Total sauer: ERST Scheidungsrecht ändern, DANN für Kinderbetreuungsplätze sorgen

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Beitrag von anna_lucas - 14.01.12 - 21:29 Uhr

Hallo,

muss mich mal auskotzen. Das das Scheidungsrecht geändert wurde wisst ihr ja alle. Ab dem Kinder einer Ehe ca. 3 Jahre alt sind haben Frauen wieder größtenteils selbst für ihr Einkommen zu sorgen. Finde ich auch gut so, ABER...

WARUM zum Geier gibt es dann noch nicht genug gute Kinderbetreuungsmöglichkeiten die die Frauen auch arbeiten lassen würden???

Ich, fertig studiert, im Besitz von Arbeitserfahrung, Anfang 30, verheiratet, 3 Kinder -2/4/7 Jahre alt- und würde sehr sehr gerne wieder Arbeiten. Habe aber sehr große Probleme mit meinen Qualifikationen einen Teilzeitjob zu bekommen. Für alles was es so Teilzeit gibt bin ich überqualifiziert und es würde mich auch nicht fordern und mir Spaß machen, und alles was Vollzeit ist ist nicht möglich wegen den limitierten Kiga-Öffnungszeiten. Sollte ich dann pro Tag nochmal eine Tagesmutter für mindestens 3 Stunden für drei Kinder benötigen, würde bald schon fast alles Geld für die Betreuung der Kinder draufgehen!

Zumal man in der tollen Steuerklasse 5, die nochmal schön arbeitenden verheirateten Frauen eins auf den Deckel gibt noch mehr weggeht!!!

Zur Info: Unsere Kita hat Mo-Fr von 7.00-15.00 geöffnet. Wenn man dann noch 30 Minuten Anfahrt zum Arbeitsplatz hat, und natürlich auch noch 30 Minuten zurück --- wie zum Geier soll man da Vollzeit arbeiten können????!!!

Auf dem Arbeitsamt, wo ich zwecks Lösung des Problems war, erzählte mir eine nette alte dickliche Tante: "Ich glaube Sie haben sich halt entschieden!" (Für Kinderbetreuung!!!)
NEIN, ich habe mich nicht entschieden, und ich weigere mich auch das alles einfach so hinzunehmen!! Ich fordere ein Umdenken der Politik, eine klare Linie, kein Hü (Scheidungsrecht) hier und Hott (keine Kinderbetreeungsplätze) dort!!

Ich wünsche mir von der Politik eine klare Linie - Wahlmöglichkeiten!!! - andere Steuerklasse(n) für arbeitende verheiratete Frauen und verbesserte Kindergartenöffnungszeiten!! Ganztagsschulen!!

Dankeschön fürs Auskotzen lassen.

Es wundert mich übrigens auch schon lange das diese Umstände andere Frauen anscheinend so überhaupt nicht stört.

MfG

Beitrag von miau2 - 14.01.12 - 22:26 Uhr

Hi, ist dir eigentlich klar, dass dich niemand zur Steuerklasse 5 zwingen kann? Warum lässt du dich denn darauf ein, wenn offenbar (schon? Schon immer? ) getrennt gerechnet wird bei Euch...Sorry, in dem Punkt hat Frau irgendwie doch selbst Schuld. Klasse 5 war für die Hausfrauenehe gedacht, aber nicht für gut ausgebildete Vollzeit arbeitende Frauen...

Viele Grüße

Miau2

Beitrag von anna_lucas - 14.01.12 - 22:40 Uhr

Kannst Du mir sagen welche Steuerklasse denn dann in meinem Fall am besten wäre und warum? 4?!

Zahlt man auch nicht wenig, nach den Informationen die ich habe, aber ich kann mich ja auch täuschen?!

Abgesehen davon löst das nicht das allgemeine Grundproblem, um das es mir in meinem Beitrag ging, also nebst Steuerklasse auch Scheidungsrecht, Kinderbetreuung, Ganztagsschulen.

