Ich glaube ich bin am Ende. Ich hatte mal Nerven aus Stahl, mich konnte kaum was aus der Bahn werfen, immer gut organisiert und Plan B in der Tasche und auch gleich noch Plan C in der Hinterhand. Hatte einen sehr anspruchsvollen Job (leider nur total unterbezahlt).
1. Kind 2009, dann ein Jahr wieder arbeiten, dann 2. Kind 2011.
Mein Mann ist beim Bund und nur am Wochenende zu Hause, das Verhältnis zu meinen Schwiegereltern ist sehr wechselhaft.
Seit einigen Tagen fällt es mir auf, dass mich kleinste Sachen nerven und ich vor Wut an die Decke gehen könnte. Ich weiß ja, dass der Große grade schön in seiner Trotzphase steckt
und die Kleine mitten im Wachstumsschub (der 19-Wochen-Schub seit 3 Wochen mindestens) 
Mein Mann versucht mich am Wochenende soviel wie möglich zu unterstützen und geht auch mal mit den Kindern alleine raus und ich nehme die Zeit für mich (und nicht für den Haushalt) und nehme ein Bad, lese dabei ein Buch oder so. Aber sobald er Sonntags abends wieder gefahren ist, knallts bei mir durch. Dann denke ich, ich schaff das alles nicht. Ich bin so demotiviert. Darf mir von Schwiemu anhören, dass ich ihr die Enkel vorenthalte. NEIN ich hab bloß keinen Bock JEDES Wochenende bei denen vorbeizufahren, damit sie sich nicht an die Regeln hält und mir blöde Kommentare gibt - zum bei uns mal auf nen Kaffee vorbeikommen sind se sich zu fein, denn wir haben keine Garantie für einen Parkplatz vorm Haus (wir müssen uns selbst immer einen suchen und machmal da auch etwas laufen
und wenn mein Mann am Wochenende zu Hause ist, möchte er ja auch gern Zeit mit uns verbringen.
Für den Großen brauche ich irgendne Ablenkung, wenn ich die Kleine Stillen will, denn die interessiert sich jetzt für ihre Umwelt mehr als vorher und wenn der Große im Raum ist, ist der interessanter als die Brust und da schreit sie aller halbe Stunde, dann Piranha-Angriff auf die Brust, 4-5 hastige Züge und dann wieder in die andere Richtung geschaut, denn wir könnten ja was verpassen 
Wenn ich ihn bitte sich mit einem Buch neben mich zu setzen hält das keine Minute, wenn ich ihm vorschlage in seinem Zimmer schonmal die Eisenbahn aufzubauen, dann schmeißt er andere Sachen umher. Wenn ich in ihr Zimmer gehe zum Stillen, kommt er auch hinterher. Wir können also nur in Ruhe stillen, wenn er abends im Bett liegt oder tagsüber bei der Tagesmutter ist.
Ich war heute soweit, dass ich kurz vorm Ausrasten war. Hab die Kleine ins Laufgitter gelegt, hab ihn links liegen lassen, bin ins Bad und hab geschrien, den Kopp an die Türe geknallt und ja es hat irgendwie geholfen, leider nur 5 Minuten
Da kam aber der Große und schaute mich an und sagte mir, dass er nicht möchte das ich rumschreie
- wie mans macht, macht mans verkehrt...
Wenn ich nur wüsste, wo diese Unzufriedenheit herkommt (denn was anderes ist es ja nicht, oder?)
LG ne traurige Orphel mit Alexander, dem Nerventod (2 3/4 Jahre) und Katharina, das Schub-Kind (4 Monate) und einem sehr lieben Mann, der mir erst letztes Wochenende Blumen mitgebracht hat
Wo sind meine Nerven aus Stahl hin? *langer SILOPO*
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Beitrag von orphel - 18.01.12 - 21:32 Uhr
Beitrag von sweety03 - 19.01.12 - 07:45 Uhr
Hallo,
das klingt gar nicht schön, ich hoffe, Deinem Kopf geht es besser
und Du hast keine all zu große Beule!
Ich würde mir lieber ein Kissen nehmen und dieses malträtieren, aber nicht Deinen Kopf
.
Ich kenne diese Zeit auch noch, fand ich auch super anstrengend. Im Job war alles super, man war bestens organisiert, und dann hat man zwei Kinder, die auch keinen all zu großen Altersabstand haben, und das ganze Leben ist auf den Kopf gestellt bzw. der einzige Plan ist, dass man keinen hat.
Meine große Tochter war gerade 2, als ihre Schwester geboren wurde.
Ich hatte eine Kiste mit Spielsachen, die es nur gab, wenn ich gestillt habe, so war das etwas Besonderes für sie und sie hat während des Stillens prima famit gespielt.
Ab und zu habe ich die Sachen ausgetauscht, damit es interessant blieb für sie. Versuch das mal, uns hat es geholfen.
Wenn Dein Sohn tagsüber bei der Tagesmutter ist, kannst Du Dich da nicht entspannen? Die Lütte schläft doch sicher noch öfters, da kannst Du Dich doch auch mal hinlegen.
Ist natürlich hart, dass Du die ganze Woche allein mit den Kindern bist, aber daran kann man wohl nichts ändern und Dein Mann scheint ja ein Lieber zu sein
.
Augen zu und durch! Das erste Jahr war rückblickend mit 2 Kindern das härteste meines Lebens. Ich weiß jetzt oft nicht, wie das ging. Beide Kinder haben super schlecht geschlafen, ich habe dauergestillt und mein Mann war auch nie zu Hause.
Jetzt arbeite ich VZ mit 2 Kindern, aber finde es lange nicht so anstrengend wie das erste Jahr mit Kleinkind und Baby.
Glaub mir, es wird auf jeden Fall besser!
Sweety
Beitrag von orphel - 19.01.12 - 11:11 Uhr
Hallo Sweety,
vielen Dank für deine aufmunternden Worte. Ich habe es mir bei weitem nicht so "stressig" vorgestellt mit beiden Kindern zu Hause zu sein.
Meinem Kopf geht es ganz gut, hab nix davon getragen 
Die Kinder haben mal wieder die Nacht zum Tag gemacht. Der Große hat um 12 und um 1 geweint (Grund unbekannt) halb drei wollte er dann mit zu mir ins Bett - okay, da schläft er wenigstens besser und ab halb 4 war die Kurze der Meinung die Nacht ist jetzt vorbei.
Tagsüber schläft sie nicht viel. Sie ist viel wach und schaut, aber meistens meckert und knatscht sie, weil sie noch nicht so recht vom Fleck kommt. Sie will sich gern drehen, schafft es aber nicht. Und wenn man bissel nachhilft, na dann erst noch (ich glaube der Dickschädel is von mir
)
Wenn es besser wird, dann halte ich einfach noch ein bissel aus.
nochmal.
Orphel
