hallo zusammen
unsere kleine ist jetzt dann bald 4 monate alt. eigentlich sehr pflegeleicht, aber etwas macht uns zu schaffen.
bei mir schlaeft die kleine am abend im stubenwagen oder im mei tai ein und ich kann sie dann nur noch in ihr beibett legen. wenn mein freund sie in die mei tai nimmt oder sie schlafen legen will, faengt sie an zu schreien und er kann sie nicht mehr beruhigen. dass geht langsam ganz schoen an die nieren. ich kann nicht ausgehen und er fuehlt sich einfach hilflos. sobald die kleine wieder bei mir ist, beruhigt sie sich meist sehr schnell wieder.
ich hoffe, ihr koennt mir helfen. sind wirklich langsam am verzweifeln!
danke und gruss
chicki75
schlafen legen?!?!
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Beitrag von chicki75 - 20.01.12 - 21:13 Uhr
Beitrag von .antonia - 20.01.12 - 21:22 Uhr
Du kannst deinem Mann Gesichten von anderen erzählen:
Meine Tochter war schon mit sicherheit fast 2 Jahre. ich kann mich an einen Abend in unserem neuen Haus erinnern. Mein Mann steht oben hilflos, meine Tochter schreit und schreit nach unten: ,,XXX, kannst du nach oben kommen, das wird nichts.´´



der gleiche Mensch ist heute die uneingeschränkte Nummer 1 bei meiner tochter (fast 4).
Bei meinem Sohn ist nur er, die Person, die ihn von Anfang am schnellsten bruhigt.
Kinder haben ihre Phasen und sonderheit und wir Erwachsene müssen es leider nur aushalten. Nichts aber dauert ewig.
LG
Beitrag von chicki75 - 20.01.12 - 21:30 Uhr
tja, dann gebe ich die hoffnung nicht auf!
fuer meinen partner ist es aber nicht einfach, da er die kleine meist nur am abend sieht und sie dann so reagiert. er bekommt die tollen phasen waehrend des tages gar nicht mit! er tut mir auch leid und ich moechte ihm gerne helfen, damit unsere kleine auch ihn voll akzeptiert!
wuenwche diar noch einen schoenen abend
chicki75
Beitrag von motmot1410 - 20.01.12 - 21:35 Uhr
Mit 4 Monaten befindet sich Dein Kind gerade in der Fremdelphase
" Die Art und Stärke des Fremdeln ist nach Anlage und Temperament sehr unterschiedlich und reicht von wenigen eindringlichen oder skeptischen Blicken zum Fremden und dem optischen Rückversichern bei der Mutter über das „Schüppchenziehen mit der Unterlippe“ und der motorischen Unruhe bis hin zu einem explosiv auftretenden, panischen Schreien. Bei einem Fremdelereignis können alle Stadien auch ineinander übergehend auftreten in der Art einer schnellen Steigerung, insbesondere dann, wenn die angefremdelte Person sich nicht wieder zurückzieht und die Gefühle des Säuglings mit dem Wunsch nach Einhaltung von Distanz mißachtet.
Drei Stufen des Fremdelns sind im Prinzip ganz gut zu unterscheiden:
1. das lange, ernst erscheinende und ausforschende Betrachten des Fremden
2. das Herabziehen der Mundwinkel und Stirnrunzeln bei allgemeiner Unruhe
3. das erste Weinen und sich Steigern in das panische Schreien mit Fluchtimpulsen
Man kann sagen, daß jeder emotional gesunde Säugling fremdelt, manchmal jedoch so versteckt, daß in der speziellen Beobachtung ungeübte Eltern das Verhalten ihres Kindes nicht als Fremdeln identifizieren. Die Zeit des Fremdelns beginnt ganz vereinzelt noch vor dem 4. Lebensmonat, geht dann mit etwa einem halben Jahr ihrem zahlenmäßigen Höhepunkt entgegen und läßt danach wieder langsam nach, um wiederum in Einzelfällen beinahe nahtlos in ein der Trennungsangst ähnliches Verhalten im Rahmen der Anhänglichkeit (s.u.) überzugehen. Das hat frühere Interpretatoren dazu veranlaßt, von einer Achtmonatsangst zu sprechen, um ängstliches Verhaltens bei Säuglingen in einem Begriff zu erfassen.
