Hallo ihr Lieben,
ich hatte am 22.12. eine AS in der 12.SSW und bis jetzt war ich zu hause, war noch krank geschrieben. Ab morgen gehe ich wieder arbeiten und bin schon nervös auf die Reaktionen meiner kollegen, der Eltern (arbeite in einer krippe und alle wissen von der Schwangerschaft, weil ich ab januar ins BV sollte)...
Mein Freund ist nicht bei mir, seine Mutter ist gestorben und er ist bis ende Januar bei seiner Familie im Ausland, und so versuche ich mich allein wieder "in den Alltag" zurück zu wurschteln.... Kann es mir gar nicht vorstellen, einfach wieder auf arbeit gehen, alles ganz normal...
Wir haben uns so auf unser baby und das Familienleben gefreut und nun müssen wir irgendwie klarkommen. Wir habt ihr das geschafft?
Wir wollten in eine größere wohnung ziehen, haben das im ersten schock auf eis gelegt und nun habe ich diese woche eine traumwohnung entdeckt. und wir ziehen, wenn alles klappt, im april nun doch um!! Entgegen manch komischen Meinungen (braucht doch nur ne zweiraumwohnung jetzt...). Wir freuen uns schon, denn wir können beide nicht einfach weiterleben wie bisher als wäre nie etwas gewesen. Uns ist so bewusst geworden, dass wir beide uns so sehr nach einem Familienleben sehnen. Eine neue wohnung ist schonmal ein schritt nach vorn, unsere erste gemeinsame wohnung (mein freund ist bisher in meine mini-2-raum-wohnung eingezogen)!!!
Wie kommt ihr im alltag klar? Ich habe bisher manchmal schon ganz gute tage (die nächte sind hart, weil ich ja gerade noch allein schlafen muss, weil mein schatz so weit weg ist), da denke ich, wir schaffen das. und dann ists wie gestern, da denke ich, es geht nicht, ich halte das nicht aus, warum... manchmal denke ich plötzlich, in welcher woche ich jetzt wäre...
wie weitermachen nach Fehlgeburt...
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Beitrag von anjhei - 15.01.12 - 15:52 Uhr
Beitrag von ramona88 - 15.01.12 - 17:34 Uhr
oh den satz : in welcher woche ich nun wäre, stell ich mir fast jeden tag :(
ersteinmal tut es mir leid was dir passiert ist :(
ich musste das alles im Okt. mitmachen, aber ohne AS.
tja wie bin ich zurück ins leben?mit viel weinen und diese frage WARUM??
mein baby wäre im mai geboren, das wird ein scheiss monat für mich werden!
mir geht es zwar heute besser, aber vergessen kann man das alles nicht, die schmerzen sind und bleiben da,man lernt nur besser damit klar zu kommen.
die ersten wochen war ich in einem tiefen loch. hab mich aber an den positiven dingen hochgezogen!
nun sind wir im ersten ÜZ nach der FG. bin echt nervös und habe große angst, denn ich will das NIE mehr erleben müssen!
ich kann dir nur raten, seh diese neue wohnung als neuen schritt für dich.
versuche mit der FG abzuschliesen. versuch irgendwie abschied zu nehmen. einen brief schreiben. oder sowas. das kann sehr helfen!
wenn du reden magst, kannst du dich gerne bei mir melden.
ich wünsche dir alles alles gute.

für unsre beiden engel
Beitrag von anjhei - 15.01.12 - 18:19 Uhr
Tut mir leid, dass du auch diese erfahrung machen musstest.
Ich sehe den Start morgen wieder zurück in die Arbeit schonmal als ersten schritt nach vorn, war jetzt 6 wochen zu hause (anfangs wegen schwangerschaftserbrechen und nun wegen den sternchen...). Habe schon angst, gerade weil es eben eine krippe ist und ich dann von kleinen kindern, schwangeren etc. umgeben bin. Aber ich liebe meine Arbeit mit den kindern und ich hoffe, es macht mir wieder genauso spaß!! Die kleinen geben einem ja auch viel zurück...
Und die neue wohnung ist mein zeichen für ein "neues Leben". Ich kann und will einfach nicht einfach genauso weitermachen wie bisher. Das käme mir falsch vor, so als wäre ich nie schwanger gewesen, als würde es unsere zwei sternchen nicht geben...
Ich freue mich auch, dass es nun nur noch 2 wochen sind, bis mein freund endlich wieder da ist. Ich möchte mich einfach in seine arme kuscheln und gemeinsam traurig sein, aber auch gemeinsam nach vorn schauen.
Beitrag von anjhei - 15.01.12 - 18:21 Uhr
Ich wünsche uns, dass wir weiter nach vorn schauen können und vielleicht ganz bald durch die gegend kugeln
Auch wenn da die angst wahrscheinlich eine große rolle spielen wird...
Beitrag von ramona88 - 16.01.12 - 08:17 Uhr
das werden wir, ganz bestimmt
Beitrag von mauts - 15.01.12 - 20:33 Uhr
Hallo,
ich kenne deine Gefühle, leider hatte ich am 22.12 auch eine Fehlgeburt, oder wie man das nennen möchte. Mit Ausscharbung am 23. in der 13. SSW. es wäre auch unser erstes Kind gewesen.
Und ich bin seit einer Woche wieder am arbeiten.
Ich arbeite als Sonderschulllehrerin und musste das leider in der Schule auch vorher schon sagen und meine Kinder wussten das auch. Ich hatte vor der FG schon ein Beschäftigungsverbot von 5 Wochen.
