischen Gründen)- zum dritten Mal
. Nach einem kurzen anfänglichen "Schock" war die Freude über dieses Ü-
riesig
. Leider durfte sie nicht lange währen
, wir sind bis heute sehr traurig über den Verlust unseres Winzlings und würden Vieles dafür geben, wenn wir "ihn" wie erwartet im April in den Armen halten dürften!
Das ist ganz sicher nicht "Dein Problem", jeder lebt sein Leben und ist entsprechend (zumindest oft) "seines eigenen Glückes Schmied"- aber vielleicht denkst Du ja "trotzdem" mal darüber nach.
Viele Grüße & Dir und Deiner Familie alles Gute
!
Kathrin
Beitrag von rossundreiter - 12.01.12 - 13:41 Uhr
Hallo,
ich empfinde auch meinen beiden großen Kindern gegenüber genau so, ich frage mich oft, was wäre, wenn sie nicht da wären, ich gar keine Kinder hätte, das ist doch vollkommen legitim denke ich.
Meine Kinder sind alle willkommen gewesen, aber es gibt durchaus ambivalente Gefühle, und der Gedanke, ob es überhaupt die richtige Entscheidung war, Kinder zu kriegen. Da gibt es keine Ursache, ich bin kein warmherziger Mensch, das war ich noch nie, aber ich empfinde genausoviel für meine Kinder wie andere Mütter auch.
Und wie ich schon geschrieben habe: Meine Jüngste würde ich nie wieder hergeben, mit ihr hatte ich den entspanntesten Umgang und die innigste Bindung,sie zeigt mir ihre Zuneigung ganz offen und sponten, das war bei den Großen eher schwierig, kurzer Abstand, ich oft genervt und überfordert. Zwischen mir und meine großen Tochter steht schon eine Art Wand, sie ist oft abweisend, das liegt an mir aber auch an ihr, es ist halt ihr Charakter. Die Kleine hat noch am meisten"Liebe" bekommen im Sinn von Kuscheln, Rumtragen, einfach Zeit haben für nur ein Kind eben. In meinem Herzen liebe ich meine Kinder alle gleich viel, aber rübergebracht habe ich es nicht immer so gut. Da sind eher die Großen zu kurz gekommen, da war ich als Mutter weniger präsent und hatte die Energie nicht. Das merkt man heute schon, und das gebe ich dir Recht, dass die Bindung da nicht so optimal war und ist.
Ich denke, das ist aber nichts, wofür ich Schuld trage oder ein schlechtes Gewissen haben muss, es ist einfach eine Tatsache, dass ich es vielleicht nicht so gut hinbekommen habe, die Interaktion zwischen uns einfach gestört ist.
Es ist eine große Herausforderung, Kinder zu haben und eine Familie zu sein, so ist es für mich.
Meine Kinder haben aber auch noch einen Vater und Großeltern und das sind wichtige Bindungen, die eventuelle Defizite meinerseits ja auch ausgleichen können. Nicht nur die Mutter ist wichtig.
Außerdem denke ich ja nicht, dass ich mein drtites Kind als Person lieber abgetrieben hätte, das ist nicht so, ich kenne sie ja jetzt, sie ist mein Kind .
Nur rein theoretisch überlege ich oft, wie es gewesen wäre, wenn ich die dritte SS abgebrochen hätte, ob dann nicht vieles einfacher wäre, das hat nichts mit der Kleinen als Person zu tun, sie gehört zu uns und wir alle zusammen.
Ich habe mich allerdings frei davon gemacht, immer nach Ursachen zu forschen,denn das bringt nichts, ich bin Mutter, so wie ich bin, auch mit allen Fehlern und Defiziten, auch wenn meine Kinder evtl.darunter leiden oder etwas vermissen. Ich kann behaupten alles zu geben und oft über meine Grenzen, emotional und kräftemäßig, hinauszugehen, und mehr geht einfach nicht.
Es ist schwer, wir tragen Verantwortung für drei Kinder, und das ist halt oft eine schwere Bürde und erdrückt mich.
Danke für dein Feedback und liebe Grüße.
Beitrag von saskia73 - 12.01.12 - 07:11 Uhr
Hallo,
schön, mal so einen ehrlichen Beitrag zu lesen.
Auch mein drittes Kind ist ein Nachzügler und finde mich in vielem von deinen Sätzen wieder.
