Hallo!
Anfang der Woche ist mein Opa verstorben. Ich habe meinem Schatz erklärt das Opa zu den Engeln geflogen ist weil sein Herz ganz Krank war.
Wir haben einen Engel, ne Kerze und ein Foto von Opa aufgestellt und zünden jeden Abend die Kerze an, damit Opa mit das Sandmännchen gucken kann.
Das versteht er alles soweit, er sagt auch von sich aus das Opa bei den Engeln ist und nicht wieder kommt.
Nun meine Frage: Sollte er mit zur Trauerfeier kommen? Alle sagen es ist nicht gut für ihn die Trauer zusehen, er soll zuhause bleiben oder mit jemandem spazieren gehen. Ich hab aber angst das er den Opa immer suchen wird wenn er nicht teilnimmt.
Der Sarg wird zu sein und wärend wir beim Kaffetrinken sind zm Krematorium gefahren. Also reine Trauerfeier. Das Grab wird aber anschließend noch geschmückt mit Kränzen, damit sein "Garten" schön ist.
Lg Katrin und Maximilian
2Jähriger zur Trauerfeier?
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Beitrag von jule200783 - 19.01.12 - 10:05 Uhr
Beitrag von evegirl - 19.01.12 - 10:11 Uhr
Ich habe meinen Sohn (damals 1 Jahr) nicht mit zur Trauerfeier genommen. Aus dem Grund weil ich ihn einfach zu klein finde und er das auch nicht verstanden hätte vorallem wenn er soviele Menschen weinen sieht.
Ich finde es sollte jemand mit ihm Spazieren gehen und später beim Grab schmücken kann er gerne dabei sein.
Beitrag von -kopfsalat- - 19.01.12 - 10:18 Uhr
Was andere sagen, ist doch nicht interessant.
Will der Kleine denn mit? Hast du ihn gefragt? Wenn du ihm kindgerecht erklären konntest, dass der Opa gestorben ist, gehört doch eine Beerdigung und Trauerfeier dazu. Will er dran teilnehmen? Dann nimm ihn mit. Er kann ja noch ein Bild für Opa malen, was dort aufgestellt werden kann. Auch kleine Kinder sollten die Chance haben, sich auf ihre Art zu verabschieden. Und wenn dein Sohn das möchte, dann sollte er die Gelegenheit dazu bekommen.
Alles Gute
Salat
Beitrag von naeuze - 19.01.12 - 10:30 Uhr
also ich weiss nicht..einen 2 jährigen Fragen??
als mein Vater vor einem halben starb waren unsere Familien- Kids alle bei der Beerdigung. sie waren zwischen 1,5 und 6 Jahre. Allerdings wurde die Urne meines Vaters im Wald bestattet und es zwar eine sehr schöne, entspannte Atmosphäre... die kinder sind rumgerannt und haben gespielt...die Trauerfeier stockte ein paarmal weil die Kleinen so süß waren... mein Vater hätte geweint vor Freude wenn er das gesehen hätte...er liebte jedes Kind unendlich.er war der geborene Opa
ich finde ein kleines Kind stört nie bei so einem Anlass. Vielleicht (wenn es etwas steifer ist) nimmst Du jemanden mit der den Kleinen "beaufsichtigt" und es spielerisch etwas beschäftigt..aber wenn der Opa das Kind nur halb so sehr liebte, wie mein Vater seine Enkel und Urenkel...dann sollte er da sein... auch Abschied nehmen ist Liebe 
Alles gute für Euch!
Beitrag von tabehaki - 19.01.12 - 11:36 Uhr
hallo, mal eine Frage.
Was ist das für ein Wald und wieso ist sowas in Deutschland erlaubt? Ich hatte mal davon gehört und aber die Gesetze in Dtl sind so streng und die Kosten auf dem Friedhof so teuer. Ist das extra ein Wald für Bestattungen oder eine Ausnahmeregelung? LG
Beitrag von schnuppelschaf1 - 19.01.12 - 12:00 Uhr
Hallo!
