Spielen vs. Zimmer aufräumen

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Beitrag von thyme - 19.01.12 - 15:35 Uhr

Mein Sohn soll sein Zimmer aufräumen, das so wild belegt ist mit Zeug aller Art, dass der Boden kaum mehr sichtbar ist. Das er heute aufräumen muss, haben das gestern abend ausgemacht.

Seine Schwester schläft noch und mein Grosser spielt seit zwei Stunden selbstvergessen und voll konzentriert im Wohnzimmer. Wenn die Schwester wach ist, wollen wir noch ein Stündchen raus und dann gibts essen. Was also ist zu tun? Kind aus seiner Spieltrance reisse , damit Mutters Ordnungsfimmel zufrieden ist oder fünf grade sein und Kind spielen lassen?... hmmm....

fragt sich einmal mehr thyme, die noch immer keine Patentlösung für dieses häufige Szenario hat.

Beitrag von hustinetten - 19.01.12 - 15:49 Uhr

Wenn das Zimmer so wüst aussieht, KANN meine Tochter es gar nicht selber aufräumen. Sie sieht dann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Ich muss zumindest von Zeit zu Zeit den Kopf reinstecken, sie dran erinnern, dass sie aufräumen soll und kleine, präzise Anweisungen geben (alle Playmobilsachen in die Playmobilkiste räumen).

Wenn die Kinder grade schön spielen, lasse ich sie auch lieber spielen. Aber manchmal MUSS aufräumen auch einfach sein, denn ohne einen freien Boden kann ich weder saugen noch wischen, und grade Playmobil oder Barbiezubehör geht auch schnell kaputt, wenn man drauftritt.

Wenn das Zimmer aufgeräumt sein soll und dein Sohn grade so toll spielt, könntest du ja auch besonders nett sein, und schonmal anfangen...

lg

Beitrag von thyme - 19.01.12 - 15:58 Uhr

Huhu
Nein, wenn es soooo schlimm ist, helfe ich auch mit, zumindest wie du mit präzisen Aufgaben und etwas Unterstützung. Ich finde aber schon, dass er den Grossteil selber erledigen soll, weil er es kann!

Aber wenn er so versunken spielt wie jetzt gerade habe ich Mühe, ihn da wegzureissen, weil ich merke, dass es einfach wichtig ist, was er gerade tut.

Wir haben eine Lösung gefunden. Ich räume auf und er macht dafür Abendbrot ;)

Beitrag von manoli71 - 19.01.12 - 16:09 Uhr

#pro

Beitrag von schnabel2009 - 19.01.12 - 16:15 Uhr

finde ich gut #verliebt

Beitrag von bianka33 - 19.01.12 - 18:13 Uhr

Hallo,

Dein Sohn kann mit 5 Jahren schon Abendbrot machen?

Soweit ist unsere 5-jährige noch lange nicht - ok, sie hilft vielleicht diverse Dinge ins Wohnzimmer zu tragen und aufzudecken, aber so ganz allein und selbständig könnte sie das noch nicht - muß dazu sagen, daß mir das auch (noch) nicht recht wär.

Grüße,
Bianka

Beitrag von thyme - 19.01.12 - 18:24 Uhr

Wenn du es ihr nicht zutraust, kann sies nicht

Beitrag von manoli71 - 20.01.12 - 18:59 Uhr

Hmm also Philipp hat mit 5 auch schon alleine den Tisch gedeckt. Auch den Frühstückstisch und es war perfekt. Wenn Kinder das nie machen, lernen sie das auch nicht. Bei uns klappt das gut. Er liebt es, wenn er uns mit einem gedeckten Tisch überraschen kann. Und wenn man was hinfällt .... mein Gott, ist doch nicht so schlimm. Wir haben eh nur ein einfaches Ikea Geschirr hier in der Küche.

LG Tina

Beitrag von bianka33 - 21.01.12 - 10:44 Uhr

Also mithelfen dürfen meine beiden kids schon (auch die Kleine mit 2,5) , aber ich hab' s ihr eben noch nie ganz überlassen. Sie müsste dann für die Teller und vieles andere auf den Hocker steigen usw. und die Kleine würd ihr das dann auf alle Fälle nachmachen. Dabei gehts mir nicht um zerbrochenes Geschirr (im Alltag haben wir eh kein wertvolles Geschirr), sondern mehr um die Unfall-gefahr und um das "aus der Hand geben". Meine kids sollen nämlich normalerweise fragen, wenn sie was zu essen wollen - ich mag es nicht, wenn sie sich einfach so was nehmen. Ich weiß, viele Eltern sehen das ganz anders, aber für uns ist es im Moment noch richtig so.

Ich bin da eher der Typ "überfürsorgliche" Mutter, die sich zu viele Sorgen macht - ich weiß das schon, aber ich finde, daß vieles einfach noch Zeit hat - alles Schritt für Schritt...