LG
Beitrag von c.l.e.o. - 11.01.12 - 21:27 Uhr
Hallo,
meine Kinder sind 6, 4 und 2 Jahre alt. Alle drei sind in der Betreuung (Schule, KiGa) und ich bin (noch) Hausfrau. Habe also genug Zeit mich vormittags um Haushalt und Einkauf zu kümmern. Aber ich denke, auch wenn ich wieder arbeiten gehe, ist das zu packen. Für diesen Fall werden wir uns eine Putzkraft besorgen, die einmal in der Woche die Grundsauberkeit (Saugen, Wischen, Bäder putzen) herstellt. Einkäufe kann man dank der guten Öffnungszeiten auch gern in den Abend verlegen, wenn die Kinder zu Bett sind.
Anziehen machen die beiden Großen allein. Zähne nachputzen mache ich bei den jüngeren beiden.
Ausflüge stehen regelmäßig auf der Tagesordnung. Dabei richten wir uns vor allem nach Können und Interesse der Kinder. Wandern z.B. nur mit dem Großen, Kino mit dem Mittleren und dem Großen, Schwimmbad alle zusammen. Wir haben uns mittlerweile damit arrangiert, dass eben nicht alle Aktivitäten von allen gemeinsam gemacht werden können, so lange die Jüngste noch so klein ist. Aber das wird sich mit der Zeit auch ändern und darauf freue ich mich schon sehr.
Urlaub leisten wir uns auch mindestens einmal im Jahr. Wir machen sogar manchmal Langstreckenflüge. Ansonsten sind wir Individualtoursiten. Das war meinem Mann und mir immer wichtig und wir wollen das gern auch an unsere Kinder weitergeben. Wir buchen nur Flug oder reisen individual an und mieten ein Ferienhaus. Das ist natürlich teuerer als früher, weil die meisten Häuser nur für 4 Personen ausgelegt sind, aber ein Pauschalurlaub in einem Hotel ist mein persönlicher Urlaubsalptraum.
Eine wirkliche Herausforderung und der große Unterschied zu Familien mit 1 bis 2 Kindern ist die Logistik. Nicht nur, dass man plötzlich ein größeres Auto braucht, auch wann wer wie wohin kommt und sein muss, erfordert ein ausgeklügeltes Organisationssystem. Man muss sich gut absprechen und oft auch improvisieren. Glücklicherweise gehen unsere Jüngsten in den gleichen Kindergarten und der Große geht selbstständig zur Schule und kommt allein nach Hause.
Aber die Übersicht über alle Termine der drei zu behalten grenzt manchmal echt schon an mentalen Hochleistungssport. Aber dafür gibt es ja zum Glück Terminplaner. Ohne wäre ich wirklich aufgeschmissen.
Viel Erfolg für Euch zu fünft.
LG,
C.
Beitrag von saskia73 - 12.01.12 - 07:17 Uhr
Hallo,
ich finde es mit drei Kindern anstrengender als es mit zwei war.
Solange Mini noch klein war, keine "großen" Ansprüche stellte, im Kinderwagen zufrieden bei Unternehmungen dabei war, fand ich es super.
Jetzt merkt man den großen Altersunterschied schon extrem.
Bekomme da mal bei Unternehmungen o.a. alle unter einen Hut. Das ist fast unmöglich.
Die Großen sind in der Schule, der Kleine noch im Kiga.....jeder braucht deine Unterstützung und eines der Kinder braucht immer Fahrdienst , Elternabende, Geburstage......ohne meinen Terminplaner wäre ich völlig aufgeschmissen.
Im Urlaub waren wir vor 4 Jahren das erste und bisher letzte Mal mit drei Kindern, davor waren wir jährlich zelten, drei Kinder kosten eben mehr als zwei. Aber in diesem Jahr werden wir ein paar Tage zelten fahren in Deutschland.
LG Saskia
Beitrag von saskia73 - 12.01.12 - 07:24 Uhr
Ich war zu schnell
:
Ich arbeite bisher 20 Std. die Woche und werde hier aber in den nächsten Jahren meine Stundenzahl erhöhen müssen, da ich noch dazu allein erziehend bin.
Haushalt mache ich "nebenher". Wäsche hab ich eigentlich immer
Beitrag von blackcat9 - 12.01.12 - 09:58 Uhr
Hallo.
Ich habe 2 leibliche Kinder: Lilian (gemeinsames Kind) ist am 31.12. 1 Jahr alt geworden, Colin (vom leiblichen Vater getrennt) ist 3,5 Jahre. Desweiteren lebt mein Stiefsohn Justin (am 31.12. 7 Jahre alt geworden) bei uns im Haushalt. Seit Ende des Mutterschutzes gehe ich wieder arbeiten (erst mit 25 Stunden, seit November 40 Stunden), mein Freund macht das Erziehungsjahr bis Ende Februar. Wir haben einen Kombi, den ich für die Arbeit nutze.
