... ich damit "abgeschlossen" habe! 
Hallo zusammen!
Meine Oma ist 20. April letztes Jahr gestorben. Sie war 91 Jahre alt und war einfach meine über alles geliebte Oma. 
Sie war bis auf ihre letzten 2 Tage zuhause und das hat sie sich immer gewünscht. Auch ging der Kampf schnell. Sie hat "nur" knapp 2 Tage gebraucht, bis sie erlöst wurde.
Das ganze war aber dafür für uns verdammt schnell... von einem Tag auf den nächsten war sie weg. Es fing damit an, dass sie seit ein paar Tagen so blaue Lippen hatte, haben dann täglich den Arzt kommen lassen und an diesem Tag meinte er, sie muss ins Krankenhaus. Meine Oma wollte das aber nicht, so sind wir alle zu ihr gefahren um viel mit ihr zu reden, sie in den Arm zu nehmen und für sie da zu sein. Und ihr zu sagen, dass sie keine Angst haben muss, das wir jeden Tag kommen und sie ganz bestimmt wieder heim darf. (Wir wussten ja selber nicht, wie ernst es war)
Sie hat dann zugestimmt. Dann war mein Papa, meine Mama, meine Schwester, ihr Freund, mein Mann und ich mit unsrer Tochter bei ihr, bis der Krankenwagen kam. Hat 2 Stunden gedauert (war ja kein Notfall bis dahin) und wir haben in diesen 2 Stunden das letzte Mal mit unsrer Oma sprechen können. Sie war so glücklich, dass wir alle zusammen bei ihr waren. Das war so selten, wir kamen immer unterschiedlich.
Sie liebte ihre Urenkeltochter und ich war so froh, dass ich sie mit genommen habe. (War mir erst nicht sicher, ob ich sie bei meiner Schwiegermama lassen soll, dachte mir aber, unsre Maus tut ihr gut und so haben wir sie mit genommen. Zum Glück)
Wir haben viel geredet, viel gelacht, ihr die Ängste genommen. Dann kam der Krankenwagen und ich bin dann noch mit raus gegangen, habe sie in Arm genommen und gesagt, ich komm gleich morgen früh zu dir Oma! (Meine Mutter und meinte Tante ist mit ihr mit gefahren) Dann hat sie mir gewunken... und das war das letzte, wo sie noch aktiv machen konnte. (Also was ich mit bekam)
Meine Mutter hatu ns dann erzählt, dass sie in der Notaufnahme Sauerstoff gebraucht hat und dann gleich eingeschlafen ist. Sie war so müde, hat seit ein paar Tagen kaum mehr schlafen können.
Wir dachten aber alle, dass sie wirklich nur schläft und morgen wieder ansprechbar ist.
Leider war das nicht so. Sie ist gar nicht mehr aufgewacht, sondern sie kämpfte den nächsten Tag damit, dass sie sterben darf. Der Kampf ging dann noch über diesen näcshten Tag und sie ist dann in der Nacht um 3 Uhr gestorben.
Ich war die ganze Zeit bei ihr. Auch meine Schwester und die Kinder meiner Oma. ( Also meine Mama, meine Tante und mein Onkel, ihre andren beiden Töchter wohnen leider in Florida, so das sie nicht dabei sein konnten.) Aber sonst waren wir alle dabei. Auch mein Vater. Den hat sie auch geliebt wie ihren eignen Sohn.
Wir haben ihre Hand gehalten, sie gestreichelt, mit ihr gesprochen, stundenlang. Bis sie schließlich verstarb. Es ist schön zu wissen, dass sie nicht alleine war. Das Gefühl beruhigt mich unheimlich.
Als wir uns dann verabschiedet haben, sind wir nachhause gefahren.
Seit diesem Tag habe ich natürlich täglich mehrmals an sie gedacht.
Seit aber ungefair 2 Monaten, ist es okay. Die große Trauer ist weg und ich hab gelernt, zu verstehen, dass es gut so war. Sie durfte 91 Jahre leben, bis zum Schluss zuhause sein, hatte einen schnellen Tot, so wie sie sich es immer gewünscht hat.
An Weihnachten war es dann halt nochmal schlimm, weil sie da immer bei uns war und wir gemeinsam gefeiert haben. Und am 1. Weihnachtsfeiertag waren wir immer bei ihr, da tat es auch nochmal richtig weh.
Aber die Tage drauf war es dann wieder ok.
So und nun träume ich seit 5 Nächten immer wieder von ihr. Und so komisch.
Angefangen hat es in der ersten Nacht mit dem Traum, dass sie neben unsrem Bett steht und leise sagt "Hallo Nadja..." ... es hat sich so real angefühlt, habe die Stimme richtig gehört und bin vor Schreck aufgewacht und hatte das Gefühl sie ist hier. Konnte gar nicht mehr schlafen, es war kein schönes Gefühl, sondern ein bedrohliches, unheimliches Gefühl.
