2 Kleinkinder unter 2 und arbeiten

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Beitrag von bluemotion - 18.01.12 - 14:36 Uhr

Hallo!

Kurz mal zu meiner Situation:

Vor der Geburt unseres 1. Kindes ging ich auf 400€Basis arbeiten. Davor 9 Jahre lang in Vollzeit nach meiner Ausbildung. Doch es gab viele Zwistimmigkeiten im Betriebsklima und m.d. Chef, deshalb kündigte ich und als nächste Gelegenheit ergab sich eben der Minijob in meinem Berufsbild.

Unsere Tochter wurde geboren, ich war danach 1 Jahr in Erziehungszeit. Meinen Minijob konnte ich danach nicht mehr aufnehmen, weil a) keine Aufträge für mich da waren und b) ich mit unserem 2.Wunschkind ss war/bin. Nun bin ich in der 36.ssw und mache mir so meine Gedanken, wie die Zeit berufsmäßig nach dem 2.Kind weitergehen soll. Ich würde dann wieder für 1 Jahr Eziehungsgeld beziehen+KG von 2 Kindern. Während der 1jähr. Elternzeit lohnt sich schlichtweg der Minijob nicht, da alles angerechnet wird (ich theoretisch Geld mitbringen müßte zur Arbeit)

Ich bin nicht der Typ, der auf der faulen Haut liegen mag, doch trotzdem möchte ich mir und gleichzeitig den Kindern/Mann gerecht werden. Mehr Geld auf der Tasche zu haben ist schließlich immer besser als zu wenig oder gar vom Amt zu leben (momentan erhalte "ich" das Kindergeld des 1.Kindes)

Nun ist es bei uns allerdings so, das wir keinerlei Oma/Opa oder Verwandtschaft in der Nähe wohnen haben, die zuverläßig und auch mal spontan auf die beiden Kinder aufpassen können, damit ich einem Beruf nachgehen könnte. Der nächste (Schwiegervater) wohnt 50km von uns entfernt:-( Unser 1. Kind ist für den Sommer 2013 (mit 3.J) für den KiGa angemeldet. Unser 2. Kind, nun ja, ist noch im Bauch;-)

Über eine Tagesmutter habe ich bereits nachgedacht, doch das übersteigt ja sämtliche Einnahmen meinerseits. Irgendwo sollte sich das dann ja doch lohnen. Also müßte ich mind. eine TZ-Stelle annehmen. Aber dann steigen wiederum die Betreuungskosten, obwohl vlt. bei TZ etwas vom Geld dann übrig bleiben würde.

Ich fühle mich irgendwie wie einem Teufelskreis festgenagelt, "verdammt"(sorry) zu Hause zu bleiben. Ganz davon ab, ich finde es schön mit meiner Tochter und bald 2. Kind zu Hause zu sein, aber doch möchte man irgendwie sich auch wieder auf diese Art nützlich machen.

Lange Rede, kurzer Sinn.... wer ist denn in einer ähnlichen Situation (keine Verwandtschaft, Kleinkind 18Mon+Baby, Mann in Schichtdienst bzw. VZ)
Wann seid ihr denn wieder arbeiten gegangen, wie habt ihr das geregelt bekommen mit diesen Umständen und wieviel Std. Arbeit waren mit 2 Kindern möglich?

(Allerdings brauch ich keine Antwort von Müttern mit 3+ Kindern, die sogar VZ arbeiten schaffen.....ich denke, das da immer die leittragenden die Kinder selbst sind, wenn sie mehr als 8-9 Std fremdbetreut werden#schmoll)

Beitrag von kerstini - 18.01.12 - 14:44 Uhr

Huhu! Mir gehts ähnlich!

Ich habe zwar nur 1 Kind mit 1 Jahr, würde aber auch gerne wieder auf 400€ Basis arbeiten gehn. Allerdings ist das gar nicht so einfach.