Lustig, wie Politiker immer mit großen Augen verwundert schauen das Akademikerinnen keine Kinder bekommen. Wiesu denn blus???!!! Arrrrrgh

Beitrag von miau2 - 15.01.12 - 11:29 Uhr

Moin, ich kann dir nicht sagen, welche der vielen möglichen Optionen für dich die beste ist. Ich kenne weder deine Daten, noch bin ich Steuerberater.

Ich habe die 5. Aber sicher nicht, weil ich auf eine Scheidung zuarbeite.

Klar kenne ich dein Grundproblem. Ich habe gerade fast ein Jahr Jobsuche hinter mir. So richtig Teilzeit gibts halt in meinem alten Beruf nicht. Jetzt mache ich was anderes. Und dir Arbeitszeit ist ein Kompromiss aus meinem Wunsch nach 20-25 Stunden und dem des Ag nach Vollzeit. Ich arbeite jetzt 30 Stunden und habe meinen AG überzeugen können. Gefunden übrigens durch Vitamin B. Wie ein großer Teil der Stellen heute.

In Klasse 4 zahlt man auch nicht wenig, je höher das Einkommen, desto höher der Anteil. Nur gibst du bei 5 schon gleich deinen Freibetrag ab. Natürlich wirkt sich das aus, und bei getrennten Kassen solltest du das nicht verschenken. Abgesehen davon, dass die Betreuungskosten auch nicht nur deine Sache sind bei gemeinsamen Kindern.

Gibt es bei Euch keine Betrwuungszuschüsse? Hier zählt unabhängig von Einkommen das 2. Kind in Betreuung nur die Hälfte, das dritte gar nichts (gilt natürlich nicht für private Einrichtungen).

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von rosaundblau - 15.01.12 - 10:11 Uhr

Guten Morgen!

Ein Steuerberater kann die für Euch günstigste Steuerklasse ermitteln! Abgesehen davon steht es Dir frei die Steuerklasse 4 zu wählen, so bleibt Dir netto mehr im Monat von Deinem Gehalt.

Seit dem unser Sohn 2 Jahre alt ist gehe ich wieder ganztägig arbeiten. Habe mich auch nie gescheut -viel- Geld für eine GUTE Kinderbetreuung zu bezahlen. Habe es immer als Investition in meine berufliche Zukunft gesehen. Je älter das Kind wird, desto günstiger wird die Kinderbetreuung, mein Gehalt ist aber stetig gestiegen.

Grundsätzlich würde ich eine besser ausgebaute Kinderbetreuung begrüßen, finde es aber auch nicht verwerflich, dass sich Eltern selber um die Betreuung ihres Nachwuchses kümmern/finanzieren.

Für mich/uns hat es sich gelohnt und ich würde es wieder so machen!

vg Rosaundblau

Beitrag von anna_lucas - 15.01.12 - 17:55 Uhr

Hallo!

Ja, Du hast ein (!) Kind. Mit einem Kind konnte ich damals auch noch prima arbeiten und mir die teuerste (und beste) Kinderbetreuung leisten.

Darf ich fragen warum Du keine drei Kinder hast? Würdest Du alles mit drei Kindern auch immer noch super gewuppt bekommen?! Wie? Oder bist Du -wieder mal- das beste Beispiel dafür das Akademiker nur ein (oder kein) Kind bekommen?

Sorry, ich will echt nicht gemein sein und meinen Frust an Dir ablassen, denn Du kannst natürlich nichts für meine momentane Situation.

Viele Grüße

Beitrag von wasteline - 15.01.12 - 18:55 Uhr

Ich habe drei mittlerweile erwachsene Kinder und habe immer Vollzeit gearbeitet. Mein Mann und ich sind Akademiker, selbständig und haben die Kinderbetreuung über viele Jahre mit Au- Pairs geregelt. Vielleicht ist das auch eine Lösung für Dein Problem.

Beitrag von anna_lucas - 16.01.12 - 01:17 Uhr

Hi,

danke für Deine Antwort. Du bist bisher die Einzige, die als Akademikerin drei Kinder hat(te) und Vollzeit gearbeitet hat. Ich wünschte ich würde mehr Leute wie Dich kennen, die so etwas durch haben, dann könnte man sich mal austauschen oder Tipps geben.

