Hallo zusammen,
ich habe mal eine Frage an euch und hoffe auf viele Anregungen und Tipps.
Es geht um die Großeltern unserer Tochter. Vorab erstmal unsere Tochter ist jetzt 2,5 und wir sehen die Großeltern regelmäßig, mindestens 1x die Woche, manchmal auch 2x.
Das Problem was ich habe, bezieht sich auf ganz viele, verschiedene Situationen, die sich aber ziemlich oft wiederholen und ganz schnell einen Nachmittag kaputt machen können.
Es fängt oft schon bei der Begrüßung an. Immer wieder heißt es unserer Tochter gegenüber "Hast Du etwa schon wieder einen neuen Pullover( Hose, Shirt usw.)? das haben wir ja noch gar nicht gesehen. Wer hat Dir das denn schon wieder gekauft?" Sie sind insgesamt sehr, sehr materiell eingestellt und es geht sehr viel daraum, wer, was, warum, wie teuer usw.An mich gewandt heißt es dann " Von wem hat sie das Teil, seit wann und warum haben wir das noch nicht gesehen?" Oft sind es aber gar keine neuen Sachen und sie hatte sie schon mehr als einmal an. Sage ich dass dann, heißt es, ich solle nicht lügen, es wäre definitiv neu. bei Spielsachen geht es genauso. Damit ist die Stimmung dann schon zum ersten Mal hinüber.
Dann kommen ganz oft Situationen, in denen unsere Tochter irgendwas machen oder spielen möchte, der Opa sagt dann zum Beispiel: okay, dann komm und wir machen das oder er sagt, dann hol Dir die Sachen die Du brauchst und wir machen es. Dann fängt aber die Oma an zu schimpfen und sagt dem Kind genau das Gegenteil von dem was der Opa gesagt hat. Andersherum ist es genau das gleiche Spiel. Sage ich was, heißt es ich hätte mich rauszuhalten.
Letzte Woche hatten wir zum Beispiel das Problem, dass unsere Tochter ihr Memory mitgenommen hatte und spielen wollte, Oma sagt: "Los spielen wir" Unsere Tochter sagt: "Oma, Opa und Mama auch mitspielen" Daraufhin kriegt sie zur Antwort: "Ja, ja wenn Du erstmal in den Kindergarten gehst, können wir auch verstehen, was Du sagen willst und jetzt spielen wir beide" Daraufhin meint der Opa: "Es war doch ganz klar zu verstehen, was das Kind möchte" daraufhin die Oma:" Das weiß ich doch auch, aber das Kind doch nicht und ich spiele jetzt eben mit ihr alleine!
sind wir auf dem Spielplatz, passiert genau das Gleiche. Unsere Tochter möchte mit Oma zur Schaukel, sie sagt nein jetzt wird gerutscht. Will das Kind auf die Rutsche, heißt es nein Du schaukelst jetzt. Guckt unser Kind mich an und sagt " Mama???" heißt es " Die Mama hat jetzt gar nichts mehr zu sagen, jetzt entscheide ich"
Das ist nur mal ein kleiner Auszug aus verschiedenen Situationen. Ich weiß einfach nicht, wie ich damit richtig umgehen soll. Vor allem sind das noch harmlose Dinge.
Wir hatten am Mittwoch auch das Problem, dass unsere Tochter etwas verschüttet hat und die Oma sagte zu ihr" Machst Du das nochmal, haut die MAMA dir auf die Finger" Ich war total entsetzt und meinte dann nur zur Oma "Äh nein, ganz bestimmt nicht, das Kind wird nicht geschlagen weder von mir noch von wem anders! " Antwort war dann: "Mein Gott bis Du empfindlich, Du weißt sehr genau, dass man sowas mal sagt und es eh nicht macht, im übrigen hat ein Klaps noch niemandem geschadet." ich bin danach postwendent mit unsere Tochter nach hause gefahren.
Auch geht es immer wieder um das Thema Kindergarten. Ständig will der Opa wissen, ob ich mich denn jetzt mal endlich im Detail nach dem Anteil ausländischer Kinder erkundigt hätte. Und dann kommt eine wüste Schimpferei, dass es eine Frechheit ist, dass er als Opa den Kindergarten nicht bestimmen durfte, denn er will auf gar keinen Fall, dass das Kind Kontakt zu "Nichtdeutschen" hat, dann würde sie ja nur noch mit Schimpfwörtern nach hause kommen. Ich weiß einfach nicht, wie ich mit so einem dummen Gerede umgehen soll, wir als Eltern wollen auf gar keinen Fall, dass unser Kind auch anfängt so zu reden oder ähnliches, für uns sind alle Menschen gleich und das vermitteln wir auch so.
