Bauen?!

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Beitrag von flocke78 - 22.01.12 - 16:10 Uhr

Nachdem ich eben den Hauskaufthread gelesen habe, hab ich mich kurzerhand entschlossen euch auch mal nach eurer Meinung zu fragen.

Bei uns sieht die Situation folgendermaßen aus: Wir müssen dringend umziehen und bräuchten eine 5 Zimmerwohnung, die hier in der Großstadt warm +/- 1100 € kosten würde. Bei einer solchen Summe fragt man sich natürlich schon, ob man das will oder in ein Eigenheim investieren will.

Es gibt ein nagelneues Baugebiet hier mit guten Angeboten. Das Haus allein (ohne Grunerwerbssteuer, Notar, Böden und co) liegt bei 200 000 €. Ein klein wenig Eigenkapital ist voranden, aber ich denke 30 000 € müssten trotzdem noch aufgenommen werden so dass wir von 230 000 Euro sprechen, um alles tragen zu können.

Laut Finanzberater alles kein Problem (ha ha klar, die verdienen ja auch Unmengen an uns).... aber Sorgen macht man sich ja trotzdem, deshalb wäre ich froh einige Meinungen zu hören.

Ach ja, beide Anfang 30. Monatsnettoeinkommen etwa 5.000 € und zumindest ich kann nicht arbeitslos werden, da Beamtin auf Lebenszeit...

Was meint ihr?

LG

Beitrag von anni125 - 22.01.12 - 16:52 Uhr

Hab in deiner VK gelesen, dass ihr ein Baby wollt. Dann fällt ein Lohn ja weg oder? Davon abgesehen, klingt es finde ich gut! :-)

Beitrag von flocke78 - 22.01.12 - 17:16 Uhr

Das stimmt und das Baby ist auf jeden Fall wichtiger als das Haus #verliebt

Ja, dann würden etwa 1000 Euro im Monat wegfallen. Da man im Erziehungsjahr ja Elterngeld bekommt und ich nach einem Jahr wieder mit halber Stundenzahl arbeiten gehen würde, wäre die Situation (jetzt mal ganz naiv und aus dem Bauch raus gesagt) auch dann nicht sooo dramatisch...

LG

Beitrag von anni125 - 22.01.12 - 17:56 Uhr

Nein, dann wäre es echt kein Problem, da hast du recht.

Beitrag von ida-calotta - 22.01.12 - 17:00 Uhr

Hallo!

Du schreibst ein klein wenig EK ist vorhanden und es müssten noch 30000 Euro aufgenommen werden, dann scheint da wenig EK ja nicht sooo wenig zu sein. Aber was ist mit Grundstück? Das fehlt irgendwie in deiner Berechnung. Und ob 30 000 für Notar, Grunderwrbssteuer, Böden/Wandbelege, Küche und Aussenanlagen reichen hängt wiederum von der Hausgröße/Grundstücksgröße usw. ab.

LG Ida

Beitrag von flocke78 - 22.01.12 - 17:12 Uhr

Hu hu,

vielen Dank für deine Nachricht!

Der Grundstückspreis ist da schon bei! Und angedacht waren die 30 000 + Eigenkapital für Grunderwerbssteuer und co! Ist auch nur ein kleines Häuschen (Doppelhaushälfte) etwa 130 qm Wohnfläche, 240 qm.

LG

Beitrag von silsil - 22.01.12 - 17:52 Uhr

Hallo,

wir haben ähnliche Vorraussetzungen was Hausgröße, Bausumme, und Darlehenbetrag betrifft.

Unser Einkommen ist um einiges niedriger, dafür bekamen wir ein zinsvergünstigtes Darlehen.

Es kommt sicher noch auf eure Ansprüche an. Ich würde eure momentanen finanziellen Ausgaben auflisten, dazu den Darlehensbetrag plus Nebenkosten plus Rücklagen und sonstige Mehrausgaben berechnen. (keine Ahnung ob sich z.B. bei der Krankenversicherung etwas tut, wenn ein Baby da ist... ;-))

Dann siehst du ja, wie ihr hinkommt. :-)

lg
Silvia, achja mit +/- 1100,-- werdet ihr mit der Darlehenssumme inkl. Nebenkosten und Rücklagen nicht ganz hinkommen.

Beitrag von flocke78 - 22.01.12 - 17:57 Uhr

Hu hu,

lieben Dank für deine ausführliche Antwort!