Bisher ist es so, dass ich um 6 aufstehe und mich fertig mache, dann Colin gegen 6:20 Uhr wecke. Wir machen ihn dann zusammen fertig (anziehen, Zähne putzen etc.). Gegen 7 Uhr verlassen wir das Haus. Ich bringe ihn in die KiTa und fahre dann zur Arbeit, wo ich ca. 7:40 Uhr beginne.
Gegen 7:10 Uhr steht mein Freund auf, weckt Justin, macht sich fertig. Justin zieht sich selbst an (jedoch entweder mit viel Gebocke oder mit viel Klappserei). Inzwischen lässt ihn mein Freund machen, da er ihm erklärt hat, dass er seine Verspätung in der Schule erklären muss. Sie gehen dann 7:40 Uhr aus dem Haus. Da die Schule in der Nähe ist, ist er gegen 7:50 Uhr wieder daheim.
Tagsüber kümmert er sich um den Haushalt (bis auf die Wäsche. Das ist mein alleiniger Part) und um Lilian natürlich. Lili macht Mittagsschlaf (ca. 1 Stunde). Gegen 15 Uhr macht er sich mit Lili auf den Weg zum Kindergarten, um Colin abzuholen (zu Fuß und mit Kinderwagen). Seine KiTa ist ca. 2km zu Fuß entfernt. Danach gehts wieder zurück und Justin wird 16 Uhr aus der Schule abgeholt. Im Hort werden die meisten Hausaufgaben erledigt. Wenn noch nicht oder dann die Hausaufgaben vom Freitag erledigen wir dann nachmittags/abends noch. Aber erst, wenn ich da bin, damit ich Colin und Lilian beschäftigen kann. Ich habe 16:30 Uhr Feierabend und bin gegen 17 Uhr zu Hause.
Justin muss 5mal pro Woche ein bisschen Schule (ca. 15-20 Minuten) zu Hause machen: lesen und schreiben üben. Das ist schon sehr anstrengend, zumal er irgendwann einfach lustlos ist und lieber bockt.
Wir versuchen die Zeit gut zu nutzen als Familie. Müssen wir einkaufen, gehen wir entweder alle zusammen oder einer nimmt ein Kind mit zum Einkaufen. Gegen 18:30-19Uhr gibts Abendessen. Danach umziehen und Zähne putzen. Wenn alles super gut geklappt hat, dürfen die Jungs noch bis 19:30 Uhr einen kleinen Film schauen. Wenn nicht, ist gleich Feierabend. Freitags und samstags ist es entspannter, die Jungs dürfen länger aufbleiben oder einen längeren Film schauen. Lilian geht gegen 20Uhr ins Bett. Gott sei dank schläft sie durch, seit sie 8 Wochen alt ist.
Problematisch finde ich das Verhältnis zwischen Justin und mir, da er kaum Respekt hat (allgemein Frauen gegenüber), obwohl sein Papa und ich seit 2,5 Jahre zusammen sind. Seine Mutter kommt nicht mit ihm klar und er wollte lieber bei seinem Papa wohnen, was er seit September 2011 macht. Manchmal klappts gut, manchmal hat er die große Klappe, dann versucht er zu hauen oder er ignoriert mich komplett. Aber sein Papa steht hinter mir und versucht, eine gute Ebene zu schaffen.
Die Kinder spielen oft zusammen mit Lego oder Autos. Lilian will mitmachen, aber das wird nur bedingt etwas.
Der Alltag ist schon sehr stressig. Durch meine TZ-Arbeit bis vor kurzem und dem Elterngeld für meinen Freund ist das Geld knapp und Urlaub war erstmal gestrichen. Aber kleinere Ausflüge sind schon mal drin.
Sehr stressig wirds ab März, wenn mein Freund wieder arbeiten und Lilian zur Tagesmutter geht. Mein Arbeitsverhältnis endet erstmal Ende Februar. Was danach kommt, weiß ich noch nicht. Mein Freund braucht dann das Auto. Da er morgens gegen 6 Uhr anfängt, bringe ich Justin dann in die Schule, Colin in den Kindergarten und Lilian um 8 Uhr zur Tagesmutter. Alles zu Fuß. Mal schauen, wann wir dann losmüssen und wie das klappt. Mein Freund holt dann die Kinder ab 16 Uhr in den Einrichtungen ab. Lilian muss bis 16 Uhr abgeholt werden, Colin bis 17 Uhr und Justin bis 17:45. Er hat aber auch das Auto. Von daher gehts schneller.