Und ich hatte echt großen Respekt vor dem ersten Tag nach 7 Wochen abstinenz in der Schule. Ich musste leider auch allen erklären was los ist und mein Schüler mit geistiger Behinderung fragten immer wieder nach, aber auch denen kann man es erklären und sie merken wenn es einem nicht so gut geht. An Anfang dachte ich ich könnte es einmal erklären und dann würden die Schüler es verstehen, dem war nciht so, ich hatte eine Schülerin, die immer wieder nachgefragt hat. Und auch nach 3 Tagen mir keine Ruhe gelassen hat. Am 4ten Tag hab ich ihr gesagt, dass sie mich nicht weiter darauf ansprechen soll weil es mir weh tut. Ich denke das hat sie auch verstanden. Also du musst nicht alles ertragen, das dachte ich am Anfang, dass ich dass muss, aber meine Kollegen haben mir gesagt dass ich den Schülern da auch Grenzen aufzeigen muss, wenn es mir weh tut und sie mich damit immer wieder nervt. Und das ist denke ich ganz wichtig. Es tut höllisch weh, daran immer wieder erinnert zu werden, aber wir müssen es nicht ertagen, wir dürfen da ehrlich sein und sagen wenn wir nicht weiter darüber reden wollen.
Im nachhin betrachtet fand ich es gut, wieder in ein normales Leben zu gehen.
Leider hab ich auch im Freundeskreis noch 2 Frauen die nur 5 Wochen vor uns Geburtstermin haben. Aber wir sind ganz offen damit umgegangen, dass wir eine Fg hatten. Ich habe sogar mit den beiden Schwangeren in unserem Freundeskreis gesprochen und denen ging es mit dem Gedanken nciht so gut, dass sie nen Kind bekommen und vor mir rum laufen und ich jetzt ja nciht mehr. Das Gespräch hat uns allen geholfen damit umzugehen.
Ich denke das ist das wichtigste, dass man darüber redet, und es nciht verheimlicht, so als wäre es nciht passiert.
Es ist passiert und es tut weh und unser Sternchen werden wir nie vergessen.
Ich drücke dir für morgen die Daumen und denke an dich, du wirst das schon schaffen.
Beitrag von anjhei - 15.01.12 - 21:46 Uhr
Es tut gut, hier immer wieder jemanden zu treffen, der genau versteht, was man fühlt und denkt und gerade durchmacht. DANKE!!!
Habe gerade mit meinem Freund telefoniert. Muntert mich immer so auf. Und wegen morgen meinte er sofort, nachdem ich meinte, ich habe angst vor dem ersten tag wieder in der Kita. Da meinte er nur: "du musst wieder gehen, was meinst du, wie die kleinen dich vermisst haben"
Aaaach, lieb dich mein schatz!!
Ich gehe mit unseren Sternchen auch ganz offen um, habe gemerkt, dass es mir anders nicht gut tut. Und ich will sie ja nicht verheimlichen! Sie waren und sind einfach ein Teil von uns... Reden tut gut. Habe da glücklicherweise liebe Menschen, bei denen ich es kann im realen Leben und natürlich auch hier bei urbia... Tut gut.
Beitrag von mauts - 17.01.12 - 11:45 Uhr
Und wie war dein erster Tag?
Meine Schüler haben sich alle gefreut, dass ich endlich wieder da bin. Das war so ein schönes Gefühl wieder gebraucht zu werden, ich denke dir ging es da ähnlich.
Klar werden wir unser sternchen nie vergessen, es gehört zu uns.
Beitrag von mamaskipp - 17.01.12 - 11:27 Uhr
Hallo.
ich hatte am 06.04.10 eine Ausschabung in der 12.Woche, wegen einer MA.
Ich hatte ausser meiner Familie und den engsten Freunden noch niemanden von der Schwangerschaft erzählt. Auch nicht unserem Sohn, der damals 4 jahre alt war.
Ich hatte Montags die Ausschabung und habe mir die restliche Woche noch Urlaub genommen(in der Arbeit wusste ja niemand davon) und bin danach wieder normal arbeiten gegangen.
Ich war natürlich sehr traurig, aber ich muss sagen, das ich gleich wieder versucht habe nach vorne zu schauen. Das hat auch wirklich super geklappt! Wir haben auch gesagt, das wir es einfach wieder darauf ankommen lassen, wann eine neue Schwangerschaft eintritt. Wir haben also nicht danach verhütet. Ich konnte auch nur noch an eine neue Schwangerschaft denken und habe mir so gewünscht, das es schnell wieder klappt. Hat es gott sei dank!!! Ich habe ende Mai dann schon wieder positiv testen und war am ET meines Sternchens im Oktober schon schön schwanger, sodass mir dieser Tag leichter fiel! 
Mein Mann hat übrigens garnicht getrauert. Für ihn war ich quasi noch nicht richtig schwanger...nicht böse gemeint!! Aber seine positive Art half mir auch das Schicksal so anzunehmen. Es sollte damals einfach nicht sein! Jetzt sind wir wirklich gesegnet mit unserer wunderbaren Tochter, die am 08.02.11 geboren wurde.
Ich glaube wirklich, das das alles irgendwie einen Sinn hart, so hart wie es ist. Aber ich spreche auch von einer Fehlgeburt in der 12. SSW. Ich will mir das zu einem späteren Zeitpunkt nicht vorstellen! 
LG und alles Gute für Euch!
