Hallo zusammen!
Ne etwas komische Frage.
Mein Freund hat zusammen mit seinem Papa ein Haus gekauft, schon vor einigen Jahren. Nächstes Jahr ist der Kredit abbezahlt. Sein Vater wird ihm die Hälfte die er mit finanziert hat überschreiben.
Wir haben vor 2013/2014 zu heiraten, natürlich mit Ehevertrag. Darin soll eben geregelt werden dass das Haus auch im Falle einer Scheidung in seinem Besitz bleibt. Damit bin ich einverstanden. Wenn es nach mir ginge müssten wir dort nicht unbedingt hinziehen.
Das erste gemeinsame Kind ist unterwegs, das Haus aktuell noch vermietet. Nächstes Jahr ist geplant dass wir dort einziehen (eben dann wenn der Mieter was passendes gefunden hat).
Schwiegervater in spe meinte dass man einiges renovieren müsste.
Nun meine Frage: wie ist das wenn ich mich bei der Renovierung an den Kosten beteilige? Da gibt mir im Falle einer Scheidung ja auch keiner was oder?
Ich bin ja bereits einmal verheiratet gewesen und bin diesmal klüger. Gerade was finanzielle Dinge betrifft bin ich vorsichtig.
Ich möchte mich nicht an einem Kredit beteiligen, würde aber für mich und meine 2 Kinder aus erster Ehe eine angemessene "Miete" bezahlen.
Nicht falsch verstehen, das hat nix damit zu tun dass ich an eine Scheidung denke oder auch nur daran dass es nicht klappen könnte mit uns, aber irgendwie ist mir der Gedanke nicht wohl.
Versteht ihr was ich meine?
Aber vielleicht sinds auch nur die SS-Hormone 
Kann mir jemand verraten wie das normal bei nem Ehevertrag und zu renovierendem Eigentum läuft?
Vielen Dank!
Ehevertrag, Renovierung - Fragen...
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Beitrag von wunschmama83 - 21.01.12 - 13:16 Uhr
Beitrag von mamavonyannick - 21.01.12 - 13:31 Uhr
Hallo,
ihr könnt doch vielleicht im Vertrag dokumentieren, dass das Haus in dem Zustand in seinem Besitz bleibt, wie es ist, bevor ihr heiratet. Alle Renovierungen, Erneuerungen und Anschaffung werden aber auch von dir getragen und gehören damit auch zur Hälfte dir.
vg, m.
Beitrag von wunschmama83 - 21.01.12 - 13:46 Uhr
Danke für Deine Antwort! Prinzipiell ganz gut.
Aber irgendwie sträubt sich bei mir der Gedanke mich finanziell so abhängig zu machen. Ich möchte keine Schulden haben.
Ich werde ab September 2013 wieder Teilzeit arbeiten gehen und auch wieder verdienen. Zwar viel weniger als er, aber immerhin. Ich will nie wieder ein gemeinsames Konto. Ich bin einfach gebrandmarkt von meiner ersten Ehe.
Gerade bin ich mir garnicht mehr sicher ob ich überhaupt nochmal heiraten will

Aber es ist doch auch unverschämt wenn ich sage, ich wohne zur Miete und mit allem was anfällt will ich nix zu tun haben. Aber so ist es nunmal. Es ist sein Haus... 
Am sinnvollsten ist wohl wirklich einen Termin beim Notar zu machen wenns soweit ist.
und danke!
Beitrag von myimmortal1977 - 21.01.12 - 13:45 Uhr
Ich gebe Dir mal, ungefragt in der Hinsicht zumindest, meine Meinung dazu, sei es nun als sachlicher Hinweis dienlich oder nicht.
Wenn mir mein Mann einen Ehevertrag vorlegen würde, der da besagt, dass ich nach Scheidung NICHTS bekommen würde von dem Eigentum, er aber von mir erwarten würde, dass ich in sein Eigentum mit Geld investiere, würde ich meinem Mann mehr als einen Vogel zeigen.
Gut, man kann sagen, wenn man zur Miete wohnen würde, wäre das Geld auch weg. Aber hier, bei dem was Du geschrieben hast, ginge es für mich rein um's Prinzip.
ICH würde, wenn ein Ehevertrag gewünscht ist, die Beträge, die in das Haus bis dato investiert wurden, abgrenzen und alles was nach dem Zeitpunkt kommt, wo ihr als Ehepaar in das Haus einzieht, würde ich mir bei Scheidung zu meinem rechtlichen Anteil von ihm wiederholen.
Das ist ja noch schöner.... Mein Mann macht sich die Taschen voll und ich gucke in die Röhre, wenn der meint nen Schuh machen zu müssen und mich mit Kind und Kegel da allein stehen lässt
Dat wäre ja noch schöner....
Im Übrigen ist es meines Wissens nach sittenwidrig, so einen Ehevertrag aufzustellen, dass die Frau nach Scheidung leer ausgeht.
Alles was vor der Ehe ihm gehörte, gehört auch nach der Ehe ihm. Da kannst Du so wie nicht ran. Aber alles was innerhalb einer Ehe erwirtschaftet wird, gehört unter Umständen auch zu Teilen Dir bzw. Euch und da würde ich mich niemals drauf einlassen, auf so was zu verzichten.
Und wenn er im späteren Verlauf sein Haus dafür verkloppen müsste, um Unterhalt für Dich und Kinder zu bezahlen, dann sei es drum....
O.K. Wenn er sagt, er möchte nichts für die Kinder aufbringen, die ihm nicht gehören, kann ich noch verstehen. Obwohl ich es moralisch echt verwerflich finde. Wenn Du dann sagst, O.K. ich übernehme das Geld für die Lebenserhaltungskosten der Kinder und hältst Deinen Baldmann daraus, könnte ich auch noch verstehen.
