Hallo zusammen,
mein Sohn (4,5 Jahre) ist seit längerem sehr anstrengend.
Nun hatte ich heut ein Gespräch mit der Erzieherin.
Gestern durfte er nicht mehr draussen spielen, da er den Garten "kaputt hauen will" 
Er musste dann rein aufs Sofa sitzen und da ging es dann los. Anstelle das er mal leise ist und nix mehr sagt, motzt er weiter und sagt zu der Erzieherin, dass er dann die Blumen weg schmeißt usw.
Er provoziert also immer weiter, egal wie.
Und so ist es zu Hause auch, wenn er was angestellt hat, dann muss er in sein Zimmer und da macht er dann oft die Türen auf und knallt sie wieder zu
oder sagt, er macht das und das...
Die Erzieherin meinte halt auch, dass er in der Schule dann wirklich mal Probleme bekommt, wenn er immer widerspricht.
Habt ihr mir einen Tipp?
LG
Widerspricht nur noch
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Beitrag von 130402 - 13.01.12 - 09:19 Uhr
Beitrag von peppina79 - 13.01.12 - 09:36 Uhr
BLÖDSINN!!! Was ist denn bitte das für eine Erzieherin? Ist sie nicht in der Lage ein Kind vernünftig runter zu bringen? Was für einen Sinne macht es ein Kind still irgendwo hinzusetzen? Das ist echt schlecht. Vielleicht fragt mal jemand das Kind was los ist?! Und bei Wut ein Kind allein zu lassen ist auch nicht das Beste. Wofür muss er in sein Zimmer? Berede mit ihm warum er MIst gebaut hat. Vielleicht fühlt er sich ja auch unverstanden. Und eine Prognose zur späteren Schullaufzeit zu geben steht der Erzieherin erstens mal nicht zu und zweitens sagt es nichts aus, wie er sich jetzt verhält. Das kann sich so schnell ändern.
Er provoziert, weil er gerade NICHT alleine sein möchte. Anscheinend kümmern sie sich schlecht um ihn dort... VIelleicht ist er ja auch zu intelligent und stellt die Kompetenz der Erzieher in Frage
Beitrag von widowwadman - 13.01.12 - 10:39 Uhr
Wenn mein Kind meint sich extrem daneben benehmen zu muessen und sich nicht runterbringen laesst, dann darf sie sich auch schon mal alleine in ihr Zimmer setzen bzw wird ignoriert - das hilft wunderbar gegen Trotzanfaelle, weil da schlechtes Benehmen nicht mit vermehrter Aufmerksamkeit belohnt wird. Aber das kommt bei uns nur sehr selten vor.
Finde den Ansatz der Erzieherin also gar nicht so inkompetent. Das Kind fuer alles Zukunft aber schon abzuschreiben halte ich auch nicht fuer ok
Beitrag von peppina79 - 13.01.12 - 20:58 Uhr
Bei meinem Kind verschlimmert das Alleingelassen-werden nur die Anfälle.
Ich stehe die Wut mit meinem Kind gemeinsam durch, versuche ruhig zu bleiben, auch wenn sie wütend wird. Bisher mit sehr sehr großem Erfolg. Kinder verstehen die Welt der Erwachsenen doch noch gar nicht und können Folgen noch nicht abschätzen.
Die Frage ist ja immer was ist schlechtes Benehmen??? Wenn mein Kind Wut nicht zeigen darf habe ich ernsthaft in meiner Erziehung versagt. Das ist nämlich grad in dem Alter wichtig, Emotionen zu zeigen, auch die schlechten.
Beitrag von zwillima - 13.01.12 - 10:37 Uhr
Hallo,
mich wundert es ein bißchen, dass eine Erzieherin solche Aussagen ernst nimmt und dann auch noch völlig sinnlos abstraft.
Es ist doch schon eine gute Lösung seiner Wut Ausdruck zu verleihen, wenn ein Kind den ganzen Kindergarten kaputt schlagen will oder Bomben auf die Blumen wirft 
Wäre es denn besser, wenn er schlägt und beißt oder Schimpfworte benutzt ?
