war das richtig helft mir

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von susanne85 - 14.01.12 - 10:42 Uhr

hallo

meine tochter hatte gestern das 4. mal von einem jungen besuch. sie ist fast 6 und anschliessend sieht das zimmer wie eine bombe aus.

diesmal hatte ich vorgewarnt, das sie das zimmer wieder aufräumen muss ansonsten werde ich den besuch für den nächsten tag auch noch blockieren und sie hat stubenarrest.

war das richtig?

sie heult jedes mal wie eine boje gibt unheimlich freche antworten.

lg susanne

Beitrag von karna.dalilah - 14.01.12 - 11:02 Uhr

Lass die Kinder eine halbe Stunde vor Spielschluss gemeinsam aufräumen und beaufsichtige das.
Nach dem Aufräumen gibt es noch einen schön hergerichtetes Glas Saft für die vom Aufräumen durstigen Kinder.

Ich würde dem Töchterchen sagen, dass es nur Besuch empfangen darf, wenn das Zimmer tip top aufgeräumt ist.

Das Heulen und Meckern kenne ich gut, aber da muss sie durch und du beorgst dir einfach Oropax oder einen MP3 Player ;-)

LG
Karna

Beitrag von susanne85 - 14.01.12 - 11:19 Uhr

;-) ich besorge mir einen mp3 player..

Beitrag von jazzbassist - 14.01.12 - 11:53 Uhr

Also was ich richtig finde, ist, dass ein Kind für sein Kinderzimmer selbst verantwortlich ist, und, wenn das halt beim gemeinsamen Spielen unordentlich wird, da entweder mit dem anderen Jungen wieder Ordnung schafft, darauf achtet, dass diese Unordnung gar nicht erst entsteht oder das Chaos dann am Abend alleine in Ordnung bringen muss.

Was ich falsch finde, ist, daraus danach auch noch ein Machtspiel zu machen: Und am nächsten Tag blockiere ich den Besuch auch noch (warum, Sie soll doch lernen, dass das Zimmer nach so einem Besuch wieder aufgeräumt ist - dafür brauch sie aber Besuch!) und dann bekommst du auch noch Stubenarrest. Ich halte das für absolut ungerecht und kann die Reaktion Ihrer Tochter (sie heult und knallt ihnen freche Antworten ins Gesicht) absolut gut nachvollziehen.

Ich finde die logische Konsequenz … dass das Zimmer hier halt wieder aufgeräumt werden muss … für viel sinnvoller, und, da bedarf es dann m.E. keiner weiteren Handlung. Die Regel sollte hier sein: Das Kinderzimmer ist spätestens am Abend, wenn Bettzeit ist, wieder aufgeräumt; wann und wie bleibt ihrer Tochter überlassen.

Falls sie feststellen, dass Ihre Tochter damit alleine noch überfordert ist (bei dem Jungen »Halt« zu sagen oder das Zimmer danach alleine wieder aufzuräumen), sollten Sie ihr dabei unbedingt helfen. Entweder, in dem Sie hinterher mit Ihrer Tochter gemeinsam aufräumen, oder, wenn die beiden zusammen spielen, die Ordnung da selbst anleiten: »Wenn ihr jetzt Karten spielen wollt, räumt erst das Monopoly-Spiel wieder in den Schrank - respektive - dann (wie karna.dalilah geschrieben hat) einfach 5 Minuten vor Spielschluss Anleiten und Beaufsichtigen.

Generell finde ich aber - so ganz im allgemeinen: Die Reaktion Ihrer Tochter alleine sollte Ihnen doch eigentlich zeigen, dass da irgendetwas an Ihrer Reaktion eher nur "suboptimal" war, oder? Sie finden es doch nicht normal, dass Ihre Tochter da heult wie eine Boje und Ihnen freche Antworten ins Gesicht knallt, oder?