Dass wir mit 1100 € für das Darlehen nicht hinkommen, weiß ich. Die Überlegung ist und war halt nur, ob wir 1100 € für die Miete bezahlen oder etwa 1300 € für das Darlehen (diese Summe wurde uns ausgerechnet, deswegen gehe ich davon aus, dass sie ungefähr stimmen wird) monatlich zahlen.

Oh man, ich sehe schon zum Bauen oder Hauskauf gehört nicht nur viel Geld sondern auch eine gehörige Portion Mut...

Seid ihr denn schon am Bauen oder noch in der Planung. Das ganze ist ja vermutlich auch ziemlich nervenaufreibend...

LG

Beitrag von wasteline - 22.01.12 - 18:30 Uhr

Im Moment zahlt Ihr 1100 € Warmmiete, beim Kauf sind es 1300 € Zinsen/Tilgung (wieviel %)
+ ca. 350/400 € Nebenkosten. Eine Finanzierung sollte immer so gerechnet sein, dass man diese und den Lebensunterhalt mit einem Gehalt bezahlen kann. Wenn das bei Euch möglich ist, dann sollte der Kauf kein Problem sein.

Beitrag von flocke78 - 22.01.12 - 19:26 Uhr

Hey du,

die 1300 Euro sind schon inkl. der Nebenkosten (1000 € Kredit + 300 € NK). Die Tilgung liegt bei 1,5 % zudem ist jährlich eine Sondertilgung von 10% möglich....

Oh man, um da überall durchzusteigen müsste ich ein Zweitstudium aufnehmen :-p

Danke für deine Nachricht!

Beitrag von wasteline - 22.01.12 - 19:29 Uhr

Ok, ich hab nur gelesen, dass Ihr für das Darlehen 1300 € zahlen müsst.

Und ich habe mich etwas missverständlich ausgedrückt: eine Finanzierung und der Lebensunterhalt sollte von einem Gehalt finanzierbar sein.

Beitrag von flocke78 - 22.01.12 - 19:34 Uhr

Ich glaube ich hatte es auch so geschreiben, jetzt wo du es sagst. Sorry, bin schon ganz wirsch im Kopf ;-)

Ja, Finanzierung und Lebensunterhalt sollten wir hinkriegen.

Werde uns wohl die Woche nochmal woanders beraten lassen und dann weitergucken.

Danke nochmal!

Beitrag von lisasimpson - 22.01.12 - 19:35 Uhr

das hieße, ihr zahlt über 30 jahre lang ab!

Und bsit du dir sichr, daß du mit 300€ nebenkosten hinkommst?
wir zahlen hier für ein reihenhaus ca 220€ verbrauchskosten, ca 150€ weitere kosten (grundsteuer, müll, straßenreiniung,...), dann haben wir ne wohngebäudeversicherung, wir haben zwei Riskolebensversicherungen (die hätten wir auch ohne hause wohl, aber bei einer summe in eurer höhe würde ich das schon gerne absgeischert haben), da kommt schnell noch einiges dazu.

ich würde lieber etwas großzügiger rechnen.
die ander frage ist außerdem, ob ihr sicher mit den 200 000€ fürs haus inkl. grunstückl hinkommt (hier kosten allerdings die grundstücke schon fast so viel) - die meisten haben haben bei hausbau ihren rahmen überschritten und für 200 000€ inkl. grundstück kann ich mir das ehrlich gesagt kaum vorstellen.
habt ihr neben den kosten, die sich sosnt so läppern (böden, tapeten,m neue möbel, küche...) auch an die außenanlage gedacht?
sind alle anschlußkosten mit drin?

ansonsten kann man das sicher so machen- vor allem, wenn ihr die sondertilgung nutzt, dann könnt ihr in 20 jahren fertig sein- länger würde ich eine finanzierung ehrlich gesagt nicht planen, denn danach fangen schon die ersten großen instandhaltungsmaßnehmen an (fenster, böden, heizung, dämmung, dach...), für die ihr dann die nächsten 10-20 jahre ansparen dürft:)

Beitrag von flocke78 - 22.01.12 - 19:57 Uhr

Hey du,

also die 200000 € sind für das Grundstück und das Haus. Für Extras wie Garage (5000), Böden, Aussenanlage und co haben wir etwa 30000 € grob geplant. Hausanschlüsse, Innentüren, Fenster, Fliesen, Elektro und Sanitär sind allerdings schon in den 200000 € inklusive.

