Hallo
Vor vier Monaten ist meine Mama gestorben vier Wochen
Bevor mein Sohn geboren ist und es tut einfach so weh
Und ich kann damit nicht umgehen.
Ich muss für meinen Sohn stark sein was ich auch bin mit wenn
Ich alleine bin oder zu verwanten fahren wo ich ständig höre
Nimm es so wie es ist oder du Hast ja den kleinen aber deswegen
Ist es doch nicht leichter für mich
LG Julia
wann wird es leichtet
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Beitrag von sonnenschein10002 - 22.01.12 - 20:06 Uhr
Beitrag von maxundjan - 22.01.12 - 20:14 Uhr
Hallo,
es tut mir sehr leid für dich!
Das du noch durcheinander bist ist doch klar, auf der einen Seite ist Trauer und auf der anderen Seite hast du dein baby. Der Tod deiner Mutti ist wahrscheinlich noch gar nicht wirklich real für dich, du hattest doch ganz andere Sachen im Kopf....
Nun sind einige Wochen vergangen und alles spielt sich ein, da fällt einem dann auf das es nicht mehr so ist wie es war, oder wie es sein sollte. Und gerade in deiner besonderen Situation, wenn man ein Baby bekommen hat, dann hat man gerade an seine Mutti viele Fragen............und die kannst du nun nicht mehr stellen........da ist es doch nur natürlich das du umso mehr traurig bist.
Die "Sprüche" der anderen nimm einfach hin, sie meinen es nicht böse, oft wissen sie nicht was sie sagen sollen und wie..............
Hast du jemanden mit dem du reden kannst? Vlt. gibt es bei euch Trauerbegleiter oder eine Trauergruppe der du dich anschließen kannst?
Versuch Freiräume für dich zu schaffen (und wenn es nur eine halbe Stunde ist) und dann ganz bewusst zu trauern..... So hast du auch etwas für deine Trauer getan u nd vlt. hilft es dir ein bißchen......
Ich wünsch dir alles Gute!
Sandra
Beitrag von annesusanne - 22.01.12 - 21:39 Uhr
Hallo, du,
wir sind in einer ähnlichen Situation. Ich bin schwanger, habe noch knapp einen Monat vor mir, bis mein zweites Kind auf die Welt kommt und in der 29.
Woche verstarb meine Mutter, schnell, spontan und grausam. Unerwartet, trotz der Chemo. Sie war auf dem Weg der Besserung und hätte es sicher geschafft, wenn die Adern nicht gestreikt hätten...
.
Es tut so weh, ja. Allein der Gedanke, dass die eigene geliebte Mutter, die einen selbst unter Schmerz und Qual zur Welt gebracht hat, nicht einmal mehr die eigenen Enkel sehen darf... Der Gedanke macht mich auch so fertig. Und gerade dann braucht man seine Mama. Du hättest sicher gern tausend Sachen mit ihr besprochen (ist es dein erstes Kind? Dann ist es sicher noch härter als bei mir beim Zweiten), aber allein schon so Sachen wie Namen, Wochenbettunterstützung, der Austausch zwischen zwei Frauen, die geboren haben... Ich werde dies auch nie mehr haben. Und es tut so weh.
Ich kann auch nichts verkraften, komme mit dem Schmerz nicht klar.
Diese Sprüche sind einfach schlimm und unnütz. Wenn sie dich so arg verletzen, dann sag es doch bitte deinen Verwandten! Vielleicht wissen sie gar nicht, wie doll sie dir damit weh tun und suchen nur einen Weg, mit dem Schmerz umzugehen. Man sagt ja öfters sowas leichtfertig: Naja, du hast ja immerhin noch das und das, ohne an den Gegenüber zu denken...
Gerade, wenn man geboren hat, braucht man seine Mutter!! Mir graut es auch schon vor der Zeit, wenn meine Kleine da ist. Ein Glück habe ich die Mutter des Erzeugers hier, die sich rührend kümmern will und auch schon bei meinem Sohn damit anfängt, obwohl es gar nicht ihr eigen Fleisch und Blut ist. Aber daran sehe ich, dass sie auch für mich und ihre Enkelin da sein will...
Ich wünsche dir alles Gute und sag, was dich stört! Vielleicht meinen es die anderen gar nicht böse...
Gruß
Anne mit Jonathan (4 Jahre, 6 Monate) fest an der Hand und
36. Woche
Beitrag von waldfee87 - 25.01.12 - 22:28 Uhr
Hallo Julia,
zuerst möchte ich dir mein herzliches Beileid aussprechen!
Es ist so furchtbar die eigene mama zu verlieren, gerade in einer situation wie deiner...
gerade nach einer geburt ist man ja eh sehr "empfindlich" und verletzlich.
Umso wichtiger ist es, dass du dir zeit für dich nimmst, zeit um deine trauer auszuleben und zwar so wie es für dich richtig ist!!!
Du musst nicht immer die Starke sein, wenn dir nach weinen ist dann wein und wenn du vor wut und trauer schreinen möchtest dann schrei, wenn du einfach nur über deine mama reden möchtest dann such dir jemand der zuhört, einfach nur zuhört und nicht kommentiert. Das darfst du auch ruhig fordern, nur zuhören, keine kommentare!
lass dich entlasten bei deinem kleinen vom partner, freunden etc. um zeit für deine trauerarbeit zu haben. das ist wichtig für dich und deshalb auch für deinen kleinen mann, denn wenn es dir gut geht geht es auch ihm gut und umgekehrt merkt er auch ganz deutlich wenn es dir schlecht geht.
Sich zusammenreißen und alles unterdrücken ist definitv der falsche weg.
Wenn du das gefühl hast es alleine nicht zu schaffen ist es nur legitim dass du dir hilfe holst, bei einer trauergruppe, trauerberater, therapeuten usw.
Deine Verwandten meinen es bestimmt nicht böse, solche sprüche wie "du hast ja noch..." drücken in erster linie die eigene hilflosigkeit aus, weil sie selbst nicht wissen wie sie mit deiner und ihrer eigenen trauer umgehen sollen.
ich kann dir nur raten deine trauer soweit es möglich ist zuzulassen und dir wirklich hilfe von außen zu holen.
ich habe meine mama vor fast 12 jahren verloren, da war ich gerade 13. meistens komme ich ganz gut zurecht, aber es gibt tage da könnte ich heute noch einfach nur heulen, wenn meine tochter krank ist, wenn ich streit mit meinem mann habe, wenn es mir nicht gut geht wünsche ich mir sie wäre noch da und ich könnte mit ihr darüber reden. und es gibt tage da würde ich alles dafür geben wenn ich sie nur noch ein einziges mal in den arm nehmen könnte. 
der schmerz lässt nicht nach, er bleibt für immer ein teil von dir, nur mit der zeit tritt er in den hintergrund, du nimmst ihn kaum noch wahr und kannst auch wieder mit einem lächeln an die guten zeiten denken die ihr zusammen hattet.
Und ich glaub fest daran dass meine mama vom himmel auf uns schaut und ganz stolz auf mich und meine kleine familie ist und wir uns irgendwann wiedersehen.
ich wünsche dir alles gute und gaaaanz viel kraft für die schwere zeit die noch vor dir liegt.
fühl dich unbekannterweise gedrückt
liebe grüßé
marianne