Sagt man ihm das aber, oder versucht eunfach das Thema zu wechseln, wird er aggressiv, laut und sehr ausfallend.
Oft enden die Besuche also mit Gezank, Wut, vorzeitigem nach Hause gehen bzw. Rauswerfen von Oma und Opa.
Ich will das aber alles gar nicht, mir ist es wichtig, dass unsere Tochter Kontakt zu den Großeltern hat. Mir ist also wirklich nicht daran gelegen, den Kontakt abzubrechen, nur es wird leider immer schlimmer, wir hatten schon von Geburt an große Probleme mit diesen Großeltern.
Ich muß dazu sagen unsere Tochter wurde per Not-KS in der 28. SSW geboren, als sie davon erfahren haben, standen sie zwei Stunden später im KH und haben nicht erstmal nach dem Kind oder mir gefragt, nein es wurde sofort geschimpft, dass der Arzt die Kleine einfach ohne ihr Wissen und ohne ihre Einverständniss geholt hätte, es sei schließlich ihr Enkelkind und sie hätten das mitzuentscheiden.
Ich habe auch schon mal versucht, die kleine Maus allein bei ihnen zulassen, aber dass ist dann auch nicht richtig. Zum einen ist sie dann jedes mal total verheult, die beiden untereinander sind total verstritten und ich kriege selbst nach einem nachmittag von vier-sechs Stunden noch zu hören: "Warum kommst Du jetzt schon, das Kind hat Dich nicht vermisst und wir schon mal gar nicht"
Mir feheln ganz oft einfach die Worte und mein Mann ist leider keine große Hilfe, er sagt immer nur, ich solle in der jeweiligen Situation meinen Mund aufmachen, ohne Rücksicht auf irgendwen oder gehen.
Aber auf dauer ist das für alle sehr unbefriedigend. ich würde gerne eine sinnvolle Lösung finden!
Vielleicht könnt ihr ja helfen?
Lg und sorry dass, es sooooo lang geworden ist! Eigentlich gibt es noch viel mehr zu erzählen, aber das wäre dann unverschämt euch so vollzutexten.
Nadine
Wie gehe ich am besten mit solchen Situationen um?* sorry lang *
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Beitrag von dienschen1 - 21.01.12 - 22:56 Uhr
Beitrag von mike-marie - 21.01.12 - 23:16 Uhr
>>ch habe auch schon mal versucht, die kleine Maus allein bei ihnen zulassen, aber dass ist dann auch nicht richtig. Zum einen ist sie dann jedes mal total verheult, die beiden untereinander sind total verstritten und ich kriege selbst nach einem nachmittag von vier-sechs Stunden noch zu hören: "Warum kommst Du jetzt schon, das Kind hat Dich nicht vermisst und wir schon mal gar nicht"<<
Warum versuchst du auf heile Weilt zu machen wo keine ist 
Der Opa ist ziemlich rechts angehaucht, die Oma zwingt dem Kind IHREN willen auf und du lässt dich von beiden unterbuttern.
Was für einen positiven nutzen soll denn deine Tochter aus diesem Kontakt ziehen?
Ich würde den Kontakt klipp und klar einschränken. Und dein Mann hat recht. Mach den Mund auf.
Ich bin erschrocken das du deiner 2.5 jährigen Tochter solche Konfliktsituationen immer wieder zumutest.
Auf solche Großeltern kann jedes Kind getrost verzichten.
Beitrag von dienschen1 - 22.01.12 - 20:22 Uhr
Danke für Deine Antwort!
Im Grunde genommen erschrecke ich mich immer wieder vor mir selber, wenn ich nach dem Geschehen über alles nachdenke und dann halt insbesondere über mein Verhalten, meine Reaktionen nachdenke.
Denn genau, so wie es jetzt ist, wollte ich es nie haben. Im Grunde genommen wiederholt sich für meine Tochter genau das, was ich als Kind auch erlebt habe. Eben eine mama die nicht unterstützend da ist, unterstützend eingreift wenn irgendwas ist, sondern ganz einfach gesagt den Schwanz einzieht und jammert. Ich bin genau in einem solchen Geschehen groß geworden und meine Mama lässt noch heute mit sich machen, was sie will.
