Was passiert mit dem Verstorbenem?

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Beitrag von melmystical - 19.01.12 - 17:18 Uhr

Ich habe gerade unten die Frage gelesen, wie eine Beerdigung abläuft. Da fiel mir noch was dazu ein:

Wenn jemand stirbt, sei es im KH oder auch zu Hause. Was passiert dann mit dem Verstorbenem? Die Beerdigung ist ja immer erst ein paar Tage später. Muss dann SOFORT ein Bestattungsinstitut kontaktieren? Man kann ihn ja schlecht zu Hause liegen lassen, oder?
Und was kostet so eine Beerdigung?

Sorry, für die vielleicht blöden Fragen, aber ich befürchte, wir müssen uns so langsam darüber Gedanken machen und meine Mutter verdrängt das Thema noch, deshalb möchte ich mich schon mal informieren (so schrecklich das auch klingt), damit ich weiß, was zu tun ist.

Danke...

Beitrag von saskia161181 - 19.01.12 - 17:54 Uhr

Hi,

also bei uns war es so:

als erstes kam der Arzt, der dann den Totenschein ausgestellt hat.
Dann kam das bestattungsunternehmen, mit dem wir meine Oma dann zusammen gewaschen und schön angezogen haben.
Anschliessend hat der bestatter meine Oma mitgenommen und wir hätten sie bis zur Beerdigung noch jederzeit dort aufgebahrt sehen können.
In dem Altenheim wo ich meine Ausbildung gemacht habe lief es ähnlich ab. Es kam immer erst ein Arzt, bevor weitere Sachen passierten.

LG

Beitrag von kruemi090607 - 19.01.12 - 21:09 Uhr

Hallo

bei uns ist es so das der/die Tote falls er zu Hause stirbt spätestens nach 24 Std. vom Bestattungsunternehmen abgeholt werden muß. Meine Oma war noch über Nacht bei uns im Haus (gestorben 21:30 Uhr) und mein Onkel war genau 24 Std. noch zu Hause (gestorben um 13:00), meine Tante hat ihn dann mit ihrer Tochter umgezogen u. ä. Sachen die ich mir hier nicht so schreiben traue und wollte dann die Nacht noch neben ihm schlafen. Somit kam das Bestattungsinstitut am nächsten Mittag.

Beitrag von kerstini - 19.01.12 - 18:30 Uhr

Hallo,

wenn jemand im KH stirbt bleibt er solange im KH bis er vom Bestatter abgeholt wird. Wenn er zu Hause stirbt weiß ich nicht wielange man den Toten offiziell zu Hause "liegen lassen" darf.

Für die Beerdigung unserer Kinder haben wir über 2000€ bezahlt obwohl wir die beiden in unserem Familiengrab beerdigt haben. Wir haben einen Naturstein mit ihren Namen, Fußabdrücken und Datum noch auf dem Grab liegen, wobei der mit 300€ aber eigentlich nicht teuer war meiner Meinung nach.

Was sich läppert sind die Gebühren des "lagerns" im KH, der Transport von KH zum Bestatter, die Papiere etc. Aber ich denke bei Beerdigungen ist es wie mit so vielem... nach oben ist der Preis nach oben offen!

LG

Kerstin mit Ida #verliebt und MADITA, LEO & #stern #stern im #herzlich

Beitrag von myimmortal1977 - 19.01.12 - 19:45 Uhr

Nein, man muss nicht sofort den Bestatter rufen. Aber möglichst nicht auf die lange Bank schieben.

Ich bzw. wir haben bei beiden Sterbefällen meiner Eltern den Bestatter sofort kontaktiert und beide meiner Eltern wurden noch am selbigen Tage aus den Krankenhäusern aus der Kühlung geholt und ins Krematorium gebracht.

ICH halte den Ort eines Toten für würdiger, als im Kühlhaus eines Krankenhauses.... Sorry, ist nur meine Meinung.

Stirbt der Mensch zu Hause, würde ich schon aus hygienischen Gründen möglichst fix den Bestatter kontaktieren und den Toten abholen lassen. Auch wenn es hart klingt, der Zersetzungsprozess beginnt quasi noch kurz vor dem Tod.

Der Verstorbene muss dann zu korrekten Temperaturen gelagert werden.

