Was tun wenn Kind weiter Schule gehen will und....

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von miximaus1 - 12.01.12 - 18:17 Uhr

...........man es sich nicht leisten kann?

Hallo!

Angeregt durch RTL "Familien im Brennpunkt" möcht ich mal eine Umfrage starten!

Ich weiß, dass das alles ein Drehbuch ist und normalerweise schau ich das aus diesem Grund auch nicht, aber da ich mit Magen-Darm flach liege zapp ich so durch den Fernseher.

Da war heut eine Folge wo der Sohn weiter zur Schule gehen wolle und sein Abitur machen wolle, die Eltern sich das aber nicht leisten können. Ist ja egal, meine Frage ist jetzt eigentlich nur, das kommt ja bestimmt im "echten" Leben auch mal vor.

Was tut man, wenn man es dem Kind ermöglichen will, es sich aber nicht leisten kann?
Bei uns gibt es z.B. eine super tolle "weiterführende" Schule, wo die Schulabsolventen super tolle Jobs bekommen. Es ist nur so, die Schule ist "Privat" zu zahlen und kostet im Monat €400,00 (mit Internat). Internat ist verpflichtend. Und das 5 Jahre lang. Ich mein, so billig ist das ja nicht und das sind nur die kosten für Internat und Schule, da sind noch keine Bücher und Kleidung dabei.

Was macht man wirklich?

lg

Beitrag von daisy80 - 12.01.12 - 18:23 Uhr

Naja gut, ein Abitur kann man auch auf einer staatlichen Schule machen. Es muss ja nicht gleich das private Internat sein.

Es gibt auch solche Dinge wie Schülerbafög und Bildungskredite (wobei ich mich da jetzt nicht mit den Voraussetzungen auskenne).
Außerdem kann auch ein Schüler nebenbei ein bisschen arbeiten gehen, um sein eigenes Taschengeld aufzubessern.

Ich sehe da jetzt kein wirklich unlösbares Problem.

Beitrag von masinik - 12.01.12 - 18:51 Uhr

Hallo,

stimme dir voll und ganz zu.

Unsere Gemeinde hat z.B. auch einen Sozialfonds, der evtl. in einem solchen Fall einspringen könnte. Klar, er würde nicht die Privatschule zahlen aber vielleicht für die Fahrtkosten aufkommen.

Bildung sollte immer unterstützt werden.

lg
masinik

Beitrag von daisy80 - 12.01.12 - 19:29 Uhr

Das mit dem Sozialfonds finde ich super.

Ich würde mich immer darum bemühen, meinem Kind Abitur und Studium zu ermöglichen, soweit es eben geht.
Klar ist es in vielen Familien eng, aber ich denke, da kann man sich immer irgendwie absprechen, dass sich der Sprössling ein bisschen beteiligt (fürs eigene Taschengeld).

So wahnsinniv viel Mehraufwand hatten meine Eltern durch mein Abitur vermutlich nicht (abgesehen davon, dass ich halt zuhause gewohnt habe - klar). Bus musste nicht bezahlt werden, Bücher hätte man an der Berufsschule genauso kaufen müssen und im Studium habe ich Bafög bekommen und selbst gearbeitet (vorher auch schon).

Bildung geht immer vor.

Beitrag von kiki-2010 - 12.01.12 - 18:36 Uhr

Ich bin mir sicher, es geht immer! Nie und nimmer würden wir unseren Kindern die Bildung verweigern! Das ist ja wohl klar....

Wir sind gerade mit dem 3. Kind schwanger und es muss gesichert sein, dass jedes Kind später einmal studieren kann. Würden wir das finanziell nicht tragen können, hätten wir keine Kinder in die Welt gesetzt!

Meine Meinung.

Ich mag keine Menschen, die -trotz niedrigem Einkommen-, ständig neue Familienmitglieder produzieren, die dann am Ende alle vom Staat finanziert werden. Wir lassen unser Leben auch nicht von unseren Nachbarn bezahlen....