Hätte jetzt 2 Stellen gehabt und habe beide abgesagt weil es mit der Kinderbetreuung nicht geklappt hätte bzw es sich einfach nicht gelohnt hat. Tagesmutter bzw. Kinderkrippe und ein zusätzliches Auto für nen 400€ Job ist einfach nicht rentabel.

Jetzt waren wir einfach mal ab was die Zukunft so bringt. Irgendwann wird schon ein Job kommen der zu uns passt :-)

Kerstin mit Ida #verliebt an der Hand und MADITA, LEO & #stern #stern im #herzlich

Beitrag von rosalinde.x - 18.01.12 - 14:48 Uhr

Hallo,

ich hatte bis beide Kinder in den Kindergarten gekommen sind eine Kinderfrau, die zu uns ins Haus kam, solange ich gearbeitet habe (4 Vormittage pro Woche).

Das war praktisch, flexibel und auch nicht teurer als Krippe oder Tagesmutter.
Gefunden hatte ich sie über eine Babysitter-Homepage.

Liebe Grüße

Beitrag von bluemotion - 18.01.12 - 14:56 Uhr

Ist Kinderfrau sowas wie eine Nanny? Kosten die denn weniger als eine Tagesmutter, bei der man das Kind hinbringt? Ich weiß nicht so recht, hab da nicht soviel Vertrauen in solchen Menschen, da sie ja in der eigenen Wohnung umher gehen. Dauert bestimmt eine Weile, bis man die richtige für sein Kind gefunden hat.

Bei uns kostet eine TM z.B. mind. 5€ + Verpflegung. Da ist man schnell bei 30€/Tag:-(

Ich habe auch über eine Leihoma nachgedacht. Wird auch bei uns in Dortmund hier angeboten. Das wäre kostenlos, man müßte dann nur dem Verein beitreten (Mitgliedschaftskosten).

Beitrag von rosalinde.x - 19.01.12 - 12:46 Uhr

Hallo,

ja, praktisch wie ein Babysitter.
Klar, Vertrauen muss schon da sein. Aber einer Tagesmutter vertraust du ja auch deine Kinder an.

Wegen den Kosten:
Bei 2 Kindern musst du doppelt bezahlen. Bei meiner Kinderfrau war der Unterschied zwischen der Betreuung von 1 oder 2 Kindern und geringfügig höher.
Im Vergleich zur Krippe bezahlte ich nur die Stunden, die ich tatsächlich brauchte. In unserem Fall wäre die Krippe teurer gewesen.

Liebe Grüße

Beitrag von keks2381 - 18.01.12 - 15:19 Uhr

Hallo,
also bei uns ist es so, das die Tagesmutter ziemlich bezuschußt wird ( so etwa 3,90€/Std.), wenn das Kind noch unter 3 Jahren alt ist. Ist vermutlich auch überall etwas unterschiedlich, aber mach dich doch einfach mal beim Jugendamt schlau, die können dir dazu mehr sagen.

Fange jetz grad wieder an, 1 Tag pro Woche zu arbeiten.
Mein Sohn ist grad 3 Jahre alt geworden, und wird im Kindergarten betreut.
Für meine 1 jährige Tochter hab ich mir eine Tagesmutter gesucht, bei der sie an diesem Tag betreut wird.
Die Tagesmutter rechnet dan mit dem JA ab, und ich zahl dann die diffrenz.
Habe den Antrag zur Kindertagespflege aber erst frisch gestellt und weiß jetzt noch nicht so genau wie das laufen wird.

LG
Karin

Beitrag von bluemotion - 18.01.12 - 15:25 Uhr

An welches Gehalt wird das denn dann angerechnet? An das der Frau? Ich meine, wenn mein Mann VZ ist und ich mind. TZ gehen würde, würde das JA bestimmt nichts zahlen. Aber du hast recht, besser, wenn man da mal anruft.