Das soll jetzt aber weder eine Entschuldigung, noch eine Ausrede oder sonstwas für mein Verhalten sein, denn ich weiß, dass man im Leben irgendwann das Alter erreicht wo man die Verantwortung für sein eigenes Leben übernehmen muß und eben nichts mehr mit der Kindheit entschuldigen sollte.
Gerade die eigenen Erfahrungen sollten einem ja helfen, es anders zu machen. Ich muß wirklich endlich damit anfangen. Es gibt auch ganz viele Tage, an denen ich so denke, aber dann kommt wieder eine Situation und ich verfalle wieder in mein altes Muster.
Ich habe aber dennoch das WE nochmal genutzt und nochmal ausführlich mit meinem mann gesprochen und wqir haben jetzt vereinbart, ich versuche es ganz klar mit ganz deutlich den Mund aufmachen, er hat mir auch nochmal ganz klar gesagt, dass es ihm auch völlig egal ist, wenn er dann nen Anruf auf der Arbeit bekommt und seine Eltern ihm mal wieder sagen, dass es so nicht weitergeht, da ICH nur noch unverschämt wäre und SIE nur fix und fertig machen würde und überhaupt kein Verständniss für ihre Wünsche und Bedürfnisse zeigen würde. Er hat ganz klar gesagt, dass er hinter mir steht und das dann wirklich erstmal Schluß ist mit dem Kontakt.
Ich hoffe, ich schaffe es wirklich irgendwie, denn so geht es wirklich nicht mehr weiter, so leidet insbesondere unser Kind und dazu habe ich nicht das Recht es so zuzulassen.
Ich muß einfach aufhören, immer lieb und brav und angepasst sein zu wollen, damit alle Leute sehen, wie toll ich bin, dass ist ja nicht Sinn und Ziel des Lebens! Das weiß ich alles, aber verliere leider im Alltag immer wieder den Glauben daran und einen Glauben an mich selber habe ich schon lange nicht mehr, hatte ich vielleicht auch nie wirklich!
Danke für deine Antwort!!!!
Nadine
Beitrag von zitronenschnittchen - 22.01.12 - 21:57 Uhr
Hallo Nadine,
natürlich solltest Du in der Situation direkt auch Deinen Mund aufmachen, aber ich denke, die Grundproblme: die rechten Sprüche des Opas, Deine Entmündigung durch die Oma, etc. sollte Dein Mann ansprechen und deutlich verbieten. So geht das nicht!!! Ich würd da gar nicht mehr hin, das müsste mein Mann sich alleine antun.
Es ist einfacher für ihn die Sachen anzusprechen als für Dich, da Du immer die böse Schwiertochter bist...
Es wäre gut, wenn er das in Deinem Beisein mal ruhig ansprechen würde, dann kannst Du das Ganze auch untermauern...ohne Euere Kleine wäre aber besser, wird bestimmt recht laut (könnt ich mir vorstellen) und solche rechten Sprüche, musst Du Dir echt verbitten, wenn -egal wer- solche Sprüche im Beisein meiner kids äußern würde und nicht SOFORT ruhig wäre nach meinem Warnschuss, würde rausfliegen oder wir würden gehen!
Viel Erfolg und Kraft
zitronenschnittchen
Beitrag von mike-marie - 22.01.12 - 22:54 Uhr
Ich denke auch, nicht du musst das Gespräch suchen sondern dein Mann. Seine Eltern müssen begreifen das nicht du "immer stress" machst, sondern das er da voll hinter steht.
Du musst nicht für andere Stark oder toll sein, das stimmt schon. Aber für deine Tochter, das ist das wichtigste.
Lg
Beitrag von terminor - 21.01.12 - 23:50 Uhr
Der Umgang macht Dich und Dein Kind krank.
Leb Dein eigenes Leben ohne Oma und Opa.
Beitrag von dienschen1 - 22.01.12 - 20:23 Uhr
Da hast Du völlig Recht! Danke für deine Antwort! Ich muß endlich die Verantwortung für mein Leben in die Hand nehmen und etwas ändern, zur Not ohne die Großeltern.
nadine
Beitrag von hustinetten - 22.01.12 - 00:22 Uhr
Am Anfang mit dem Preis der Klamotten dachte ich noch, "Ok, manche alten Leute sind eben komisch!", aber alles zusammen ist schon heftig.