Beitrag von susanne85 - 14.01.12 - 20:33 Uhr

hallo

danke erstmal für die antwort

ich nehme mir das zu herzen und werde darüber nach denken

das geheule hat während dem aufräumen und der verweigerung stattgefunden.. nachdem sie das verbot bekommen hatte ging es plötzlich und sie war ruhig.

nur das schlechte gewissen bei mir blieb

Beitrag von marion2 - 14.01.12 - 12:10 Uhr

Hallo,

welche Sanktionen darf der Besucher erwarten?

Er hat sicher auch einen Teil dazu beigetragen.

Gruß

Beitrag von widowwadman - 14.01.12 - 19:36 Uhr

Na, dass er nicht mehr kommen darf

Beitrag von susanne85 - 14.01.12 - 20:34 Uhr

hallo

die beiden wechseln sich ab täglich... und sie haben ausgmacht das jeder sein eigenes zimmer aufräumt...

ich denke das ganze ist aber nicht so optimal

Beitrag von zahnweh - 15.01.12 - 12:45 Uhr

Hallo,

das könnte unter Umständen ein schlechter Handel sein.

Je nachdem wie es bei dem anderen Kind ist.
- ist seine Mutter sehr streng und penibel, ist es vielleicht durchaus sinnvoll, da er sie schon kennt und weiß worauf er achten muss

- geht es ihm so, wie deiner Tochter, wäre der Handel ok, da ausgeglichen

- hat er zu Hause Hilfe oder weiß "im Zweifel macht es Mama, wenn ich schlafe", wäre das für eure Tochter ein schlechter Handel :-p

(deswegen haben wir Eltern uns mal unterhalten und darauf geeinigt, dass bei jedem Spielbesuch, egal wo, alle mitanpacken. Die Kinder mit den Sachen, die jeweiligen Eltern mit verbalem Leiten ... so wissen auch die Besucherkinder wo was wieder hinkommt)

Beitrag von kathrincat - 14.01.12 - 13:59 Uhr

wieso muss sie alleine aufräume, der besuch macht doch mit unordung!? schon bei meiner 4 jährigen räumt der besuch mit auf, war schon immer so.

Beitrag von susanne85 - 14.01.12 - 20:35 Uhr

hallo

sie hatten ausgemacht, jeder macht es hinterher alleine

aber ich denke du hast recht, sie sollten es gemeinsam machen

Beitrag von kathrincat - 15.01.12 - 09:23 Uhr

also so finde ich wie ihr es jetzt habt, macht das gastkind immer eine menge unordung, es muss ja nicht aufräumen.

Beitrag von ina_bunny - 14.01.12 - 14:26 Uhr

Bei uns darf der Besuch erst wieder gehen wenn das Zimmer aufgeräumt ist.

Stubenarrest??? #schock Damit bestrafst du dich doch selbst...

LG Ina

Beitrag von susanne85 - 14.01.12 - 20:36 Uhr

hallo

es war das erste mal das ich sowas verhängt habe...

der junge ist nicht wirklich in der lage aufzuräumen, da er geistig in dem fall noch nicht so weit ist.. deshalb haben die beiden abgemacht, jeder macht sein einiges zimmer alleine nach dem besuch

danke für deine antwort

Beitrag von matsel - 14.01.12 - 15:09 Uhr

bei uns wird generell mit allen beucherkindern zusammen aufgeräumt. 1. weil ich selber keine lust habe alleine hinter den kindern aufzuräumen. 2. weil es mir selber unangenehm ist, wenn ich zu besuch bin, die anderen mütter im chaos zurück zu lassen. 3. weil ich es zu viel finde, nch extensivem spiel u dem dazugehörigen chaos, den kindern das aufräumen alleine zu überlassen. das erzeugt frust. deshalb helfen bei uns alle mit - besuchermuttis, besucherkinder und in 5 minuten iost alles wieder supi.
lg

Beitrag von susanne85 - 14.01.12 - 20:37 Uhr

hallo

ich teste morgen beim nächsten besuch mal dies

leider ist der junge nicht wirklich in der lage aufzuräumen, da er geistig gehandicapt ist..