Aber Miete noch von seiner eigenen Ehefrau einzufordern, obwohl man auf einem abbezahlten Haus sitzt.... Hey, tiefer kann man eigentlich nicht sinken.
Wenn Du Dich an den Unterhaltskosten für das Haus (Nebenkosten) anteilig beteiligen möchtest, dann O.K.....
Aber HALLO?!?!? Ihr geht eine Ehe ein und keinen Handelsvertrag.....
Wie furchtbar ist das denn..... 
Mein Mann hat auch eine eigene Immobilie, wir heiraten auch über kurz oder lang. Dem würde nie einfallen, mir nen Vertrag vor die Nase zu halten, da er weiß, was vor der Ehe ihm gehörte, gehört auch nach der Ehe ihm......
Und ne Ehe ist ne Ehe und kein Handelsabkommen......
Ich würde ihm aus moralischer Sicht im Falle einer Scheidung schon nicht das abnehmen, was ihm gehört. Sprich, ich würde nicht nach einem Haus jankern, wo ich den monatlichen Unterhalt noch nicht mal aus eigener Tasche bestreiten könnte, da meine Einnahmen zu gering sind.
Ich bezahl hier auch keine Miete oder sonst was.... Ich beteilige mich lediglich an Anschaffungskosten oder bezahl mal eine Urlaubsreise für uns oder kaufe die Kleidung oder Anschaffungen für unser Kind..... Somit steuere auch ich, aber immer auf freiwilliger Basis, zu unserem Lebensunterhalt bei.
Meinem Mann würde NIE und nimmer nicht einfallen, die Hand vor mir aufzumachen. Der würde vor Scharm im Boden versinken und nie wieder auftauchen.
Überleg Dir gut, was Du da machst, aber investiere nicht gutgläubig in etwas hinein und stehe nachher selbst mit leeren Händen da.....
Ein Ehevertrag in allen Ehren, aber wie gesagt, das Gesetz schützt schon die Besitzgegenstände vor der Ehe, nach der Ehe....
Beitrag von wunschmama83 - 21.01.12 - 14:54 Uhr
Hallo!
Danke für Deine Antwort!
Er hat von mir nicht verlangt Miete zu zahlen. Ich würde das aber in Gewisser Höhe tun, WENN ich aus finanziellen Verpflichtungen raus gehalten werde.
Das Haus ist nächstes Jahr abbezahlt und dann könnte er einen neuen Kredit aufnehmen, davon renovieren ( Eigenkapital ist vorhanden) Und wir würden trotzdem gut leben können (zusammen).
Der Renovierungskredit ist sicher geringer als der Ausgangskredit beim Kauf.
Ist halt komisch wo man die Grenze zieht "Meins" und "Deins" gibts auch nicht, hätte es bei mir auch nicht gegeben. Aber wenn er sagt sein Vater überschreibt nur wenns eben einen solchen Ehevertrag gibt, dann machen wir das halt so. Aber dann kann man von mir auch nicht verlangen dass ich mich finanziell daran beteilige. Auch nicht wenn ich im Falle einer Scheidung "ausbezahlt" werden würde.
Sein Haus, seine Kosten. Unsere Möbel/Teppich/Farbe, unsere Kosten. Unsere Heizung für SEIN Haus - seine Kosten. Unser Öl - unsere Kosten. Da bin ich nun einfach mal so.
und danke nochmal!
Beitrag von comapo - 21.01.12 - 14:39 Uhr
Hallo,
ich würde mich da vielleicht so einigen, dass die normalen Erhaltungsaufwendungen wie zB streichen, tapezieren, Teppich verlegen etc. von beiden getragen wird, aber alles, was ins Haus eingebaut wird und einen längeren Wert hat (Badsanierung, passgenaue EBK usw) von ihm als Besitzer getragen wird.
Verbrauchskosten würde ich teilen oder wie Du sagst, eben in Form einer "Miete" leisten. Und alles was ihr an Mobiliar kauft, was nicht mit dem Haus fest verbunden wird, gehört beiden (oder jeweil dem, der die Rechnung bezahlt).
Ich finde es gut, sowas vorher zu regeln. Das ist zwar nicht romantisch, aber viele Beziehungen scheitern nun mal und alles, was in Zeiten des Friedens verbindlich geregelt wurde, muss dann nicht mehr im Krieg ausgekämpft werden.
LG
Beitrag von wunschmama83 - 21.01.12 - 14:49 Uhr
für Deine Antwort!
Ja, das war so mein Gedanke. Wollte dennoch mal noch ne andere Meinung hören.
Klingt komisch, aber ich hab halt noch 2 Kinder zu versorgen (ich verlange nicht dass er sie durchfüttert). Solange ich nicht arbeite habe ich 2 x Unterhalt der Kinder, Pflegegeld für meinen Sohn, 2 x Kindergeld und mehr hab ich eh nicht.
Dann kommt halt noch 1 Jahr Elterngeld, Geschwisterbonus dazu + Kindergeld.
Ob er mir den Unterhalt dann überweist oder ob sich das dann mit der Nutzung des Hauses deckt, weiss ich nicht.
Wir haben noch garnicht über sowas gesprochen, so weit sind wir noch nicht - wir haben auch noch nichtmal nen genauen Termin.
Es ist einfach so dass ich keine Schulden machen will. Selbst wenn ich einen Teil davon im Falle einer Scheidung zurück bekommen würde.
Natürlich ist es unromantisch, aber ich will das vorher geklärt haben.