Aus den Klamotten / Spielsachen würde ich mir ja noch den Spaß machen, sagen, dass alles NATÜRLICH neu ist und min. 100 Euro gekostet hätte.
ICH mag es überhaupt nicht, wenn man meine Kinder für dumm verkaufen möchte. Entweder, du machst den Mund auf, oder drehst den Spieß rum "Liebe Schwiegermami, wenn du nicht so alt und verkalkt wärst, könnte ich ja verstehen, was du möchtest, du musst du leider machen, was ICH grade will!"
Gleiches gilt für den Spielplatz, ich sage meinen Kindern zwar auch, dass mir so schwindlig ist, dass ich nicht weiter Karusell fahren möchte, oder, dass der Sandkasten so voller Hundeaufen ist, dass ich nicht möchte, dass sie drin spielen, aber zum Schaukeln zwingen ist einfach albern.
"Ja, Schwiegerpapa, 99% Ausländer und wir laden alle zum Kindergeburtstag ein! Kommst du auch?"
Das Problem ist: Du wirst sie nicht ändern können. Dir bleibt also zur Wahl:
a) du siehst über ihr Verhalten hinweg
b) du verbittest dir ihre Aussagen in eurer Gegenwart, sonst gibt's Enkelentzug
c) Kontaktabbruch
Ich könnte mit dem Kontrollzwang über mich und meine Kinder nicht leben, auch die Ausländerfeindlichkeit würde mich massiv stören.
Braucht deine Tochter wirklich solche Großeltern?
lg
Beitrag von dienschen1 - 22.01.12 - 20:34 Uhr
Danke für deine Antwort!
Deine Antworten zu Beginn der Antwort haben mir echt gut gefallen, vielleicht wären sie dann mal so perplex, dass da wirklich Wind aus den Segeln genommen wäre!
Nein, im Grunde genommen braucht unsere Tochter diese Art von Großeltern nicht.
und ja, ich MU? den Mund richtig klar und deutlich aufmachen, denn über das Verhalten kann ich nicht hinwegsehen, über das vierte Stück Schokolade oder den dritten Pudding hintereinander schon, aber nicht, über das massive gegen uns, unser kind und unser Leben gerichtetes Verhalten. Demnach bleibt ja nur die Möglichkeit, es mit ganz klaren Ansagen zu versuchen und sonst wirklich den Kontakt auf Eis zu legen.
In erster Linie habe ich wohl bisher immer mit "Wischi-Waschi-Antworten" reagiert, weil ich weder selbstbewußt noch mutig bin. ABER aus eigener Erfagrung weiß ich, was MEIN Verhalten für unser Kind bedeutet und ICH muß MICH ändern.
Jetzt wo ich hier so sitze und wieder mal total wütend auf mich selber bin, steht mir das gedanklich ganz klar vor den Augen, aber dann kommt wieder der Alltag mit den Situationen und ich kneife wieder mal, weil ich lieb und angepasst sein möchte und auf gar keinen fall will, dass mein Mann Anrufe auf der Arbeit bekommt, weil ich mich ja so unverschämt verhalte und die Schwiegereltern so fix und fertig mache. Aber er hat jetzt auch nochmal ganz klipp und klar gesagt, dass er völlig hinter mir steht und mir bei so einem Anruf nicht in den Rücken fallen würde.
Auch sollte es mir völlig egeal sein, ob ich von anderen Verwandten SMS oder E-Mails oder Anrufe bekomme, weil die Schwiegereltern sich dort ausgeheult haben und natürlich alles zu ihren Gunsten erzählen und nicht so wie es wirklich ist.
Ich weiß, dass ich nicht auf die Meinung irgendwelcher Verwandten angewiesen bin, sondern es in erster Linie darum geht, mein Kind zu schützen und es gut durchs Leben zu begleiten.
Danke für dein Antwort.
Nadine
Beitrag von berry26 - 22.01.12 - 09:06 Uhr
Ähm... Ja ich muss deinem Mann Recht geben. MACH DEN MUND AUF!!!
Hallo?? Du kannst deinem Kind doch nicht zumuten das die Oma ihr IHREN Willen aufdrückt und ihr beibringen das sie das dulden muss! Dein Kind hat ein Recht auf einen eigenen Willen!!
Die Großeltern geht es auch einen feuchten Dreck an wo euer Kind in den Kiga geht und das würde ich ihnen auch genauso sagen! Sie konnten über ihre Kinder bestimmen und jetzt steht euch das gleiche Recht zu!
