Hallo ihr lieben
Ich weiss gerade nicht wohin mit meinen Gedanken... ich bin so wütend.
Also erstmal zur Grundsituation damit ihr einen überblick bekommt.
Jan. 2011 haben mein Mann und ich uns getrennt. Einvernehmlich weil wir uns einfach auseinander gelebt haben. Unsere Tochter war damals 11Monate alt.
Es sollte alles friedlich ablaufen. Was soweit auch gut geklappt hat. Er ist ende Feb, Ausgezogen.
Ich wollte keine 2 Wochen Besuchsregelung weil ich der Meinung bin , das die kleine ihren Papa genauso braucht wie ihre Mama. Ich wollte also das er sie einfach sieht wann er kann. und wenn es 4 mal die Woche gewesen wäre.
Das hat mein Ex dann aber ziemlich in den falschen hals bekommen und kam fast nie oder nur für ne std oder so.
Haben dann eine Wochenregelung gefunden, 1x in der Woche und jeden Sonntag. (Er ist im Einzelhandel tätig und arbeitet jeden Samstag)
Ich hätte mir ausserdem für die kleine gewünscht, das sie ab und zu auch mal beim Papa schlafen kann. Das möchte er aber absolut nicht.
Nun ist ein Jahr seit der Trennung vergangen und es wird immer schlimmer :( Er kommt die kleine nur noch Sonntags holen, weil er in der Woche an seinem freien Tag " erledigungen machen muss" die kann er nicht mit der kleine machen?!!
Jetzt fällt er ab Feb in steuerklasse 1 und zahlt dann keinen Unterhalt mehr für mich. Was ja verständlich ist da er locker 400Euro weniger bekommt.
Nun muss ich aber schauen wie ich finanzielle über die Runden komme. Ich habe jetzt ein Jobangebot bekommen.
Nun habe ich ihn gefragt ob er die kleine doch wieder in der Woche einen Tag nehmen könnte, denn es ist nur ein Tag an dem die kleine betreut werden müsste. Und was sagt er, nöööö geht nicht ich muss meine erledigungen machen.
ich könnte so ausrasten. Er hat doch nicht nur Rechte.. er hat als Vater doch auch Pflichten oder? Alles muss ich alleine machen... das kann doch echt nicht sein oder?
ich bin so wütend...
vorallem weil ich ihm immer entgegen komme, er will zb im Sommer mit der kleinen in Urlaub fahren und ich hab gesagt das er das natürlich tun kann, vorrausgesetzt er nimmt die kleine vorher 3-4 mal über Nacht, damit sie sich daran gewöhnt von Papa ins Bett gebracht zu werden.
Aber ganz ehrlich, ich frage mich gerade echt, warum ich das alles tue. Er sieht nur seinen Spaß mit der kleinen und nicht das er auch mal eine Verantwortung hat. Aber die blöde olle macht ja alles.
Und ja ich mach es gerne, denn ich liebe die kleine überalles, aber ich muss eben für uns sorgen. Ich weiss gerade echt nicht mehr ein und aus 
Sorry, aber hat vllt jemand einen Rat für mich??? ich weiss wirklich nicht mehr weiter
so langsam kann ich nicht mehr :(
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Beitrag von jana2010 - 23.01.12 - 18:01 Uhr
Beitrag von blaue-rose - 23.01.12 - 18:37 Uhr
Hallo Jana,
ich kann verstehen das es dir zu viel wird. Du kannst ihn aber leider nicht zwingen eure Kleine öfter zu nehmen und ich denke von einem erzwungenen Umgang hat eure Kleine gar nichts.
In wie weit er berechtigt ist die Unterhaltszahlung einfach einzustellen würde ich von einem Anwalt prüfen lassen. Bis euer Kind 3 Jahre ist steht dir normalerweise Betreuungsunterhalt zu. Ob er aber genau wie Ehegattenunterhalt berechnet wird weiß ich nicht.
Vielleicht kannst du auch einmal zu einer Familienberatung gehen und dich dort erkundigen welche Unterstützung du bekommen kannst.
Freundliche Grüße blaue-rose
Beitrag von zwiebelchen1977 - 23.01.12 - 19:00 Uhr
Hallo
Gegenüber ihr hat er nach Abzug vom Kindesunterhalt einen Mindestselbstbehalt von 1050 minmum.
