Haben uns einen 2. Hund angeschaut, bitte dringend Meinung von Erfahrenen

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Beitrag von armemaus - 18.01.12 - 12:18 Uhr

Hallo

wir haben uns gerade einen 17 Monaten alten Rottweiler-Rüden angeschaut #verliebt

der jetztige Besitzer verschenkt ihn, weil sie Nachwuchs bekommen und die Wohnung zu klein ist #kratz

so jetzt zum Hund.

Er kommt angeblich von Karlsruhe von einer Züchterin, bei denen der Impfpass verloren ging. Aber er wäre auf jeden Fall geimpft. Dann hat er 3 Monate bei einer Familie gelebt, die den Hund geschlagen und misshandelt haben soll. Seit 6 Monaten lebt er bei den jetztigen Leuten. über die restlichen Monate keine Ahnung.

Der Hund ist sehr sehr scheu, zuckt sofort zusammen wenn man die Hand nach oben macht und sich die Haare meinetwegen aus dem Gesicht streicht.

Wir waren ca. 1 Stunde bei dem Herrn, nach der Stunde war der Hund soweit, dass er sich streicheln und kraulen ließ. Also eine deutliche Besserung.

jetzt kommt das "Aber"...das was mir der Besitzer erzählt hat macht mir doch etwas Sorgen.

1. der fehlende Impfpass
2. der Hund ist sehr scheu
3. der Hund hat was gegen "Ausländer" (Türken, Russen, Franzosen) hat der Mann genau so gesagt
4. er hat was gegen Männer mit schwarzem Mantel an
5. Fahrräder mag er nicht
6. er bleibt nicht allein in einem Raum, wenn die Tür zu ist
7. wenn er eine Zeitung sieht, bekommt er Angst

mein Gefühl sagt mir, lass lieber die Finger von dem Hund...aber mein Herz sagt, hol den Hund da raus und ermögliche ihm ein schönes Leben.

Jetzt die Frage...bekommt man den Hund soweit "erzogen" dass er ein umgänglicher Hund wird? also keine so extreme Scheu mehr vor Fremden, die Angst mit der Zeitung, usw. oder steckt dass ein Lebenlang in ihm drin?

was würdet ihr mir raten? Finger weglassen? Holen?

Unser Sohn ist 4,5 Jahre alt unser 1. Hund 9 Jahre alt. Habe auch Bedenken wegen meinem Sohn.

Gruß armemaus

Beitrag von sparrow1967 - 18.01.12 - 12:36 Uhr

Laß die Finger davon!

Hättest du kein kleines Kind, würde nichts dagegen sprechen.

Aber mit Kind? Niemals.

sparrow

Beitrag von ungeheuerlich - 18.01.12 - 13:04 Uhr

Hallo,

ja, hol ihn dort raus und übergib ihm einen Tierschutzverein.

Geimpft ist er def. nicht, das muß gemacht werden.

Der Hund ist derzeit eine tickende Zeitbombe, das muss dir absolut bewusst sein!

LG

Kerstin

Beitrag von caidori - 18.01.12 - 13:16 Uhr

Hi,

ich würde sagen lass die Finger davon, du hast ein kleines Kind - ohne ok aber mit ist das nicht zu verantworten.

LG Caidori

Beitrag von freyjasmami - 18.01.12 - 13:20 Uhr

Hallo,

das arme Tier. #schmoll

Ich hatte 11 Jahre einen Rotti-Mix und er war soooo toll #herzlich

Fahrräder mochte er zumindest bei Fremden aber auch nicht ;-) Selber am Rad laufen, war null Problem. Gut, er hat aber auch Flugzeuge am Himmel angebellt. Naja, was fliegen die auch einfach über unser Grundstück, nich?;-)#rofl

Bestünde evtl. die Möglichkeit das ihr den Tierschutz informiert und ihr gemeinsam mit dem Tierschutz mit ihm arbeitet und ihn dann, wenn er soweit ist, zu euch holt?
Diese Variante würde ich wohl wählen.