Und seit dem ist sie jede Nacht bei mir im Traum. Ich hatte am 3. Januar Geburtstag und da habe ich geträumt, dass wir bei meinen Eltern zuhause feiern, dass Telefon klingelt und wir sehen, dass das unsre Nummer ist. Wir haben uns alle angeschaut und gedacht, dass kann doch gar nicht sein, es kann ja gar keiner zuhause sein, wir sind doch alle hier. Bin dann ran gegangen und da war dann meine Oma dran... mit ihrer Stimme... alles so real.
So geht das jede Nacht.
Es macht mich so fix und fertig diese Träume. Woher kommen die auf ein Mal?
Danke schon mal.
Lg
Träume jede Nacht von meiner verstorbenen Oma, obwohl...
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Beitrag von babygirl2010 - 14.01.12 - 10:29 Uhr
Beitrag von myimmortal1977 - 14.01.12 - 12:15 Uhr
Das kenne ich!
Kurz nach dem Tod meines Vaters, lass 5 Monate damals vergangen sein, hatte ich einen sehr realen Traum in der Nacht.
Ich war bei meiner Mutter und dann klingelte das Telefon. Ich ging ran und mein Vater war dran: Er sagte zu mir, Hase, mach Dir keine Sorgen, mir geht's gut!
Ich sagte nur, recht verstört zu ihm am Telefon: Papa, wieso kannst Du mich anrufen, ich dachte immer da oben im Himmel, da gibt es gar kein Telefon.....
Dann wachte ich auf, vollkommen verwirrt, verzweifelt, zitternd.... So was hatte ich noch nie, ich musste mich erstmal ne halbe Stunde so auf's Bett setzen und begreifen, dass das nicht real war, sondern nur ein Traum.... Denn es fühlte sich verdammt real an.
Ich hatte eine lebenslange sehr innige Beziehung zu meinem Vater. Mein Dad war immer mein Herzensheiler, wenn es mir schlecht ging. Er war derjenige, der immer alles wieder gerade gebogen hat, wenn ich mal ganz großen Mist verzapft hatte, der immer uneingeschränkt hinter mir stand, nie mit mir schimpfte, immer um mein Wohlergehen besorgt war und derjenige, der mir immer seine Schulter hinstreckte, wenn ich jemanden zum Ausheulen brauchte.
Wenn man mit jemanden zu Lebzeiten eine sehr enge Verbindung hatte, ist der Schmerz der nach dem Ableben hinterlassen wird, um ein vielfaches so groß, wie es eine oberflächliche Verbindung auslösen würde.
Unsere enge Verbindung beruhte immer auf Gegenseitigkeit. So sehr mein Vater um mich stets besorgt war, so wichtig war er auch für mich und ich war auch stets um ihn besorgt, wenn es ihm mal schlecht erging.
Ich bin mir sicher, dass er mir ein Zeichen von oben geben wollte, mich beruhigen wollte, dass es ihm wirklich da oben jetzt gut ergeht.
Mein Vater hatte Krebs, starb sehr leidvoll mit großen Schmerzen.
Versuch rauszuhören, was Deine Oma Dir sagen möchte. Ich bin mir sicher, dass es nichts bedrohliches ist.
Sie will Dich bestimmt auch nur beruhigen, dass es ihr gut ergeht und sie, trotzdem Du sie nicht mehr sehen kannst, immer bei Dir sein wird.
Das kommt, weil ihr eine sehr enge und herzliche Verbindung hattet.
Du wirst hier übrigens einige Leute erleben, die ähnliches erlebt haben. Auch die die verstorbene Person noch mal irgendwo gesehen haben usw.... Das ist nicht selten.
Ich glaube, solche Phänomene tauchen häufiger bei denjenigen auf, die jemanden verloren haben, der sehr innig zu Lebzeiten an deren Seite stand.
Ich wünsch Dir alles Gute!
Janette
Beitrag von tabehaki - 19.01.12 - 11:32 Uhr
Hallo,
wie schon meine Vorschreiberin ;) geschrieben hatte. Solche Dinge treten häufiger auf. Ich habe in den letzten 2 Wochen meine Oma und meine Tante verloren. :((
Besonders an meiner Oma hing ich doch sehr. Ich hatte eine ganz besondere Verbindung zu ihr und sie muss ein ganz besonderer Mensch gewesen sein, was so was anging. Sie konnte manchmal Menschen sehen, die gerade gestorben waren (was ihre Verwandten anging).
1. Fall Mein Stiefopa starb vor 2 Jahrzehnten. Wir waren morgens bei ihr zu Besuch und sie war verstört und schilderte uns dann, dass sie morgens um 6.30 Uhr plötzlich aufgewacht war und ihr Mann ihr die Hand hielt und sie streichelte und sich dann verabschiedete und ging. Er lag aber zu diesem Zeitpunkt kilometerweit weg im Krankenhaus. Sie brach in Tränen aus weil das so real war. Wir sahen uns nur an und trösteten Sie. Gegen Mittag (es gab noch keine Telefone) kam ein Telegramm. Es passierte genau um 6.30 Uhr! Ich werde es nicht vergessen! Mir läuft jetzt noch der Schauer über den Rücken.