Leider bin ich ein Papagei in der Arktis (zumindest fühle ich mich so).

Ich werde ein Au pair in Betracht ziehen. Problem ist, ich würde einen Mann bevorzugen, er eine Frau ;-)

Viele Grüße

Beitrag von louloudaki - 16.01.12 - 13:50 Uhr

Also ich passe nicht exakt ins Bild, aber vielleicht reicht es zum diskutieren/als Anregung:

Bin Akademikerin, arbeite Vollzeit, habe zwei Betreuungsplätze + Kinderfrau, die zweimal die Woche abholt. Bei mir hat es geklappt, weil ich jeweils in der 10. Schwangerschaftswoche angefangen habe, einen Krippenplatz zu suchen, und jeweils nach 6 Monaten zu Hause wieder voll eingestiegen bin. Bei meinem Sohn hatte ich 4 Monate Wartezeit, die ich mit der Kinderfrau überbrückt habe. Die horrenden Kosten habe ich, wie schon meine Vorrednerin, als Investition in die Zukunft "verbucht"..., allerdings hatte und habe ich bei der Betreuung finanzielle Zuschüsse vom Arbeitgeber.
Mein Mann und ich haben jeweils Steuerklasse 4, da wir beide Vollzeit arbeiten.
Meine Erfahrung: wie man es dreht und wendet, es hat alles seinen Preis:

1 Jahr Elternzeit und Teilzeit beim Wiedereinstieg = Ende der Karriere, Steuerklasse 5 + Abhängigkeit vom Haupternährer.

Schneller Wiedereinstieg + Vollzeit = 10 Stunden Fremdbetreuung + kaum Freizeit zum Auftanken

Mein Ideal wären zwei Teilzeit-Jobs der Eltern, wenn man sich das leisten kann - für uns in München leider undenkbar...

LG,
Loulou

Beitrag von wasteline - 16.01.12 - 15:41 Uhr

" Problem ist, ich würde einen Mann bevorzugen, er eine Frau ;-)"

Das Problem müsst Ihr ausboxen;-)

Beitrag von manavgat - 16.01.12 - 18:30 Uhr

Dann nehmt eine Au-Pair Omi oder Opi.

Gibt es nämlich auch und minimiert die Risiken...

Gruß

Manavgat

Beitrag von anna_lucas - 16.01.12 - 20:00 Uhr

Was das gibt es? Cool! Da werde ich mich mal informieren!

Beitrag von rosaundblau - 15.01.12 - 20:40 Uhr

Hallo!

Du darfst fragen! Wir wollten immer zwei oder mehr Kinder, eine sehr unschöne Schwangerschaft mit folgender traumatischen Geburt hat mir (und meinem Mann) viele Jahre regelrecht Angst vor einer erneuten Schwangerschaft gemacht. Diese Angst ist seit geraumer Zeit verflogen/verdrängt, aber nun ist unser Sohn einfach schon zu alt (er wird 9), einen so großen Altersunterschied können wir uns nicht vorstellen.

Vor fünf Jahren war ich auch noch der Meinung meinen Job mit mehr als einem Kind nicht zu schaffen. Heute sehe ich das anders, was einfach an sehr viel mehr Routine im Arbeits- und Familienalltag liegt.

Wir würden uns auch für ein zweites oder drittes Kind eine entsprechende Kinderbetreuung leisten. Klar ist, am Ende bleibt deutlich weniger freiverfügbares Nettoeinkommen hängen. Ggf. müsste an Versicherungen, Spareinlagen, Urlaub und Freizeitgestaltung gespart werden. Das ist der Preis den man zahlt, wenn man sich für Kinder entscheidet. Aber es handelt sich um eine endliche Zeit.

Die Kinderbetreuungskosten sind mit steigendem Alter gesunken, während sich Gehalt meist nach oben entwickelt. Bei einem wie auch bei mehreren Kindern!

