Ich weiß einfach nicht was ich machen soll.... Alles schrecklich

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Beitrag von sylvi220680 - 21.01.12 - 07:45 Uhr

Ich muss mir das mal von der Seele schreiben. Ich bin seit etwas über zwei Jahren mit meinem Partner zusammen. Die große Liebe war es von Anfang an nicht. Ich war alleine mit meinem Sohn, er war alleine, geschieden und getrennt von seinem Sohn.(Der lebt bei seiner Mutter)
Wir lernten uns kennen und irgendwie sind wir doch so zusammen gekommen. Er hatte sich gerade in 25 km Entfernung ein Haus gekauft und ich lebte in einem Dorf.

Er wollte natürlich gerne, dass wir mit in sein Haus ziehen, aber ich hatte immer Zweifel. Da ich aber auch nicht für immer alleine sein wollte und eigentlich alles andere "irgendwie2 GEPASST hat, habe ich meine Zweifel und Ängste weggewischt und bin zu Ihm gezogen.

Mein Sohn geht nun auch hier in den Kindergarten und ich habe fast alle meine Sachen im letzten Jahr verkauft.

Da wir beide noch ein Kind zusammen haben wollten, bin ich dann auch schwanger geworden. Unsere Kleine Maus ist nun 3 Monate alt.

Wir funktionieren als Familie perfekt, ich versorge Haus und Kinder und er arbeitet und macht viel am Haus und im Garten.

ich habe mir immer gesagt, eine gute Freundschaft, tolle Gespäche und die gleichen Zukunfstpläne sind wichtiger als absolute Leidenschaft.

Er ist nämlich alls andere als Leidenschaftlich, eher praktisch.

Und nun kommt mein Problem, auf einmal kann ich nachts nicht mehr schlafen, ich Zweifel so an unserer Beziehung und habe ein so schrecklich schlechtes Gewissen Ihm gegenüber.

Ich fühle mich an Seiner Seite (als Partnerin) nicht mehr wohl, oder geborgen.

Denke die ganze Zeit, Du hättest von Anfang an an Dein Gefühl hören sollen und nun hast Du den Salat.

Ich weiß, das ich Verantwortung der Kinder gegenüber habe und will meinem Partner auch nicht seine Tochter nehmen. Ich sehe wie sehr er sie liebt und auch meinen Sohn.

Ich kann ja auch nicht einfach weg gehen, weil ich nicht weiß wohin und vovon ich das bezahlen soll.

Nur bin ich den ganzen Tag so schrecklich müde und rastlos, renne rum wie Falschgeld und nachts komme ich nicht zur Ruhe. Ich wälze mich hin und her, versorge nebenbei noch 2 Kinder (stillen und trösten und was alles dazu gehört)

Meistens habe ich nicht mehr als 4 Stunden Schlaf insgesamt und ich frage mich ob das wieder besser wird oder ob es erst wieder besser wird, wenn ich hier weg bin und wieder in meiner alten Heimat bin.

Ich habe schon Angst vor der Nacht und kann mich auch tagsüber überhaupt nicht entspannen, weil ich echt an nichts anderes denken kann als an:

Weitermachen und hoffen, das es wieder besser wird????

Oder

Abhauen und das Leben wieder alleine (mit den Kindern) meistern?????

Ich bin so verwirrt...

Alles Mist

Erging es Euch auch schon mal so?

Beitrag von lavala - 21.01.12 - 10:23 Uhr

Hallo,
wenn Dein Baby erst drei Monate alt ist, bist Du emotional noch längst nicht wieder in "normalen" Bahnen. Das dauert ein Weilchen. Dazu kommt noch der starke Schlafmangel, gerade wenn Du stillst. Dem Körper wird durch das Stillen enorm viel abverlangt und der völlig veränderte Tagesablauf wird ebenfalls stark zu der Unruhe beitragen. Das legt sich mit der Zeit.

Wichtig ist, dass Du in Gedanken sehr realistisch und detailliert verschiedene Lebenssituationen "durchspielst" und dabei versuchst herauszufinden, wie sich das für Dich anfühlen würde. Das hilft Dir evtl. Deine Gefühle etwas zu ordnen.

Vielleicht stzt Du Dir ein Zeitziel (nicht zu eng) bis zu dem Du

1. alle diese quälenden Gedanken energisch beiseite schiebst und ihnen positive Gedanken entgegensetzt, wenn es Dir schwerfällt einzuschlafen.

und
2. versuchst ganz bewusst solche Dinge zu tun, die Du als schön und positiv für Dich empfindest, Du hast da ganz offensichtlich ein Mangelgefühl, weil Du sehr viel von Dir gibst.

Erst dann schau Dir an, ob Du immer noch so viele Fluchtgedanken hast und worauf sie beruhen.

Glaub mir, es ist sehr normal, in Deiner Situation alles Mögliche, vor allem auch die Partnerwahl, in Frage zu stellen.

Viel Glück wünscht Dir eine Frau, die das alles selbst erlebt hat.

Beitrag von manavgat - 21.01.12 - 12:47 Uhr

Ich glaube nicht, dass es an Deinem Partner liegt.

Du kannst mit Dir selbst nichts anfangen, Dein Leben ist grottenlangweilig.

Mein Rat: Psychotherapie und! eine Arbeit außer Haus, damit sich mal nicht alles um Kind und Kegel dreht.

Gruß

Manavgat