Guten Tag Liebe Mamas & Papas,
unser Mäuschen ist 1 1/2 ( 19 Monate jung )
Es ist Unser erstes Kind,wir lernen von Tag zu Tag immer noch sehr viel mit. Nun muss ich mich auch einmal an die Allgemeinheit wenden.
Unser Mäuschen versteht es,wenn wir sagen " Bring das mal bitte es den Müll" wird sofort gemacht.
Auch wenn wir sagen wir gehen jetzt raus,dann holt er schon von alleine seine Jacke und Schuhe. Also es wird wirklich verstanden was wir sagen.
Vor einen Monat hat er Unseren neuen TV 21 Zoll dreiD mit einer Bürste kaputt geschlagen.
Er zieht den Antennenstecker aus der Wand,er reißt die komplette Telefonstation vom Tisch,also er macht im Moment wirklich nur Ärger. Sobald er das nicht bekommt was er darf,dreht er komplett durch. Schreit wie am Spieß ,bis er es wieder hat. Dann kommen Momente, wo er vor Wut seinen Kopf gegen die Tür oder Boden klopft.
Er kann auch noch nicht wirklich Sprechen,außer Mama,Papa,Na und Zu .Das empfinde ich jetzt auch nicht für wirklich schlimm,jeder braucht halt seine zeit.
Nun meine Frage,dass er so durchdreht liegt das an uns,wenn nicht sogar an Unserer Erziehung,oder ist das einfach normal um zu schauen wie weit kann ich gehen?
Mann kann wirklich 6x sagen hör Bitte damit auf,keine Chance er lässt es nicht. Was kann man da am besten machen?
Ich danken Euch,und wünsche noch einen schönen Tag.
Lieben Gruß Julia!!
Schlecht erzogen,oder normal??
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Beitrag von julemaus87 - 23.01.12 - 12:35 Uhr
Beitrag von mamavonyannick - 23.01.12 - 12:57 Uhr
Hallo Julia,
jedes Kind erkennt irgendwann den eigenen Willen. Die einen sind dann schwerer zu bändigen, andere leichter. ABER: Niemals würde ich 6x bitten, dass mein Kind mit irgendetwas aufhört. Maximal 2 mal sage ich etwas, dann handle ich, in manchen Situationen (wenn etwas kaputt gehen oder es sich verletzten kann) auch früher.
Also: Wenn er was kaputt machen möchte: Nimm es ihm weg und lenke ihn ab.
vg, m.
Beitrag von julemaus87 - 23.01.12 - 12:59 Uhr
Und wenn dein Kind beim 2x nicht hört,was machst du dann?? Bzw wie handelst du?? danke für deine Antwort!!
Beitrag von mamavonyannick - 23.01.12 - 13:02 Uhr
Mein Sohn ist schon älter. Aber in dem Alter deines Kindes würde ich ihm das, was kaputt gehen kann, weglegen, dass er nicht ran kommt oder - wenn doch mal in die Hände gelangt einfach wegnehmen bzw. ihn von dem Gerät wegnehmen und versuchen ihn abzulenken. Natürlich bocken sie dann auch mal. Aber bocken kann er ja gern. solang er nichts kaputt macht.
Beitrag von mamavonyannick - 23.01.12 - 13:03 Uhr
Ach ja... natürlich verändert sich auch mein Ton er darf ruhig merken, dass ich sauer bin
Beitrag von enelya - 23.01.12 - 13:12 Uhr
Hallo,
nein. Das ist noch nicht schlecht erzogen. Das ist der Beginn der "Trotzphase".
Er erkennt grad, dass er einen eigenen Willen hat und auch, dass er durch sein Verhalten andere "steuern" kann.
Das ganze dauert nur noch 2-3 Jahre und dann hast du es größtenteils hinter dir 
Starke Nerven also!
LG,
Enelya
Beitrag von hustinetten - 23.01.12 - 14:21 Uhr
Goldene Regel Nummer ein: Klare, verständliche, kurze Anweisungen.
Einem Kleinkind zu sagen, es solle bitte aufhören, ist quatsch. Formuliere den Satz um, z.B. "Mach den Schrank wieder zu.", "Leg Mamas Buch wieder auf den Tisch." oder was auch immer. Bei meiner Tochter waren Sätze am besten, die sich auf den Gegenstand bezogen "Der Schrank möchte zu bleiben!".
Viele kleine Kinder haben zudem ein Problem mit verneinten Sätzen, sie überhören das nein unbewusst, so wird aus "Du darfst das nicht haben!" ein "Du darfst das haben!".
Manche Sachen sollte man auch einfach wegräumen, das erspart Ärger auf beiden Seiten.
