Darmkrebsrisiko

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Beitrag von marli123 - 22.01.12 - 22:37 Uhr

Hallo,

ich bin wohl zu ängstlich, aber seit der Geburt meines 2. Kindes vor einem halben Jahr habe ich ziemlcih mit Hämorrhoiden zu tun und zwar keine Schmerzen, aber es kommt doch etwas hoch:
Ich war vor 5 Jahren wg Blut im Stuhl bei einer Darmspiegelung. Dort wurden Hämorrhoiden gefunden und entfernt und eben aber auch Polypen.
Damals sagte man mir, mit 25 sei ich noch sehr, sehr jung, das sei ungewöhnlich, das bedeute ein erhöhtes Darmkrebsrisiko. Ich müsse nun alle 7 Jahre zur Darmspiegelung, es sei denn, ich habe vorher Blut im Stuhl oder Probleme (was auch immer mit "Problemen" gemeint war, denn Durchfall/Verstopfungen hab ich mein Leben lang immer wieder).
Es gibt keine Krebserkrankungen in der Familie außer Prostatakrebs bei den Großvätern ab dem 70. Lebensjahr.

Mitte 2013 müßte ich wieder zur Darmspiegelung, mein jetziger Hausarzt weiß da gar nix von, ich hatte damals keinen Hausarzt, war privat versichert und bin direkt ins Krankenhaus ambulant zur Abklärung. Nun bin ich gesetzl. versichert und bräuchte ja ne Überweisung zur Spiegelung.

Im Internet schaue ich nicht, da steht immer nur das Schlimmste, aber was, wenn sich jetzt schon Polypen gebildet haben und ich weiß davon nix? Merkt man sowas? Ich habkeine Blutungen, nix, nur seit der Geburt von Nr 2 diese blöden Hämorroiden, die nur operativ und stationär entfernt werden können (lt FA). MIt 2 kleinen Kindern also nix, was jetzt grad Thema werden könnte.

Ich weiß nicht, obs an den beiden Kindern liegt, aber ich hab in letzter Zeit einfach angst, dass irgendwas sein könnte, meine beiden brauchen mich doch...(die beiden sind 6 MO und 3 Jahre). Kann man Polypen an IRGENDWAS erkennen? Oder überhaupt Darmkrebs?
Vielleicht komm ich euch auch völlig doof vor, aber in letzter Zeit beschäftigt mich das doch sehr...

Ende Februar muß ich zur Blutentnahme zum Arzt (dann hat mein Mann Urlaub, sonst kann mir keiner den Kleinen abnehmen und im Winter im überfüllten Wartezimmer ist nix für mich mit Baby) und ich denke, ich werd dann mal ansprechen, wie das ist. Ne Darmkrebsvorsorge wird glaub ich allgemein auch erst spät bezahlt, also nicht in meinem Alter (mit 30)

L.G

Marlene

Beitrag von sina236 - 22.01.12 - 23:12 Uhr

du machst dir viel zu viele gedanken und ich glaube, das verdankst du deinem hormonspiegel, der kleine ist erst 6 monate!!!!
bei deiner vorgeschichte sollte es kein problem sein, die darmkrebsvorsorge gezahlt zu bekommen, du brauchst nur einen guten hausarzt oder auch wahlweisen gynäkologen. bei mir macht das die gyn mittels stuhltest (bin erblich vorbelastet). diese neuen stuhltest können kleinstmengen an blut nachweisen und dann kann man sofort reagieren, noch bevor es wirklich nach blut aussieht. das andere ist, selbst wenn polypen nachgewachsen sind, sie sind gutartige geschwülste. dh kein grund zur panik. die würden dann eh zeitnah endoskopisch mit dieser schlinge einfach abgezwickt werden. wichtig ist nur: geh und lass kontrollieren. dann passiert dir nichts. hat da eigentlich mal einer untersucht, ob es sich bei dir um eine chronische erkrankung handeln könnte? ich mein lebenslang durchfälle oder verstopfung, das ist nicht unbedingt der standard. da gibts chronische darmkrankheiten. es reicht übrigens eine lebensmittelunverträglichkeit, um solche symptome auszulösen. ernähre dich doch mal eine zeitlang sehr bewusst und ausgewogen, ohne weissmehl und milch. vielleicht ändert sich dann ja schon was.

Beitrag von marli123 - 22.01.12 - 23:20 Uhr

Vielen dank für deine Antwort!!!

Ich habe eine Laktoseintoleranz, weshalb ich seit 10 Jahren (da wurde es festgestellt) so gut wie keine Kuhmilchprodukte zu mir nehme. Ich habe aber schon vorher sehr selten Milch-und Milchprodukte zu mir genommen.
Ich bin Vegetarierin seit 15 Jahren und esse bis auf NUdeln nur Vollkornprodukte.

Mein einziges Laster ist Schokolade;-)

BEi mir wurde nie was getestet, mein letzter Hausarzt hat über Jahre meine Schilddrüsenunterfunktion nicht entdeckt und mir immer nur Antidepressiva verschrieben, der Frauenarzt merkte das dann irgendwann mal und schon gings mir psychisch gut, meinen jetzigen Hausarzt habe ich nur für das Verschreiben von den Schilddrüsenhormonen und ich gehe 4x im Jahr zur Blutuntersuchung dahin.

Mit 20 gab es wg der Laktoseintoleranz bereits eine Darmspiegelung, da war alle o.B.

Du hast sicher recht, auch 6 Monate nach der Geburt sind neben Schlafmangel bestimmt noch viele komische Hormone unterwegs...ich kann mir die Bedenken eben auch gar nicht erklären, die Ängste kamen und nagen ein bisschen an mir herum...nicht krankhafte Ängste, aber eben wg der Kinder doch schon Bedenken und da dachte ich, ich frag hier mal:-)

L.G

Marlene

Beitrag von sassi31 - 23.01.12 - 03:10 Uhr

Hallo,

nun mach dich doch nicht so verrückt. Geh halt regelmäßig zur Darmspiegelung und lass die Polypen entfernen, wenn welche gefunden werden. Meine Schwester macht das auch schon seit Jahren und der geht es ganz wunderbar. Bedenke immer, dass du aufgrund deiner Vorgeschichte eine viel bessere und engmaschigere Kontrolle hast, als andere Menschen. Sollte sich wirklich irgendwann Darmkrebs entwickeln, stehen deine Chancen super, dass er früh genug entdeckt wird.

LG
Sassi

Beitrag von asimbonanga - 23.01.12 - 15:13 Uhr

Hallo,
an deiner Stelle würde ich bei der jährlichen Vorsorge beim FA den Haemo Cult Test machen ( diese Briefchen mit den Stuhlproben ) und mir im Hinblick auf die Polypen und deine seit Jahren bestehenden Beschwerden einen Gastro-Enterologen suchen.
In meiner Familie gab es auch jemand mit Polypen,die Kontrolle erfolgte alle zwei Jahre.Die Polypen wurden entfernt.

L.G.