Was meinst Du, was meine Kinder schon alles kaputt schlagen und niederbrennen wollten? Meine Zwillinge sind jetzt schon 9 Jahre alt und planen immer noch ab und zu, die Schule mit einem Panzer niederzureißen 
Das Einzige um was Du dir Sorgen machen mußt, ist in diesem Fall die Kompetenz der Erzieherin.
L.G.
zwillima
Beitrag von marion2 - 13.01.12 - 15:03 Uhr
Hallo,
ist die Erzieherin nicht in der Lage, das Kind vernünftig zu beschäftigen?
Wenn du weißt, wie er reagiert, wenn du ihn in sein Zimmer sperrst, warum machst du es dann?
Fällt dir nichts besseres ein?
Kinder mit Nichtachtung zu Strafen, hat noch nie Punkte gebracht.
Gruß
Beitrag von 130402 - 13.01.12 - 17:09 Uhr
Dann gib mir doch einen Tipp, wie es besser wäre...
Beitrag von gustav-g - 14.01.12 - 10:17 Uhr
ja, dazu ist urbia da.
Du kannst in anderen Diskussionen dieses Forums nützliche Tipps finden.
Ich versuche es mit Hinterfragen:
Woher kommt die Wut?
Wie stellt er sich eine Lösung vor?
Welches Verhalten wünscht er sich von den anderen Kindern?
Beitrag von marion2 - 14.01.12 - 11:50 Uhr
Hallo,
ich würde es mit mehr Bewegung versuchen.
Gruß
Beitrag von zahnweh - 13.01.12 - 19:44 Uhr
Hallo,
wenn meine widerspricht, ist sie meist schon geladen (zu viel Lärm im Kindergarten, müde, übermütig). Dann braucht sie nicht "hinsetzen und Ruhe!!" (das dreht sie noch weiter auf), sondern die Möglichkeit ihre Kräfte anders zu lenken.
Zu Hause ist das zig mal den Flur hin und her zu rennen.
Draußen ist ein gemeinsamer Dauerlauf oder laaaaaaaaanger Spaziergang sinnvoll.
Ihre Kräfte in sinnvolle Bahnen lenken und den Kopf von Flausen leer bekommen.
Und mir tut es auch gut, weil ich auch gleich Stress abbaue! 
Im Kindergarten ist es ähnlich.
Wenn ein Kind damit droht, etwas kaputt zu machen, wird
a) hinterfragt, wie das Kind auf die Idee kommt und was die Folgen wären
b) das Kind im Garten körperlich ausgepowert oder durch Bewegungsspiele auf andere Gedanken gebracht.
Hinsetzen und Zeit zum Grübeln, bringt oft nur neue (Zerstörungs- und Wut-auslass-Theorien)
Beitrag von jazzbassist - 14.01.12 - 11:06 Uhr
Was ist denn bei Ihnen zu Hause der Auslöser für solch ein Verhalten? Nennen Sie einfach mal 2-3 alltägliche Situationen (also jetzt nicht gerade die extremste Situation und auch nicht die harmloseste Situation … halt einfach etwas, was im Alltag vorkommen könnte), wo er etwas anstellt (Was genau?) und er dann in sein Zimmer muss. Und: Was war vorher - bevor er etwas angestellt hat? Also, was war der Grund dafür, warum er »Das« überhaupt angestellt hat?