Mein Sohn hat große Probleme mit Verboten, er kann auch schlecht mit seiner Wut umgehen. Je besser er sprechen lernt, desto geringer werden allerdings seine Wutanfälle, außer, er ist müde, dann ist es ganz schlimm.
lg
Beitrag von marion2 - 23.01.12 - 15:45 Uhr
Hallo,
ich würde glatt behaupten, er ist nicht schlecht erzogen, sondern gar nicht.
"wenn wir sagen " Bring das mal bitte es den Müll" wird sofort gemacht."
Alle Kinder - weltweit - übernehmen GERN Arbeitsaufträge.
"Auch wenn wir sagen wir gehen jetzt raus,dann holt er schon von alleine seine Jacke und Schuhe."
Er geht GERN raus.
"er macht im Moment wirklich nur Ärger."
Den macht er auch GERN.
Er muss lernen, dass das Leben nicht nur aus Dingen besteht, die er gern macht.
Gruß
Beitrag von woodgo - 23.01.12 - 16:00 Uhr
Na dann ist das "Mäuschen" eher ne Ratte...sorry, Spaß bei Seite.
Wie kann es denn dazu kommen, daß ein Kind einen TV kaputt schlägt? Du bittest Ihn wirklich 6 mal, mit etwas aufzuhören? Ein Kind in dem Alter versteht keine Bitten, es braucht eine klare Ansage mit darauffolgender Konsequenz. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich denke, daß ein Kind Dinge in der Wohnung kaputt macht, ist relativ normal, einen Fernseher jedoch kaputt zu schlagen, mit einem Gegenstand ist nicht normal, bzw. hast Du nicht schnell genug reagiert, keine Ahnung.
Ich rate Dir, weniger zu bitten und schneller zu handeln.
LG
Beitrag von sassi31 - 23.01.12 - 16:47 Uhr
Trotzphase. Er hat einen eigenen Willen und versucht halt, ihn durchzusetzen. Hat mein Babysitterkind auch gemacht: auf den Boden werfen und rumbrüllen, Kopf an die Wand hauen, Gegenstände runter schmeißen usw.. Reden hat da nicht wirklich geholfen. Am Besten war, ihn ausbocken zu lassen. Dabei musste man halt nur schauen, dass er sich nicht verletzen kann.
Übrigens hat er am Meisten bei seiner Mutter rumgebockt. Die hat nämlich immer ganz fix nachgegeben. Sein Vater war da anders und ich habe mich als Teenager auch nicht von so einem Zwerg erpressen lassen. Das wußte er ganz genau und hat es dann irgendwann auch einfach nicht mehr gemacht.
Allerdings gab es auch die Momente, wo er selber von seiner starken Wut überrascht wurde. Da war es ihm dann total egal, wer gerade auf ihn aufpasst. Ich meine, den Umgang mit der eigenen Wut muss man auch erstmal lernen.
Beitrag von fruehchenomi - 23.01.12 - 19:52 Uhr
Du kannst es ihm gerne auch mit ausführlichster Pro- und Contra-Diskussion 50 mal erklären - feines Bubi, dann knallt er eben nicht mit der Haarbürste in den Fernseher sondern mit dem nächsten harten Gegenstand.
So ein Kerlchen haben wir nebenan auch. Mutti diskutiert mit dem 2 1/2 jährigen Stunden, der brüllt und tobt sich zutode nebenher und macht was er will. Familie kriegt schon Fluchtgedanken, wenn der nur auftaucht. Und sein kleiner Bruder schaut schon wißbegierig zu, wie er es mal machen wird, um Mutti so richtig auf die Palme zu bringen.
So, genug schwarz gemalt.
In dem Alter wird nicht diskutiert, sondern einmal klar gesagt, was erwartet wird.
Und nicht "Mäusileinchen würdest du bitte so gut sein, und das Papierchen in den Mülleimer werfen" sondern freundlich, aber bestimmt: "Henrik wirf das Papier HIER rein" - Ende der Ansage. Ich kenn das Problem weder von meinen Kindern noch von Enkelin Leonie, jetzt 5 Jahre alt. Klare Ansage, klare Reaktion.
Bei Spinnereien reicht eine bestimmte Tonlage und mein Satz "Leonie, denk nicht mal dran...." Und keine Sorge, die hat Leben und Temperament für drei - aber sie weiß einfach, was geht und was nicht. Versuchen tut sie es natürlich auch, Omi oder Mama auszureizen 
Aber das muss Dein Kind auch schnellstens begreifen, wo die Grenze ist, sonst wirds noch richtig stressig für Dich. Wenn er brüllt, aus der Situation nehmen, in sein Zimmer bringen, Türe kann gerne einen Spalt offen bleiben - mit dem Satz "wenn du fertig bist, kannst du gerne wieder kommen"
Außer Konsequenz kann ich Dir nichts empfehlen.