Im Übrigen, wegen des Internats. Das muss natürlich jeder selber entscheiden und obligatorisch ist es ja nicht. Aber im Grunde finde ich sowas auch nicht verkehrt. Wenn ich merke, dass eins unserer Kinder eines Tages auf einer öffentlichen Schule nicht weiterkommt etc. würden wir auch diesen Weg gehen. 400 EUR im Monat, inkl. Schule und "Unterkunft" und vielleicht noch Freizeitgestaltung ist nicht viel. Eine Privatschule ohne Internatsfunktion kostet oft um einiges mehr.

Gruss K.

Beitrag von derhimmelmusswarten - 13.01.12 - 07:52 Uhr

Und wer sagt, dass deine drei Kinder überhaupt studieren können/wollen?! Und dann Schulgeld von 400 Euro mal 3? Das ist ja eine merkwürdige Ansicht. Mir ist es egal, ob meine Kinder studieren wollen oder nicht. Das ist deren Entscheidung. Wenn sie das Zeug dazu haben, werde ich es unterstützen. Wenn nicht, lernen sie eben einen anderen Beruf. Na und? Dürfen nur Leute Kinder bekommen, die sich ein Studium in jedem Fall leisten können und dazu noch eine Privatschule? Wobei die meisten Kinderchen deshalb auf teure Privatschulen gehen, weil sie dort entweder unter "ihresgleichen" sein sollen bzw. dort aufgrund des Schotters von Mami und Papi wohlwollend versetzt werden. (Mein Opa hat einen Großneffen in der Verwandtschaft, der auf mindestens 5 Privatschulen war. Der dürfte nun so 22 sein. Das Abi hat er immer noch nicht). #rofl

Beitrag von kiki-2010 - 13.01.12 - 12:13 Uhr

Was aus den Kindern wird und was sie einmal beruflich erreichen wollen, das wird sich zeigen aber es ist beruhigend zu wissen, dass ihre zukünftigen Pläne finanziell abgesichert sind!

Beitrag von thea21 - 13.01.12 - 09:21 Uhr

Schonmal dran gedacht, das es manchmal selbst mit bestem Vorsatz einfach NICHT MÖGLICH ist?

Beitrag von nana141080 - 13.01.12 - 09:24 Uhr

Hallo!

Deine Einstellung würde bedeuten das nur die Oberschicht Kinder bekommen dürfte!
Hast du mal darüber nachgedacht was das für die Wirtschaft bedeuten würde!
Ne, du hast lapidar gesagt das man nur Kinder bekommen sollte wenn man alle studieren lassen kann!

Weißt du wie ich das sehe? Ich unterstütze meine Kinder jetzt und später auch wo ich kann, aber mit Sicherheit werde ich nicht meinem Kind das Studium voll bezahlen! Wenn sie studieren wollen/können, dann müssen sie eben nebenbei arbeiten! Ich musste auch neben meiner Ausbildung "zuarbeiten" und bin sehr froh über diese (praktischen) Erfahrungen!

Ein Personalchef sagte mir mal er hat lieber einen guten Realschüler der arbeitswillig ist als einen Abiturienten der sich auf Mamas und Papas Konto ausruhen kann...das sind nämlich die Faulsten! Schööön lange studieren und nix tun. Ne, meine Kinder werden nicht in 12 - 15 Jahren von mir monatlich 500-800€ im Monat bekommen um studieren zu können ohne zu zu arbeiten!

Gruß Nana

PS: was machst du denn wenn du in 5 Jahren geschieden und arbeitslos bist? Kinder weggeben?

Beitrag von kiki-2010 - 13.01.12 - 12:17 Uhr

Oh man, man kann es auch übertreiben....

Wie findest Du Familien, die seit Generationen von der Stütze leben und trotzdem immer fleissig Kinder produzieren?

Ob wir unseren Kindern das Studium bezahlen oder nicht, ist ja unsere Sache und muss nicht für alle gelten aber man sollte sich vor der Kinderplanung einfach mal Gedanken über zukünftige Kosten machen.

