Hallo zusammen,
helfen kann mir ja sowieso keiner, aber ich könnte ein paar aufmunternde Worte wirklich gebrauchen....
Mein Partner und ich haben nach etwas mehr als sieben Jahren beschlossen, dass wir uns trennen.
Rational betrachtet ist mir durchaus bewusst, dass das besser so ist - das Klima zwischen uns war schon lange meist eine ziemliche Katastrophe, es ist in letzter Zeit einiges vorgefallen, Lebensweise und Zukunftsvorstellungen gehen zunehmend auseinander.
Warum tut das dann SO weh?
Wir haben eine zweijährige Tochter, ich kann ihn also nicht mal aus meinem Leben werfen und meine Wunden in Ruhe lecken, im Gegenteil.
Er hat in den letzten Monaten so viel gearbeitet (und die beiden haben sich so selten gesehen), dass der Umgang wohl zumindest übergangsweise mit mir stattfinden wird, ich sehe ihn also mehr als nur kurz und wir tun so, als seien wir noch eine Familie.
Mein Herz bricht bei dem Gedanken jedes Mal von neuem.
Ja, wir hatten Probleme, aber irgendwie konnte ich mich lange nicht von der Illusion trennen, dass man alles irgendwie hinbekommt, solange man sich liebt.
Wir haben so viele Dinge gemeinsam überstanden, und jetzt gehen wir einfach getrennte Wege?
Ein Teil von mir ist immer noch völlig fassungslos, obwohl das alles andere als aus heiterem Himmel kam.
Jetzt sitze ich hier, mein Herz blutet, ich bin absolut apathisch, obwohl so vieles zu organisieren wäre, und ich habe zu nichts die Kraft gerade.
Und dann - wie erkläre ich das unserer Kleinen kindgerecht, oder wir?
"Mama und Papa haben sich nicht mehr lieb" trifft die Sache ja nicht.
Die Wahrheit ist allerdings um einiges zu kompliziert.
Oder sagen wir erstmal gar nichts?
Für die Kleine ändert sich ja auch wenig, sie sieht Papa nach wie vor vermutlich selten - etwa wöchentlich - und dann (erst einmal) mit mir gemeinsam.
Vielleicht verraten mir ein paar von Euch, wann nach der Trennung sie sich wieder etwas besser gefühlt haben, und ob es jemanden gibt, der sich auch aus solchen Vernunftgründen getrennt hat und es hat sich als die richtige Entscheidung herausgestellt?
Liebe Grüße
Nini
Entscheidung gefallen - und mein Herz?!?
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Beitrag von nini.78 - 21.01.12 - 15:00 Uhr
Beitrag von bionda1970 - 21.01.12 - 21:23 Uhr
Liebe Nini,
mir geht es genauso wie dir. Unsere Trennung steht fest.
Wir sind seit 2005 verheiratet uns haben 2 Kinder (5,8), die wahnsinnig an ihrem Papa hängen.
Ich weiß, dass es besser so ist. Keiner von uns war mehr glücklich. Mich hat alles, was er gesagt oder getan hat, einfach angenervt. Es tut trotzdem so schrecklich weh, weil die Ehe, die Beziehung gescheitert ist. Man hat sich mal so sehr geliebt.
Ich weine, wegne der Kinder wegen. Wie sollen sie das nur verkraften? Rennen jeden Abend zur Tür, wenn der Papa kommt, können nicht einschlafen, wenn er später aus dem Büro kommt. Wir möchten es ihnen morgen sagen :(
Ich habe solche Angst davor
Beitrag von freno - 21.01.12 - 22:47 Uhr
Hallo
Oh ja, das tut weh. Und nach 5 Monaten immer noch. Aber ich habe immer öfter glückliche Momente. Tagsüber ist es eigentlich kein Problem mehr. Aber abends denke icheigentlich immer dran warum es nicht mehr geklappt hat. Mein Problem dabei ist ,dass ich von ihm so richtig keine Argumente gehört habe.
Letzthin meinte er, er will mich nicht verletzen, deshalb sagt er nichts.
Es tut mir auch nur der Kinder wegen leid. Allerdings ist die Beziehung noch nie so überragend gewesen. Aber ich habe Angst, dass er jetzt mehr tut und das würde mir erst recht weh tun.
Der Kleine ist jetzt 20 Monate alt und bekommt das noch nicht mit. Und die Großen sagen, dass so viele getrennt sind, dass ist doch schon fast normal. Solang wir uns nicht streiten ist doch alles o.k.
Ich kann aber noch nicht umschalten auf Smalltalk. Ich muss auch so wenig Kontakt und Gespräch wie möglich haben.
Aber es wird so langsam besser.
Drück dir die Daumen, dass du es auch gut schaffst. Vokalem regle die Formalitäten möglichst schnell. Eine Bekannte hat länger gewartet und dann war ihr Ex nicht mehr so entgegenkommend wie am Anfang.
Gruß
Freno
Beitrag von frau2808 - 22.01.12 - 09:30 Uhr
Hallo Nini, du schreibst mir aus der Seele.
Auch bei uns steht die Trennung fest, aus vielen, vielen Gründen.
Für die Kinder tut es mir unendlich leid, ich habe ein sehr, sehr schlechtes Gewissen da die Trennung eigentlich eher von meiner Seite kommt.
Ob wir uns noch lieben weiß ich in diesem Caos eigentlich garnicht. Aber so weitermachen geht nicht, das ist sicher.
Ich habe eine Wohnung gefunden und schaffe es nicht, weitere Schritte (renovieren, Möbel aussuchen ect)zu unternehemen. Ich bin wie gelähmt. Ich denke mal es ist meine Angst vor dem Neuen, der ganzen Verantwortung und die Sorge wie die Kinder das alles verkraften.
Ich werde morgens wach (nach einer unruhigen Nacht)und mir fällt sofort wieder ein wie beschissen alles ist, mein Herz rast und ich würde am liebesten die Decke über den Kopf ziehen und liegenbleiben. Doch auch die kleinste "Auszeit"kann ich mir zur Zeit nicht geben, ich muß sehr viel arbeiten und eigentlich auch renovieren.
Meine Eltern sind auch völlig gegen diese Trennung, sind also auch nicht auf meiner Seite. Erst haben sie mich mit Druck versucht umzustimmen, mir jede Hilfe abgesagt. Mittlerweile tun sie so als wüßten sie nichts von der Wohnung ect.
Meine Schwester renoviert mit ihrem Mann ein Haus, dort arbeitet mein Papa jeden Tag, besorgt Teile, kümmert sich...sie passen ständig auf ihre Kinder auf....
Mensch das tut alles so weh und ich habe oft das Gefühl, alles wächst mir über den Kopf.
Das alles hilft dir jetzt nicht, ich weiß, aber es tut ja auch schonmal ganz gut zu wissen, du bist nicht allein in der Situation.
LG Alexandra
