Weg zur Arbeit - diverse Anmerkungen

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Beitrag von nineeleven - 22.01.12 - 20:53 Uhr

Hallo,

bei "Zappen" durch diverse Forumskategorien hier hab ich grad mal so festgestellt, wie realitätsfremd mein Mann und ich doch sein müssen.

Da wird zum einen geraten, sucht euch ne Wohnung in Jobnähe, weil der Arbeitsweg 11 km beträgt. Oder aber sucht euch einen Job in Kindergartennähe, weil 30 km viel zu weit weg sind wenn mal was mit den Kindern ist.

Hm, ich hab zwar bis zur Arbeit nur 7 km und zum Kiga 3 km, aber beides jeweils entgegengesetzt. Sprich, ich fahre morgens 3 km zum Kiga, 3 km wieder zurück und dann 7 km zur Arbeit, nachmittags das selbe Spielchen. Mein Mann fährt jeden Tag 22 km eine Strecke zur Arbeit und schafft es auch die Kids rechtzeitig abzuholen wenn ich auf Arbeit Spätdienst hab. Als unsere Tochter 1 Jahr alt war und grade in den Kiga kam fuhr er jeden Tag 80 km eine Strecke zur Arbeit. Wir haben nie drüber nachgedacht den Wohnort zu wechseln und ich meinen Job zu kündigen, nur damit er weniger fahren muss. Es ist in seiner Branche nunmal nicht einfach schnell mal um die Ecke einen Job zu kriegen.

Auch der Mann meiner Kollegin hat nun schon den 3. Job in 15 Jahren wo er täglich eine Strecke von mind. 40 km fahren muss. Er hat in Wohnortnähe halt keinen Job bekommen. Sie würden auch nie auf die Idee zu kommen wegzuziehen, schließlich haben beide hier ein Haus, sie ihre Arbeit, ihr Sohn die Schule, beide ihre Eltern usw.

Ist es denn wirklich realitätsfremd mehr wie 10 km zur Arbeit zu fahren? Wo wohnt ihr denn alle wenn ihr nur kurze Wege habt, wo ihr zB auch kein Auto braucht (das wurde auch geraten)? Wir zB wohnen auf nem Dorf mit 450 Einw. Die nä Stadt mit Einkaufsmöglichkeiten ist dort wo ich arbeite. Um richtig einzukaufen fahren wir auch 40 oder mehr Kilometer, aber all das ist für uns kein Problem. Wir wohnen gerne hier und haben noch nie das Gefühl gehabt weg vom Schuss zu wohnen, auch wenn wir auf das Auto angewiesen sind.

Fragende Grüße mit der Hoffnung auf ein paar Meinungen von
nineeleven #winke

Beitrag von coerny - 22.01.12 - 21:03 Uhr

Hallo,

Klar ist doch hier ganz uebluch andere über Ihre Missstände aufzuklaeren.

Auch ich habe einen normalen Arbeitsweg von 35 km, mein Mann fährt die Läden jeden Tag ab und fährt locker 150-200 km am Tag.

Wir ziehen nicht um, weil wir Ecke in der uns Haus steht toll finden, unsere Freund und Familie hier leben und wir nicht mitten in de Stadt leben wollen.

Wir sind also auch dumm und fahre.

Gruss

Beitrag von emeri - 22.01.12 - 21:12 Uhr

hey,

also ich habe (wenn wieder aus der elternzeit raus) einen arbeitsweg von 30km (eine fahrt), mein freund hat nur 7km bis zu seiner arbeitsstelle und der kindergarten ist von uns 1km weg... in der näheren umgebung würde ich keinen job finden mit meiner ausbildung und gott behüte, ich würde im leben nicht näher an meine arbeitsstelle ziehen. #zitter nein, immer genügend land dazwischen lassen. da bekomme ich beim heimfahren auch immer schön den kopf frei. :-)

lg

Beitrag von sashto - 22.01.12 - 21:14 Uhr

nö , nicht realitätsfremd. manche urbianer klugscheissen nur gerne und stellen immer alles so einfach dar!

