Da bin ich doch echt entsetzt!
In Duisburg bietet ein Zoofachgeschäft Rassehunde (Dackel 300 Euro, Labradoodel 999 Euro) zum Verkauf an! Das habe ich gerade in den Nachrichte (RTL Aktuell) gehört!
Eigentlich ist es seit 20 Jahren verboten, Hundewelpen im Fachhandel zu verkaufen. Und zwar aus gutem Grund! Die Welpen werden im Schaufenster ausgestellt, und erleben einen unheimlichen Stress. Sie haben keine menschliche Bezugsperson, werden nicht vernünftig geprägt und am schlimmsten ist, dass sie ohne Muttertier gehalten werden. Nachts sind sie total alleine und auf sich selbst gestellt!
Unfassbar, oder???
Gott sei Dank haben sich Tierschützer organisiert und haben schon Gegendemonstrationen vor dem Geschäft abgehalten.
Aber leider scheint die Nachfrage nach niedlichen und billigen Hundebabys groß zu sein, denn der Ansturm auf die armen Hunde ist riesengroß.
Armes Deutschland!
Ich bin fassungslos!!! Was sagt Ihr dazu??
minimöller
Hundewelpen im Zoofachgeschäft zu kaufen!
Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.
Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.
Beitrag von minimoeller - 20.01.12 - 19:19 Uhr
Beitrag von alexa81 - 20.01.12 - 19:35 Uhr
Hallo,
ich habe gerade zum gleichen Thema einen Beitrag eröffnet...
Ich bin absolut fassungslos und finde das ganz furchtbar!
Leider ist das eben nicht verboten, sondern irgendein Verband der Zoofachgeschäfte hat sich darauf geeinigt, auf freiwilliger Basis auf den Verkauf von Hundewelpen und Kitten zu verzichten. Zoo Zajac interessiert das nicht wirklich...
Ich finde den Laden eh grausig - es gibt dort ja nicht nur Hunde und Katzen, sondern zig verschiedene, seltene Tiere, bei denen es sehr fraglich ist, ob sie wirklich in private Hände sollten (verschiedene Äffchen, Mangusten usw.).
Viele Grüße, Alex
Beitrag von nici08 - 20.01.12 - 19:42 Uhr
sollte aber verboten werden, der Tierschutz lässt eh zu wünsche übrig
Beitrag von ironic666 - 20.01.12 - 20:46 Uhr
Habe es eben im Fernsehen gesehen! Die sind doch nicht mehr ganz dicht,... können sie gleich in Korespondenz mit Polnischen Welpen-Märkten arbeiten! Ich hoffe und bete, dass die Menschen dort intelligent genug sind den Verkauf zu boykottieren damit sie den Verkauf baldmöglichst einstellen!
Beitrag von k_a_t_z_z - 20.01.12 - 23:18 Uhr
Erst wenn Hundewelpen verkauft werden gibt es Proteste... interessant.
Denn wie Du schon schreibst..." reicht es nicht, dass Hamster, Kaninchen, Wellensittiche und Co. zu Spontankäufen werden, die zu vollkommen uninformierten Haltern kommen und nicht selten ihr Dasein in irgendeinem viel zu kleinen, verdreckten Käfig zur Kinderbespaßung fristen müssen?!? "
Nö - offenbar nicht - denn darüber regt sich kaum einer auf.
Welpen sind offenbar mehr wert.
Traurig.
LG, katzz, mit dem gleichen Beitrag wie zu dem Thread unter Dir...
Beitrag von ratatouille - 21.01.12 - 00:34 Uhr
Naja, dann klatsch ich halt auch meine Antwort noch einmal drunter...wie im Beitrag unten...
Hallo Katzz,
nein, Welpen sind nicht "mehr wert" aber falsch erzogene Hunde können zu einer Gefahr werden, nicht aber "Hamster, Kaninchen, Wellensittiche und Co." (ich habe zumindest noch nie in der Zeitung gelesen, dass jemand von einem dieser Tiere angefallen wurde ). Ein Hund in einem Tierheim verursacht meines Wissens nach auch mehr Kosten als eines der anderen genannten Tiere...und diese Hunde von sogenannten "Spontankäufern" sind dann die leidtragenden, bzw. die Menschen, die sich dann darum kümmern müssen! Ich will nicht wirklich wissen, was dort kurz vor Weihnachten los sein wird, insbesondere ein paar Monate später, wenn der Welpe kein süßer Welpe mehr ist, die Kinder das Interesse daran verlieren und der Hund dann das Mobiliar auseinandernimmt oder auf Menschen losgeht...