Solange man den Leichnam bei der Bestattung nicht aufbahren lassen möchte (da spielt der Zeitfaktor ggf. ne Rolle, damit der Tote noch ansehnlich erscheint), ist ab dann der zeitliche Faktor, wenn es tatsächlich unter die Erde oder ins Feuer geht, rein theoretisch egal.

Aus Glaubensgründen sollte man den Toten nicht 2 Sonntage unbeerdigt lassen. Warum, weiß ich nicht, ich kann Dir nur sagen, dass meine Großeltern der kath. Kirche angehören und da ist es so ein Glaube, dass das Unglück bringen soll.

Eine Beerdigung kostet von - bis.... Je nachdem, was man so haben möchte. Eine kleine Standardbestattung mit einfachem Sarg kostet so bis 3.000 €, nach oben ist alles offen.

Die Bestattungen meiner Eltern haben je rund 4.500€ gekostet, also ca. 9.000 €. Da war allerdings eine Grabpacht, 2 gute Holzsärge, 1 Einäscherung, 1 Mamor-Grabstein und eine Seebstattung nebst der Bewirtung von ca. 180 Personen dabei.

Ja, selbst der Tod ist nicht umsonst ;-)

LG Janette

Beitrag von golm1512 - 20.01.12 - 16:43 Uhr

Das ist doch Quatsch! Man kann einen Toten durchaus noch ein paar Tage bei Zimmertemperatur liegen lassen. In Deutschland sind, glaube ich, 36 Stunden erlaubt. Ich finde diese Entsorgungsmentalität sehr gruselig. Zersetzungsprozesse passiert das ganze Leben lang, wieso denn nach dem Tod diese Eile?

Auf der Palliativstation haben wir unsere Leute oft noch über Nacht oder eben den restlichen Tag plus Nachts auf Station behalten, damit auch wirklich alle Angehörigen den Tod begreifen können. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber die meisten Toten sehen dann immer noch so aus wie am Tag vorher. Ich konnte und kann nichts Schlimmes daran sehen.

Sind unsere Patienten zuhause verstorben, haben wir die Angehörigen ermutigt, den Verstorbenen noch eine Weile zuhause zu behalten.

Gruß
Susanne

Beitrag von maxundjan - 20.01.12 - 18:59 Uhr

stimmt, 36 Stunden sind erlaubt. Auch wir ermutigen die Angehörigen ihre Verstorbenen aus dem KKH nach Hause zu holen, weil oft nicht alle Abschied genommen haben...

Beitrag von tabehaki - 20.01.12 - 23:16 Uhr

wie bitte? Tote werde noch aus dem KH nach Hause verfrachtet? #schock

Also beim besten Willen, sowas kann ich mir nicht vorstellen! Wenn jemand stirbt, dann kann man doch am Tag der Beisetzung oder beim Bestatter danach fragen, jemanden offen zu sehen. Ich habe noch nie gehört, dass jemand, der gerade gestorben ist, noch mal nach Hause transportiert wird und dann erst vom Bestatter mitgenommen wird!

Also wie auch immer, ich würde das nicht wollen!

Beitrag von maxundjan - 21.01.12 - 09:22 Uhr

ältere Verstorbene, die auf dem Dorf leben (hauptsächlich) und im KKH gestorben sind haben die Angehörigen zum verabschieden nach Hause geholt. Früher wurden die Menschen auch zu Hause aufgebahrt, so das nochmal alle kommen konnten.

Ich hätte es mir für mich auch nicht vorstellen können, aber jeder Mensch, jeder Tod und jede Trauer sind individuell und man muß sich dem anpassen (wenn man ein guter Bestatter ist).

Leider ist der Tod heute aus unserem Leben gewichen, nur die wenigsten sterben noch zu Hause und wenn jemand gestorben ist, egal jetzt wo, dann will man ihn so schnell wie möglich "los werden". Das ist unsere "neue Abschiedskultur", aber das ist sehr schade, weil gerade beim Abschiednehmen der Grundstein für die Trauerverarbeitung gelegt wird..........

Beitrag von tabehaki - 21.01.12 - 16:45 Uhr

Also ich kann mich zumindest deiner Behauptung, nach `der neuen Abschiedskultur` nich wirklich anschließen.

