Bitte bis zum Schluss lesen und dann eine Meinung abgeben.
Alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern (w14 und m18) findet einen neuen Freundeskreis. Es handelt sich um eine unheimlich liebe gemischte Gruppe, die +/- 5 Jahre im Alter der Mutter ist.
Regelmäßig wird zusammen was unternommen, die Freunde werden auch nach Hause zum Essen eingeladen (dort lernen sie auch die Kinder kennen) und vereinzelt gibt es Aktionen unter der Woche. Die Gespräche werden immer tiefer und das Vertrauen steigt.
Da es in der kleinen Familie größere Probleme mit der Tochter (Diebstahl, einmaliger Konsum von BTM, starker Leistungsabfall in der Schule) gibt, erzählt sie im Freundeskreis davon.
Ca. 7 Monate nach dem Kennenlernen besucht sie (mal wieder) einen dieser Freunde zu Hause. Sie sieht auf dem Bildschirm einen neutralen Dialog des Freundes mit ihrer Tochter. Der Freund erklärt, dass sie sich schon längere Zeit unterhalten.
Einige Tage später kommt die Tochter, freut sich und erklärt, dass sie von diesem Freund zum Kaffee eingeladen wurde. Er möchte mit ihr über die Problematik innerhalb der Familie sprechen.
Wie könnte/sollte der weitere Verlauf aussehen?
Eure Reaktion?
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von mistmaus - 17.01.12 - 03:17 Uhr
Beitrag von kaminrot - 17.01.12 - 05:12 Uhr

Vielleicht braucht die Jugendliche einen männlichen Ansprechpartner bzw. eine neutrale Person, mit der sie über ihre Probleme sprechen kann?
Dieser Freund wollte anscheinend, dass es die Mutter erfährt, sonst hätte er ja nicht den Monitor mit der Unterhaltung offen gelassen.
Wegen was machst du dir jetzt Sorgen?
Beitrag von mistmaus - 17.01.12 - 14:26 Uhr
Der PC wurde erst in ihrer Anwesenheit gestartet und die Tochter tippte ihn dann direkt an, weshalb das Dialogfenster geöffnet wurde.
Beitrag von kaminrot - 17.01.12 - 14:32 Uhr
Darf ich ganz direkt fragen, ob DU die Mutter bist?
Mir wäre wohl auch etwas unwohl, wenn mein Kind seine Probleme mit einem (fremden) Erwachsenen bespricht und auch noch hinter meinem Rücken....
Beitrag von mistmaus - 17.01.12 - 15:02 Uhr
Ich habe mich "eingemischt"...
Beitrag von kaminrot - 17.01.12 - 15:24 Uhr
Und wie siehst du das Ganze?
Beitrag von mistmaus - 17.01.12 - 19:39 Uhr
Ich stehe mit meinen Bedenken anscheinend wirklich alleine aus weiter Flur...
Als ich das Ganze gehört habe, schrillten bei mir sämtliche Alarmglocken!
Ein Mann der ja min. 35+? ist, baut hinter dem Rücken der Mutter Kontakt zu der Kleinen (die durch die Vorfälle schon zeigt, dass sie durcheinander ist) auf, sitzt dabei teilweise neben ihr und hält es nicht für nötig sie darüber zu informieren...
... dann noch eine Einladung zum Kaffee, bzw. ein "Gesprächstermin" OHNE die Mutter...
Egal was seine wahren Absichten sind, die ich ja nicht wirklich einschätzen kann, ist ein solches Verhalten doch mehr als auffällig.
Beitrag von kaminrot - 17.01.12 - 21:44 Uhr
Vielleicht bat die Tochter ihn, nichts der Mutter zu erzählen?
Kennst du den Mann persönlich? Was sagt die Mutter zu all dem?
Ging der Kontakt von ihm zuerst aus oder von dem Mädchen?
Die Mutter sollte versuchen das Vertrauensverhältnis zu ihrer Tochter wieder aufzubauen, damit sie gemeinsam an den Problemen arbeiten können.
Beitrag von starshine - 17.01.12 - 13:07 Uhr
Ich gehe mal davon aus, dass die Mutter mit der Tochter bereits professionelle Hilfe wegen der Situation in Anspruch nimmt. Ob ein Fremder ohne Qualifikation hier wirklich helfen kann wage ich zu bezweifeln.