mein mann fährt 60 km zur arbeit, um richtig klamotten shoppen zu gehen müssen wir 50 km fahren (einkaufscenter) hier gibt es genug discounter etc aber außer einem kik kann man hier keine klamotten kaufen.

und trotzdem wohnen wir gerne hier in unserer kleinstadt ;-)

Beitrag von widowwadman - 22.01.12 - 21:16 Uhr

Ich hab momentan einen einfachen Fahrtweg von 50 km und moechte mir langfristig schon was naeher an zu Hause dran suchen. Ich traeum schon davon wieder, so wie mein Mann, mit dem Fahrrad pendeln zu duerfen. Aber bei zwei Berufstaetigen kann man nicht wegen jedem Jobwechseln den Wohnort wechseln - da duerften wir ja auch nicht zusammen wohnen.

Beitrag von vwpassat - 22.01.12 - 21:28 Uhr

Man muss doch für sich selbst wissen, was ertragbar und machbar ist und was nicht.

Meine Frau fährt paar m mit dem Rad und ich muss eigentlich gar nicht aus dem Haus. Kiga und Schule sind zu Fuss erreichbar, paar Autos stehen trotzdem rum. :-p

Beitrag von glueckskind86 - 22.01.12 - 22:25 Uhr

lass mich raten...
unter anderem ein VW Passat? ;-)

Beitrag von kisrett - 22.01.12 - 21:57 Uhr

Unser Sohn geht hier im Ort in den Kiga und ich muss dann noch 1 std. mit dem Zug fahren und dann noch mal ne viertel std mit der U-Bahn. Insgesamt sind es ca. 80 km, mein Mann das gleiche, da wir in der gleichen Firma arbeiten.

Wenn mit unserem Sohn was ist, dann muss er leider warten, bis ich da bin, oder wenn es sehr akut ist, dann kann ich meine Freundin anrufen, die ihn abholt und ggf. zum Arzt fährt.

Wir wohnen in einer Kleinstadt nähe der NL-Grenze und ich fahre täglich nach D´dorf zum Arbeiten, denn da verdiene ich wesentlich mehr für halbtags als hier am Ort für vollzeit. Gut den weg muss man schon in Kauf nehmen.

Ich glaube, dass hier auch viele "Geschichtenerzähler" sind! Klar in einer Großstadt kann man auch ohne auto zurecht kommen, aber man muss ggf. auch eine Std mit der Straßenbahn fahren, bis man zur Arbeit ist, also da wohne ich lieber im Grünen und brauche mir nicht die Abgase anzutun!!!!

Beitrag von locke1910 - 22.01.12 - 21:59 Uhr

Hi.
Mein Mann fährt einfache Strecke knapp 30 km, ich laufe 5 Minuten zur Arbeit.
Kiga ist direkt Zaun an Zaun zu uns (ehrlich gesagt, war die Nähe zu einem Kiga eine der Gründe, dieses Haus zu kaufen - bessere Nachbarn gibt es nicht! Unser Kinderlärm stört niemanden, ab 17 Uhr ist keiner mehr da und am Wo.-Ende auch keiner...) und die Grundschule entspannte 20 Minuten zu Fuß bzw 10 Minuten mit dem Rad oder 4 Stationen mit dem Bus (der direkt vor dem Gartentor abfährt).
Nur die weiterführende Schule vom Großen ist im Nachbartort - allerdings kann er mit unserem Bus direkt zum Umsteigehaltestelle fahren und steigt dann direkt vor der Schule aus.
Als wir noch in HH wohnten, hatte mein Mann je nach Wohnung zwischen 15 und später 5 Kilometer zur Arbeit - ich "verschlechterte" mich - erst hatte ich 10 Minuten, dann 1. Umzug, da wurden es 45 Minuten mit ÖPNV und 2. Umzug, da wurden es fast 1,5 Stunden...
So what?
Ich habe gerne da gearbeitet und schließlich hat mich keiner zum Umziehen gezwungen...
Und zum Lesen bin ich da auch gut gekommen - man muß die Zeit halt nutzen;-)
Man muß halt kompromissbereit sein - Wege von bis zu einer Stunde empfinde ich persönlich nicht als schlimm; jedenfalls nicht, solange das Zeitmanagement ansonsten klappt.
Lg, Locke

Beitrag von mmemaman - 23.01.12 - 00:17 Uhr

9,3 Kilometer von der Arbeit weg... brauche etwa eine Stunde, von Tür zu Tür. :-)
Vor etwa einem Jahr war der Weg 23,8 Kilometer - da hatte ich etwa 2 1/2 Stunden - ein Weg. Um sechs Uhr in der früh los und abends um zehn Uhr wieder daheim gewesen...