Also auffällig finde ich, dass ihre Beispielsituationen eigentlich nichts mit widersprechen zu tun hat … das ist (haben Sie ja auch im Beitrag selbst geschrieben) reine Provokation. Kids in dem Alter sind da m.E. noch sehr berechenbar: Die provozieren, weil sie gelernt haben, dass sie so Aufmerksamkeit bekommen. Erwachsene mutieren dann zu so einer Art Spielzeugauto, wo das Kind die Fernbedingung in der Hand hält. Drückt man den Steuerhebel (Ich hau den Garten kaputt) nach Vorne, fährt das Spielzeugauto (die Erzieherin) sofort nach Vorne (zu Ihrem Sohn). Klappt immer wieder … ob Mama nun in der Küche kocht oder den jüngeren Bruder wickelt … einmal rufen: »Mama, ich spiele jetzt mit dem Feuerzeug«, und, Mama lässt sofort alles stehen und liegen. Würde er rufen: »Mama, ich will dir was zeigen« käme da als Antwort eher: »Gleich, ich muss eben noch…«
Ich denke, dass erklärt den Grund für sein Verhalten recht gut: Er ergattert so Aufmerksamkeit, die er anders nicht bekommt. Kinder sind dort recht egoistisch eingestellt, da sie eigentlich nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen können. Und Ihr Sohn hat da gerade sein subjektives Mangelempfinden. Darum greift er immer wieder zu dieser Fernbedienung. Darum ist es auch nicht hilfreich, ihn, wenn er etwas angestellt hat, in sein Zimmer zu stecken. Das ist ja genau das Gegenteil von dem, was er sucht »Aufmerksamkeit«, darum macht er halt weiter: »Ich bekomme meine Aufmerksamkeit, wenn ich die Türen knalle oder jetzt irgendetwas noch schlimmeres anstelle«. Was heißt denn »seit längerem« genau? Wann hat das ganze genau Angefangen? Ich denke mal, dass lässt sich zeitlich mehr oder weniger mit der Geburt seines jüngeren Bruders einordnen, oder?
Als Tipp … schwierig. Sie sollten Wege finden, ihm mehr Aufmerksamkeit zu geben (die braucht er einfach). Auch wird er Aufmerksamkeit brauchen, wo sein kleiner Bruder nicht dabei ist. Also die alleinige Aufmerksamkeit von Mama (wo nur er alleine in ihrem Mittelpunkt steht). Wenn Sie merken »Jetzt wird er wieder unruhiger, gleich fängt es wieder an«, sollten sie ihn in dem, was sie gerade tun, mit einbeziehen. Oder ihm irgendeine Aufgabe geben, um der Mama zu helfen und danach ein ganz dickes Lob einzukassieren, weil er der Mama ja so toll geholfen hat. Ihm also einfach eine positive Form von Aufmerksamkeit schenken, damit er sich diese nicht mehr über diesen negativen Weg (Ich stelle was an) suchen muss. Bestrafen sie ihn nicht mit dem Entzug von Aufmerksamkeit … stecken Sie ihn also nicht ins Zimmer, wenn er etwas anstellt. Sie brauchen Ihn da überhaupt nicht bestrafen; beziehen sie ihn einfach in dem, was sie gerade machen, mit ein. Denn darum geht es ihrem Sohn - von Ihnen beachtet zu werden. Genießen Sie diese Zeit - die kommen leider zu schnell in einem Alter, wo die Eltern plötzlich nur noch die zweite Geige spielen und eigentlich nur noch da sind, den »Spass zu verderben« und »den pubertierenden Teenie ohnehin nicht zu verstehen«.
Was das mit dem Kindergarten angeht ... gehe ich recht in der Annahme, dass - wenn er im Kindergarten ist, sein kleiner Bruder bei Ihnen zu Hause ist? Und ansonsten - wie sieht denn so die Tagesplanung von ihrem Großen - wenn er vom Kindergarten nach Hause kommt - aus? Also ist das eher so ein "Ich hänge die meiste Zeit der Mama auf der Pelle, ob drinnen oder draußen?". Gibt es da irgendetwas besonderes, wo das mal nicht der Fall ist? Hier kann nämlich z.B. auch helfen, wenn er Nachmittags mal ganz alleine mit der Oma/Opa auf den Spielplatz geht und dort im Mittelpunkt steht etc.
Beitrag von kathrincat - 14.01.12 - 14:04 Uhr
hat meine auch mal versucht, ich hab es nicht beachtet, ging einige tage so, danach hat sie aufgegeben, bringt ja nichts und beachtung bekommt sie dadurch erst recht nicht.
Beitrag von kathrincat - 14.01.12 - 14:06 Uhr
man muss sich ja nicht provoziert lassen! provozieren ist ja auch nicht was anstellen oder so. es ist einfach testen, wie gehen andere damit um, kann ich dadurch aufmerksamkeit bekommen,...