Mir hat es sehr geholfen, dass ich noch mal persönlich in der Feierhalle Abschied nehmen konnte. Das war mir so wichtig, dass ich den Wunsch geäußert hatte und man ist darauf eingegangen. Es war nur eine halbe Stunde und ich fand es irgendwie auch komisch, dass die Bestatter die ganze Zeit vor der Türe standen, aber so 5 min hatten wir doch Ruhe. Ich kenne das noch aus älteren Generationen, dass die Toten zu Hause aufgebahrt werden, aber nur wenn Sie auch da gestorben sind. Noch mal nach Hause holen würde ich einen Toten nicht. Aber eine stille Stunde mit einem Toten (Verwandten) würde ich schon wollen, wenn man vorher nicht die Möglichkeit dazu hatte. Ich finde, das ist wichtig und hilft auch tatsächlich den Weg des Verstorbenen zu begreifen und damit leichter Abschied nehmen zu können. Obgleich ich jetzt ein totales Problem damit habe. Ich muss immer wieder daran denken, dass man jetzt unter der Erde dem Wetter überlassen ist und die Vegetation den Rest macht. ...

Aber für manche so und andere so. Man kann niemanden in einen Topf werfen und jeder vearbeitet es anders.

VG

Beitrag von maxundjan - 21.01.12 - 17:04 Uhr

ich glaube soweit auseinander sind wir nicht. Ich finde ja auch das eine Abschiednahme wichtig ist, und wir als Bestatter versuchen da jeden Wunsch zu ermöglichen. Auch wir bleiben, nach Absprache, mit im Raum oder warten vor der Tür. Da uns schon jemand umgefallen ist, können wir dadurch ein bißchen "aufpassen".

Und mit der Haus-Aufbahrung ist es ja nicht so, das wir jeden Verstorbenen aus dem KKH nochmal nach Hause bringen, das kann man sicherlich auch nicht immer, aber wir bieten es an, weil die meistens Menschen das nicht wissen und hinterher öfter gesagt haben: hätten wir das vorher gewusst.............So weiß man das und kann sich entscheiden, wo und wie man Abschied nehmen möchte................

Tja, und die Sache mit "unter der Erde", da darf ich auch nicht dran denken, denn mein Sohn hatte eine Erdbestattung und übermorgen liegt er seit 6 Jahren unter der Erde. Nur leider weiß ich durch meinen Job darüber viel zu viel............. :-(

Beitrag von myimmortal1977 - 21.01.12 - 11:40 Uhr

Wenn man den Geruch abkann, den ein Verstorbener Mensch absondert, wunderbar! Dann kann man es ja machen. Nur den Geruch können meiner Meinung nach die wenigsten Menschen wirklich gut vertragen.

Dieser Geruch ist so eindringlich und schwer und süßlich, dass bei meinen Eltern selbst wenige Minuten im selben Zimmer reichten, um selbst bis in die Haarspitzen und bis zum letzten Kleidungszipfel danach zu riechen. Und eigentlich bin ich kein geruchsempfindlicher Mensch. Aber den Geruch und dessen Aufdringlichkeit werde ich zu meinen Lebzeiten nicht mehr vergessen.

Sicherlich gibt es Menschen, ggf. gerade in dörflichen Regionen, die aus Glaubensgründen verstorbene Angehörige länger im Hause behalten möchten. Diese Vorgehensweise habe ich auch nie bestritten.

Ich glaube auch kaum, dass sich ein Mensch, der dieses gerne wünscht, von meinem getätigten Ratschlag beeinflussen lassen würde, dieses auch so zu handhaben.

Nur ich mach ne Wette, dass das Groh der Leute, die einen Angehörigen verloren haben und einmal in ihrem Leben diesen Geruch eines Toten aufgenommen haben, im Nachhinein sich das doppelt überlegen würden, ob sie es in der Tat noch mal so machen würden.

Außerdem, und das darf man auch nicht vergessen, wenn der Mensch, der sich im Sterbeprozess befindet, nicht gerade gewindelt ist, kurz vorher alle Körperflüssigkeiten und meistens auch den Darminhalt absondert, da die komplette Muskulatur des Körpers ihre komplette Funktion aufgibt.

Mir kann niemand erzählen, dass das für jemanden ein erträglicher Geruch wäre. Wenn man den Toten gereinigt nach Hause bekommt, ist es sicherlich noch ein einigermaßen erträglicher Zustand, aber nicht ungereinigt und wenn das nachher noch gar alles in Matratze oder sonst wo eingezogen ist, ja nachdem, wo ein Mensch seinen letzten Atemzug getätigt hat.

So und allein den Geruch und je nachdem, was da noch alles so im Todesumstand dazu gekommen ist an entwichenen Körperflüssigkeiten, nur allein diesen Umstand meinte ich mit den hygienischen Umständen.