Die Fremdeldauer ebenso wie die Fremdelstärke sagen etwas über die Charakteranlagen eines Kindes aus. Eher neugierige und auf Fremde allgemein tolerant reagierende Säuglinge, ebenso aber auch in ihrer Mutterbindung sich sicher fühlende, fremdeln eher sporadisch und ohne viel Schreien, hingegen ängstlich veranlagte, aber auch in ihrer Bindung verunsicherte Säuglinge fremdeln häufig und heftig. Solche Säuglinge können zeitweilig auch weitgehend vertraute Personen anfremdeln, wie den Vater oder mitbetreuende Großeltern. Dies geschieht insbesondere in Streßmomenten, z.B. bei der Übergabe der Betreuungsaufgabe. Ein solches Verhalten führt bei den Mitbetreuern oft zu falsch verstandenen Gefühlen von persönlicher Ablehnung. Der Säugling verbindet aber mit Fremdeln keine persönliche Aversion gegen jemand, sondern er erlebt nur seine eigenen Gefühle von (grundsätzlichem) Bedrohtsein, allenfalls kennt er noch so etwas wie Antipathie gegen das Aussehen oder Auftreten bestimmter Menschen. Niemand darf sich aber verletzt und abgelehnt fühlen, wenn er von einem Säugling mit Fremdeln bedacht wird."
http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/emotionales_bewusstsein_2.htm
Unser Sohn hat auch extrem gefremdelt und tut es bis heute noch. Zeitweise war es so schlimm, dass er sich nicht einmal von meinem Mann beruhigen lassen wollte. Inzwischen wird es langsam besser, aber es gibt immer noch Momente, in denen er sich nur von mir beruhigen läßt. Das braucht Geduld und Fingerspitzengefühl. Du wirst Deine Bedürfnisse etwas zurückstellen müssen. Den Prozess kann man nicht beschleunigen und jeder "Druck", den ihr auf euren Sohn ausübt, wird das Fremdeln eher noch verstärken. Der Sohn meiner Freundin hat vom 4. bis zum 11. Monat extrem gefremdelt. Sie war davon anfangs völlig irritiert, weil ihr erster Sohn kaum gefremdelt hat. Am Anfang dachte sie, dass sie ihren Sohn nun zwingen müssen, dass er auch mal andere Betreuer akzeptiert. Das hat die Situation aber nur noch verschlimmert.
Beitrag von chicki75 - 20.01.12 - 21:42 Uhr
danke fuer deine antwort, aber es ist ihr vater, der sie nicht beruhigen kann! sie sieht ihn jeden tag und es ist ja niemand fremdes!
bei jemand anderem wuerde ich es ja verstehen.
wuensche dir einen schoenen abend und
lg chicki75
Beitrag von motmot1410 - 20.01.12 - 21:49 Uhr
Hast Du den Link durchgelesen? Fremdeln bedeutet nicht, dass Babys nur Fremde ablehnen. Manche lehnen JEDE Person, außer ihre primäre Bezugsperson ab. Mein Mann hat auch viel Zeit mit dem Kleinem verbracht und trotzdem gab es eine Phase, in der unser Sohn ihn extrem "angefremdelt" hat und nur zu mir wollte. Das ist eine ganz normale Entwicklung, die eben auch ein Typsache ist. Das eine Baby fremdelt stärker als das Andere.
Beitrag von motmot1410 - 20.01.12 - 21:52 Uhr
Hier noch einmal der entscheidenen Absatz:
"Die Fremdeldauer ebenso wie die Fremdelstärke sagen etwas über die Charakteranlagen eines Kindes aus. Eher neugierige und auf Fremde allgemein tolerant reagierende Säuglinge, ebenso aber auch in ihrer Mutterbindung sich sicher fühlende, fremdeln eher sporadisch und ohne viel Schreien, hingegen ängstlich veranlagte, aber auch in ihrer Bindung verunsicherte Säuglinge fremdeln häufig und heftig. Solche Säuglinge können zeitweilig auch weitgehend vertraute Personen anfremdeln, wie den Vater oder mitbetreuende Großeltern. Dies geschieht insbesondere in Streßmomenten, z.B. bei der Übergabe der Betreuungsaufgabe. Ein solches Verhalten führt bei den Mitbetreuern oft zu falsch verstandenen Gefühlen von persönlicher Ablehnung. Der Säugling verbindet aber mit Fremdeln keine persönliche Aversion gegen jemand, sondern er erlebt nur seine eigenen Gefühle von (grundsätzlichem) Bedrohtsein, allenfalls kennt er noch so etwas wie Antipathie gegen das Aussehen oder Auftreten bestimmter Menschen. Niemand darf sich aber verletzt und abgelehnt fühlen, wenn er von einem Säugling mit Fremdeln bedacht wird."
Beitrag von juleroy - 20.01.12 - 22:32 Uhr
Hallo,
meine Tochter ist 6,5Monate alt und mein Mann, also auch der Vater unser gemeinsamen Tochter ließ sich bis jetzt von ihm ein paar Mal beruhigen-ansonsten muss immer die Mama herhalten
!
Er war anfangs manchmal ein wenig eingeschnappt, schließlich sei Luisa auch sein Kind! Mittlerweile hat er sich dran gewöhnt!
Irgendwann wird´s bestimmt besser!
LG
