...ich habe echt schon alles versucht, mir platzt jetzt einfach der Kragen. Der KV ist selbständig und rechnet sich arm, ist dazu verpflichtet, für seine beiden Kinder den Mindestunterhalt laut Düsseldorfer Tabelle zu zahlen. Er zahlt seit Jahren - nichts. Jahr für Jahr schicke ich einmal den Gerichtsvollzieher vorbei, der versucht eine Taschenpfändung, _immer_ erfolglos, bekommt Geld (von mir!) und ich habe absolut nichts davon. Mein Kalender sagte mir gerade, dass es wieder so weit ist, ich müsste wieder tätig werden.
Er stellt sich übrigens einfach tot. Hat sich seit Jahren nicht gekümmert, antwortet nicht auf Briefe (auch nicht vom Jugendamt), die SB beim Jugendamt ist auch keine Hilfe, hat mir ganz klar gesagt, dass sie keine Zeit hat die Bücher von Selbstständigen zu prüfen und ich sollte mich doch bitte an einen Anwalt wenden, eine Beistandschaft hätte da keinen Zweck. Ich bin echt kurz davor, ihn anzuzeigen. Hat das schonmal jemand gemacht? Gehen die Männer dann wirklich ins Gefängnis, oder taucht wundersam doch noch Geld auf? Oder (hoffentlich) hat noch jemand eine bessere Idee?
Nochmal kurz zusammengefasst: Titel vorhanden, KV zahlt nicht, hat letztes Jahr EV abgegeben, was aber den Unterhaltstitel zumindest für die laufenden Zahlungen nicht betrifft(?), wie es mit dem Zahlungsrückstand aussieht, weiss ich nicht.
Wäre schön, wenn ihr ein paar Ideen für mich habt
KV zahlt nicht trotz Titel...
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Beitrag von linde123 - 13.01.12 - 11:53 Uhr
Beitrag von scullyagent01 - 13.01.12 - 12:08 Uhr
Ich habe meinen Ex angezeigt. Ich wußte das er krankengeld bekommt, welche Größenordnung , kannte die Versicherung die gezahlt hat und die Bankverbindung worauf diese Einkünfte gingen.
Jedoch bis ermittelt wurde, war das KG um, der KV bezug AlG II - Ermittlungen eingestellt.
Weil wir noch eine Selbständigkeit gefunden haben wurden die Ermittlungen wieder aufgenommen, nun aber wegen Betrug und Erschleichung von Sozialgeldern. Den KU interessiert niemanden mehr.
Wie es aussieht ist mein Ex blöd, der hat sich doch dann wirklich verquatscht und er steht jetzt am 24.1. vor Gericht. mal sehen was kommt, aber ich glaube nicht daran, das ich jemals Geld sehen werde.
Wie das bei dir laufen wird kann Dir niemand sagen. Die Polizei ist anscheinend nicht sonderlich motiviert. Es gibt hier viele die halbjährlich Anzeigen stellen, weil diese immer wieder eingestellt werden. Wichtig zu wissen ist auch, ob bei Deinem Ex überhaupt was zu holen ist. Wenn alle Pfändungen erfolglos waren...
Ich kenn in diesem Forum nur einen einzigen Fall, die nach mehren (!) Strafanzeigen dann erfolgreich war.
Pleite zu sein ist in diesem Land nicht strafbar ( auch wenn man unterhaltverpflichtet ist ) und in einem solchen Fall wird eine Anzeige nicht angenommen - es muß halt wirklich eine Straftat ( beweisbar ) vorliegen. Vermutungen allein reichen nicht. EV ist aber ein klarer Anhaltspunkt das da wirklich nix zu holen sein wird.
Versuchs halt, zumindest kostet es Dich , im Gegensatz zum Gerichtsvollzieher, nichts. Außer Nerven
Scully
Beitrag von linde123 - 14.01.12 - 10:16 Uhr
Danke für Deinen Bericht, Scully, ich fürchte, ich muss mich nochmal sortieren und in mich gehen, und dann entscheiden, wie ich weiter vorgehe.
Beitrag von manavgat - 13.01.12 - 15:58 Uhr
Warum hast Du nicht längst eine Strafanzeige wegen Unterhaltspflichtverletzung gestellt?
Gruß
Manavgat
Beitrag von linde123 - 14.01.12 - 10:15 Uhr
Weil ich 1.) negative Konsequenzen fürchte und mir 2.) denke, wenn er im Gefängnis sitzt, kann er erst recht nicht dafür sorgen, dass er zu Geld kommt und irgendwann seinen Verpflichtungen nachkommen kann.
Grüße
Linde
Beitrag von manavgat - 14.01.12 - 11:21 Uhr
Es sitzt kaum ein KV wegen dieses Deliktes ein (leider!).
Welche negativen Konsequenzen? Dass dem KV mal in den Arsch getreten würde, wäre ja positiv.
Außerdem kostet die Anzeige nichts. Geht auf jeder Polizeidienststelle.
Gruß
Manavgat