Genausowenig geht es die Großeltern etwas an was und wo und wie teuer ihr was gekauft habt.
Und sorry aber rauswerfen würde ich mich von niemanden ein zweites Mal lassen!
Ehrlich gesagt kann ich auch nicht verstehen warum du ein Kind zu den Großeltern gibst, die SO mit ihr umgehen. Ich verstehe jedes Interesse an einer persönlichen Auszeit aber diese geht definitiv auf Kosten des Kindes und das geht nu gar nicht.
Alles in allem kann ich nicht verstehen wieso das ganze mitmachst. Das Verhalten der Großeltern ist ja nicht einfach nur nervig sondern richtiggehend schädlich für dein Kind und das darfst du Ihnen nicht durchgehen lassen! Lieber keine Großeltern als solche Großeltern, auch wenn es hart klingt!
LG
Judith
Beitrag von dienschen1 - 22.01.12 - 20:47 Uhr
Danke für deine Antwort!
Du hast völlig recht, ich muß den Mund aufmachen und etwas ändern.
Nein, diese Menschen haben kein Recht, mein oder unser Leben zu bestimmen. Allerdings sind es Menschen, die meinen OHNE sie und ihre Anweisungen sind wir nicht lebensfähig. Das soll jetzt keine Entschuldigung für mein Verhalten sein, nur weil sie das meine, muß ich ihnen ja nicht noch Recht geben, in dem ich es mir gefallen lasse.
Und ich weiß auch, dass es für unsere Tochter nicht gut ist, was da alles passiert, ich weiß vor allem aus eigener Erfahrung, was es für sie heißt mich als diese Form von Mutter zu erleben.
Ich muß aufhören, den Schwanz einzukneifen und die volle Verantwortung für mein Leben und das unserer Tochter übernehmen. Angepasst sein zu wollen, bzw. lieb, nett, brav und von allen gemocht zu werden, gehört definitiv zu den richtigen Reaktionen meinerseits auf das Verhalten dieser Menschen.
Das ich unsere Tochter alleine bei den beiden gelassen habe, hat auch absolut nichts damit zu tun, dass ich Auszeiten brauche, die nehme ich mir, wenn mein Mann zu hause ist, es war meine Reaktion auf den Vorwurf meiner Schwiegereltern, dass es ja nur zu den ganzen Situationen kommen würde, weil sie das Kind ja gar nicht kennen würden, weil sie es ja nicht alleine kriegen würden. Meine Überlegung war dann, vielleicht klappt es mit den dreien ja worklich, wenn ich nicht dabei bin, aber das war natürlich ein Irrglaube. ja, ich habe es dreimal oder sogar viermal versucht, weil ich immer noch die bekloppte Hoffnung hatte, es würde vielleicht doch klappen, aber das hat es nicht und jetzt ist unsere Tochter auch nicht mehr mit ihnen alleine.
Das Verhalten von ihnen ist genauso falsch wie mein bisheriges Verhalten und ich habe nur die Möglichkeit, es( egal was andere dann zu mir/ zu uns sagen, uns vorwerfen) mit ganz klaren Ansagen zu versuchen und auch klar zu machen, sonst ist Schluß mit Kontakt und das dann auch so durchzuziehen. In allererster Linie für unser Kind!!!!!
Ich weiß, ICH MUß erwachsen werden in dieser Beziehung und ganz klar für mein Kind da sein!
Danke für deine Antwort.
Nadine
Beitrag von berry26 - 22.01.12 - 21:45 Uhr
Find ich klasse!
Ich hoffe für deine Tochter das du es auch wirklich durchziehst.![]()
Ich wünsch dir viel Kraft und Durchsetzungsvermögen für deine Pläne!
Beitrag von dienschen1 - 22.01.12 - 21:48 Uhr
Dankeschön!!!!!!!!
Es muß einfach irgendwie klappen!
Nadine
Beitrag von bensu1 - 22.01.12 - 09:10 Uhr
Hallo,
warum tust Du Dir das an?
Probleme mit den Schwiegereltern zu haben, kommt vor, aber die beiden sind doch mehr als übergriffig, zumal das Kind auch unter ihrem Verhalten leidet.
LG
Karin
Beitrag von dienschen1 - 22.01.12 - 20:50 Uhr
Hallo,
ich galube ich muß als Antwort wirklich sagen, ich tue es mir und auch unserem Kind an, weil ich feige und ohne großes Selbstbewußtsein bin.
