Seit 2 Jahren streit mit Vater

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Beitrag von korken - 16.01.12 - 17:26 Uhr

Hallo

Mein Problem ist ein wenig kompliziert.Mein Vater wohnt 300 km weit weg und meine Eltern sind geschieden seit ich 2 war.Bis vor 2 Jahren hatte ich ein recht gutes Verhältnis zu ihm.Dann brach der Streit aus.Er war sauer,weil ich ihn nicht jeden Tag angerufen habe.Ich war der Meinung,das ein tägliches Telefonat garnicht notwendig ist.Meist war es sowieso nur ein Monolog seinerseits.Ich gehe in Schicht arbeiten,Vollzeit,habe Haushalt und Kinder zu versorgen.Am Abend war und bin ich einfach nur froh,wenn ich mal etwas Zeit für mich habe.Dieses Argument lies er nicht gelten.Er ist schwer krank und zum Ende des Streites gab er mir die Schuld für seine Krankheit (Morbus Addinson).Er sagte,damit ich geboren werden konnte musste er eine Hormonbehandlung machen lassen und die war Auslöser für die Erkrankung-meine Mutter sagte mir aber das wäre nicht wahr,er hätte nie eine solche Behandlung bekommen.Nun ist seit fast 2 Jahren Funkstille. Das Problem ist,dass ich mich frage,was ist,wenn er mal nicht mehr ist...dann mache ich mir Sicher Vorwürfe weil ich den Streit nicht aus der Welt geschafft habe,meine Kinder fragen ab und an auch nach ihm-er schickt nicht mal für sie ein Kärtchen zu Geburtstag oder Weihnachten-NICHTS.Ich frage mich ob ich nachgeben soll.Oder bin ich zu "streng" mit ihm?
Wenn er zu Besuch kam mussten alle "stramm" stehen.Als mein Schwiegervater gestorben ist,kam er direkt 1 Tag später zu Besuch.Wir waren in Trauer und er wollte "Friede-Freude-Eierkuchen"...strahlende Gesichter.Kein Verständnis.Oder ein anderes Mal als er zu Besuch kam,hatte ich NAchtschicht...ihm egal.Ich kam morgens von einer 12 Stunden Schicht,konnte nicht schlafen gehen weil er kurz drauf da war.Am Abend ging er allein zum Bahnhof weil ich einfach nimmer konnte-nach fast 24 Stunden Dauereinsatz-da hat er sich beschwert,warum man ihn fortschickt..alleine..wie einen Hund....!?Auch da hatte er kein Verständnis.Ich frage mich, wie es jemand von euch als Außenstehende sieht. Bin für jede Antwort dankbar.

Beitrag von ellannajoe - 16.01.12 - 18:56 Uhr

Hallo,

ganz ehrlich, was willst du mit so einem Energiefresser, er scheint sich für den Nabel der Welt zu halten und kreist nur um sich selbst. Ne dafür wäre mir meine Energie eindeutig zu schade.

Er scheint ja auch keine Aussöhnung zu wollen, sonst hätte er sich schon gemeldet. Ein schlechtes Gewissen hätte ich nicht, da schon eine gegenseitige Rücksichtnahme bestehen sollte. Außerdem lügt er auch noch und will dich damit manipulieren, ne ne geht für mich gar nicht.

#winke

Beitrag von alpenbaby711 - 16.01.12 - 19:46 Uhr

Sicherlich weißt du nicht wies dir geht wenn er mal stirbt. Aber ich finde du brauchst dir ganz sicher KEINE Vorwürfe machen. Denn Fakt ist doch wohl das er mehr als nur rücksichtslos mit dir umgeht. Er juckt sich nicht ob du Schlaf brauchst nach einer Nachtschicht und beschwert sich noch. Möglicherweise lügt er wirklich was seine Krankheit angeht und behauptet du bist schuld. Ne das wäre in dem Fall auch ganz sicher eher, schließlich hat ihn ja keiner gezwungen Kinder in die Welt zu setzen wenn er dafür eine Behandlung brauchte. Von daher ist er selbst schuld, schließlich wollte er dann wohl auch selbst ein Kind haben.

Ich finde er muß sich über sein Verhalten Gedanken machen und nicht immer die Krankheit vorschieben. er will Mitleid bekommen und krankhafte Aufmerksamkeit. Ich weiß nicht genau was es mit dieser Krankheit auf sich hat, aber er kann auch nicht verlangen das jeder nur hinterher ist. Schließlich habt ihr auch noch ein Leben. Er ist wohl ziemlich unselbstständig oder wie?
Ela