deshalb hatte die mutter vom kind ausgemacht, sie besuchen sich gegenseitig
und jeder räumt das eigene chaos auf

Beitrag von matsel - 14.01.12 - 20:58 Uhr

mh, komm halt nicht mit dem holzhammer. sondern eher unter dem motto: ach kommt, ich hab unten noch ne kleine sache für euch vorbereitet (gummibärchen, was leckeres zu trinken, oä.) und wir räumen vorher mal noch ein bissel was auf. und mach mit und gib klare ansagen. "junge" nimm die zwei bücher und stelle sie dort ins regal. "mädchen" nimm die fillypferde und lege alle in die kiste....etc pp
vielleicht klappts ja wenigstens ein bissel, dann gib dich damit zufrieden und freu dich und laß die kinder dran teilhaben.
lg

Beitrag von sunflower.1976 - 14.01.12 - 18:32 Uhr

Hallo!

Wir machen es so, dass die Kinder kurz vor der Abholzeit gemeinsam aufräumen - jedenfalls das "Gröbste". Wenn zwei Kinder Chaos machen, erwarte ich nicht von meinem Sohn, dass er das alleine wieder aufräumt. Ein bißchen helfe ich dann auch immer mit.
Ich finde, wenn Kinder spielen, ist es okay, wenn sie mal Chaos verbreiten. Aber es muss hinterher auch wieder eingermaßen verschwinden.
Liegt nur ein bißchen Zeig rum, räume ich das hinterher mit meinem Sohn gemeinsam weg. Bisher lief das so prima.

Aber wenn ich von meinem Sohn erwarten würde, dass er alleine alles wieder wegräumt (z.B. wenn die Kinder eine Höhle gebaut haben o.ä.), würde er auch abblocken. Wenn ich es nicht geregelt bekomme, dass alle beteiligten Kinder gemeinsam aufräumen, kann ich dafür meinen Sohn kaum bestrafen ;-)

LG Silvia

Beitrag von susanne85 - 14.01.12 - 20:39 Uhr

hallo

die beiden haben abgemacht, das sie sich abwechselnd besuchen, und jeder danach alleine aufräumt.

der junge ist nicht wirklich in der lage aufzuräumen und wäre ihr keine große hilfe, deshalb haben wir uns drauf eingelassen, scheinbar ist das nicht so optimal

Beitrag von sunflower.1976 - 15.01.12 - 11:17 Uhr

Hallo!

Wenn viel Kram herumliegt, z.B. nach einem Spielbesuch, ist mein großer Sohn (6,5 Jahre) überfordert damit. Ich helfe ihm dann lieber beim Aufräumen. So klappt es prima.

Selbst wenn der Freund Deiner Tochter eher wenig in der Lage ist, mit aufzuräumen, geht es aus meiner Sicht eher um die "Geste".

Wenn das abgesprochene System nicht klappt, würde ich eher eine andere Regelung bzgl. des Aufräumens suchen. Das können Kinder noch nicht immer alleine sondern brauchen dafür die Unterstützung der Eltern. Besprich mit beiden Kindern gemeinsam, wie es in Zukunft gehandhabt werden soll.

Das wäre mir selber lieber, als mit Sanktionen zu drohen für etwas, womit mein Kind alleine überfordert ist.

LG Silvia

Beitrag von peppina79 - 14.01.12 - 20:20 Uhr

Chaos im Zimmer ist doch völlig normal. Ich würde beide mit auf räumen lassen. Also alleine aufräumen klappt bei uns nicht so gut, irgendwie ist ihr das wohl ein wenig zu viel. Aber wenn ich ihr sage, was sie wegräumen kann weiß sie sogar wo es hin kommt. Meine Große hat auch meist keine Lust aufzuräumen, aber man kann daraus auch ein lustiges Spiel machen. Wer kann am schnellsten dies und das dort hin packen? Oder eine kleine Belohnung springen lassen. Wenn ihr fertig seid, dann lese ich euch noch was vor oder spielen am Ende was gemeinsam.