Ich weiß, ich muß etwas ändern, denn meine Tochter erlebt momentan genau das, was ich als Kind auch erlebt habe und ich war mir immer sicher, so will ich das für mein Kind nie!!! Aber bis hierher habe ich da wohl echt versagt und es ist einfach an der Zeit was zu ändern!
ICH muß da ran und mein Verhalten ändern und nicht "jammern" wie schlimm es doch eigentlich ist!
Danke für deine Antwort!
Nadine
Beitrag von bensu1 - 22.01.12 - 23:02 Uhr
Ich kann Deine Situation verstehen, aber Mädel: Sie können Dir nichts anhaben. Schlimmer kann es für Dich nicht werden als es jetzt schon ist.
Kopf hoch, Du schaffst das! (Ich habe es auch gepackt.
)
Beitrag von locke1910 - 22.01.12 - 09:38 Uhr
Nur am Rande: Gott , ich liebe meine Eltern und Schwiegereltern - die würden sich eher die Zunge abbeissen, bevor sie sowas bringen...
Zu Dir: Hau' auf den Tisch.
Dein Kind wird völlig verwirrt/verunsichert und braucht Dich - damit Du klare Regeln reinbringst, die Dein Kind schützen.
Dein Mann hat da Recht, wobei ich mich frage, wo ist ER eigentlich in diesen Situationen...?
Meiner reagiert da äusserst sensibel, wenn einer unsere Kindern "angreift" - denn ich empfinde dieses Verhalten der Großeltern auch als übergriffig...
Als Eltern müßt Ihr da bitte an einem Strang ziehen - der Schutz Eures Kindes hat immer Vorrang vor dem Wohlbefinden anderer.
Und die beiden leben sich ziemlich auf Kosten von dem Kind und Euch aus; entweder es ist so, dass Ihr das "ertragen" könnt (andere Menschen haben eben andere Vorstellungen) und wenn nicht, wenn Eure Schmerzgrenze erreicht ist - dann zieht die Reißleine.
Entweder wie IHR es wollt, oder garnicht.
Punkt.
Großeltern sollten Verbündete der Kinder sein (haben meine Mutter und meine Schwiegermutter unabhängig voneinander gesagt), denn sie bilden das verwöhnende, betüddelnde Gegengewicht zu den erziehenden Eltern (logo gibts auch bei Großeltern Regeln, aber sie sind trotzdem im Normalfall die "Lieben") - und nicht die Erziehung übernehmen, sondern ergänzen.
Und (was als Argument auch immer ganz gut klappt bei stressigen Eltern) - wie seid Ihr beide eigentlich "geraten"?
Komplette Nullen im Leben oder in der Lage, eine "vernünftiges" Leben zu führen?
Wenn Ihr also in der Lage seid, Euer Leben gut zu führen, dann haben Eure Eltern anscheinend doch wenig Vertrauen in ihre eigene Erziehung, wenn sie sich derartig einmischen, dass sie Euch immer noch Vorschriften machen müssen...usw...
So kann man auch mal den Wind aus den Segeln nehmen -die Frage einfach umdrehen: Habt IHR UNS eigentlich zu kompletten Nieten erzogen, so dass Ihr glaubt, am Enkel das wieder "gut machen" zu müssen?
So gefragt zu werden, sollte sie erstmal beschäftigen...
GlG und viel Mut,
Locke
Beitrag von mike-marie - 22.01.12 - 14:25 Uhr
>>So kann man auch mal den Wind aus den Segeln nehmen -die Frage einfach umdrehen: Habt IHR UNS eigentlich zu kompletten Nieten erzogen, so dass Ihr glaubt, am Enkel das wieder "gut machen" zu müssen?<<
Nicht schlecht
Beitrag von locke1910 - 22.01.12 - 16:11 Uhr
Der (traurige) Witz ist: Es funktioniert...
Habe den Rat bereits an andere weitergegeben, die dann berichteten, dass erstmal Ruhe war - weil diese Umkehrfrage oft genug völlig überraschend kommt...