Beitrag von ayshe - 23.01.12 - 16:24 Uhr

##
9,3 Kilometer von der Arbeit weg... brauche etwa eine Stunde, von Tür zu Tür.

##
Gehst du zu Fuß?

Beitrag von mmemaman - 23.01.12 - 16:32 Uhr

Nein, ich wohne in London und es ist eine Mischung zwischen zwei U-Bahnen und Fussweg. :-)
Wenn ich die Pendlerzeit umgehen kann, kann man eine gute Viertelstunde abziehen.

Beitrag von ayshe - 23.01.12 - 16:36 Uhr

Das ist ja Horror, ich brauche für meine knappen 70 km nur eine knappe Stunde.

Also wie man sieht, ist nicht die Länge an sich entscheidend, sondern eben auch die Art und die Zeit der Strecke.

Beitrag von lisasimpson - 23.01.12 - 09:34 Uhr

"Da wird zum einen geraten, sucht euch ne Wohnung in Jobnähe, weil der Arbeitsweg 11 km beträgt" #rofl

ja, habe mich auch köstlich amüsiert.

ich habe nur ca 15 km zur arbeit- allerdings durch den schönsten stadtverkehr- das kann morgens durchaus 30 minuten und länger dauern.
mein mann je nachdem - heute fährt er 350km in eine richtung und abends 350km in eine andere richtung
in aller regel fährt er jede woche ca 700- 1000 km

Beitrag von knuddelschaf - 23.01.12 - 09:43 Uhr

Hallo!

Müssen denn alle nach Schema-F leben? Jede Familie ist doch individuell und muss für sich selbst entscheiden, was das Beste für sie ist.

Nur weil irgendwelche mir nicht persönlich bekannten Forenreilnehmer da anderer Meinung sind, krempel ich doch nicht meine ganze Lebensweise um. Soviel sollte jeder schon zu sich selbst stehen.

Oft ist es doch auch gar nicht machbar, in unmittelbarer Nähe von x oder y zu wohnen. Na und, was solls? Solange Du es auf die Reihe kriegst, sollen andere doch schreiben was sie wollen.

Ich lese hier gerne und stelle auch mal Fragen, aber man MUSS sich ja (zum Glück) nicht nach den Antworten richten, sondern kann sich das, was passt, rausnehmen und den Rest gerne überlesen ;-)

LG
P.

Beitrag von krokolady - 23.01.12 - 09:49 Uhr

Wir haben lang eine WE-Ehe geführt.....mein Mann hatte nen Zweitwohnsitz in HH und kam nur am WE heim - waren damals so 230 km weg.
Dann wurd er versetzt nach Hannover, da kam er Abends immer heim.....waren so 100 km eine Strecke. Allerdings zahlte die Firma die Benzinkosten!
Dann wurd er wieder versetzt nach Kaltenkirchen - eine Strecke 270 km.....und da hatte ich die Nase voll!
Haben uns hier oben was gesucht und leben nun hier. Mein Mann hat 1,3 km ins Büro.
Aber seine doofe Firma schliesst nun diese aussenstelle und er wird wieder nach HH versetzt......eine Strecke 47 km.
Und die wird er ab Ende März wieder täglich fahren.......Morgens benötigt er dafür ca. 1 Stunde, und Abends 1,5 Stunden......

Ziemlich ätzend......

Beitrag von felis02 - 23.01.12 - 10:19 Uhr

Nicht jeder, der einen Job hat, kann sich auch ein Auto leisten. Mach mal deine Strecke mit den öffentlichen Verkehrsmitteln - würdest du das dann auch noch so entspannt sehen?

LG
Suse

Beitrag von arielle11 - 23.01.12 - 11:36 Uhr

Hallo!