Meine Grosse zeigt erst seit kurzem vermehrt Interesse daran, sich hier nützlich zu machen, und ich werd sie nun mehr mit einbeziehen.

LG Bianka#blume

Beitrag von gustav-g - 20.01.12 - 09:53 Uhr

<< dass es einfach wichtig ist, was er gerade tut >>

Das finde ich auch.

Wichtiger als aufräumen sind Termine zum Essen und Schlafen.

Beitrag von schnabel2009 - 19.01.12 - 16:14 Uhr

ich glaube ich würde so ziemlich alles tun, damit meine kinder mal für so lange zeit in einem spiel versinken. ich finde das ganz toll!
ich würde ihn dabei nicht unterbrechen, sondern morgen mit ihm ZUSAMMEN das zimmer aufräumen. mit 5 ist er mit so einem chaos hoffnungslos überfordert......

lg schnabel

Beitrag von bee55 - 20.01.12 - 09:14 Uhr

Oh je, wie lang braucht es denn, bis so ein Chaos zusammen kommt? #zitter

Bei uns wird jeden Abend nach dem Spielen7vorm Abendbrot zusammen geräumt und das anständig. Mal allein vom Kind, mal zusammen je nachdem.
Wenn er mal was wichtiges aufgebaut hat, z.B.. seinen ganzen Zug sammt Schienen, darf das auch schon mal stehen bleiben. Aber Unordnung gibt es zum Schlafengehen nicht.
Mag ich nicht, er anerzogen somit auch nicht.Mir kommt vor, das schafft eine schlechte Aura #schein
Das Aufräumen dauert auch nicht lang, wenn man nichts zusammen kommen lässt. Und Jonas spielt viel, aber eben nicht wild drauf los und alles umundum schmeissen gibts eh nicht.

LG bee

Beitrag von thyme - 20.01.12 - 09:17 Uhr

Einen Nachmittag ...höchstens ;-)

Beitrag von bee55 - 20.01.12 - 14:44 Uhr

Hhm, okay das kenne ich SO nicht. Bei uns wird gespielt, nicht gewütet ;-)

Beitrag von nele27 - 20.01.12 - 10:14 Uhr

Hi!

Ich empfehle Dir, ihn JEDEN Abend aufräumen zu lassen.

Erstmal diskutieren die Kinder nicht so viel, wenn sie es einfach IMMER machen müssen. Zweitens wird das Zimmer dann nie so unordentlich, dass er damit überfordert ist.

Mein Sohn (4,5,) räumt sehr schön sein Zimmer auf - aber nur, wenn die Anzahl der Dinge, die er wegräumen muss, überschaubar ist.

Wir machen es immer abends vorm Schlafanzug anziehen. Dann wird eh nicht mehr gespielt und er stolpert auch nicht morgens über 100 herumliegende Sachen.

LG, Nele

Beitrag von thyme - 20.01.12 - 10:34 Uhr

Er hat nicht diskutiert. Er hat gespielt. Und zwar so ernsthaft und intensiv, dass ich ihn dabei nicht stören wollte. Kennst du das nicht von deinen Kindern? Dass sie ganz tief in ihrer Welt stecken, ein hochkomplexes Szenario entwickelt haben und einige Zeit brauchen, um da auch wieder abzutauchen? Ich finde das jeweils ganz toll und habe Respekt davor.

Wir räumen mehrmals die Woche auf. Meine Kinder brauchen aber nicht lange, um ein nach meinem Verständnis Riesenchaos anzurichten. Da mit täglich aufräumen haben wir gecanzelt, weil es schlicht nicht täglich zu schaffen ist.

lg

Beitrag von nele27 - 20.01.12 - 10:40 Uhr

Das mit dem Diskutieren war ja auch nur das Aufzählen eines weiteren Vorteils des täglichen Aufräumens...

Ich würde ihn spielen lassen und dann räumt er eben hinterher auf. Also mein Großer zumindest spielt nicht 5 Stunden total versunken, sodass es hinterher mitten in der Nacht ist :-)

Bei uns hält sich das Riesenchaos in Grenzen, weil wir schauen, dass Anton nicht einfach aus Spaß tonnenweise Spielzeug aus dem Regal zieht, sondern die Sachen, mit denen er auch hinterher wirklich spielt. Zurzeit ist z.B. die Carrerabahn aufgebaut und wenn er dann ne riesen Westernstadt aufbauen will, muss die Bahn erstmal wieder weg.

Beitrag von thyme - 20.01.12 - 10:45 Uhr

Oh, die Sachen sind alle zum Spielen zwingend notwendig. Aber bei geschätztem 1m3 Playmobil ist das Chaos schnell geschaffen.
Im Ernst, ich finds toll, wie meine Kinder spielen können. Ich wünschte ich hätte diese Konzentration auch noch....