Wir haben es allerdings auch nie so gesehen, dass diese Kosten quasi von meinem Netto in Abzug gebracht werden müssen. Mein Mann ist genau so für die Kinderbetreuung zuständig wie ich. Unser Einkommen bezeichnen wir als Familieneinkommen und das ist trotz Kinderbetreuung gestiegen. Und das in Steuerklasse 5. Wir setzen die Kinderbetreuungskosten jedes Jahr bei der Steuererklärung an und haben auch bisher Erstattungen erhalten.

vg Rosaundblau

Beitrag von anna_lucas - 16.01.12 - 00:09 Uhr

Dankeschön für Deine ausführliche und nette Antwort.

Beitrag von fienchen1101 - 15.01.12 - 23:48 Uhr

Hallo,

<<<Ja, Du hast ein (!) Kind. Mit einem Kind konnte ich damals auch noch prima arbeiten und mir die teuerste (und beste) Kinderbetreuung leisten.
<<<

<<<Sorry, ich will echt nicht gemein sein und meinen Frust an Dir ablassen, denn Du kannst natürlich nichts für meine momentane Situation.<<<

Eben, du bist ganz allein für deine Situation verantwortlich. Man überlegt sich doch vorher, wie man es mit mehreren Kindern gewuppt bekommt. Ist doch logisch, dass mein ein Kind gut betreut bekommt und dass es bei 3 Kindern dann schon schwierig wird.

Gruß

Fienchen

Beitrag von anna_lucas - 16.01.12 - 00:07 Uhr

Ja, und genau das ist der Grund dafür das gebildete Leute keine oder seeeehr wenige Kinder bekommen. Ist das gut so?

Beitrag von juliz85 - 15.01.12 - 13:42 Uhr

Hallo!
Mit Steuerklassen kenne ich mich nicht aus, aber in den anderen Dingen gebe ich dir Recht!
Ich bin nicht verheiratet, lebe aber mit meinem Partner zusammen.

Wenn unsere Kita hier nicht bis 18 Uhr offen hätte, würde ich meinen Job nicht mehr ausüben können bzw sehr sehr eingeschränkt. Meine Kernarbeitszeiten sind von 9 bis mindestens 18 Uhr, eher 20 Uhr. Dazu kommen je 50 Minuten Fahrt. Wäre ich alleinerziehend oder hätte Kita-Öffnungszeiten wie du, könnte ich zuhause bleiben!
Selber für Betreuung sorgen ist ja schön und gut, allerdings hat nicht jeder Oma, Opa und Co in der Nähe.

Ich bin auch der Meinung, das hier auf jeden Fall Handlungsbedarf besteht.
lg Julia

Beitrag von miau2 - 15.01.12 - 15:46 Uhr

Hi,
warum ist der Gesetzgeber schuld, dass es keine KiTa-Plätze gibt, die Kernarbeitszeiten erlauben, die GEGEN das Arbeitsrecht verstoßen?

Eine Kernarbeitszeit von 11 Stunden täglich verstößt gegen das Arbeitsrecht. Selbst mit einer Stunde Pause dürfte das nicht das Normale, sondern nur eine Ausnahme sein (die durch weniger Arbeit an anderen Tagen kompensiert werden müsste). Und ich persönlich finde für Ausnahmen immer eine Lösung - so lange es eben nicht der Normalzustand ist.

Ich kann den Ausgangspost verstehen, ich kann verstehen, dass es auch mit den 45 Stunden Betreuung, die unsere KiGä bieten schwer wird 40 STunden zu arbeiten - aber irgendwo ist für mich die Grenze der Kritik erreicht.

Viele Grüße
miau2

Beitrag von juliz85 - 15.01.12 - 16:33 Uhr

Hallo!
Ich meinte nicht, dass ich täglich von neun bis 20 Uhr arbeite, sondern dass sich meine Arbeitszeit in dem Rahmen bewegt. Eine elfstündige Betreuung würde ich sowieso keinem Kind zumuten!
lg

Beitrag von juliz85 - 15.01.12 - 16:36 Uhr

ok, ich habe "Kernarbeitszeit" für mich falsch interpretiert. Ich meinte, ich muss meinem AG für diesen Zeitraum zur Verfügung stehen, also, es muss zumindest möglich sein, dass ich in der Zeit arbeiten kann, also er mich zwischen 9 und 20 Uhr einsetzen kann.