Ich meinte niemals damit, den Toten in sich als "hygienischen Ausnahmezustand" zu bezeichnen und ihn deshalb vorzeitig abtransportieren zu lassen.

WENN Du schon so häufig mit dem Tod zu tun hast und meine Worte als ach so einen Quatsch bezeichnest, solltest Du andere Leser, die noch nie so dicht mit dem Thema konfrontiert wurden, wenigstens auch den Aspekt nahebringen, dass ein toter Mensch einen penetranten süßlichen Geruch absondert und der Geruch ist schon Stunden vor dem tatsächlichen Ableben wahrzunehmen und kommt vom einsetzenden Zersetzungsprozess des Körpers.

Wir haben selbst einen Bestatter im engeren Freundeskreis und der sagte mir auch, dass der Verstorbene sofort anfängt, diese Leichenflecken zu bilden und das sogar innerhalb kürzester Zeit Gliedmaßen blau/schwarz werden können und man diesen Prozess durch die korrekte Kühlung durchaus verlangsamen kann.

Jetzt stelle ich mir mal vor, der Leichnam soll erst z. B. 9 Tage nach dem Ableben in der Kapelle bei der Trauerfeier aufgebahrt werden. Dann würde ich es lieber sehen, wenn der Verstorbene noch keine schwarzen Finger hat, sondern noch in einem einigermaßen passablen Zustand dort zu sehen wäre.

Ich stelle hier nur meine Erfahrungen und meine Meinung dar. Jeder Mensch ist dennoch frei in der Entscheidung, die Angelegenheiten selbst so zu gestalten, wie er es für richtig hält.

Beitrag von tabehaki - 21.01.12 - 17:15 Uhr

Hallo J.,

ich schreib dir mal hier auf deine Mail. Auf meine bekomme ich ja keine Antwort mehr ;)

Das was du da geschrieben hast, haben sicherlich die wenigsten Menschen überhaupt und jemals mitgemacht. Ich schon und mir kommt es sicherlich wieder hoch ein bisschen.

Den Geruch kannte ich noch nicht. Ich habe jetzt erst meine erste Trauerfeier mit allem drum und dran mitgemacht, inklusive offenen Sarg für die Verabschiedung. Ich war knapp eine halbe Stunde in diesem Raum mit 6 Sitzen und hinter der offenen Glaswand der Sarg mit meiner Oma. Ich habe diesen Weg gewählt, weil ich sie schon 2 Monate nicht mehr gesehen hatte und dieser Abschied für immer war. Und mir ist dieser Geruch des Todes im ersten Moment nicht wirklich aufgefallen. Es war komisch, aber ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. Meine Oma hatte tatsächlich rote Leichenflecken und blaue Fingernägel. Aber wahrscheinlich durch ihre hagere Statur nicht mehr. Der Rest war ja verdeckt und ich wollte es so eindringlich auch nicht wissen. Ich habe sie berührt und nur an den Hand keine Veränderung gefühlt, weil sie immer schon scheißkalte Finger hatte und ich eher das Warmblut bin. Mehr hatte mich nicht gestört, da ich wußte, dass sie gerade aus der Kühlkammer gekommen sein musste.

"Nur ich mach ne Wette, dass das Groh der Leute, die einen Angehörigen verloren haben und einmal in ihrem Leben diesen Geruch eines Toten aufgenommen haben, im Nachhinein sich das doppelt überlegen würden, ob sie es in der Tat noch mal so machen würden."

mit dieser Aussage könntest du tatsächlich Recht haben! Wir waren hinterher zum Leichenschmaus und ich hatte keine Lust auf Fleisch und habe mich für Fisch entschieden. Allerdings, die Räumlichkeiten und der Fisch, nebst Kartoffeln habe mir die Säure im Magen umgedreht. Alles roch nach Tod und so penetrant, dass ich das Essen stehen lassen musste und meinem Sohn den Milchreis weggefuttert habe. (nein, er wollte was anderes essen) Ich musste mit meinem Vater darüber reden. Er nahm mich erst nicht ernst, aber dann habe ich ihm gesagt, dass das nicht witzig ist und ich ein Problem damit habe. Er hat schon mit einem Bestatter zusammen gearbeitet und mir gesagt, dass das wieder weg geht. Er hatte Recht, allerdings musste ich echt ein paar Tage warten und bis dahin konnte ich kein rohes oder gebratenes Fleisch, besonders Schwein/ Rind / Fisch essen. Es war wirklich übel. Jetzt glaube ich, dass ich den Geruch nicht mehr in der Nase habe und kann mich oder auch Gott sei Dank nicht mehr so daran erinnern. Ich hoffe das bleibt so.
Ich muss auch gestehen, dass 9-10 Tage tatsächlich ein wenig viel Aufbewahrungszeit waren. Der Körper fällt tatsächlich ein, vor allem das Gesicht. Ich will gar nicht wissen, was als nächstes mit ihm in der Erde im Sarg passiert. Vielleicht auch besser so. Allerdings irritiert mich deine Aussage, dass der Verwesungsprozess schon vor dem Tode beginnt.

