Hi,
mich interessiert mal Eure Meinung:
Eine Mutter hat 3 Kinder.
2 vom ersten Ehemann und 1 Nachzügler aus 2. Ehe.
Ehemann Nr. 2 hat die beiden Großen adoptiert, sie leben auch schon zusammen seit die Kinder 2 & 3 Jahre alt sind.
Ehemann Nr. ist offiziell und gefühlt für alle 3 der Papa.
Bei der Geburt des dritten Kindes, sind die beiden Großen bereits 7 & 8 Jahre alt.
Ab diesem Moment scheint sich alles zu verändern.
Das grösste Kind hat wie es scheint kein Problem mit dem neuen Baby.
Das mittlere Kind anscheinend schon.
Das zeigt sich aber erst einige Jahre später.
Das größte Kind lebt inzwischen in einem Internat.
Das mittlere Kind fängt an, verhaltsauffällig zu werden.
Es lügt, fühlt sich ungeliebt und überflüssig, fängt an zu klauen.
Die Situation spitz sich zu.
Das mittlere Kind "flippt immer mehr aus" und bekommt immer mehr Ärger.
Auch fängt das mittlere Kind an, dass Jüngste zu drangsalieren, zu hauen....
Das Jüngste ist eben das Nesthäkchen, bekommt die schönen Kleider, Bilder an die Wände....
Als das mittlere Kind 15 ist und kurz davor steht, in die Lehre zu gehen, fährt die Mutter mit dem jüngsten Kind für 6 Wochen nach Spanien.
Wahrscheinlich braucht die Mutter mal Ruhe.
Der Ehemann kommt in 3 Wochen nach, er muss noch arbeiten.
Mutter fährt also vor, Vater kommt spät abends heim, trinkt ein Bier, schläft, geht wieder arbeiten um dann eben nach Spanien in den Urlaub zu folgen.
Irgendwo dazwischen fängt das mittlere Kind eine Lehre an und fliegt nach 2 Wochen wieder raus.
Außerdem hat es in dieser Zeit immer wieder mal Ärger, weil es einen schlechten Umgang hat.
Für die Zeit des Urlaubs hat die Mutter der Nachbarin Geld gegeben, welches sie den Kindern wöchentlich auszahlt für Einkäufe.
Nach 6 Wochen kommen Mutter, Vater und Nachzügler aus dem Urlaub zurück.
Es fliegt auf, dass mittleres Kind beim klauen erwischt wurde, aus der Lehre geflogen ist.
Mutter, Vater & mittleres Kind einigen sich darauf, dass ein Zusammenleben nicht weiter möglich ist, mittleres Kind zieht in eine betreute Wohngruppe.
Habt ihr zu dieser Geschichte eine Meinung?
Ihr dürft auch Fragen stellen.
Wenn ich sie beantworten kann, tu ich das.
Danke.
Mutter mit Nesthäkchen alleine in Urlaub? Meinung???
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Beitrag von chili-pepper - 18.01.12 - 13:34 Uhr
Beitrag von witch71 - 18.01.12 - 13:39 Uhr
Dazu kann man verdammt viel "meinen", aber ich finde, so lange man die Gesamtsituation nicht gut genug kennt, sollte man sich besser zurück halten, über eine der beteiligten Personen ein Urteil zu sprechen.
Mich interessiert da jetzt eigentlich nur, ob das Kind sich in der betreuten Wohngruppe wohl fühlt und ob die Familie versucht, die schwierige Zeit mit Hilfe eines geschulten Psychologen o.ä. aufzuarbeiten.
Beitrag von chili-pepper - 18.01.12 - 13:48 Uhr
Das Kind fühlt sich in der WG wohl,
die Eltern überlassen die Arbeit am Kind den Fachleuten.
Der Kontakt verbessert sich, dass Kind fühlt sich dennoch ungeliebt und einfach hinter das kleinste Kind gestellt.
Quasi wie 2. Wahl.
