Hallo!
Eine Woche vor Weihnachten bekam mein Vater die Diagnose Lungenkrebs. Kann nicht mehr operiert werden. Zwei Chemos hat er schon gemacht. Haben aber nicht so gut angeschlagen und es ging ihm dabei sehr schlecht.
Dann gibt es zwischendurch wieder ein paar gute Tage.
Dann ruft meine Mutter mich an und bittet uns, ihn ins KH zu fahren, weil er Blut gespuckt hat.
Nach der Blutinfusion ging es ihm wieder gut.
Dann gerade der Anruf, dass er wieder im KH ist, wegen Herzrhythmusstörungen. Bekommt kaum noch Luft.
Ich bin fix und fertig und weiß langsam nicht mehr, wie ich damit umgehen soll. Irgendwie geht das Leben ja weiter. Ich bin im Elternbeirat und muss da noch einiges vorbereiten. Dann gleich meinen Sohn aus dem Kiga abholen, heute Nachmittag wollte er Fahrrad fahren gehen.
Ich kann das so langsam alles nicht mehr...
Mir wird das echt zu viel. Mir ist nur noch schlecht... Habe auch schon ganz viel abgenommen.
Wie geht ihr mit sowas um?
Ich warte jede Minute nur auf den Anruf mit der Nachricht die ich nicht hören will. Meine Mutter ist auch total fertig, ich will gar nicht wissen, was ist, wenn...
Wie geht ihr damit um?
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Beitrag von melmystical - 16.01.12 - 13:19 Uhr
Beitrag von ronja_one - 16.01.12 - 15:13 Uhr
Hallo,
ich kann Dich sehr gut verstehen, meine Mutter ist an Brustkrebs verstorben.
Diese Diagnose ist schlimm und gerade wenn man dann miterleben muss wie ein geliebter Mensch abbaut, das ist sehr schwer.
Aber ihr dürft ihn auf diesem Weg begleiten, könnt bewusst noch diese Tage mit ihm genießen und habt die Chance noch Dinge zu bereinigen und Euch zu verabschieden. Diese Chance haben viele nicht und von daher würde ich sagen: Ja, das Leben geht weiter, aber für Euch halt im Moment nicht im normalen Rahmen.
Auch im Elternbeirat kann man sagen, dass Dein Vater sehr krank ist und es findet sich sicher jemand, der Dir Dinge abnimmt. Klar möchte Dein Sohn Fahrrad fahren, was spricht dagegen? Erst Fahrrad fahren - Du bekommst frische Luft und einen freien Kopf und dann zu Deinem Vater. Deinem Sohn wirst Du das erklären können, Kinder verstehen viel mehr als wir ahnen.
Sei mir nicht böse, aber ich habe das Gefühl, dass Du Deine Situation gerade verdrängen willst - mehr als verständlich!
Aber das wirst Du bereuen, wenn Du Dich jetzt nicht darauf einlässt!
Nimm Dir die Zeit für Deinen Vater, er braucht Dich jetzt! Und dafür haben sicher alle um Dich herum Verständnis.
Alles Gute und vor allem viel Kraft für Dich und Deine Angehörigen.
Ronja
Beitrag von zauber04 - 16.01.12 - 16:21 Uhr
hallo , es tut mir unsagbar leit für euch .leider musste ich auch gerade die erfahrung mit lungenkrebs machen . meien mutti bekam im september 2011 die diagnose lungenkrebs leider schon im endstadion n4 sie ist leider auch schon 4 wochen nach der diagnose eingeschlafen sie bekam eine sepsis dazu die sie dann so schnell geholt hat .hätte sie keine sepsis bekommen gaben die ärzte ihr noch 6 monate und sie wäre dann in ein hospiz gekommen .wo ich jetzt denke in einen hospiz monate auf den tot warten zu müssen ist super schlimm und hart .das hat sie nicht gewollt.
wie weit ist den bei deinen papa der krebs vortgeschritten ?haben die ärzte etwas gesagt? kommt ja auch immer drauf an in welchem stadium man sich befindet .hat er sehr viel gewicht verloren wie ist denn sein algemein zustand ? ausser husten und auswurf haben ? ich wünsche euch ganz viel kraft für die nächste zeit . gruß zauber04
Beitrag von mimi08152004 - 16.01.12 - 21:35 Uhr
Es ist schwer..ich hatte immerhin noch kein Kind, als mein Vater so krank war. Aber ich konnte auch kaum was essen und habe versucht, Alltag zu kreiiren..ist mir nicht so recht gelungen, natürlich.