Unsere Hoffnung ist, dass Lilian in Colins Kindergarten einen Platz bekommt. So würde eine Anlaufstelle wegfallen. Der Kindergarten tut sein Bestes. Er unterstützt uns viel.
Colin geht aller 10 Tage (wegen Schichtdienst) für 2 Nächte zu seinem Papa, Justin geht in unregelmäßigen Abständen zu seiner Mama (so wie es klappt). Wir bringen die Kinder immer mal wieder woanders unter, damit wir mal etwas als Paar machen können. Die Großeltern (außer Colins Großeltern väterlicherseits, wo es fast keinen Kontakt gibt), mein Schwager und Justins Mama (nur Justin) nehmen die Kinder dann mal über Nacht. Das ist dann sehr schön, wenn man mal ene Auszeit hat.
Schlimm sind die schul- und kindergartenfreien Tage. Dann sind sie gar nicht ausgelastet und machen lauter Blödsinn. Normal, aber anstrengend. Vor allem, wenn ich arbeiten bin. Freund tagsüber mit 3 Kids alleine und ich komem völlig geschafft nach Hause.
Ich möchte sie nicht missen, aber ich würde mir wünschen, dass die Kinder - vor allem Justin - etwas mehr mit uns an einem Strang ziehen würden. Würde vieles einfacher machen. Hoffe auch, dass sich das Verhältnis zwischen ihm und mir verbessert.
LG
Franzi
Beitrag von cocoskatze - 12.01.12 - 11:54 Uhr
Du bist ss?? Ich hoffe doch wohl nicht....................
Beitrag von schoki910 - 12.01.12 - 17:01 Uhr
Wie meinst du das denn??!?
Verstehe ich nicht...
Beitrag von cocoskatze - 12.01.12 - 20:36 Uhr
Wenn schon alles abgekürzt werden muß, dann doch bitte richtig!
Man kann nicht ss sein. Die SS gabs mal. Und daran wohl kaum eine gute Erinnerung.
Du bist schwanger. Und nicht ss. Wofür soll die Abkürzung stehen???
Beitrag von aliasmutter - 12.01.12 - 21:15 Uhr
Hm, hätte jetzt gedacht, dass du noch nicht lange bei urbia bist, denn dann wärst du schon längst auf diese - zugegeben nicht sehr glückliche aber dennoch gewohnte - Abkürzung gestoßen. Aber vermutlich warst du noch nie im Schwangerschafts-Forum unterwegs, da begegnet dir das auf Schritt und Tritt. SS steht für Schwangerschaft und auch für schwanger gleich mit.
Viele Grüße, Alias
Beitrag von cocoskatze - 12.01.12 - 21:59 Uhr
Ich weiß wohl, wofür die Abkürzung genommen wird. Allerdings ergibt sie keinen Sinn. Auch nicht im Schwangerschaftsforum, welchem ich bereits vor 8 Jahren entwachsen bin 
Aber Urbia steht ja für schwachsinnige und vollkommen verblödete Abkürzungen. Ich bin schon auch ein sparsamer Mensch. Allerdings spare ich nicht unbedingt am Wort 
LG
Simone
Beitrag von mimi1410 - 12.01.12 - 21:25 Uhr
Hi,
wir haben vier Kinder zwischen 9 und 2 udn ich arbeite 50 % - und alles läuft soweit - wenn alle gesund sind - rund
Klar hast du viele Termine im Kopf und im Planer aber die hätttest du auch mit zweien. Urlaub? Wir fahren alle 2 Jahre für 2 Wochen in den Süden (allerdings legen wir dafür auch "dazwischen" pro Monat ca. 250 EUR weg), in den Jahren "ohne" großen Urlaub wurden allerdings auch immer die Babies geboren.
Einkaufen mag ich nicht, das macht mein Mann samstag vormittags als Großeinkauf, ich kauf unter der Woche höchstens Fleisch, Obst / Gemüse etc nach. Dadurch, dass unsere Kinder relativ nah zusammen sind, machen Ausflüge auch immer noch Spaß und wenn es nur ein Tierparkbesuch ist.
Kopf hoch, das wird nicht so schlimm, wie es sich hier bei einige liest !
LG Mimi