Zum Impfpass:

Mir gingen leider auch schon welche verloren (bei der Ausstellung aus der Tasche gefallen, Umzug im falschen Karton gelandet). Das muss also nicht so abwegig sein, manchmal passieren einfach dumme Sachen.
Aber wenn er geimpft ist, müsste er doch wissen, wann er wieder dran ist?;-)

Er kommt ursprünglich von einer Züchterin, oder er hat dort nur gelebt?

Ich denke es wird in eurer Nähe nicht so viele Rotti-Züchter geben, das lässt sich sicher rausfinden und Züchter die ich kenne, stehen in solchen Fällen aus Tierliebe und Tierschutz sehr gern mit Rat und Tat zur Seite.

Sollte er wirklich aus dieser Zucht stammen, würde ihn die Züchterin sicher auch vorübergehend wieder aufnehmen.(ich kenne weder Katzen-, Hunde- noch Pferdezüchter die ihre Tiere im Ernstfall nicht wieder zurücknehmen würden um sie dann gut zu vermitteln!)

Helft dem armen Wuff!

LG, Linda

Beitrag von janimausi - 18.01.12 - 13:32 Uhr

Hol den armen da raus, ob wirklich zu euch mit kleinem Kind... das würde ich denke ich eher weniger machen, aber der Hund muss da raus und das schnell.
Am besten in einen Tierschutzverein...

Und wenn der Hund so behandelt wurde, dann wird er mit Sicherheit auch nicht geimpft worden sein.

Aber an sich denke ich schon das es definitiv möglich ist ihm seine Ängste zu nehmen.

Aber zu den ausländerfeinlichem Hund muss ich sagen das meine ehemalige Hündin absolut keine Farbigen mochte.
Im Park lief sie immer ohne Leine und wenn ein Farbiger kam ist sie jedesmal wild kläffend auf ihn zu...
Sie hat nie gebissen oder Anstalten dazu gemacht, es gab auch nie eine negative Erfahrung aber die mochte sie einfach nicht.
Warum? Ich habs nie raus gefunden...

Ich hoffe du kannst eine für dich und dem Hund gute Entscheidung treffen...

LG Janina

Beitrag von windsbraut69 - 18.01.12 - 13:48 Uhr

Holt ihn da raus und bringt ihn in das nächste vernünftige Tierheim/Tierschutzverein!
Bei Euch spricht m. E. das kleine Kind dagegen, überhaupt einen großen erwachsenen Hund ungewisser Vergangenheit zu nehmen und auch Euer älterer Hunde...

LG,

W

Beitrag von dore1977 - 18.01.12 - 13:49 Uhr

Hallo,

ohne Kind hätte ich gesagt mach es ABER Du hast ein kleines Kind und der Hund ist eine tickende Zeitbombe!

Rausholen ja, behalten nein!

LG dore

Beitrag von sashto - 18.01.12 - 16:06 Uhr

mit kind ist es meines erachtens verantwortungslos.

wenn dann wieder in der zeitung steht: böser hund hat kind tot gebissen. dann ist das geheule der allgemeinheit wieder groß. aber es sind doch meisst genau solche fälle!

ich denke der hund sollte nur in erfahrene hände! ...ohne kleinkinder.

was habt ihr denn für einen jetzigen hund? ist es überhaupt sinnvoll für den alten herren einen zweithund anzuschaffen?

Beitrag von armemaus - 18.01.12 - 16:42 Uhr

Jetzt haben wir einen Briard. Und da er noch gut in Schuss ist, dachten wir es würde nicht schaden.

Beitrag von windsbraut69 - 19.01.12 - 09:39 Uhr

2 erwachsene Rüden zusammenführen mit kleinem Kind im Haus?
Wenn das mal nicht eine Schnapsidee ist...

LG

Beitrag von armemaus - 19.01.12 - 20:26 Uhr

Ich fände einen Rottweiler mit 17 Monaten nicht erwachsen, aber wir hätten ja eh erst geschaut ob sich die 2 vertragen. An einem neutralen Ort, ohne Kind.