Ich sag dir was 
Versuche, jeden Tag so normal wie möglich zu gestalten, für dich und dein Kind. Das ist ok. Dein Papa würde nicht wollen, dass du das Kind oder deine Aufgaben irgendwo in den Hintergrund rückst "wegen ihm". Er weiß, dass du da bist wenn du gebrauchst wirst, aber du wirst eben anderswo auch gebraucht.
Nur Mut, ich schafft das, ich wünsch euch viel Kraft
Beitrag von knutschkugel4 - 16.01.12 - 21:40 Uhr
es tut mir leid was du durchmachst
mach dir freiräume
1. elterbeirat-das amt abgeben -dass wird jeder verstehen



(da wird dir keiner böse sein-wenn du es erklärst)
2. die freiräume mit deinenm sohn-lass die -die tun dir auch gut
3. wenn dein sohn mit dem rad draussen war-dann in die klinik
-weil du in der zeit mal ne bissel luft holen konntest
lg dany
Beitrag von naeuze - 17.01.12 - 09:42 Uhr
Hey Du..auch wenns nicht hilft, aber fühl Dich erstmal 
ich war vor einem halben Jahr in genau Deiner Situation. Mein Vater hatte einen schweren Herzinfarkt und nach über einer Woche im künstlichen Koma, erfuhren wir das er Hirntod ist. Danach folgten eineinhalb Wochen (und es hätte noch länger dauern können) in der wir Tag und Nacht an seinem Bett saßen. Da ich tagsüber arbeitete (ich hatte 1 Woche vorher meine Firma gewechselt und es war nicht möglich Urlaub zu nehmen) konnte ich nur Abends und Nachts da sein. Wir saßen da und wenn wir nicht da saßen, hatte ich mein Handy in der Hand und hatte Angst das mein Bruder anruft. Denn er war erwählt worden, den das Krankenhaus anruft, wenn was passiert wenn keiner da ist.
Ich wünsche diese Warterei niemanden..aber auch nicht das hoffen das das Telefon nicht klingelt. Denn Deinem Vater wünsche ich einen sanften Gang in seine nächste Zeit..und Euch alles erdenklich gute.
Ein paar haben sicherlich schon gelesen das ich Abends immer eine Kerze in mein Fenster stelle..manchmal nur für die Toten... aber heute Abend wird sie für Deinen Papa brennen...und ich wünsche Dir viel viel Kraft und viel Liebe die Dich in der traurigen Zeit wärmt...
Beitrag von melmystical - 17.01.12 - 13:18 Uhr
Dank dir...
Beitrag von kimchayenne - 17.01.12 - 14:05 Uhr
Hallo,
erstmal
.Ich weiß was Du durchmachst,mein Mann hatte von Diagnosestellung bis zu seinem Tod 7 Wochen,sieben Wochen in denen die Welt kopfstand und nichts mehr so war wie zuvor.Es waren Ferien,mein gro0er Sohn begann seine Ausbildung,drei Kinder den ganzen Tag zuhause,und einen nicht stubenreinen Welpen,zusätzlich zu allen anderen Aufgaben die man so im Alltag hat,ich bin zwischen zuhause und Kh gependelt,tagsüber zuhause ,nachts im KH.Ich habe in den 7 Wochen fast 20kg abgenommen.Versuche soviele Sachen wie möglich an andere Menschen zu delegieren,sprich mit deinem Kind,er wird es verstehen das du anders bist,weniger Zeit hast usw. wenn er weiß worum es geht.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit.
LG KImchayenne
