Soll ich mir Hilfe holen?

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Beitrag von kikma - 17.01.12 - 20:46 Uhr

Hallo,

ich weiß im Moment nicht so recht was ich machen soll...

Ich musste im November unseren Sohn in der 21. Woche gehen lassen. Mir gings danach relativ gut, d. h. es gab Tage da wars gut und dann wieder Tage da gings solala. Ich bin eigentlich mit dem Thema soweit klar gekommen. Leider müssen wir uns jetzt mit dem Thema wieder intensiv beschäftigen. Die Klinik hat Mist gebaut und wenn es so weiter geht landet die Sache vor Gericht. Habe morgen einen Termin beim Anwalt.

Seit ca. 2 Wochen merke ich dass ich total empfindlich bin, total gereizt und mich ziemlich schnell aus der Ruhe bringen lasse (bin sonst die Ruhe in Person). Ich kann auch irgendwie kaum mehr lachen, letztens waren wir bei Dieter Nuhr (Comedy). Dachte dass das vielleicht ein bisschen was bringt aber so richtig lachen konnte ich kaum.

Jetzt überlege ich ob das "normal" ist oder ob ich mir vielleicht doch Hilfe holen soll. Nur: was kann ein Psychiater/Seelsorger denn schon machen? Ändern tut sich dadurch ja auch nichts.

Ich habe gerade öfters Streit mit meinem Partner weil mich alles mögliche aufregt. Im Moment bin ich noch zuhause, fühle mich noch nicht arbeitsfähig. Kann auch seit ein paar Tagen nicht mehr richtig schlafen und grübele dann.

Ach - ich weiß einfach nicht ob das vielleicht besser wird wenn ich Klarheit bekomme wie es weitergeht...

Sorry fürs viele #bla ...

LG

Beitrag von ostseekraebbchen - 17.01.12 - 21:36 Uhr

Huhu!

Ich kann zwar nicht direkt nachempfinden was du fühlst,aber aus eigener Erfahrung weiß ich,daß es definitiv was bringt, sich Hilfe zu holen! Ich leide unter Depressionen und habe auch immer gesagt, was sollen die Psychater daran schon ändern.. aber es bringt schon was mit jemandem darüber zu reden! Vielleicht DENKST Du,daß Du es gut verkraftet hast, aber anscheinend sieht es in Deinem Herzen anders aus, was auch völlig normal ist!
Also steck bitte den Kopf nicht in den Sand, DEIN Leben geht weiter und das solltest Du positiv sehen..

Ganz liebe Grüße

Beitrag von kikma - 18.01.12 - 11:55 Uhr

#danke Ja wer weiß was das Unterbewusstsein so alles noch verarbeitet... vielleicht liegt es auch daran dass ich im Moment noch am Aufklären bin was die Klinik eben verbockt hat.

LG

Beitrag von lara1marie - 17.01.12 - 23:14 Uhr

Hallo,

ich weiss, wie Du empfindest. Mir geht es sehr ähnlich. Ich habe im Oktober auch meinen Sohn in der 21. SSW verloren. Welch ein Horror.
Ich bin bei einer Homöopathin, bekomme von ihr Globolis. Zusätzlich bin ich bei meiner Hebi und Heilpraktikerin und bekomme von ihr Tropfen. Die Mittel helfen mir, die schwierige Zeit durch zu stehen. Es gibt keine Pille gegen Trauer, das vergißt das Umfeld leider. Es muss bei Dir vielleicht geschaut werden, ob es eine Depression mit Anpassungsstörung ist aus der Du selbst nicht mehr heraus kommst, oder ob Du Dich im "normalen" Trauerprozess befindest. Wie geht es Dir? (Ich weiss, total doffe Frage: Aber: Hat sich in den letzten Monaten seit dem Verlust etwas getan? Du hast bestimmt Vortschritte gemacht. Zuerst waren wir in einem völligen Schock. Mittlerweile bekommen wir unseren Alltag wieder (einigermaßen) geregelt.
Du kannst Dir auch Hilfe über die Initiative Regenbogen holen (gibt es in ganz Deutschland). Mir tun die Gespräche sehr gut. Auch nur zu hören: Das was sie erleben ist, nor,mal, es braucht Zeit". Unser Umfeld hat nur: ihr müsst, parrat...

Falls Du Fragen hast, kannst Du mich gerne anschreiben.

Liebe Grüße
Laramarie

Beitrag von kikma - 18.01.12 - 12:00 Uhr

Liebe Laramarie,

es tut mir sehr leid was Euch passiert ist... habe gerade Deine VK gelesen.