Du kannst es doch gar nicht so pauschal sehen.

Wenn Eigentum da ist, Familie die bei der Kinderbetreuung unterstützen oder es das Heimatdorf ist wo man nicht wegmachte und es alles auch ohne großes Chaos mit weit entferntem Kiga/ Arbeit geht, warum nicht.

Aber wenn jemand ganz alleine mit Kindern, ohne Hilfe, am Arsch der Welt, keine vernünftige Infrastruktur, kein Geld für Auto, teurer Wohnraum und die Arbeitsstelle liegt 100km weit weg, mit vielleicht günstigeren Mieten (d.h. nicht man soll ins absolute Ghetto ziehen), dann würde ich für einen Neuanfang plädieren.

Ich glaube es ist sehr schwierig das zu verallgemeinern.

Wir wohne hier sehr gut, Kiga nicht mal 5min Fußweg (ich meine für Kinderfüße, ich bin in 2min da) Infrastruktur ist gut vorhanden usw. Ich würde niemals an den Arbeitsort meines Mannes ziehen, der 50km einfache Fahrt ist.

arielle

Beitrag von irene_ch - 23.01.12 - 15:09 Uhr

Besonders sinnig ist der Ratschlag, wenn beide berufstätig sind und die eine Firma einfach mal 40 Kilometer weit raus auf die grüne Wiese zieht... entweder gibt einer den Job auf, oder er muss halt pendeln.

Früher haben mein Mann und ich in der gleichen Stadt gewohnt und gearbeitet, dann zog seine Firma um. Also sind wir hinterher gezogen, er hat nah in die Arbeit, ich pendle. Ich bekäme dort in der Gegend auch keine bezahlte Arbeit in meinem Beruf, weil es schlicht und einfach keine entsprechenden Arbeitsplätze gibt.

Mir haben auch schon Leute vorgeworfen, man (=ich) solle gefälligst dort leben, wo man arbeitet. Ich habe dann gefragt, ob sie mir grade vorschlagen, mich scheiden zu lassen...

LG Irene

Beitrag von ayshe - 23.01.12 - 16:27 Uhr

In einer Großstadt mit gutem öffentlichem Verkehrssystem (S-Bahn, U-Bahn etc) braucht man ggf. wirklich kein Auto, auch wenn der Arbeitsweg vllt 20 km beträgt.

Ich wohne in einer Stadt und fahre trotzdem fast 70km zur Arbeit.

Also mir geht es so wie dir zum Thema Fahren-Umzug.

Ich ziehe doch nicht für jeden Kilometer gleich um.

Beitrag von suny123 - 23.01.12 - 17:18 Uhr

Wir haben wirklich Glück, arbeiten im gleichen Ort (Vorort einer Großstadt), Kind geht hier zur Schule, läuft allein, Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Sportvereine alles vor Ort. Wir haben früher weiter weg gewohnt, aber ich muß sagen, es ist sehr entspannend, alles so nah zu haben, besonders bei schlechten Witterungsverhältnissen und durch weniger Fahrerei bleibt mehr Geld und besonders mehr Freizeit übrig. Ich würde auch jedem raten, wenn es möglich ist!, näher an der Arbeit zu wohnen, da wir auch das Gegenteil kennen.

Beitrag von giftzwerg01 - 23.01.12 - 18:47 Uhr

Hallo,

bei der Empfehlung, wegen 11(!) Kilometern umzuziehen, musste ich auch lachen...

Vor allem ist es ja auch schlecht möglich, dass beide "um die Ecke" arbeiten. Mein Mann hat 40 km einfachen Arbeitsweg, ich 11 km. Wenn wir weiter an seinen Arbeitsplatz ziehen würden, hätte ich es weiter, würde also niemandem helfen.

Wir fahren beide ca. 45 Min. (er mit Auto, ich Öffis), obwohl wir in einer Großstadt leben. Ich finde das aber relativ normal. Bis 1 Stunde ist erträglich. Bei längeren Fahrtzeiten würde ich über eine andere Lösung nachdenken.

Bei jedem neuen Job gleich umziehen ist aber auch schlecht, wenn man gebaut hat...

LG