Beitrag von alexa81 - 19.01.12 - 22:21 Uhr

Ein Rottweiler ist mit 17 Monaten sicher nicht das, was man so allgemein unter einem "erwachsenen Hund" versteht - wirklich erwachsen wird er erst mit ca. 2-3 Jahren sein, sprich, dann ist er auch vom Kopf her "erwachsen", hat nicht mehr so viele Flausen im Kopf usw.

Er wird aber mit 17 Monaten mit ziemlicher Sicherheit erwachsen genug sein, um mit einem anderen Rüden u.U. ordentlich aneinander zu geraten und um mit einem anderen Rüden klären zu wollen, wer "der Chef im Ring ist".

Zusammenführung an einem neutralen Ort ist ja erstmal ganz nett, ändert aber nicht zwangsläufig etwas daran, dass Dein Rüde sich sein Revier zu Hause nicht streitig machen lässt und der Rotti evtl. auch erst nach einiger Zeit (wenn er verstanden hat, dass das jetzt sein neues Heim sein soll) auf die Idee kommt, dem Konkurrenten mal zu zeigen, wo der Hammer hängt.

Der Hund scheint einige Baustellen zu haben, ich denke nicht, dass er aktuell in eine Familie mit kleinem Kind gehört, aber auf Ressourcenstreitgkeiten mit einem anderen erwachsenen, großen Rüden würde ich es nicht noch zusätzlich ankommen lassen.

Du hast doch einige Tipps bekommen, wie Du dem Hund helfen könntest - so sehr ich verstehen kann, dass Du den Hund gerne zu Euch nehmen würdest, manchmal muss man halt wirklich dem Verstand und nicht dem Herzen folgen.

Viele Grüße, Alex

Beitrag von windsbraut69 - 20.01.12 - 09:03 Uhr

Nicht 100% ausgewachsen vielleicht und auch charakterlich nicht ganz fertig aber geschlechtsreif und alt genug, sich mit Rivalen richtig anzulegen.

Ein Test auf neutralem Boden heißt erstmal nicht viel - interessanter wird es, wenn sie dauerhaft auf engem Raum zusammen leben und der Neue sich eingelebt hat.

Gruß,

W

Beitrag von nici08 - 18.01.12 - 16:27 Uhr

ich würde ihn mit nehmen und sehr erfahrenen Hundebesitzern geben!!!!!!!

Selber würde ich ihn nicht nehmen , schon gar nicht mit Kind ....

Man darf nicht vergessen, es ist ein Rottweiler,( Wir haben auch einen Rottimischling -tolles Tier ) und sollte der mal zuschnappen, tut dat weh ;-)

Beitrag von roadrunner1 - 19.01.12 - 11:46 Uhr

Hallo,

nimm den Hund nur, wenn Du sehr viel Erfahrung mit Hunden hast und auch gewährleisten kannst, daß Du ausreichend Zeit für den Hund hast und Dich dann auch mit ihm ausgiebig beschäftigst.

Nicht der Hund hat das schlechte Verhalten an sich, sondern der Halter macht das aus dem Hund. Es wird mit Sicherheit eine Zeitlang dauern, aber ich bin überzeugt davon, daß der Hund kapieren wird wer ihn wie behandelt.

Kind, ganz klar, nur unter Aufsicht!

Wir haben in der Nähe einen Schäferhund, der schon öfters von kleineren in die Hinterfüsse gezwickt wurde. Nun lässt der Halter ihn nicht mehr mit kleineren in Kontakt kommen, da zwei nicht mehr leben.
Unsere Kleine findet jedoch den Schäferhund ziemlich toll und versucht immer auf Schnupperkontakt zu gehen.
Nun haben wir sie langsam angenähert und siehe da - alles bestens!

Also immer eine Frage wer wie mit dem Hund umgeht.

Beitrag von paye - 19.01.12 - 12:54 Uhr

Mit viel Zeit und Erfahrung denke ich ja, hast du diese? Wird dein Sohn den Hund in Ruhe lassen bzw ist der Hund Kinder gewöhnt? ICh würde es so lassen, mit Kind kann viel schief gehen....