Das nennt man Friedwald.
Das ist in Deutschland erlaubt.
http://www.friedwald.de/BUV_1_Konzept.AxCMS
Steffi
Beitrag von naeuze - 19.01.12 - 16:56 Uhr
Hey...es gibt Friedwälder und Friedforste...
Mein Vater wurde in Taunusstein beerdigt. der Wald ist ganz neu und Du kauft entweder einen ganzen Baum für bis zu 8 Personen, oder wählst einen Gemeinschaftsbaum...da die Familie für einen ganzen Baum zu klein ist und ich bereits in einem anderen Wald ein Baumplatz habe (ich hab meinen in Erbach im Odenwald) haben wir einen Platz für meinen Vater und direkt für meine, noch lebende Mutter gekauft, weil sie gerne bei ihm sein möchte..irgendwann wieder.
auch wenn es sich komisch anhört..es hätte kein Ort geben können der schöner ist..guck mal im Internet..und auch wenn sich das noch komischer anhört...es war für uns sehr gut bezahlbar...!
bei Fragen..gerne PN an mich..
Beitrag von tabehaki - 20.01.12 - 23:23 Uhr
Es ist echt eine Überlegung wert. Meine Eltern wollen die STREUWIESE
Soweit ich weiß ist diese Methode in Deutschland gar nicht erlaubt. Ich diskutiere immer wild mit ihnen, weil mir ihre Idee gar nicht gefällt.
Ich werde das mal besprechen und mich schlau machen, ob es sowas auch im Norden Deutschlands gibt.
LG
Beitrag von tabehaki - 19.01.12 - 10:27 Uhr
Vor einer Woche war die Beerdigung meiner Oma und mein 22 Monate alter Sohn war mit in der Kapelle mit dem Sarg dabei. Eine halbe Stunde war er ganz ruhig und aufmerksam, danach wurde er unruhig und ist mit Papa nach draußen. Er hat sich nicht danebenbenommen. Alles war ja neu und er hat zum Abschied seiner Uroma auch eine Rose mit in das Grad werfen dürfen! Von unserer Familie hat sich keiner dadurch gestört gefühlt!
Ich bin froh darüber, dass er mit dabei war. Hatte mich vorher auch informiert und hauptsächlich positive Rückmeldungen erhalten. Meine Meinung: nimm ihn mit! Er wird die Stimmung auch ein wenig auflockern und wenn er zu unruhig wird, kann ja jemand mit ihm rausgehen. Dein Kleiner gehört mit zur Familie!
LG und herzliches Beileid!
Beitrag von ladycrusoe - 19.01.12 - 10:45 Uhr
Mein Beileid!
Als meine Oma vor 2 Jahren gestorben ist war unsere Große schon 3 Jahre alt, aber für sie war es wichtig sich von ihrer Ur-Anni zu verabschieden!
Der Kleine war fast 1 Jahr alt und mein Mann ist zwischendurch mit ihm auf dem Friedhof spazieren gegangen, dass ich in Ruhe Abschied nehmen konnte!
Ich hatte vorher mit den Kinder große Steine bemalt, mit jeweils einer Blume, einem Herz und einem Stern, plus ein A+J (für Anastasia und Jakob, meine Kinder, aber auch für meine Oma und mein Opa Anni und Jakob)!
Am Tag der Urnenbeisetzung waren die Kids wie gesagt dabei und als dann alle am Grab standen, hat meine Tochter auch einfach mit geweint der kleine hat es noch nciht so wirklich verstanden, aber sie haben beide ganz stolz ihre "Geschenke" für Uroma und Uropa aufs Grab gelegt!
Meine Kinder gehören für mich zur Familie und es ist ein anderes Familienmitglied das da gestorben ist, da dürfen sie auf alle Fälle mitkommen, egal wie das andere finden!