Was sagt denn "der Freund" dazu?
Beitrag von mistmaus - 17.01.12 - 14:28 Uhr
Richtig, es war/ist den Leuten bekannt, dass eine entsprechende Familientherapie in Anspruch genommen wurde/wird.
Beitrag von starshine - 17.01.12 - 17:44 Uhr
Dann weiss ich ehrlich gesagt nicht, wie sich der Freund hier vorteilhaft einbringen will. Hast Du ihn denn mal darauf angesprochen, warum er Kontakt mit Deiner Tochter bzw. umgekehrt aufgenommen hat?
Beitrag von jazzbassist - 17.01.12 - 13:15 Uhr
Sähen Sie (oder diese alleinerziehende Mutter) denn irgendeine Gefahr? Also gibt es da irgendein begründetes "unwohles" Gefühl in der Magengegend? Entweder bei diesem Freund oder vielleicht auch der Tochter ... dass sich da einer von Beiden dort von diesem Treffen noch etwas ganz anderes erhofft?
Oder geht es da eher um ein Unwohles Gefühl im Sinne von: "Eigentlich möchte ich nicht, dass meine Tochter mit diesem Freundeskreis über Familienprobleme spricht?" Mein Sohn hat mal zwei Jahre lang in einer (eigentlich zwei) fremden Familien gelebt, und, ich kann zumindest bestätigen, dass das stellenweise mal etwas unangenehm (ist irgendwie das falsche Wort, mir fällt nur kein besseres ein) sein kann. Andererseits hat das meinem Sohn total gut getan, z.b. auch mal seinen Onkel als Ansprechpartner bei Problemen mit seinen Eltern
gehabt zu haben.
Beitrag von sybab - 17.01.12 - 16:36 Uhr
Die Mutter freut sich, dass die Tochter die Situation lösen will und auch als problematisch einstuft.
Beitrag von witch71 - 17.01.12 - 17:26 Uhr
Das kommt doch ganz auf den Freund an, oder?
Ist er eine Tratschbase, muss man davon ausgehen, dass er alles von A nach B oder sogar im Freundeskreis herumträgt?
Sieht er sich in der väterlichen Rolle und freut sich, dass ihm Vertrauen entgegen gebracht wird, möchte er konstruktiv zur Problemlösung beitragen?
Hat die Mutter ein ungutes Gefühl weil sie von dem Kontakt nichts wusste, muss sie davon ausgehen, dass der Freund derjenige ist der das verheimlichen wollte?
So ohne weitere Infos kann man da ja nichts sagen. Ich persönlich würde grundlos sicher dieses Treffen nicht verbieten, aber meine Tochter (15) würde mir davon auch bedenkenlos berichten.
Beitrag von anarchie - 18.01.12 - 11:27 Uhr
Hallo!
Das hängt sehr vom Freund ab.
Ich persönlich hätte eigentlich erwartet, dass der Freund mich als Mutter vorher kurz anspricht, ob das ok ist, wenn er mit dem Mädel mal zu reden versucht.
Anders wäre es natürlich, wenn das Mädchen um ein Gespräch gebeten hätte.
Aber vielleicht hat der Freund auch die Seite aufgelassen, damit die Mutter es bemerkt und denkt sich, dass wenn sie Etwas dagegen hätte, dass sie reden, sie es dann gesagt hätte?
lg
melanie
Beitrag von mistmaus - 18.01.12 - 16:01 Uhr
Wie weiter oben schon geschrieben - die Seite war nicht offen, der Rechner wurde erst gestartet und der Dialog öffnete sich nur, weil die Kleine ihn dann angeschrieben hat.
Beitrag von ashwini - 18.01.12 - 17:01 Uhr
Von einem Erwachsenen - insbesondere einem Mann - würde ich erwarten dass er die Mutter kurz darüber informiert dass er mit ihrer Tochter in Kontakt steht und sie Rat bei ihm sucht bzw ihn als Bezugsperson sieht. Er braucht ja nicht auf den Inhalt der Gespräche einzugehen.
Ich muss sagen, ich finde dieses Verhalten auch seltsam. Es sei denn, es hat sich während der Familientreffen ganz offentlich ein näherer Kontakt zwischen dem Mann und dem Mädchen entwickelt, der keiner weiteren Erläuterung bedarf, nur danach klingt es nicht in Deinem Text.