Beitrag von witch71 - 18.01.12 - 14:13 Uhr
Das ist aber etwas, was eigentlich die Eltern in Zusammenarbeit mit den Fachleuten klären sollten. Man weiss ja nicht, ob das Kind unter dem häufig zitierten "Sandwich-Syndrom" leidet oder ob es tatsächlich Fehler der Mutter waren, die dem Kind suggerierten, nicht mehr geliebt zu werden.
Ist so über ein Forum schwierig. Was ist denn Deine Intention für das Posting? Bist Du an dem Geschehen unmittelbar beteiligt?
Beitrag von chili-pepper - 18.01.12 - 14:15 Uhr
Unmittelbar beteiligt?
Nein.
Findest Du es nicht seltsam, dass die Mutter ihr Kind in seiner schwierigsten Phase 6 Wochen alleine lässt, um sich den Bauch zu bräunen?
Ohne Aufsicht, ohne Betreuung?
Beitrag von witch71 - 18.01.12 - 14:36 Uhr
Das meinte ich ja. So ohne Hintergrund oder mal die Geschichte von der Mutter selbst gehört zu haben findet sicher jeder das irgendwie seltsam. Da man aber eben nicht genug weiss, um sich über die Frau und ihr Denkverhalten ein Urteil zu bilden (und urteilen sollte man da eh nicht) lässt man besser irgendwelche Kommentare.
Das ist genauso wie hier Mütter blöd anzugehen, die sagen, ihr Kind lebe hauptsächlich beim Vater. Zuerst werden sie angeschnauzt wie sie das nur zulassen könnten und wenn dann die ganze Geschichte erklärt wird, haben auf einmal alle Verständnis.
Grundsätzlich wäre - so ganz oberflächlich wie hier gelesen - meine Empfehlung an die Mutter, lieber mal 6 Wochen mit dem "Problemkind" weg zu fahren.
Beitrag von sassi31 - 19.01.12 - 02:42 Uhr
Wenn es sich ganz exakt so zugetragen hat, hätte die Mutter wohl besser mal Zeit allein mit dem mittleren Kind verbringen sollen.
Beitrag von susanne85 - 19.01.12 - 08:18 Uhr
hallo
wenn es wirklich so ist gehört die mutter gelyncht.
gerade in einer schwierigen phase hätte sie versuchen sollen mit dem mittleren kind mehr zeit zu verbringen. es in die lehre zu begleiten... es aufzufangen...
die geschichte kommt mir leider verdammt bekannt vor.
Beitrag von starshine - 19.01.12 - 11:47 Uhr
hmmm.... gerade wenn ein Kind Schwierigkeiten hat (ich hoffe hierzu gibt es professionelle Hilfe in Form eines Psychologen) und eine Lehre anfängt würde ich als Mutter sicherlich nicht 6!!!!!! Wochen in Urlaub fahren und dieses Kind alleine lassen.
Ein 15 jähriger Mensch ist immer noch minderjährig.
Beitrag von stormkite - 19.01.12 - 19:57 Uhr
Bei allen Vorbehalten: Aber wenn ich ein Kind habe, das irgendwie grad am abdrifteten ist, und grade die ersten Tage in die Lehre anfängt, würde ich NIE und NIMMER mit wem auch immer in Urlaub fahren - schon gar nicht zusammen mit dem zweiten Erziehungsberechtigten des Kindes, und schon gar nicht für 6 Wochen ... ARG.
Ich würde schauen, das ich dem Kind den Rücken stärke, und außerdem möchte ich wissen, wie die ersten Tage in der Lehre laufen.
Mein Kids sind 14 und 16, und mein Sohn sucht gerade einen Ausbildungsplatz. Er ist zum Glück total happy und ausgeglichen, aber wenn er seine Ausbildung anfängt, bin ich selbstverständlich für ihn DA, und freue mich mit ihm ... oder helfe ihm, wenn es tatsächlich schlecht läuft!
Da müsste ich echt im Koma liegen, das ich dann nicht da bin für meinen Sohn ... der das vermutlich ohne mich genau so gut managen würde, aber trotzdem sauer wäre auf mich, wenn ich lieber in Urlaub fahre, als diesen Schritt mit ihm zu erleben.
Hallo? Wir sind eine Familie, da nimmt man Anteil aneinander?