Hör auf dein Herz!
LG,
Annika
Beitrag von jannic27 - 19.01.12 - 11:14 Uhr
Hallo,
erstmal mein Beileid.
Nun zu Deiner Frage,
Meine liebe Schw.Mama ist vor 3 Monaten verstorben, also ich habe meine Kinder(4 und 1J) nicht auf die Beerduígung, aber danach zur Feier mitgenommen.
Für uns (als Eltern und mein Sohn) war es die richtige Entscheidung, er leidet sehr darunter das die Oma nicht mehr da ist.
Wie alt ist denn dein Sohn?
lg
Beitrag von schwilis1 - 19.01.12 - 11:26 Uhr
ich hab meine Sohn bei der Trauerfeier mener Mutter dabei gehabt. ebenso als sie auf der Palliativstation lag und im Sterben lag. außer in dem Moment wo sie aufgehört hat zu atmen war er immer da. und das war auch gut und wichtig.
Nicht nur für mich, sondern für alle... er hat die Oma nochmal gesehen, er hat meiner Familie viel kraft gegeben.
Was soll daran nicht gut sein. ich verstehe nicht wie sich diese Frage überhaupt stellt? Sterben gehoert zum leben dazu. Leider sterben Menschen viel zu früh... aber dennoch ist es teil des lebens!
Beitrag von jule200783 - 19.01.12 - 12:03 Uhr
Danke für die vielen Antworten.
Wir haben Maximilian angeboten mitzukommen. mal will er mal nicht. denke das werden wir spontan entscheiden.
tja warum wollen die anderen (meine eltern) nicht das er mitkommt. sie sagen er soll das elend nicht sehen wenn alle weinen. das hab ich ihm schon erklärt und er sieht uns ja auch weinen.
2.grund: nicht das er mit seinen zwischenfragen stört. er ist ein sehr neugieriger kleiner mann der alles hinterfragt. das könnte ja stören. meinen opa würde es gefallen wenn er dabei wäre. sein Mäxchen ;)
Meine Schwiegereltern wären dabei und würden ihn nehmen wenn es zuviel wird. aber selbst das stört meine eltern. es wird ja voll und die unterbrechung wenn er raus geht stört.
ich verstehe sie einfach nicht. maximilian gehört zur familie und hat seinen opa geliebt. abrr er darf bei der verabschiedung nicht dabei sein.
gruß Katrin.
sorry fürs kleinschreiben und fehler bin mit handy on.
Beitrag von hope0101 - 19.01.12 - 20:46 Uhr
Hallo Katrin!
Herzliches Beileid!! Als mein Opa 2008 verstorben ist, war mein Sohn 2 Jahre alt. Eigentlich sollte er bei der Nachbarin von meinen Großeltern geparkt werden, die musste aber kurz vorher ins Krankenhaus. Also haben wir meinen Sohn mitgenommen. Da er aber in der Kapelle seeehr lebhaft war, ist mein Mann mit ihm rausgegangen. Beim "Leichenschmaus" wars kein Problem, da hat er die anderen ein wenig ablenken können und alle haben sich gefreut, dass der Kleine da war.
Alles Gute und viel Kraft!
Hope
Beitrag von myimmortal1977 - 20.01.12 - 10:48 Uhr
Du solltest Deine Entscheidungskriterien aus einem anderen Blickwinkel treffen.
Als meine Mutter verstarb, war mein Sohn so alt wie Dein Kind jetzt. Wir haben ihn bewußt nicht mit zur Trauerfeier rein genommen, sondern ihn mit der Nichte meines Mannes draußen vor der Türe gelassen, weil ich nicht wollte, dass er nachher während der Trauerfeier zum Sarg geht, quängelig wird oder oder oder....
Ich habe die Entscheidung jetzt nicht aus der Sicht getroffen, dass er einen seelischen Schaden davon tragen könnte, nur weil er Menschen weinen sieht oder da ein Sarg stehen sieht oder oder oder..... Denn das glaube ich kaum, Kinder in dem Alter können noch nicht vom Verstand her ermessen, was da gerade vor ihren Augen geschieht.