Komischerweise ging es mir anfangs noch besser als heute. Da konnte ich mich besser ablenken. Die Initiative Regenbogen kenne ich, habe da auch schon Kontakt. Nur leider gibt es bei uns keine Selbsthilfegruppe mehr.

Ich werde mich jetzt mal umhören wo man Hilfe bekommen kann.

Liebe Grüße
Andrea

Beitrag von curly_june - 18.01.12 - 08:39 Uhr

Erstmal will ich dir sagen das es mir sehr leid tut was euch passiert ist #liebdrueck

Ich würde mir auf jeden Fall Hilfe holen, denn ich denke schon das das wirklich was bringt. Wenn du sagst das das im November passiert ist ist es auch ganz normal das es dir jetzt ( noch) schlecht geht.
Sowas muss man auch wirklich erst verabeiten und das dauert seine Zeit, somit kann ich auch nachvollziehen das du noch nicht wieder arbeitsfähig bist.
Schlimmer ist es das Alles zu verdrängen und dann bricht das in einigen Monaten oder Jahren heraus.....

Ich wünsche dir gaaaaaaaaanz viel #klee Geduld und auch Kraft

#kerze

#herzlich
curly_june

Beitrag von kikma - 18.01.12 - 12:01 Uhr

Vielen lieben #danke !

ich mache mir schon oft Gedanken ob es "normal" ist dass ich einfach noch nicht so belastbar bin und noch deswegen krankgeschrieben bin. Aber im Moment schaffe ich es einfach noch nicht :-(

LG

Beitrag von jasifrosch - 18.01.12 - 11:17 Uhr

Hallo :-(!

Habe 2010 meinen einen Zwilling nach komplikationsreicher SS und Frühgeburt zu den Sternen gehen lassen müssen und hatte zwar in den 3,5 Monaten Klinikaufenthalt psychologische Hilfe.......aber danach nicht mehr.
Denke es wäre besser gewesen.
Das Thema ist auch heute noch sehr präsent und das Grab meines Sohnes meide ich so gut es geht, da ich immer wieder schrecklich weinen muss dort............

Vielleicht sollte man zeitnah nach solch einem Verlust Hilfe in Anspruch nehmen.
Du berschreibst ja auch sehr gut, dass Du auch in lustigen Situationen keine Chance mehr auf ein wenig Ablenkung hast.

Ich würde sagen versuche es mit einer psychologischen Hilfe#pro.
Auch im Hinblick auf eine erneute SS.

Lg Jasifrosch

Beitrag von kikma - 18.01.12 - 12:02 Uhr

#danke

Ich werde mir Hilfe holen, schaden kanns ja eigentlich nicht...

Beitrag von ladyliike08 - 18.01.12 - 11:18 Uhr

Ich denke das es schon was bringt sich professionelle hilfe zu holen
ich war auch letzte woche bei meinem hausarzt hab ihn erzählt wie es mir geht da hat er mich erstmal krank geschrieben erstmal 2 wochen und wenn das nicht reicht kann ich jederzeit wieder kommen für eine folgebescheinigung er hat mir auch angeboten professionelle hilfe in anspruch zu nehmen ich will es erstmal so probieren jetzt wo ich krankgeschrieben bin geht es mir auch bisschen besser :-)

alles gute#klee

Beitrag von kikma - 18.01.12 - 12:04 Uhr

#danke

Ich probiere einfach mal ob es mir was bringt. Schaden tut es (denke ich mal) bestimmt nicht.

Beitrag von ladyliike08 - 18.01.12 - 13:45 Uhr

ne ich denke das ist ganz gut:-)

Beitrag von vanill - 19.01.12 - 15:48 Uhr

Hallo,

ich bin zur Zeit in einer ähnlichen Situation, ich hebe unseren Sohn im Dezember (40+0 ssw) still geboren. Ich bin eigentlich auch immer sehr ausgeglichen doch bevor ich mich selbst verliere habe ich mir Hilfe gesucht. Der Psychologe hilft mir mich mit bestimmten fragen auseinanderzusetzen und gibt mir gewisse Denkansätze. Probiere es doch einfach aus soweit ich weis ist das erste Gespräch umsonst so kannst du testen ob das was für dich ist und ob der Therapeut zu dir passt.

Beitrag von kikma - 19.01.12 - 19:25 Uhr

Hallo,

danke :-)

Habe für nächste Woche einen Termin ausgemacht. Mal sehen ob es was bringt.

Beitrag von vanill - 20.01.12 - 11:53 Uhr

Berichte dann wie es war .