Hallo Mädels
Ich bin völlig Überfordert. Ich suche nach Antworten im Internet. Ich brauche viele Meinungen von Euch!
Ich selber habe das PCO Syndrom ( Zysten an Eierstöcken) , dann habe ich mehrere Zysten an beiden Nieren. Jetzt ist mein Vater ( erst 65 Jahre alt) an Darmkrebs erkrankt.
Meine Oma, die Mutter meines Vaters ist mit 46 Jahren an Unterleibskrebs gestorben ( ich vermute Gebärmutter- oder Eierstockkrebs) Hilfe, ich will meine Gebärmutter und die Eierstöcke gerne vorsorglich rausoperiert haben, da ich hochgreadig gefährdet bin auch an Krebs zu erkranken, allein schon wegen den Genen und meines PCO Syndromes. Ich werde dieses Jahr 39 Jahre alt und habe keinen Kinderwunsch - bin eh unfruchtbar wegen des PCO-Syndroms! Lieber Hitzewallungen als Krebs! Ich habe sowieso Hormonprobleme- (zu viele männliche Hormone) das würde mich nicht stören ,wenn ich keine Eierstöcke mehr hätte
Was meint ihr? Machen die Ärzte das?
Wäre über Meinungen und Ansichten von Euch dankbar!
Liebe Grüße von blue2
Krebsgefahr -Vorsorgliche Entfernung der Gebärmutter und oder Eierstöcke?
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Beitrag von blue2 - 22.01.12 - 20:27 Uhr
Beitrag von mansojo - 22.01.12 - 20:47 Uhr
Hallo,
Bitte lass dich ausführlich beraten
Bei deinem Hintergrund und der panischen Angst Rate ich zu einem Gespräch mit einem Psychologen
Die Entfernung einzelner Organe schützt dich nicht generell vor Krebs
Die Angst vor schweren Erkrankungen solltest du in den griff bekommen und sich nicht von der Angst beherrschen lassen
Ich Wuensch dir alles gute
Lg Manja
Beitrag von silk.stockings - 22.01.12 - 21:28 Uhr
Man kann das Risiko testen lassen. Das würde ich auch tun.
Beitrag von lisatha - 22.01.12 - 21:32 Uhr
Hallo blue2,
es ist ein wesentlicher Unterschied, ob man an Gebärmutter(hals)krebs oder an einem Eierstockkarzinom erkrankt ist.
Ich würde mich an Deiner Stelle mal schlau machen, woran Deine Oma erkrankt war.
Dann könntest Du Dir von Deinem Frauenarzt eine Überweisung zu einem Humangenetiker besorgen und einen Gentest machen lassen.
Hierfür ist allerdings zwingend notwenig zu wissen, woran Deine Oma erkrankt war.
Dieser Humangenetiker erstellt anhand Deines Stammbaumes (Erkrankungen in der Familie) und anhand Deines Blutes die Risikofaktoren die Dich betreffen könnten.
Es gibt u. a. die Gene BRCA1 und BRCA2 die mutiert für verschiedene Arten von Krebs verantwortlich sein können.
http://de.wikipedia.org/wiki/BRCA1
http://de.wikipedia.org/wiki/Protein_BRCA2
Und lasse Dich bitte wegen einer eventuellen Eierstockentferung gut beraten. Du sagst das jetzt so leicht dahin. Ich sage Dir, Du hast keine Ahnung, was die Eierstöcke gutes für Deinen Körper tun.
LG lisatha
Beitrag von blue2 - 22.01.12 - 22:11 Uhr
Hallo Mädels
Danke für Eure Antworten. Ja, ich würde schon gerne mal mein Krebsrisiko durch ein Gentest wissen wollen. Hat das schonmal jemand von Euch machen lassen? Gibt es dafür spezielle Kliniken? Von meines Vaters Seite gibt es aber leider keine Unterlagen mehr zur Krebserkrankung meiner Oma. Da ist nichts mehr zu holen. Sie ist 1966 oder -67 gestorben.
Aber wie gesagt lieber habe ich Hormonschwankungen oder andere kleinere wehwechen. als unheilbar an Krebs zu erkranken. Eierstockkrebs ist sehr agressiv und meistens tödlich.