Ich kenne so eine Geschichte, dass es eine Katze im Altersheim gab, die sich immer zu den fast-Toten gelegt hat und die Bewohner schon Angst davor hatten. Was das angeht, könntest du Recht haben. Aber woher soll ein Körper das wissen, dass er gleich "stehenbleibt". Mich wundert es, aber unglaubwürdig scheint es mir auch nicht. Was den Teil mit meiner Oma betrifft, sie sie friedlich gestorben und der Körper hatte sich schon aufgegeben. Ich habe es Tage vorher schon geahnt, obwohl ich von ihrem Zustand nichts wusste. Aber das ist eine andere Geschichte. Trotzdem, ich war in ihrem Zimmer, da roch nichts anders als sonst. Auch nicht nach Tod. Allerdings war das "Bett" in dem Zustand auch nicht mehr da.

So gesehen, ich würde jederzeit wieder einen Abschied wollen. Das ist sicherlich von Mensch zu Mensch verschieden. Ich glaube, dass die Umstände auch bei jedem anders sind. Manchmal geht es eben nicht früher und ich kann nicht sagen, wie es nach 2-5 Tagen wäre. Bei mir waren es 10 Tage zwischen Tod und Abschied. Höchstwahrscheinlich geschminkt, aber diskret, jedoch hat man den Mundraum versucht auszufüllen, was man hätte lieber lassen sollen.

Ich glaube, das will gar nicht jeder wissen. Das muss eben jeder für sich selbst ausmachen. Nur mit dem Geruch... ich frage mich, warum man keine Räucherstäbchen in den Hallen einsetzt.

LG und ich hoffe, dir geht es gut!

M.

Beitrag von melle_20 - 20.01.12 - 07:11 Uhr

Also als mein Opa starb blieb er 1 Tag noch im KH bis der Bestatter ihn abholte da es ein Feiertag war....So hatten wir dann auch zeit um alles zusammen zu richten für den Bestatter.

danach waren wir vor Ort und haben alles geklärt ob und was in die Zeitung kommt, ob wie ein Holzkreut mit dem Namen haben wollen auf dem Fridhof, den Sarg ausgesucht und das Kissen mit Decke was rein kommt.

Insgesamt hate es knapp 2500€ gekostet.

Mein Papa wurde am gleichen Tag abgeholt im Kh wie er verstarb. Morgends waren wir gleich um 7h beim Bestatter und haben alles "klar" gemacht also sprich Sarg,kissen,Decken,Kleider hin gebracht usw.
Die Beisetzung von meinem vater war auch so bei ca 2500€

Und bei der Oma neben an ( wir kennen uns sehr gut deswegen wars auch immer meine Omi) sie starb daheim...Es ging sehr schnell bei ihr..Mittags haben wir noch ein eis gegessen bei ihr bzw mit ihr.AM gleichen Tag kam der Pfarrer auf ihren Wunsch zur letzten Salbung( nennt man das so) Sie sang noch Lieder mit...Abends starb sie dann um 19:30h..Dann kam erst die Polizei( man hätte sie ja umgebracht haben können) und gleich darauf der RTW mit Notarzt der aber den Schein noch nicht ausfüllen durfte da man das erst nach 2std machen darf...2std. später kam er nochmals und stelle den Schein aus.Erst dann haben wir dem bestatter bescheid gesagt der kam dann Nachts so gegen 1:30h da er gerade noch wo anderst war...In der Zeit haben wir alle zuhause von der Omi abschied genommen und ihre sachen zusammen gerichtet....

Mensch wenn ich zurück denke das werden jetzt im Februar schon 10 jahre...Man wie die zeit rennt...