2. Fall Vor 2 Jahren starb ihre Schwester, die in einem anderen Land wohnte. Meine Oma und ihre Schwester erlitten zum gleichen Zeitpunkt einen Herzinfarkt! Sie kamen beide am gleichen Tag ins KH, aber da die Bedingungen bei der Großtante schlechter waren, überlebte sie nicht. Als meine Oma im KH war erschien ihr ein helles Licht, dass wie sie sagte, sie wärmte und sie spürte neue Lebenskraft. Eigentlich sagten die Ärzte, sie würde in den nächsten Tagen wohl sterben (zu alt eben), aber nach einer Woche konnte sie das KH auf beiden Beinen verlassen. Es war einem Zufall zu verdanken, dass meine Mama (sie hatte an diesem Tag Angst und Sorge gehabt) sie nochmal besucht hatte und auf dem Boden gefunden hatte! Ich denke, dass das Licht ihre Schwester war und sie ihr die Kraft gegeben hatte, wieder zu gesunden.
3. Fall Als vor ein paar Jahren ihre Tante starb, war sie wegen eines Bruches im KH. Nachts zur Sterbezeit sah sie eine Schwester im weißen Kleide vor sich, die ihre Hand hielt und sich mit streicheln im Gesicht verabschiedete. Nur, sie machte nicht die Türe auf, sondern sie ging da durch! Und da merkte meine Oma erst, dass es keine Nachtschwester, sondern eine Bekannte in jungen Jahren gewesen sein muss. Später erhielt sie die Nachricht per Brief, dass sie genau an diesem Tag gestorben war.
Alle drei Fälle erzählte sie uns BEVOR sie vom Tode erfahren hatte! Ich hatte immer zu ihr gesagt, Omi, wenn du mal stirbst, bitte komm auch bei mir vorbei und verabschiede dich auch von mir.
Vor zwei Monaten hatte ich sie das letzte Mal lebend gesehen! Nun ist Sie ist friedlich Nachts eingeschlafen. Ich war zu diesem Zeitpunkt alleine in meiner Wohnung mit Festbeleuchtung. Ich habe gearbeitet, weil ich so unruhig war und ständig sah ich mich um und fühlte mich beobachtet aber da war ja nichts. Ich hatte in der Nacht unruhig geschlafen und bin am nächsten Morgen zusammen mit dem Sonnenstrahlen aufgewacht. Seit Tagen habe ich die Sonne nicht gesehen, aber sie schien mich an und es war so warm, dass ich mich selbst beruhigen konnte. Keine halbe Stunde später regnete es den ganzen Tag lang. Erst Abends rief mich meine Mama an, dass sie in der Nacht verstorben war und der Todeszeitpunkt von den Notärzten auf 9 festgelegt wurde, obwohl sie schon "steif und kalt" war, als meine Mama sie fand. Ich bin mir sicher, dass sie da war, ich aber so beschäftigt war und das nicht mitbekommen habe. Ich habe es aber gefühlt.. eine Leere!
Trotz allem, ich war die ganze Woche alleine und ich habe mich einsam gefühlt. Meine Oma ist aber bis heute nicht im Traum erschienen. Auch am offenen Sarg habe ich mich von ihr verabschiedet, aber richtig gespürt, dass sie nicht mehr da ist, sondern ihre Seele den Körper verlassen hat. Die Hülle im Sarg, das war einfach nicht sie selbst. Eigentlich war es schrecklich und kalt. Sie ist einfach nicht mehr da. Ich kann es nicht verstehen und habe gehofft, sie kommt nochmal, wenn auch nur im Traum zu mir. Hat sie aber nicht. Mich macht das traurig.
Wenn du von Ihr träumst, dann nimmst du Abschied. Manchmal sprechen eben die Toten ihre letzten Gedanken und senden Grüße. Das kann ein Geschenk sein, oder ein Fluch. Bei dir ist es ein Geschenk. Mir bleiben nur die Fotos und Erinnerungen und ich frage mich, ob sie mich vergessen hat(te). Nur die Realität scheint eben anders. Wenn man tot ist, ist man nicht mehr da und jeder Mensch der stirb zeigt uns auch, dass wir nicht ewig auf der Welt sind und unser Kreislauf ist mit dem Leben bestimmt auch irgendwann zu sterben.
Nimm die Grüße an und wenn du kannst, sprich mir ihr im Traum. Lass dich darauf ein und höre zu, du wirst bald merken, dass es dir besser geht und du den Tod verarbeitest. Manchmal trösten uns die Toten mit ihren letzten Worten im Traum.
LG