Beitrag von dienschen1 - 22.01.12 - 21:01 Uhr
Danke für deine Antwort!
die Farge mit dem "geraten sein" ist echt gut, wobei ich denke, dass sie an meinen Schwiegereltern vorbeigehen würde, denn sie wollen ja, dass wir denken, wir können nicht alleine klar kommen, weil sie sonst das Gefühl haben, dass sie an unserem Leben nicht teilnehmen dürfen. Das haben sie mir mal ganz zu Anfang gesagt, als sie gemerkt haben, dass wir sehr gut mit unserer tochter zurecht kommen und nicht fünfmal am Tag wegen irgenwas bei ihnen anrufen. Sie haben dann täglich angerufen und jedes mal, wenn ich gesagt habe, dass alles gut ist und wir klar kommen, geantwortet, dass sie das unverschämt finden, dass es bei uns klappt und uns gut geht, denn sie dürften somit ja nicht mehr an unserem Leben teilnehmen!
Mein mann bekommt die meisten Situationen nicht mit, weil er in der Regel bis 19 Uhr arbeitet. Ich erzähle ihm dann was gewesen ist, oder er bekommt Anrufe im Büro von seinen eltern, dass ich mich wieder total unverschämt benommen habe und sie fix und fertig seien.
Wir reden dann darüber, er sagt dann immer mach den Mund auf und erstmal war es das dann.
Aber wir haben heute nochmal ein langes Gespräch gehabt und er hat mir nochmal ganz klar gesagt, dass er hinter mir steht und eben will das ich den Mund auf mache.
Ich weiß, ich muß ganz klar was ändern, es geht nicht was sie machen, denn ja sie sind übergriffig und sie schädigen unser Kind. Wobei ich mit meinem Verhalten auch nicht besser bin, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie meine Tochter mich empfindet, bzw. was ich mit meinem Verhalten anrichten kann. Und gerade auf Grund meiner eigenen Erfahrungen sollte ich es besser wissen und mich entsprechend verhalten. Ich muß da wirklich endlich erwachsen werden und zum Wohle meines Kindes reagieren.
Danke für deine Antwort.
Nadine
Beitrag von locke1910 - 22.01.12 - 21:49 Uhr
Ich weiß, wie schwer es sein kann - sein Leben lang hört man auf die Eltern, ist "brav", angepasst, achtet darauf angenehm zu sein und dann hat man die Verantwortung für ein kleines Bündel Mensch und muß denen, denen man vorher es Recht machen wollte/mußte, auf einmal entgegentreten...
Die Probleme hatte ich in Deinem Umfang nicht -allerdings hat sich das Verhältnis zu meiner Mutter tatsächlich verschoben, da sie mich, seitdem ich selber Kinder habe, als wirklich erwachsen wahrnimmt - und ich fühle mich aus erst seitdem erwachsen.
Meine Schwiegereltern haben mich im Laufe der Zeit wohl gerne gewonnen, aber auch, weil ihr Sohn mit mir/durch mich sein Leben in geregelten Bahnen führt (er hat seine Jugend sehr genossen **gg**).
Aber: Ich habe Freundinnen, die bis heute um die Anerkennung ihrer Eltern ringen - selber erwachsen, selber Mütter und im Leben stehend - melden sich die Eltern, fallen sie ins Kinderschema zurück und sind hinterher unglücklich und verstehen sich selber nicht mehr...
Diese Ablösung ist ganz schwer - für Eltern wie für (erwachsene) Kinder, scheinbar wanken beide zwischen den bekannten Rollenmustern, dem Wunsch, da auszubrechen und auch Macht/Kontrolle zu behalten bzw zu gewinnen.
Du schreibst selber, sie wollen an Eurem Leben teilhaben - das kann man so oder so interpretieren; haben sie Sorge um Euch, wollen sie einfach nicht ausgeschlossen sein oder wollen sie die Kontrolle über Euch nicht abgeben?
Blöde Situation.
Ich kenne sie nicht, aber zb meine Schwiegermutter - sie würde in ein brennendes Haus stürzen, um ihre Kinder/Enkel zu retten und trotzdem schimpft sie seit Jahren mit uns, wenn ihr was nicht gefällt.
Aber ich habe begriffen, dass sie das aus Sorge macht - einmal habe ich sie nach so einer Gardinenpredigt in den Arm genommen und mich dafür bedankt - sie fing fast an zu weinen, weil sie damit nicht gerechnet hat.
Nur: Ob es bei Euch Sorge/Angst ums nicht-mehr-gebraucht-werden oder Kontrollzwang, das kann ich nicht beurteilen, wie denn auch?
Allerdings hilft es Dir vielleicht, wenn Du mental einen Schritt zurücktrittst und sie beobachtest - warum könnten sie sich so verhalten? Und wie kannst Du diese Verhaltensschiene unterbrechen? Wie gesagt, bei Schwiegermutter wars die Erkenntnis, dass sie so ihre Sorge und Zuneigung äussert - wäre sie ein echter Drachen, hätte ich bestimmt anders reagiert.