Beitrag von keks2381 - 18.01.12 - 15:42 Uhr

Laut Antrag mußt du beide Gehälter nachweisen, sowie noch einige andere Dinge zB.: Kindergeld... ist schon ein ziemliches hickhack mit dem Papierkram, ähnlich wie beim Elterngeld. Ausserdem muß die Tagesmutter mit dem JA zusammenarbeiten, und eine Pflegelizenz haben.
So wie ich das verstanden habe bekommst man die 3,90€ sicher, wenn man nachweisen kann das man in der Zeit, in der das Kind betreut wird, arbeitet (beide Natürlich).

Ich denke das es sich aber wirklich von Kreis zu Kreis unterscheiden kann.

Wie Gesagt Antrag läuft, alles weitere muß ich auch abwarten.

Beitrag von marion2 - 18.01.12 - 17:52 Uhr

Hallo,

ich war nach den Zwillingen in einer ähnlichen Situation. Sie sind aus gesundheitlichen Gründen nicht voll belastbar, weshalb nur Teilzeit möglich war. Unser Kindergarten hat vernünftige Öffnungszeiten, wenn man von den Schließzeiten absieht. Das ging also gut.

Mein Sohn war recht früh für 10 h in Betreuung und hat NICHT gelitten. Man muss eben zusehen, dass die Betreuung qualtativ hochwertig läuft und man die Zeit, die man mit seinem Kind hat auch nutzt.

Ich glaube, dass Kinder von Vollzeitmüttern oft mehr leiden als Kinder von arbeitenden Müttern. Qualität geht auch hier immer vor Quantität.

Gruß

Beitrag von xyz09 - 18.01.12 - 19:26 Uhr

Hallo,

man kann (zumindest hier in Nds.) die Tagesmutter über das Jugendamt laufen lassen. Wir haben einen Platz für 36 Stunden die Woche. In unserer Gemeinde werden die Nettoeinnahmen der Eltern (gemeinsam) zugrunde gelegt. Für unsere Stundenzahl ist der Höchstsatz (mehr als 4000 Euro Nettoeinkommen im Monat) 392 Euro fürs erste und 294 Euro fürs zweite Kind (wir bezahlen weniger, da wir nicht so viel verdienen). Du bräuchtest ja wahrscheinlich noch weniger Betreuung. Nehmen wir mal 25 Stunden an ergäbe das einen Höchstsatz von 280 + 210 Euro.

Übrigens geht unsere Tochter 4x die Woche 6,5 Stunden und 1x 10 Stunden hin und ist sehr gerne dort. Sie ist dort in die Familie eingebunden (es sind Tagesmutter und -vater), sie hat dort Spielkameraden, Tiere (Hund, Katze, Kaninchen) und fühlt sich dort sehr wohl. Ich würde nicht sagen, dass es ihr schadet, auch wenn es ein komisches Gefühl ist, dass ich nun so einen Großteil der Erziehung abgebe. Ich freu mich darauf, wieder zu arbeiten (auch wenn ich bereits wieder schwanger bin, für 4,5 Monate kann ich noch mal los) und finanziell können wir es auch gebrauchen. Bei uns ist es schon ein Rechenbeispiel, da ich auch noch 65km einfache Fahrtstrecke habe, aber man kann ja die Kilometer und auch die Kinderbetreuung steuerlich geltend machen.

Viel Erfolg bei deinen Überlegungen. Unsere Tabelle (wieviel Stunden wieviel Geld kosten) kann man sich übrigens im Netz herunterladen. Google doch mal oder ruf beim Jugendamt an, dann kannst du dir vielleicht noch eher ausrechnen, ob sich das lohnt.

Viele Grüße
xyz mit Mann, Maus und Bauchzwerg

Beitrag von judith28 - 19.01.12 - 17:01 Uhr

Also, es geht es alles irgendwie..is ne Organisationfrage..Ich habe zwei Kleinkinder inzwischen 5 und 6..Ich arbeite als Krankenschwester im Früh und Spätdienst und war ne ganze Zeit lang alleinerziehend..In der Zeit habe ich mir nen Babysitter genommen und ab und an hat die Oma geholfen..Sara war mit 9 Monaten im Kindergarten und Noah ab 1,5 Jahren und es hat Ihnen nicht geschadet..
Gruß Judith