Ob wir mit 300 € Nebenkosten hinkommen, weiß ich nicht sicher, die Summe hat der Finanzierungsmensch in den Raum geworfen. Mir ist schon klar, dass an Grundsteuer, Hausrat-, Gebäudeversicherung und die Abgaben an die Stadt da noch so einiges zusammenkommt. Vielleicht sind die 300 € echt ein bisschen knapp bemessen.

Wir beschäftigen uns erst seid Kurzem mit der ganzen Sache und ich habe deshalb noch nicht so wirklich einen Überblick :-(

Eine Lebens- und eine Rentenversicherung habe ich ohnehin schon mehrere Jahre, diese laufen natürlich auch weiter, das ist schon mitgerechnet und zum Glück ja auch eine zusätzliche Sicherheit.

LG und danke für deine Nachricht!

Beitrag von silsil - 23.01.12 - 09:22 Uhr

Ich nochmal ;-)

ich habs mal eben durchgerechnet. Wir haben incl. Strom, Wasser, Abwasser, GEZ, Müll, Grundstückssteuer, Heizung (wir heizen mit Pellets), Kaminkehrer, Versicherungen um
die 250,-- im Monat. Dazu kommt dann noch ab und zu der Kundendienst für die Heizungsanlage.

Was ich an eurer Stelle nochmal genau durchkalkulieren würde, wären eure 30 000,--. - Unsere Aussenanlage, und da wurde wirklich nicht viel gemacht hat 10 000,-- gekostet, und das war mit Abstand der günstigste Anbieter. Pflasterarbeiten wurden nur für 2 kleinere Terassen gemacht, die Einfahrt war bereits gepflastert und ein Zaun war bereits vorhanden.

- Wie siehts mit Notarkosten, Baustrom, Bauwasser, 2 x Vermessungsgebühren, Heizungskosten während der Estrich trocknet aus?

- Anschlusskosten sind inbegriffen, aber auch Erdarbeiten für die Anschlüsse? Sprich Wasserleitungen, Kanal, Regenwasser, Strom, Telefon? Muß ja alles noch verlegt werden und bei uns wird z.B. Wasser und Abwasseranschlüsse aufgegliedert berechnet. Einmal der reine Anschluß (kleiner Betrag) und dann nochmal nach der Quadratmeterzahl des Hauses und da zählt dummerweise auch der Keller mit.

lg

Beitrag von flocke78 - 23.01.12 - 14:26 Uhr

Super lieb, dass du extra nochmal nachgerechnet hast und vielen Dank auch für die Denkanstöße, werde das nachher mal prüfen!

Es ist echt sehr hilfreich sich mit Menschen auszutauschen, die Erfahrungen haben, denn wenn man sich noch nie mit solchen Dingen beschäftigt hat, steht man ja ganz schön doof da!

Dickes Danke!

Beitrag von silsil - 22.01.12 - 19:06 Uhr

Hallo,

wir haben Weihnachten 2008 beschlossen uns mit dem Thema Bauen zu beschäftigen.

Jan. 2009 haben wir dann mit Finazierungsberatung und Besuch von Musterhäusern angefangen und im Mai hatten wir die Finanzierung und Planung unter Dach und Fach, im August kam unser Keller, Mitte Oktober das Haus und Februar 2010 sind wir eingezogen.#huepf

Am nervigsten war eigentlich die Unterlagen für die Labo zu besorgen. Ansonsten war es eine total schöne Zeit. :-) muss aber auch sagen, dass bei uns alles glatt lief und die kleinen Reklamationen leicht zu beheben waren.

Am Anfang war mir schon etwas flau im Magen. Wegen der hohen Darlehenssumme (war zu dem Zeitpunkt endlich mal absolut schuldenfrei ;-)) und weil wir praktisch in den Garten meiner Schwiegereltern gebaut haben.

Jetzt nach zwei Jahren kann ich sagen, es war die beste Entscheidung die wir treffe konnten.

lg
Silvia

Beitrag von flocke78 - 22.01.12 - 19:31 Uhr

Das freut mich sehr für dich, dass es die beste Entscheidung für euch war!

Deine Worte bauen mich in diesem ganzen Gedankenwirrwarr auch echt auf.

Es sind einfach riesige Summen um die es hier geht (dagegen ist die Finanzierung eines Autos ja ein Witz), aber ich denke und hoffe, solange man nicht viel zu knapp kalkuliert sollte das eigentlich klappen.