Macht doch jeder, oder??

Beitrag von falkster - 13.01.12 - 15:35 Uhr

>>...Macht doch jeder, oder??<<

Eben.

Beitrag von nana141080 - 13.01.12 - 16:08 Uhr

Übertreiben tust du!

Ich habe vor meinen Kindern im Sozialamt gearbeitet, solche Familien sind Ausnahmen! bzw. sind es hier sehr oft (auch Mentalität bedingt) die Asylbewerber gewesen. Wir wohnen ländlich, daher hab ich keinen Statistik vergleich zur Großstadt! Ich habe aber hier die Statistiken geführt und weiß deshalb das Langzeitempfänger die Ausnahme sind.

Ihr solltet alle mal weniger RTL gucken ;-)

Beitrag von babygirljanuar - 13.01.12 - 10:42 Uhr

ach..... nur weil man keine 1000te aufm konto hat darf man keine kinder bekommen??

ohne worte :-[

Beitrag von kiki-2010 - 13.01.12 - 12:18 Uhr

Nun ja, lässt sich die Familie vom Staat finanzieren muss es vielleicht nicht unbedingt sein!

Beitrag von babygirljanuar - 13.01.12 - 12:41 Uhr

das ist aber was ganz anderes!

Beitrag von falkster - 13.01.12 - 15:34 Uhr

unglaublich arrogant kommt Deine Antwort daher.

Denk mal drüber nach, für wie lange Du sicherstellen willst, dass Du Dir Kinder leisten kannst. Was passiert, wenn euch irgendwann die Umstände den Job kosten?

Ansonsten nenn mir bitte den Lieferanten Deiner Kristallkugel, denn meine leistet leider keine Vorausschauen für die nächsten knapp 20 Jahre...

Beitrag von marion2 - 14.01.12 - 18:10 Uhr

"Ich bin mir sicher, es geht immer! Nie und nimmer würden wir unseren Kindern die Bildung verweigern!"

Dann hoffe und bete, dass keiner von euch in den nächsten 25 Jahren schwer krank wird, einen Unfall hat oder gar stirbt.

ALLE Eventualitäten kann man nicht absichern.

Beitrag von twins - 12.01.12 - 18:38 Uhr

Hi,
ich wollte damals aufs Gymnasium aber meine Eltern konnten es sich auch nicht leisten, Busfahrkarte, mehr Kosten wg. Veranstaltungen, Bücher etc.

Bin dann zur Realschule am Ort gegangen, bzw. geradelt.

Daher haben wir auch nur zwei Kinder:-p, denn meinen Kindern möchte ich, wenn möglich, eine gute Ausbildung geben.

Grüße
Lisa

Beitrag von sillysilly - 12.01.12 - 19:01 Uhr

Hallo

ich falle da wohl aus der Reihe.

Wir werden auf jedenfall versuchen jedem unserer 3 Kinder alles zu ermöglichen

aber wenn es nicht gehen wird, wird es nicht gehen

dann müssen wir gemeinsam einen Weg finden es machbar zu machen

Ich habe meine 3 Kinder bekommen, ohne das ich mir restlos sicher bin, allen alles und jedes mal finanzieren zu können.
Nur damit ich zwei Kindern sicher ein Studium finanzieren kann, hätte ich nicht auf Nummer 3 verzichtet ...... denn was weiß ich was meine Kinder mal wollen, ......, wollen sie überhaupt studieren ...... vielleicht brechen sie die Schule ab, vielleicht werden sie mit 25 schon Arzt sein ......
das ist mit zu viel - was wäre wenn - um auf ein drittes Kind aufgrund eines eventuellen Studiums von 2 Kindern zu verzichten

Wir werden beide Arbeiten, und wenn wir mit 2 Gehältern etwas nicht finanzieren können - dann ist es halt nicht drinnen -

Bafög hat mein Mann auch einiges ermöglicht, weil seine Eltern nicht reich waren -

also gibt es einen Weg .....