Liebe Grüße von blue2
Beitrag von lisatha - 22.01.12 - 22:30 Uhr
Suche einfach in den Gelben Seiten oder ähnliches nach einem Humangenetiker.
Ich habe verschiedene Gentests bei mir durchführen lassen.
Es ist nicht so einfach, wenn Du die genaue Erkrankung Deiner Oma nicht mehr nachvollziehen kannst.
Wenn ein BRCA-Gen bei Dir mutiert ist, muss Du nicht unbedingt an einem Eierstockkarzinom erkranken. Da gibt es verschiedene Arten, die zum Ausbruch führen könnten. Siehe meine Antwort auf golm.
LG lisatha
Beitrag von golm1512 - 22.01.12 - 22:02 Uhr
Ich halte nicht viel davon, gesunde Organe prophylaktisch entfernen zu lassen. Wenn man überhaupt von einer Krebshäufung in deiner Familie reden kann, dann handelt es sich um verschiedene Arten.
Wenn du jetzt erzählst hättest, dass sowohl deine Mutter als auch deine Tanten und deine Großmutter an Eierstockkrebs erkrankt sind/waren, dann würde ich mir hier lieber keinen Kommentar erlauben. Du redest aber von Darm- und Eierstock- bzw. fraglichen Gebärmutterkrebs. Das erscheint mir sehr vage. Den Darm kannst du nicht rausoperieren lassen.
Deine Eierstöcke produzieren Hormone, die du in deinem Alter noch benötigst, auch wenn du keine Kinder willst oder bekommen kannst. Würde man sie entfernen, dann müsstest du sie auf jeden Fall ein paar Jahre synthetisch ersetzen und das hat weitere nicht so schöne Nebenwirkungen, u.a. steigt das Risiko auf Krebs und auch auf erhebliche Gefäßerkrankungen.
Auch ich würde dir raten zum einen Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig wahrzunehmen, vielleicht eine genetische Beratung vorzunehmen und zum anderen etwas gegen die (irrationale) Angst zu tun.
Gruß
Susanne
Beitrag von blue2 - 22.01.12 - 22:22 Uhr
Hallo Susanne
so ganz gesund sind meine Eierstocke nicht, denn ich habe an beiden, ganz ganz viele Bläschen ( Zysten -nicht ganz gereifte und gesprungene Eier) . Auch würde mich so manch ein Mann, um meine männlichen Hormone und die Behaarung beneiden. Wenn ich meine Behaarung im Gesicht z.B wachsen lassen würde, wäre ich eine bärtige Frau! Wie die Marian aus "schwer verliebt". Darauf kann ich echt verzichten!
Mein Vater war auch regelmäßig zur Darmspiegelung- es wurde nichts gefunden- bis dann mal nen Ultraschall gemacht wurde, weil er schon Blut erprochen hatte- ja und siehe da, der Krebs ist außerhalb vom Darm , obendrauf und nicht innendrin. Trotz Vorsorge ; Krebs
Liebe Grüße von blue2
Beitrag von arkti - 22.01.12 - 22:40 Uhr
Du meinst also das bei dir dann nichts auftreten kann wenn die Gebärmutter raus ist?
Das ist doch Blödsinn.
Beitrag von blue2 - 22.01.12 - 22:49 Uhr
jedenfalls kein Gebärmutter- oder Eierstockkrebs, das höchste Risiko für mich. Klar das es da noch andere Krebsarten gibt!
Beitrag von lisatha - 22.01.12 - 22:52 Uhr
Das siehst Du falsch.
Lese Dich mal in die beiden Links ein, die ich Dir reingestellt habe.
Du beschränkst Dich viel zu sehr auf die Gebärmutter und die Eierstöcke.
Und auch ein Gentest kann Dir leider keine völlige Gewissheit geben.
Beitrag von golm1512 - 23.01.12 - 06:55 Uhr
Hallo!
Vorsorge verhindert ja auch keinen Krebs. Aber was hätte dein Vater denn sonst tun können?
Was nutzt dir die Entfernung der Organe, wenn dann ein ganz anderes betroffen ist....oder auch nicht?