LG Moni
Beitrag von meckikopf - 23.01.12 - 21:58 Uhr
Hallo Julia,
also die Bürste, mit der er den Fernseher kaputt gehauen hat, würde ich sofort konfiszieren - und die wäre erst mal für unbestimmte Zeit weg. Und überhaupt alle Dinge, mit denen er wunderbar hämmern kann, würden - erst mal; bis er nicht mehr etwas kaputt haut - verschwinden.
Des Weiteren schließe ich mich meinen Vorschreibern/innen an: Klare und unmissverständliche Ansagen - und nicht zig, zig, zigmal "
" machen! Und natürlich nicht nur befehlen und verbieten, sondern auch - und überhaupt zuallererst - ablenken und ein anderes Spiel anbieten. Aber sei auf jeden Fall konsequent/er und setze Dich besser durch.
Gruß
Beitrag von corny123 - 24.01.12 - 08:39 Uhr
Hallo Julia,
solche Phasen sind normal. Ich finde aber Konsequenz in jedem Alter richtig und wichtig. Deshalb stört mich Dein Satz "...bis er es wieder hat". Das darf er damit nicht erreichen...
Ich würde aus dem Raum gehen, wenn er so austickt.
corny
Beitrag von qayw - 24.01.12 - 09:53 Uhr
Hallo,
hier beginnt die Trotzphase. Und ja, Kinder testen häufig aus, wie weit sie gehen können. Das hört, glaube ich, mit 18 oder so auf.
Ich sage Dinge maximal dreimal. Wenn es Sachen sind, die die Kinder eigentlich eh wissen oder wenn andere Leute oder Sachen drohen, zu Schaden zu kommen, sage ich es nur einmal und handle dann. Das heißt, entweder kommt die Sache weg oder das Kind wird weggenommen.
Sollte es dann einen Wutanfall hinlegen - bitteschön. Ich gehe so lange, was anderes machen. Sollte es bei dem Wutanfall anfangen zu randalieren, wird es in sein Zimmer verfrachtet und kann da randalieren. Ohne Zuschauer machen Wutanfälle übrigens viel weniger Spaß.
Das Kind muß lernen, daß Mama und Papa kein Bespaßungskommando sind, auf die man hören kann, wenn man gerade will, sondern, daß Mama und Papa ihm sagen, was es zu tun und zu lassen hat.
Vor allem müßt Ihr das durchziehen, was Euch wichtig ist, egal, ob das Sohnemann passt oder nicht. Wenn ihr nachgebt, wird es beim nächsten mal noch schlimmer. Dann lernt er nämlich, daß er nur genug Aufstand machen muß, um zu kriegen, was er will.
LG
Heike mit Merle (4 1/2) und Ole (2)
Beitrag von peppina79 - 24.01.12 - 10:09 Uhr
Bei den Kleinen funktioniert die Verbindung von Gehirn zum Handeln anders als bei uns.
Meist sind sie so bei einer Sache, sie KÖNNEN gar nicht aufhören. Dann muss man eingreifen. Ist doch normal, dass er das noch net weiß. Und wenn er schreit wenn du ihm was wegnimmst (aus SIcherheitsgründen), dann bleibt es auch weg. Sonst bist echt selber Schuld wenn er sich das angewöhnt, was Mama sagt ist nicht Ernst zu nehmen.
Und mal ehrlich, meine Kleine grinst mich auch an, wenn sie an die Steckdosen geht und ich NEHM sie da weg.
Beitrag von locke1910 - 24.01.12 - 10:40 Uhr
Hi.
Es gibt mehrere Möglichkeiten; zum einen haben die anderen recht - Dein Kind wird "muttertaub", wenn Du es zuquatschst
Kurze Sätze, einfach Worte... mehr nicht.
Und was auch hilft: Ihr müßt halt, bis Euer Kind (bzw. Kinder, falls noch mehr geplant sind) ein Weile auf gewisse Dinge verzichten - zb. sollten sämtliche Schränke, Schubladen, Tasten, Steckdosen, Blumentöpfe etc gesichert werden, in denen sich gefährliche Dinge (oder an denen Dein Herz hängt oder die irgendwie wichtig sind (Akten...)) befinden.
Deko bleibt nur, was unzerbrechlich ist bzw unwichtig.
Klingt blöd - erleichtert aber das Leben.
Ich war von 2003 bis 2007 Tagesmutter (danach nur noch sporadisch bis vor zwei Jahren, weil es mit 4 eigenen zuviel wurde) und das Durchschnittsalter lag zwischen 1,5 und 4 Jahren - da wirst Du wuschig, wenn Du nicht entsprechend vorgesorgt hättest...
So konnte ich mir viele Male das "nein" ersparen -es gab einfach nix, was ein nein erforderlich gemacht hätte!
Kopf hoch und vielleicht liest Du mal "Das Geheimnis glücklicher Kinder" von S. Biddulph - ich habe vieles wiedererkannt...
Lg, Locke