Wenn Du es verträgst, dass Dein Kind ggf. in der Kapelle oder wo auch immer die Trauerfeier stattfinden wird, quängelig wird, beim Singen ggf. tanzen möchte, laute Fragen stellt, während der Verabschiedungsfeier immer zum Sarg möchte oder andere Dinge im Raum erkunden möchte, dann nimm ihn mit rein.
Mit meinem Sohn wäre das nicht gegangen. Der konnte zu dem Zeitpunkt keine 10 Minuten still sitzen und hätte alles erkunden wollen und hätte spätestens nach einer halben Stunde den ganzen Saal aus Langerweile terrorisiert.
Bei der anschließenden Zusammenkunft der Trauergemeinde zu Kaffee, Kuchen und Häppchen war er dabei und das war auch gut so, da er die bedrückte Stimmung aufgelockert hat.
Ganz Zuhause hätte ich ihn nicht gelassen. Denn er ist ein fester Teil der Familie und gehört auch bei solchen Unangenehmen Veranstaltungen dazu.
Zur späteren Seebestattung meiner Mutter war er übrigens auch dabei. Die fand aber nur im allerkleinsten Familienkreise auf einer kleinen Yacht statt. Wir haben Papierschiffchen gebastelt und mit ihm Blumenblätter über die See gestreut. Somit konnte er sich in Würde von Oma verabschieden.
Ggf. ist es auch eine Option für Euch, dass Ihr Euer Kind bei der eigentlichen Trauerfeier in der Kapelle raus lasst, ihn aber bei weiterem Drumherum dabei habt. Du kannst mit Deinem Kind auch Gegenstände basteln und mit ihm ggf. am Grab niederlegen und ihn somit nahebringen, dass das der letzte Weg, die letzte ehrenvolle Ruhestätte seines Opas ist.
Ich wünsche Dir eine weise Entscheidung!
Alles Liebe, Janette
Beitrag von comapo - 21.01.12 - 16:32 Uhr
Hallo,
ehrlich gesagt kann ich Deine Eltern verstehen. Die Trauerfeier ist für viele Menschen ein wichtiger Teil des Abschiednehmens. Und so ein kleiner Zwerg, dann dann vielleicht fröhlich dazwischen kräht oder vielleicht heult, weil er nicht mehr sitzen will, das würde mich in dem Moment auch stören, bin ich ehrlich.
Als mein Sohn knapp 1,5 Jahre alt war, verstarb mein Vater. Eine Freundin von mir hat während der Feier mit dem Kinderwagen eine Runde gedreht und ich konnte in Ruhe Abschied nehmen.
Außerdem finde ich, dass das null Sinn macht einen 2jährigen zu fragen, ob er mitkommen will. Der weiß doch gar nicht, worum es geht!!
LG
Beitrag von -diana- - 31.01.12 - 11:06 Uhr
Hallo!
Ich war kürzlich auf einer Fortbildung zum Thema "Kinder und das Sterben".
Die Dame, die langjährige Sterbebegleitung macht, meinte, dass es schon wichtig sei, dass die Kinder Abschied nehmen dürfen. Man muß allerdings von Kind zu Kind auch unterscheiden können...
Auch ist es nicht schlimm, wenn die Toten im Sarg aufgbahrt liegen und die Kinder diese nochmals sehen. Viel schlimmer sei für die Kinder die Vorstellung z.B. meine Oma (so wie ich sie in Erinnerung habe, also lebendig), liegt in dem Sarg und wird in die Erde hinabgelassen...
Wichtig ist zu erklären, dass im Sarg nicht mehr die Oma ist, so wie das Kind sie gekannt hat. Sozusagen nur die "Hülle".
Schwieriges Thema...
Liebe Grüße, Diana