Ach ja, soweit ich weiss ist es auch so dass man den verstorbenen nicht länger wie 24std. zuhause haben darf.

Beitrag von naeuze - 20.01.12 - 08:13 Uhr

Mein Vater starb Abends gegen 21h und am nächsten morgen haben wir den Bestatter angerufen. Er holte ihn dann am Folgetag ab und informierte uns auch noch das das Krankenhaus Geld dafür verlangt, wenn er nicht binnen 2 Tage abgeholt wird. Eventuell ist dies eine Regionale Geschichte, ich komme aus Hessen.

Nach dem Tod wird in der Tat ein Leichenschein ausgestellt..allerdings kommt der endgültige Stempel am nächsten Tag drauf, der Arzt im Leichenschauhaus macht noch eine kurze Untersuchung das der Patient wirklich tot ist und es sich nicht um einen "Scheintod" handelt..

Ich weiss das er mitte der darauffolgenden Woche (er starb an einem Donnerstag) vom Bestatter ins Krematorium gebracht wurde.

Ein Bestatter sollte wirklich schnell ausgewählt werden, und für den Fall das jemand verbrannt werden soll..würde ich nachfragen welches Krematorium dafür genommen wird. denn die ganz günstigen bestatter veranstalten Verbrennungsfahrten nach Polen und Tschechien...und das wollten wir auf keinen fall. so hart wie es klingt, aber man sammelt 2 Wochen "Leichen" und dann werden die Toten im LKW dorthin gebracht...für mich wäre da einfach nicht mehr gewährleistet wer wer ist.. tut mir leid..aber da bin ich dann doch eigen...

Beitrag von melle_20 - 20.01.12 - 08:19 Uhr

Da sagst du was....

Mein Opa wurde auch verbrannt...das war ein hin und her...

erst hiess es er kommt nach Mannheim,..Mannheim war aber voll bis unters Dach..dann hies es er kommt nach Landau, nix zu machen...

Tja zum Schluss war mein Opa dann in Pforzheim....Das ganze ging ca 14 tage dann...

Bei meinem Vater war das alles ganz schnell..naja was heisst schnell am 7.11. starb er und am 18.11 wurde er beigesetz, weil die im Krematorium auch ( so wurde uns das gesagt) warten bis sie 3-4 leute zusammen haben, da es wohl eine Menge Geld ist....

Beitrag von maxundjan - 20.01.12 - 10:24 Uhr

Hallo,

am 17.11 ist dein Vater gestorben und wurde am 18.11. beigesetzt? Entschuldige, aber das kann ich nicht glauben. Bevor jemand verbrannt wird, muß man einen Bestattungsschein im Krema. abgeben, den bekommt man, wenn man die Sterbeurkunden im Standesamt beantragt, dann kommt erst einmal noch ein Arzt der die zweite Leichenschau macht (zumindest in sachsen-Anhalt), dann wird erst verbrannt und die Asche abgefüllt, dann erst kann bestattet werden. Ich kann mir nicht vorstellen, das das alles an einem Tag geht (oft wartet man auch zwei bis drei Tage auf den Totenschein)....

Sorry, wenn ich dir damit zu nahe trete, aber ich bin Bestatterin und unsere schnellste Urnenbestattung hat 4 Tage gedauert, und da haben aber alle schon ganz schön gerudert und gebettelt...............

Beitrag von melle_20 - 20.01.12 - 10:34 Uhr

Ich habe nicht geschrieben dass mein Vater am 17.11. geschtorben und am 18.11 beigesetz wurde.....

Ich habe am 7.11. geschrieben....

"Bei meinem Vater war das alles ganz schnell..naja was heisst schnell am 7.11. starb er und am 18.11 wurde er beigesetz"

Beitrag von maxundjan - 20.01.12 - 11:45 Uhr

Hallo,

hast ja recht, ich hab wohl etwas schnell gelesen. Aber die zeit dazwischen ist schon in Ordnung, find ich.............es kommt auch immer auf das Krema. an, ist es sehr groß, wie hoch ist die Nutzung usw.

Nochmals Entschuldigung!

Beitrag von melle_20 - 20.01.12 - 12:02 Uhr

Kein Problem...

Naja bei meinem Opa lagen fast 4 wochen dazwischen....

Das war einfach zu lange...VOn hier nach da von dort nach hier...