Beitrag von miau2 - 15.01.12 - 18:54 Uhr

Dann ist es mir klar. Bei mir ist die Kernzeit die Zeit, wo ich da sein muss.

Beitrag von juliz85 - 15.01.12 - 19:18 Uhr

ja, da hast du auch Recht. So ist das definiert :-) nur bei mir im Kof nicht.
lg

Beitrag von 54321 - 15.01.12 - 16:48 Uhr

Hallo,

auch ich habe drei Kinder und möchte arbeiten, wenn meine Kleine in den Kindergarten geht, aber ich kann deine Kritik nicht ganz verstehen, denn

1. ist die Wahl der Steuerklassen eine Vereinbarung zwischen Ehepartnern

(http://www.igfd.org/?q=steuerklassen)

2. habe ich nciht verstanden, ob du schon geschieden bist oder nicht oder darauf zusteuerst?

3. Gibt es (zumindest hier) bessere KIta-Öffnungszeiten. Ganztagsschulen gibt es hier auch.

4. Weiß man das alles, bevor man Kinder bekommt und kann damit planen ohne dass man Wutanfälle bekommt. So kann z.B. ja auch der Mann die Kinder (teil-)betreuen, damit die Kinder nicht nur Fremdbetreuung genießen können.

5. Sind Kinder oftmals auch ganz froh, wenn sie nciht nur woanders betreut sind.

LG 54321 (auch studiert, sogar doppelt)

Beitrag von anna_lucas - 15.01.12 - 18:01 Uhr

Hi,

1. Steuerberater kosten auch nochmal extra Geld. Ich bin mir nicht sicher ob sich dieser auszahlt, also ob er sich rechnet.

2. Ich bin verheiratetet, habe auch nicht vor mich scheiden zu lassen. Es geht mir ums Prinzip hier.

3. Super, freut mich für Dich.

4. Mein Mann arbeitet selbständig bzw. in einer Führungsposition. Nein, er kann definitiv nicht wie Kinderbetreuung leisten, und ich finde das auch völlig verständlich.

5. Soll heißen? Das Mama lieber auf berufliche Perspektiven verzichten sollte? Nee... Ich glaube, lieber eine zufriedene Mutter und fremdbetreute Kinder als eine die unglücklich zu Hause versauert und die Kinder das merken. Meine Meinung.

Viele Grüße

Beitrag von 54321 - 18.01.12 - 19:35 Uhr

Hallo,

ich meine nicht, dass "Mama auf berufliche Perspektiven verzichten sollte", sondern, dass sich das Ehepaar vor der Kinderplanung auch mit der Betreuung auseinandersetzen sollte. Kinder von früh bis spät fremdbetreuen zu lassen ist für Kleinkinder extrem anstrengend und nur weil die Eltern unbedingt meinen, sich beide selbstverwirklichen zu müssen und nicht einer (oder beide teilweise) die Berufstätigkeit für wenige Jahre hintenanstellen kann.

(Immer ausgenommen, es muss aus finanziellen Gründen so sein.)

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Eltern dann doch tatsächlich noch der Meinung sind, sie erziehen die Kinder. Wie meine Schwägerin, die ihr 3-jähriges Kind von 7:30 bis 16:00 in der Kita und dann von der Kinderfrau bis 19:00 Uhr betreuen lässt, damit sie arbeiten kann. Sie sei nicht so der Muttertyp. Aber immer wieder erzählt sie mir, wie genau sie ihr Kind ja kenne und wie sie es erzieht (blabla). Da denke ich mir immer wieder: Wann erziehst du dein Kind denn? Wann siehst du es denn? Und: wenn du nicht so der Muttertyp bist, warum hast du dann ein (Wunsch-)Kind bekommen?

Nichts desto trotz, kann ich deinen Ärger verstehen, denn mich ärgert z.B. auch, dass Kindererziehungszeiten nur so wenige Jahre auf die Rente angerechnet werde. Da wäre mal Handlungsbedarf!

VG 54321