Ich habe auch einen starken Haarwuchs im Gesicht. Trotzdem empfinde ich meine Hormonproduktion normal. Ich bekomme meine Mens regelmäßig und habe zwei Kinder auf völlig normalem Weg bekommen. Hast du deine Hormone testen lassen oder ist das deine eigene Einschätzung? Aus kosmetischen Gründen würde ich die von dir angedachte OP auf jeden Fall lassen.
Ich habe das Gefühl, dass du einfach große Angst hast, was ja vielleicht normal ist. Richtig wäre aber, etwas gegen die Angst zu tun, sich ausführlich zu informieren (und das nicht bei urbia). Ich würde nie, niemals prophylaktisch an mir herumoperieren lassen. Das wäre mir viel zu gefährlich.Du weißt nie, welche Folgen das haben kann und es nicht rückgängig zu machen.
Gruß
Susanne
Beitrag von lucccy - 23.01.12 - 14:01 Uhr
Hallo,
hast Du denn mal überlegt, ob man Dein PCO behandeln könnte, auch ohne Kinderwunsch? Hast Du mal einen Zuckerbelastungstest machen lassen?
Ganz nebenbei: auch eine gesunde Frau halt einmal im Zyklus eine Zyste - nämlich die Gelbkörperzyste, die Progesteron produziert.
Gruß Lucccy
Beitrag von lisatha - 22.01.12 - 22:25 Uhr
<<<Wenn man überhaupt von einer Krebshäufung in deiner Familie reden kann, dann handelt es sich um verschiedene Arten.>>>
Das ist schon richtig. Jedoch ist eine Mutation des BRCA1 Gens für mindestens vier verschiedene Arten von Krebserkrankungen verantwortlich.
"Eine Loss-of-function-Mutation oder Deletion des BRCA1-Gens erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Tumorbildung, insbesondere für Brustkrebs (Mammakarzinom), Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom), Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom) und Prostatakarzinom."
Also ist das nicht so einfach zu sagen.
LG lisatha
Beitrag von golm1512 - 23.01.12 - 06:48 Uhr
Ich riet ihr zu regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und von mir aus zur genetischen Beratung.
Prophylaktisch funktionstüchtige und gesunde Organe zu entfernen, halte ich für falsch. Auch dieses Gen ist keine Garantie für Krebs oder nicht. Es sagt was über die Wahrscheinlichkeit aus und ich persönlich denke nicht, dass einem die Information viel hilft. Dann hat man eben mehr Angst. Dieses Gen deckt vier (?) Krebsarten ab und die anderen 1000?
Sinnvoller wäre eine "gesunde Lebensweise", wie es immer so schön heißt und eine "aufgeräumte Psyche". Das ist jetzt sehr platt, ich weiß. Man kann sich das Leben durch Ängste echt massiv versauen, man kann es aber auch lassen.
Beitrag von lisatha - 23.01.12 - 09:13 Uhr
Hallo golm,
ich habe blue2 weiter oben geschrieben, dass ein Gentest keine völlige Gewissheit geben kann.
Im Falle einer eigenen oder gehäuft familiären Erkrankung, kann ein Gentest schon sinnvoll sein.
Auf Dich habe ich geantwortet, weil Du geschrieben hast, dass es sich um verschiedene Arten gehandelt hätte. Ich meine hierzu, dass der Auslöser jedoch ein und derselbe sein könnte.
Wenn sie ihren Überlegungen nachkommen will, muss sie diese Genuntersuchung machen lassen. Ansonsten wird da kein Arzt eine Aussage treffen wollen bzw. können. Und dazu gehört in erster Linie die Untersuchung der von mir genannten Gene, wie auch viele weitere.
Ansonsten sehe ich das genauso wie Du.
LG lisatha
Beitrag von golm1512 - 23.01.12 - 09:25 Uhr
Klang ich wieder zickig? So war das dann nicht gemeint. Sorry!
Beitrag von lisatha - 23.01.12 - 09:29 Uhr
Zickig? Wieso wieder zickig?
Quatsch, Du hast nicht zickig geklungen.
Beitrag von golm1512 - 23.01.12 - 09:52 Uhr
Dann geht's ja! Manchmal höre ich mich härter an als ich es meine bzw. sind mir manchmal Dinge so wichtig, dass es mit mir durchgeht.