Und ich wohnte nur 10 min vom schlussentlichen Krematorium weg...hätte man das gewusst hätten man ihn früher beisetzten können und man hätte nich auf die "Post" warten müssen...Vorallem kann dochsowas einem Bestatter sagen wenn jmd "weitergeschickt" wird oder??

Ich fand diese warterei schlimm...

Erst die Trauerfeier..unddann warten bis er wieder da war...
Da war ich heil froh dass wir bei meinem Vater sagten es wird alles an einem Tag gemacht...

Beitrag von maxundjan - 20.01.12 - 13:00 Uhr

ja, das schlimme ist die Warterei. Da hat man sich schon ein bißchen gefangen und dann kommt erst viel später die Beisetzung, und alles fängt wieder von vorne an. Ich bemühe mich auch, die Trauerfeier (an der Urne) und Beisetzung hintereinander weg zu machen. Und so ist es eigentlich auch meistens. Abschiednahmen am Sarg haben wir so gut wie gar nicht...........

Das ein Krematorium nicht verbrennen kann ist mir auch neu. Wir hatten es schon, das dort wartungsarbeiten durchgeführt wurden, aber das hat nur einen tag gedauert, ansonsten hätten wir dies den Angehörigen ja auch mitteilen müssen, schließlich sollten die ja wissen, wo ihr Verstorbener verbrannt wird......aber naja, es gibthalt solche und solche....

Und wegen der "Post": leider ist es so, das man die Urnen nicht mehr mit einem speziellen versand verschicken kann, sondern man eben auf die normale Post zurückgreifen muß. Aber es gibt Klebeband auf dem steht "Vorsicht Urne" und wir hoffen immer das die Post dann auch etwas vorsichtiger ist. Passiert ist jedenfalls noch nicht *Gott sei Dank*

Grüße,
Sandra

Beitrag von maxundjan - 20.01.12 - 10:33 Uhr

Hallo,

es ist gut sich Gedanken zu machen wenn derjenige um den es geht noch lebt, so habt ihr hinterher den Kopf nicht ganz so voll.....

Wenn jemand zu Hause verstirbt, dann ruft man erst einen Arzt, der stellt dann den Tod fest, manchmal muß aber auch noch ein anderer Arzt geholt werden, weil nicht jeder Arzt einen Totenschein austellen darf (warum weiß ich auch nicht).

Dann habt ihr nach dem bestattungsgesetz 36 Stunden Zeit einen Bestatter anzurufen, damit der/die Verstorbene abgeholt werden kann.

Alles weitere regelt ihr dann mit dem Bestatter, wobei ich dazu rate, schon vorher jemanden zu beauftragen und auch alles vorzubereiten, damit man dann wenn es soweit ist, sich nicht damit beschäftigen muß, es geht da nämlich auch um ganz schon viel Geld.

Wenn jemand im KKH verstirbt, dann wird auch da der Tod festgestellt, die Angehörigen werden informiert und man hat dann die Möglichkeit seinen Verstorbenen vom Bestatter abholen zu lassen oder ihn zu Hause aufbahren zu lassen (immer an die 36 Stunden denken).
Wenn man die Haus-Aufbahrung nicht möchte, dann reicht es auch am nächsten tag den Bestatter zu informieren.

Zu den Kosten: die sind unterschiedlich von Stadt zu Stadt und auch da gibts Unterschiede bei den Friedhöfen. Eine Bestattung setzt sich aus drei Teilbeträgen zusammen: einmal die Bestatterleistungen, einmal die amtlichen Gebühren (Totenschein, Sterbeurkunden, Friedhof) und einmal aus den Zusatzkosten (Redner, Musik, Blumen, Traueranzeigen usw).

Es können da schon zwischen 3.000 bis ...............zusammen kommen...........Daher sollte man sichschon zu Lebzeiten verschiedene Angebote einholen, das sieht zwar immer ein bißchen komisch aus, aber wir haben oft Leute, die sich erst mal informieren wollen, und das ist ja ihr gutes Recht...

Ich hoffe ich konnte einige deiner Fragen beantworten.......

Liebe Grüße,

Sandra

Beitrag von melmystical - 20.01.12 - 11:18 Uhr

Danke für deine Antwort (und allen anderen natürlich auch).

Jetzt bin ich schon etwas schlauer.