Beitrag von susanne85 - 14.01.12 - 20:44 Uhr

hallo

ich wollte mich bei euch mal bedanken für die tipps und anregungen wie es bei euch läuft!

einiges werde ich mit sicherheit morgen mit ins gespräch morgen nehmen mit meiner tochter und mit den kids in der letzten viertel stunde mal versuchen aufzuräumen

mir tut meine reaktion inzwischen leid, aber ihr wisst aus fehlern lernt man und ich nehme mir das ganze hier zu herzen.

danke euch

Beitrag von zahnweh - 15.01.12 - 12:39 Uhr

Hallo,

dass es nach Besucherkinder bombiger aussieht als ohne Besucherkinder ist hier auch so. Und wenn meine wo zu Besuch ist auch und bei Freunden mit Kinderfreunden zu Besuch auch.

Vorwarnen ok.

ABER, ich finde es unfair, wenn das Kind ALLEINE aufräumen muss. Das Besucherkind war ja auch beteiligt. :-p
Dann lieber BEIDEN Kindern sagen, dass du ihnen eine halbe Stunde vor dem Heimgehen bescheid sagst und alle zusammen aufräumen!

Hauptanteil natürlich die Kinder, aber ich als Erwachsene bleibe dabei bzw. habe einen Blick drauf. Grade wenn es bombiger aussieht, ist meine (4,5 Jahre) noch etwas überfordert. Also deligiere ich mit.

A, du räumst bitte alle Bücher ins Regal
B, du sammelst alle Legoteile ein und wirfst sie in diese Kiste

Das klappt meist ganz gut. Auch bei ihren Freunden wird das so gemacht.

Und noch eine kleine Vereinbarung unter uns Eltern bzw. mit unseren Kindern. Manche Sachen wandern während des Besuchs ins Schlafzimmer. Z.B. Puzzle oder Gesellschaftsspiele, letztere gibt es auf Nachfrage. Die Lieblingspuppe ruht sie auch im Schlafzimmer aus. Das entschärft oft schon im Voraus.

Den Besuch vom nächsten Tag hätte ich nicht einfach so gestrichen.
Damit würd ich mich selbst bestrafen und meine eine (wie ich damals auch) würde sehr wahrscheinlich erst recht alles aus den Schränken werfen um ihrer Wut über diese Ungerechtigkeit Luft zu machen :-p
Resignieren würde sie dann schon mit der Zeit, aber es gäbe erst mal neuen Explosionsstoff zwischen uns.

Eben weil BEIDE Kinder Chaos geschaffen haben und nur EIN Kind aufräumen muss, weil es das Zimmer ist.
Bei einer Freundin von mir war auch so. Sie beschloss dann von sich aus, dass sie (bis zur Pubertät) nie wieder Kinder einladen wollte und nur noch zu anderen Kindern wollte. Da musste sie zwar mitaufräumen, aber nicht mehr alles alleine machen.
Jeder andere Kinderbesuch außer am Kindergeburtstag wurde von ihr an der Tür angegiftet und heim geschickt.

Beitrag von rosaminni - 20.01.12 - 19:53 Uhr

Ich halte es für sinnvoller eine angenehme Konsequenz in Aussicht zu stellen, als mit Strafe zu drohen! Strafe ist leider mehr kontraproduktiv!

Also zum Beispiel so:

Ich kann verstehen, dass ihr das Zimmer ungern aufräumt. Ich mache euch daher einen Vorschlag. Ihr räumt das Zimmer am Ende eurer Spielzeit auf und dein Freund kann beim nächsten mal eine halbe Stunde länger bei uns bleiben oder er darf bei einer Aktivität unserer Familie teilnehmen usw.

Der Vorteil ist, dass sie auf die destruktiven Verhaltensweisen, die auf die Strafe folgen nicht zeigen wird. Und die Spanne der Anreize viel größer ist als die Anzahl der möglichen Strafen.