Eure Meinung zu folgendem Absatz in einem Arbeitszeugnis (Bewerber)

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Beitrag von stefele - 19.01.12 - 11:32 Uhr

Hallo zusammen,
Was haltet Ihr von folgendem Text im Arbeitszeugnis eines Bewerbers für eine Stelle als Aussendienst-Mitarbeiter:

"Herr … arbeitete sich zügig in sein Aufgabengebiet ein und war mit Unterstützung seiner Vorgesetzten stets in der Lage seine Aufgaben wahrzunehmen. Herr … ist belastbar und war auch in schwierigen Situationen jederzeit ein guter Ansprechpartner für unsere Kunden und Interessenten…"

Das "war mit Unterstützung seiner Vorgesetzten" macht mich etwas stutzig, ist das negativ gemeint?

Danke für Eure Meinung!

LG Stefele

Beitrag von thea21 - 19.01.12 - 11:39 Uhr

...."in der Lage seine Aufgaben wahrzunehmen".....würde mich da viel mehr fixen.

Taugenichts...so klingt das.

Beitrag von joy1975 - 19.01.12 - 11:46 Uhr

Für mich heißt das leider auch so viel wie "kriegte ohne Hilfe von oben eigenständig nichts auf die Reihe".

Beitrag von sassi31 - 19.01.12 - 20:25 Uhr

#pro

Beitrag von myimmortal1977 - 19.01.12 - 11:49 Uhr

Liest sich so, als ob er nicht eigenständig Arbeiten konnte oder wollte und für jeden Auftrag ne Arbeitsanweisung von den Vorgesetzten benötigte bzw. jeden Schritt rückversichern ließ.

Nur bleibt die Frage, ob er in der Tat nur auf Zuruf arbeiten konnte, sprich auf Terminierung von den Vorgesetzten warten musste, oder stets ne selbst provozierte Sonderbehandlung brauchte....

Schwierig, schwierig.....

Beitrag von roxy88 - 19.01.12 - 11:50 Uhr

Ich würde an deiner Stelle, gegen das Arbeitszeugnis vorgehen.

Mein Vater hat vor einigen Jahren auch, auf den ersten Blick ein positives Arbeitszeugnis bekommen, aber bei genauem lesen auch solche komischen Sätze drin gehabt.

Diese Sätze sollen das negative Arbeitszeugnis einfach nur schön schreiben.

Beitrag von alexa81 - 19.01.12 - 22:45 Uhr

Das liegt einfach daran, dass kein negatives Arbeitszeugnis ausgestellt werden darf. Daraus haben sich dann halt diese scheinbar positiven Formulierungen entwickelt, die aber eigentlich negativ gemeint sind...

Viele Grüße, Alex

Beitrag von caro300 - 19.01.12 - 12:01 Uhr

Hallo,

Es liest sich für mich nicht so gut. Aber ich finde es auch teilweise sehr unschön, wie Arbeitgeber die Mitarbeiter mit solchen Sätzen durch den Kakao ziehen. Ich würde dem Bewerber trotzdem eine Chance geben. Auf der anderen Seite ist es so, dass viele Bewerber sich mittlerweile selbst das Zeugnis schreiben, weil die Chefs "keinen Bock" haben, es selbst auszuformulieren.

Mit fehlt an diesem Zeugnis das "wohlwollende". Der Arbeitgeber wollte offensichtlich dem Mitarbeiter Steine in den Weg legen. Echt fies.

Liebe Grüße

Carola

Beitrag von juniorette - 19.01.12 - 12:07 Uhr

Hallo,

dieses Arbeitszeugnis ist doch eine glatte 6-:

"arbeitete sich zügig in sein Aufgabengebiet ein "

"ist belastbar"

Wenn einem nichts Gutes einfällt, erwähnt man solche Selbstverständlichkeiten.

"war mit Unterstützung seiner Vorgesetzten stets in der Lage seine Aufgaben wahrzunehmen"

Ohne Hilfe hat er überhaupt nichts auf die Reihe gebracht.

"und war auch in schwierigen Situationen jederzeit ein guter Ansprechpartner für unsere Kunden und Interessenten…"

"Schwierige Situationen"? Vielleicht eine Anspielung, auf den allgemein schwierigen Umgang mit dem Mitarbeiter?

Ansonsten ist "guter Ansprechpartner für den Kunden" auch eine Selbstverständlichkeit, wenn ein Arbeitnehmer Kundenkontakt hat. Wieso wird das also erwähnt? Um darzulegen, dass man nichts Positives über den Arbeitnehmer sagen kann.

LG,
J.

Beitrag von manavgat - 19.01.12 - 19:05 Uhr

Kriegt nix allein auf die Reihe und schwätzt nur, anstatt zu arbeiten.

Gruß

Manavgat