Danke nochmal

und LG

Beitrag von biene81 - 22.01.12 - 19:56 Uhr

Hallo,

wir haben ein aehnliches Netto-Einkommen wie ihr und ich frage mich, wie ihr (dann auch noch ohne Kind) nur ein klein wenig Ek haben koennt?
Wir haben schon Haus gekauft, haben ein Kind, haben teure Hobbies, 2 Autos und es bleibt am Monatsende trotzdem ordentlich Geld uebrig. Wenn wir uns zusammenreissen wuerden waere es noch einiges mehr.

Oder habt ihr erst vor kurzem eure Jobs angefangen?
Ich frage mich halt ob ihr fuer ein Haus bereit seid eure anderen Ausgaben einzuschraenken?

LG
Biene

Beitrag von flocke78 - 22.01.12 - 20:02 Uhr

Berechtigte Frage ;-)

Also, ich hab halt lange studiert, war dann im Angestelltenverhältnis und bin erst seit 2 Jahren verbeamtet mit diesem eben dann schon erheblich höheren Einkommen.

Und wie du selbst schon geschrieben hast, wenn man sich zusammenreißenn würde, könnte man noch eine ganze Menge mehr sparen.

Wir haben in den letzten Jahren bewusst viele teure Reisen gemacht, weil uns klar war, dass das mit Kind erstmal nicht möglich ist. Zudem habe ich mein Auto abbezahlt, was jetzt aber meins ist ;-)

Beitrag von biene81 - 22.01.12 - 20:07 Uhr

Ok, verstehe. Vor allem das mit den Reisen ;-)
Ich wuerde mir an Deiner Stelle wirklich mal ne Excel-Tabelle machen und schauen, welche festen, regelmaessigen Kosten ihr habt und dabei erstmal Haus- und Nebenkosten nicht beachten.

Diese Kosten waeren z.B.

Autos (Benzin, Versicherungen, etc)
Hobbies
Lebensmittel/Drogerie
Klamotten

etc.

Dann auch durchaus mal grob ueber Kinderbetreuungskosten informieren. In manchen Gegenden bei eurem Gehalt durchaus hoch.

Eigentlich muss man sich bei eurem Gehalt gar nicht gross zusammen reissen. Ich wuerde mal 2000-2500 Euro fuer Haus/Nebenkosten/Sparen veranschlagen. Blieben euch immerhin noch mind. 2000 Euro zum Leben. Das sollte kein Problem sein, oder?

LG

Biene

Beitrag von flocke78 - 22.01.12 - 20:14 Uhr

Stimmt,

das werden wir machen mit der Exceltabelle!

Oh man ist das alles spannend!

Danke dir für deine Worte und wünsche dir alles Gute!

Beitrag von berry26 - 22.01.12 - 20:02 Uhr

Hi,

also mit 5000€ Nettoeinkommen, solltet ihr das eigentlich locker stemmen können. Kommt eben etwas auf euren Lebensstil und eure Fixkosten an. Mit diesem Einkommen solltet ihr auf alle Fälle ein faires Zinsangebot bekommen auch mit wenig Eigenkapital.

Ich denke aber das ihr bei der Summe in etwa mit 1700-1900€ Belastung im Monat rechnen müsst (inkl. NK und Rücklagenbildung). Rechnet euch also gut durch ob ihr damit hinkommen könnt auch wenn ihr eure Familienplanung erweitert.

LG

Judith

Beitrag von flocke78 - 22.01.12 - 20:04 Uhr

Danke für deine aufbauenden Worte!

Werden wir machen!

LG

Beitrag von hausbauer-hh - 23.01.12 - 11:25 Uhr

Laut Finanzberater alles kein Problem (ha ha klar, die verdienen ja auch Unmengen an uns)....

Er hat Recht, das ist kein Problem bei Eurem EInkommen + Beamtenstatus.

Und nein, Unmengen verdient er nicht. Er bekommt ca. 1% der Darlehenssumme als Provision. Ok, das sind 2.300 € Cash. Die muss er versteuern, davon wird das Büro, Kopierer, Arbeitszeit (nicht zu verachten), Arbeitsmaterialien bezahlt, etc. Zudem kann, sofern Ihr den Vertrag vorzeitig in den ersten Jahren kündigt, ein Teil von der Bank zurückgefordert werden. Er muss Euch die gesamte Laufzeit mit Rat und Tat zu Seite stehen, ohne etwas nachzufordern.

NAch Eurem Besuch endet seine Arbeit nicht.... Das sind aber alles Erfahrungen, die ich bei einem unabhängigen Berater/Finanzdienstleister sammeln durfte. Wie das bei einem Angestellten der Hausbank ist weiss ich nicht, der kriegt wohl eher nix....