Aber so schimpft sie zwar immer noch - allerdings lacht sie am Ende und meint, Du weißt ja wie ich es meine...
Ich wünsche Dir auf jeden Fall die nötige Kraft, um Dich zu behaupten
Beitrag von derhimmelmusswarten - 22.01.12 - 10:24 Uhr
Pfuij Teufel. Wie kannst du es überhaupt zulassen, dass dein Kind Kontakt solch rechts gerichtetem Pack hat? Ich würde den Kontakt einstellen. Solche Großeltern braucht kein Kind!
Beitrag von dienschen1 - 22.01.12 - 21:04 Uhr
Danke für deine Antwort!
Ja, Du hast völlig Recht, diese Verhalten ist nur eines, aber eines welches mit am Schlimmsten von ihnen ist und ich DARF das so auch nicht weiter zulassen! Ich muß was tun!
Danke für deine Antwort!
Nadine
Beitrag von schullek - 22.01.12 - 11:35 Uhr
hallo,
also ich bin ja generell so eingestellt, dass großeltern auch das recht haben sollten großeltern zu sein. egal, welche konflikte es mit den eltern gibt.
aber wenn ich so lese, wie deine schwiegereltern sich verhalten, dann fällt mir nur eins ein: schütz dein kind!
dein kind ist dort offensichtlich nicht wirklich glücklich, deshalb würde ich es nur dort alleine lassen, wenn es ausdrücklich den wunsch dazu hat. ich würde zudem ebenfalls einschreiten, wenn jemand versucht mein kind unter druck zu setzen oder es herablassend behandelt, was die oma mit ihren aussagen offensichtlich tut (wenn du in den kiga kommst...)
gegen die streitereien der großeltern untereinander wirst du kaum etwas tun können. das ist nicht deine sache. wenn aber dein kind direkt darunter leidet, dann sehr wohl.
auch wenn es wahrscheinlich in beleidigt sein seitens der großeltern endet, würde ich zusammen mit deinem mann die dinge ansprechen. macht euch vorher gedanken, was euch am wichtigsten ist, das sie ändern (und das wäre bei mir nicht das materielle, das wäre zweitrangig). vor allem diese art über das kind zu bestimmen udn das kind herabzusetzen sowie sich bei dingen, die sie offensichtlich nichts angehen, wie der kaiderschnitt, einzumikschen.
viel glück udn nerven dabei!
lg
Beitrag von dienschen1 - 22.01.12 - 21:20 Uhr
Hallo schullek,
danke für deine Antwort! Klar, dass unsere Tochter den Kontakt zu den Großeltern haben sollte und diese auch Rechte haben, war auch von Anfang an mein Bestreben und mein Wunsch!
Aber natürlich hast Du völlig recht, ich muß ganz dringend etwas ändern und unser Kind beschützen!
Vor allem, weil ich auch aus eigener Erfahrung weiß, wie sie sich fühlt, mich als Mutter war nimmt und wozu so ein Verhalten meinerseits im Erwachsenenalter bei ihr führen kann, nämlich dass sie sich genauso verhält, wie ich es mache und das warscheinlich nicht erst als Erwachsene.
Ich MUß handeln, anders geht es nicht! Ich MUß aufhören feige zu sein und vernünftig reagieren.
Mein großes Problem bisher war immer, dass wir schon mehrfach ein Gespräch gesucht haben, aber meine Schwiegermutter ein talent dafür hat, alle Anmerkungen mit einer handbewegung vom Tisch zu wischen, mir/ uns die Schuld für alles zugeben und dann das Gespräch zu beenden.
Aber das ist kein Argument bzw. eine Berechtigung für mich, nicht noch einmal ein klares Gespräch zu suchen und dann eben ganz klar erstmal den Kontakt zu unterbrechen, wenn es eben nicht so läuft, wie wir uns das vorstellen! Natürlich wird das Gespräch zu beleidigtsein bei ihnen führen, aber das muß man dann so hinnehmen und wenn wir dann Anrufe von anderen Leuten aus der Verwandschaft kriegen, weil sie uns schlecht amchen bzw. sich ausheulen, dann ist das eben so und die werden sich auch wieder beruhigen!
Ich muß was tun, ich weiß!
Danke für deine Antwort!!!
Nadine