Sein Bruder hat auch studiert und sich alles selbst dazu verdient und Bafög bekommen .... und eben gearbeitet.

Wohnen, Kost und Logie bekommen sie hier immer -

und der Rest wird sich finden

Grüße Silly

Beitrag von nana141080 - 13.01.12 - 09:26 Uhr

Sehe ich ganz genauso!

Gruß nana

Beitrag von ayshe - 13.01.12 - 13:02 Uhr

##
Bafög hat mein Mann auch einiges ermöglicht, weil seine Eltern nicht reich waren -

also gibt es einen Weg .....

Sein Bruder hat auch studiert und sich alles selbst dazu verdient und Bafög bekommen .... und eben gearbeitet.
##
#pro

Ich verstehe auch nicht, daß manche meinen, sie müßten das gesamte Studium ihrer ganzen Kinder aus der Tasche zahlen.

Dafür gibt es auch ein Darlehen, BaföG eben.

Ein Haus zahlt man meist auch nicht aus der Tasche, manche nichtmal ein Auto, also Kredite.

Beitrag von falkster - 13.01.12 - 15:38 Uhr

sehr vernünftige Einstellung!

Beitrag von cinderella2008 - 12.01.12 - 19:18 Uhr

Hallo,

seine Kinder auf eine Privatschule zu schicken, das können sich sicherlich nur wenige Eltern leisten. Der Großteil mit Sicherheit nicht. Schon gar nicht, wenn mehrere Kinder da sind.

Die Kinder können das Abitur auch auf einer staatlichen Schule machen. Das hat in meinen Augen nichts damit zu tun, ob man sich das leisten kann oder nicht. Wenn die Kinder 10 Jahre zur Schule gegangen sind, dann schafft man diese Jahre auch noch. Kindergeld gibt es für die Zeit auch weiter. Ich verstehe nicht, was das damit zu tun hat, seinen Kindern das Abitur zu "ermöglichen". Für mich war es eine Selbstverständlichkeit, dass meine Kinder das Abitur gemacht haben. Ich wäre nie auch nur auf die Idee gekommen, zu verlangen, die Schule nach der 10. Klasse abzubrechen. Und ich war damals alleinerziehend und der Vater hat nicht regelmäßig den Unterhalt für die Kinder gezahlt.

Zudem ist man, wenn man Kinder in die Welt setzt, dafür verantwortlich, dass sie einen guten Start ins Leben bekommen und da gehört eine gute Schulbildung dazu. Das hat oberste Priorität.

LG, Cinderella

Beitrag von berry26 - 12.01.12 - 19:48 Uhr

Hi,

was genau soll denn an einem staatl. Gymnasium teurer sein als an der Grundschule, Hauptschule oder Realschule? Für vieles gibt es ja Zuschüsse vom Staat und fürs spätere Studium gibt es Bafög und Studiendarlehen!

Ich weiß nicht warum du mit Internat und Privatschule anfängst...
Wenn ich ein Auto brauche kann ich mir als Geringverdiener eben auch nur nen Golf oder Dacia und keinen Maserati leisten.. ;-)

LG

Judith

Beitrag von tattel - 13.01.12 - 07:11 Uhr

Hi,

meine Tochter geht auf ein staatl. Gym, mein Sohn ab Sep. auch.

Wir benötigen für zuätzl, Arbeitshefte beim Elternabend im Sept. ca. 60 € . Dazu kommt noch die Monatskarte von 35 €. Also ab Sept. dann im Sept. 120 € + monatl. 70 €.

Dazu kommt ja noch die normalen Hefte und Bücher , die die Kinder für den Unterricht brauchen.

Diese Kosten hatten wir in der Grundschule nicht.

Ach ja, nicht zu vergessen diverse Studienfahrten und pädagische Freizeiten.

Ich finde das schon ganz schön viel Geld, dass wir nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln.

VG

Tattel