Ach, ich hör besser auf!
LG, ratatouille
Beitrag von ironic666 - 21.01.12 - 07:12 Uhr
Naja es ist zu mindest in der Form ein großer unterschied, dass die Hunde wirklich föllig artfremd gehalten werden, wohingegen bei kleintieren nur einschränkungen zum "Ausgestellt sein" hinzu kommen. Ein Kaninchen, Meerschweinchen, Maus, Hamster blabla wird in den meisten Fällen auch weiterhin seinen alltag in einem Käfig fristen, er verzichtet also nur bis zur vermittlung auf den auslauf.
Hund hingegen werden a) generell niemal in käfigen gehalten und zu dem können traumatische erlebnisse im welpenalter dramatische folgen beim ausgewachsenen hund mit sich bringen und somit zur echten gefahr für seine umwelt werden.
Tierverkauf im Laden ist generell nicht artgerecht und richtig. Soweit gebe ich dir recht. Beim Hund brigt es aber sowohl für das tier, als auch für den Menschen, mehr gefahren
Beitrag von tauchmaus01 - 20.01.12 - 23:48 Uhr
Aber leider scheint die Nachfrage nach niedlichen und billigen Hundebabys groß zu sein, denn der Ansturm auf die armen Hunde ist riesengroß.
Ich änder das mal etwas....
Aber leider scheint die Nachfrage nach niedlichen und billigen TIERbabys groß zu sein, denn der Ansturm auf die armen TIERE ist riesengroß.
Verstehst Du? KEIN TIER sollte im Zooladen gekauft werden. Jetzt erst, bei den Hunden flippen alle aus. An die Kaninchenbabys haben wir uns schon zu sehr gewöhnt. Die kleinen, frischgeborenen Mäusebabys die man oft sieht sind normal. Tote Fische im Aquarium? Nichts besonderes. Echsen mit kranker Haut? Was solls.
Schaut einfach mal "Die Ware Tier". (aber Achtung, nicht wenn Kinder dabei sind und Taschentücher bereit halten)
Mona
Beitrag von caidori - 21.01.12 - 10:41 Uhr
Huhu,
der Witz ist ja das die Tiere dort nichtmal ansatz weise "billig" sind, die Welpen werden im Schnitt ca 600-900 Euro kosten und trotzdem wird es Leute geben die dort kaufen
Beitrag von anja-jay - 21.01.12 - 00:24 Uhr
Hallo!
Ich finde das ebenfalls schrecklich. In den USA gibt (?) oder zumindest gab es das in den 80ern auch. Dort saßen die Hündchen in kleinen Glasgehegen im Schaufenster, damit auch ja viele kleine Kindern beim Stadtspaziergang mit Mami und Papi vorm Schaufenster stehen bleiben und die Eltern um einen Welpen anbetteln. Hat funktioniert, ist aber meiner Meinung nach trotzdem nicht vertretbar und in keiner Weise artgerecht!
Ich bin generell kein Freund von Zoohandlungen, seit ich vor über 10 Jahren einmal ein Erlebnis hatte, was mich zutiefst schockiert hat.
Ich war in der Zoohandlung um Futter für den Hamster meines Sohnes zu kaufen. Jedes Mal blieb ich vorher vor den Käfigen stehen und sah mir die Tierchen an. An diesem Tag fand ich einen leblosen, halb aufgefressenen (!)
Hamster vor. So, wie der zugerichtet war, musste der wohl schon eine ganze Weile dort gelegen haben. Ich habe den Tierhändler dann darauf hingewiesen, der es mit einen Achselzucken und den Worten "Das passiert halt." abgetan hatte.
Ich denke, das zeigt uns, wie schlecht die Pflege in solchen Zoohandlungen ist. Und es ist traurig. Einem Schulfreund von mir wurde übrigens einmal eine trächtige Rattendame als Männchen verkauft. So viel zu Fachkompetenz.
Beitrag von mollyfisch - 23.01.12 - 08:13 Uhr
Das ist uns auch schon mal passiert vor vielen Jahren. Plötzlich lagen einige kleine Mäuschen da. Und dann ging es los. So schnell kann man gar nicht gucken wie die wieder Junge bekommen.
MfG
