Sooo ihr Lieben, bevor ich noch alles vergesse (was ja eigentlich unmöglich ist, aber zumindest verblasst es), möchte ich euch von der Geburt unserer Marla berichten...
Angefangen hat alles genau heute vor einer Woche..., ich hatte schon den ganzen Tag leichte Wehen, merkte, dass sie anders waren, als die Tage davor. Also hab ich so einiges getan, um diese etwas in Schwung zu bringen..., bin zwei große Runden mit dem Hund gegangen, zum Mittag gabs Grießbrei mit viiieeel Zimt und Zucker und gegen Abend merkte ich dann, dass sie tatsächlich regelmäßiger wurden. Gegen 20 Uhr fing ich also an, genau zu schauen und bat meinen Freund während unseres gemeinsamen Tatort-Rituals bei jeder Wehe mit dem Wort "Uhrzeit!" um seine Unterstützung..
Das ging bis 21:30 Uhr, da ich gelesen hatte, dass man erst in die Klinik fahren sollte, wenn man mind. 1 einhalb Std ca. alle 5-10 Minuten Wehen hatte. Dann meinte mein Freund: "Und..., wollen wir los?", woraufhin ich antwortete: "Ach, den Tatort schaffen wir noch!"..., also schauten wir ihn zu Ende (ging noch 15 Minuten) und dann beschloss ich, erst einmal in der Klinik anzurufen und dort nachzufragen. Die Hebamme riet mir, den Badewannentest zu machen, was ich brav befolgte. Und tatsächlich wurden die Wehen noch einmal stärker und kamen öfter..., also fuhren wir los. Und obwohl ich diesem Moment so lange entgegen gefiebert habe, wollte ich dann irgendwie nur noch schlafen..
Aber es half ja alles nix.. Im Krankenhaus angekommen, wurde erstmal ne halbe Std CTG geschrieben, und ich musste feststellen, dass die Wehen während der Autofahrt weniger geworden waren. Leider war auch die Hebamme nicht sooo begeistert davon (und wir nicht von ihr!) und bei der Untersuchung stellte sie fest, dass der MuMu grad mal fingerdurchlässig war... Wir standen dann also vor der Wahl, entweder gemeinsam wieder nach Hause zu fahren, oder nur mein Freund, während ich die Nacht auf der gynakologischen Station verbringen sollte. Wir entschieden uns für letzteres und so wurde ich in ein Zimmer mit einer jungen Frau gesteckt, die am Montag morgen einen Kaiserschnitt bekommen sollte. Die Chemie hat sofort gestimmt und da wir beide nicht schlafen konnten (sie vor Aufregung/Angst und ich vor Schmerzen) quatschten wir die halbe Nacht. Um fünf Uhr morgens waren die Wehen dann so stark, dass ich die Hebamme rufen ließ, welche mich dann wieder mit nahm. Wieder ans CTG und siehe da, Wehen stärker und öfter..
Um sechs kam dann glücklicher Weise meine Akupunktur Hebamme zum Dienst, worüber ich sooo unendlich dankbar bin/war! Sie schaute direkt nochmal nach dem MuMu und siehe da: 3-4cm..
Ich bekam noch n Einlauf, sollte noch ein bißchen auf dem Gang hin und herlaufen und dann gings ab in den Kreißsaal.. Gegen dreiviertel sieben wurde mein Freund angerufen, dass er noch was essen und sich dann auf den Weg machen soll. Die Wehen wurden währenddessen immer stärker und kurz bevor mein Freund kam, bat ich dann um etwas Schmerzstillendes. Eine Spritze in den Po verhalf mir dann zu etwas Linderung und versetzte mich in einen Trance-artigen Zustand..., aber leider währte diese Erleichterung nicht lange, denn kaum war mein Freund da, platze die Fruchtblase. Das war so gegen 9:00/9:15 Uhr..., und danach gings dann richtig los.. Diese Schmerzen..., wahnsinn!!! Irgendwann musste ich dann brechen, leider kam das so schnell, dass ichs nicht mehr in die Schale geschafft hab, sondern eher auf Bett, Boden und Freund..
MuMu wurde dann auf etwa 7cm geschätzt..., ich hatte also noch ein bißchen was vor mir...
Aber meine Hebi meinte sehr zuversichtlich zu mir: "Bis 14 Uhr (also ihr Feierabend) ist dein Mäuschen da!"..
Irgendwann kamen dann immer mehr Personen in den Kreißsaal, Oberärztin, Assistenzärztin und noch ein paar andere, die immer mal vobeischauten.. Ab einem gewissen Zeitpunkt hatte ich nur noch die Augen zu. Und dann gings los..., ich hatte sooo Schmerzen unter den Wehen und dazwischen kaum noch Zeit zum Durchatmen, habe ganz schön Rabatz gemacht da im Kreißsaal..., aber ich durfte meine Finger in die Arme meines Freundes bohren und auch die Hebi machte mir mit liebevollen Worten immer wieder Mut!
Ich hatte schon so das Bedürfnis zu pressen, durfte aber noch nicht so recht. Ich bettelte dann um eine PDA, doch die Oberärztin meinte nur "Ach, das lohnt sich nicht mehr!"..., woraufhin ich zumindest innerlich fast zusammengebrochen bin. Irgendwann kamen sie dann aber, die Presswehen und ich durfte..., und nach ca. 5 seeeehr schmerzhaften war Marla dann endlich da..., um 10:29 Uhr! Meine Hebi meinte dann noch entschuldigend, dass sie mir einen Schnitt verpassen musste, war mir aber egal.. Gerissen bin ich aber leider auch, sodass mir dann noch eine ganz schöne Tortur bevorstand, was das Nähen anging..
Ich habe gedacht, das Ganze war sooo schlimm, das werd ich nie vergessen bzw. niemals werde ich sagen können, dass die Geburt schön war. Im Gegenteil, ich hatte sogar Angst, das Kind nicht lieben zu können, weil es so weh tat. Aber natürlich war die Liebe sofort da..., und die Erinnerung an die Schmerzen verblassen. Eigentlich war es wirklich eine Traumgeburt mit (m)einer Traumhebamme, wofür ich unfassbar dankbar bin! Nun ist das alles schon fast eine Woche her, und ich glaubs selbst kaum, aber ich würde das alles zu gern noch einmal erleben...
LG von Jule und Marla
Marla- oder "Ach, den Tatort schaffen wir noch!" (LANG!)
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Beitrag von fraeulein.smilla - 15.01.12 - 21:33 Uhr
Beitrag von rosebud-78 - 15.01.12 - 21:49 Uhr
huhu,
herzlichen glückwunsch zu deinem
und zu deiner traumgeburt!
jaaaa, hat man es einmal geschafft, will man es noch mal erleben...
und dann am liebsten noch intensiver... 
spreche aus erfahrung...
wünsche dir alles gute
Beitrag von fraeulein.smilla - 19.01.12 - 15:44 Uhr
Finds ja toll, dass mein Bericht so vielen gefällt..., aber ihr dürft auch gern was dazu schreiben...