<<es ist gut sich Gedanken zu machen wenn derjenige um den es geht noch lebt, so habt ihr hinterher den Kopf nicht ganz so voll.....>>

Ich bin ja froh, dass du das so siehst. Ich habe schon ein schlechtes Gewissen, weil ich darum Gedanken mache und traue mich gar nicht, mit meiner Mutter darüber zu reden. Sie hat halt immernoch die Hoffnung, dass mein Vater wieder gesund wird. Ich habe ihr gestern Abend gesagt, dass man auf jeden Fall realistisch bleiben muss. Da hatte ich schon das Gefühl, dass sie etwas böse auf mich ist.
Wir gehen halt beide ganz unterschiedlich mit der Situation um. :-(

Beitrag von maxundjan - 20.01.12 - 11:50 Uhr

Ich habe es ganz oft, das die Familien unterschiedlich damit umgehen, der eine ist realistisch (wenns auch schwerfällt) und der andere verdrängt alles...........mit beidem muß man umgehen können........

aber vlt. ist es ganz gut, wenn man mit der Mutti reden kann und ihr sagt, das nicht nur ältere und kranke Menschen eine solche Vorsorge haben, sondern auch junge und gesunde. Ich dnke da z.B. an fernfahrer usw., da haben wir einige Vorsorgen.

Wenn der Todesfall eintritt hat man doch ganz andere Sachen im Kopf als sich um die Blumen und die Musik zu kümmern, sich ein Grab auszusuchen usw.... Hast du am Mittwoch den Film in der ARD gesehen? Dort ging es auch um einen Sterbefall und es war gut zu sehen, um was man sich alles kümmern muß und da kann eine Vorsorge schon gut sein.

Wobei ich für eine Vorsorge aber nie geld bei einem Bestatter zahlen würde, wir machen unsere Vorsorgen auch ohne Geld, nur eben alles schriftlich festlegen. Gezahlt wird hinterher.

Vielleicht wäre das eine Alternative? So kann man sich viele tausend Euro sparen....

ich wünsch euch alles Gute!

Sandra

Beitrag von tabehaki - 20.01.12 - 23:03 Uhr

dem gibt es nichts mehr einzuwenden! Mit den 36h stimmt übrigens, länger darf man einen Toten, alleine aus Hygienegründen nicht zu Hause behalten. D.h. genug Zeit um Abschied zu nehmen, wenn man das möchte!

Meine Oma ist zu Hause gestorben;

-> Notarzt stellt Tod fest

-> Hausarzt stellte Totenschein aus
-> Bestatter wird ausgewählt und Termin vereinbart
-> Bestatter holte sie ab und hat sie zur letzten Ruhe gebettet. (in der Kühlkammer, bis zur Bestattung) ob sie gewaschen wurde, weiß icht nicht. Sie wurde mit von uns bestimmter Kleidung hergerichtet und wohl geschminkt, sie war nicht so gelblich wie erwartet. Ich habe mich am offenen Sarg von ihr verabschieden können und noch ihre Hand gehalten und Schmuck umgelegt. Sie war so kalt und noch gefroren von der Kühlkammer. Es war schon etwas unheimlich, weil jeder von uns dachte, sie atmet noch :( Dabei war sie 110% tot.

-> Dann war die Trauerfeier mit Pastor (katholisch) und Beisetzungszeremonie mit Grabschmuck (Blumen)

Soweit ich weiß Kosten:
Sarg ab 600 Euro + Einlagen also ca. 800 Euro (aufwärts!)
Trauerfeier durch Pastor, Gebete; Beerdigung usw.: 2000 Euro
Grabausbuddeln auf Familiengrab 700 Euro
Blumengestecke: ca. 100 Euro aufwärts
Grabstätte für X Jahre mieten (Friedhofsverwaltung fragen)
also mit 5000 muss man pP schon rechnen.

Zum Leben zu wenig zum sterben zu viel!

Am Tage der Beerdigung ist auch noch meine Tante gestorben. Irgendwie ist 2012 echt ein Untergangsjahr! :( Ich steh echt neben mir und es ist immer eine unangenehme Situation, wenn man sich damit beschäftigen muss. Aber Hut ab für alle, die sich vor ihrem Tode damit befassen. Meine Oma hatte es nicht und wir hatten eine totale Lauferei alles zu organisieren, deshalb ist es immer gut, mal darüber gesprochen zu haben, was man will wenn man die letzte Reise antritt!

Übrigens sind Kosten für Urnenbestattungen teurer geworden, weil kaum noch welche sich im Sarg bestatten lassen wollen.

LG