Bianca
Beitrag von jana2010 - 23.01.12 - 23:05 Uhr
Naja, er verdient 1800. 250 muss er an die kleine zahlen und hat Schulden von 400euro die da angerechnet werden. Deshalb muss er keinen Unterhalt mehr an mich zahlen.
Beitrag von pipi86 - 23.01.12 - 20:00 Uhr
Ach das habe ich auch durch.
Mein Sohn ist nun 10 Jahre und hat seid 4 Jahren nichts mehr von ihm gehört.
DAs Jugendamt sagte vor 4 Jahren zu mir.Sie können ihn nicht zwingen,das er sich um sein Sohn kümmert,denn dann macht er es auch nur halbherzig und da hat der kleine auch nichts von.Naja,die Dinge laufen manchmal einfach so.
Mein Sohn sagt heute,er will selbst nichts mehr von seinem Vater nun wissen,weil er ihm halt weh getan hat.kann man ja auch verstehen.Soll ich dir noch was sagen?Mein Ex erzählt heute allen Menschen,das ich unseren Sohn nicht raus rücken würde und bla bla bla.Heute ist mir das vollkommen egal.die leute,denen es was angeht,die wissen,wie die Wahrheit ist.
glg
Beitrag von manavgat - 24.01.12 - 14:32 Uhr
Jetzt fällt er ab Feb in steuerklasse 1 und zahlt dann keinen Unterhalt mehr für mich. Was ja verständlich ist da er locker 400Euro weniger bekommt.
Wieso ist das verständlich?????
Nimm Dir eine Anwältin und kläre ob und wieviel Unterhalt Dir noch zusteht!
Auch die Kinderbetreuungskosten kannst Du mindestens zur Hälfte von ihm fordern.
Was die Umgangsfragen anbelangt: auch hier würde ich auf eine klare Regelung drängen.
Gruß
Manavgat
Beitrag von marjatta - 24.01.12 - 19:09 Uhr
Also, wenn der Betreuungsunterhalt wegfällt (heutzutage spätestens wenn die Kinder 3 Jahre alt sind), dann hast Du ja Anspruch auf einen Kindergartenplatz. Dann darf er sich an den Kinderbetreuungskosten beteiligen.
Wie die Unterhaltslage ist, das kann nur ein Anwalt bzw. das Familiengericht klären und das würde ich natürlich an Deiner Stelle auch forcieren.
Ansonsten stimme ich zu, Umgang kann man nicht erzwingen. Ich selbst als Scheidungskind war schon alt genug, das selbst zu regeln. Aber auch bei mir kam es zu Pausen, in denen ich meinen Vater 3 Jahre lang nicht gesehen oder gesprochen habe.
Für das Verhältnis zu seinem Kind ist der Vater selbst zuständig. Du kannst ihm die Türen offen halten, nichts Negatives über ihn in Gegenwart des Kindes sagen, aber erzwingen kann man nichts.
Selbst in sogenannten intakten Familien gibt es Väter, zu denen die Kinder kein Verhältnis aufbauen können, weil die Väter sich darum nicht bemühen, auch wenn sie zuhause sind.
Mach Dich also nicht verrückt. Lass es so laufen, wie es geht. Deine Tochter wird sich irgendwann ihr eigenes Urteil darüber bilden müssen. Je neutraler Du Dich dabei verhälst, desto besser.
Gruß
marjatta
Beitrag von esperancefollie - 26.01.12 - 18:44 Uhr
Hallo ... lass dich erst mal
!
Ich kann dich verstehen. Du weisst aber, dass du ganz schön stolz auf dich sein kannst, da du alles alleine und völlig unabhängig von deinem EX hinbekommst.
Du bringst dich und dein Kind durch und bist seine erste Bezugsperson. Das verdient immer Respekt. ![]()
Bei mir ist es genau umgekehrt: Mein Ex ist völlig besessen von unserem Sohn (bald 5 Jahre alt). Er wollte mich damals bei der Trennung sofort aus der Wohnung schmeissen und unseren Sohn behalten. Ich hatte solche Angst den Kleinen zu verlieren (wir leben beide sozusagen im "Ausland" - nur unser Sohn ist hier zu Welt gekommen). Er machte mich vor seinen Augen runter - es war schrecklich.
Heute habe ich eine eigene Wohnung mit geteiltem Sorgerecht. Mein Ex schaut peinlichst genau, dass er unseren Sohn 50% hat (was ja auch sein Recht ist), er "überbietet" mich ständig mit Ausflügen, Restaurants, Reisen mit dem Kleinen wohlwissend, dass ich ihm das nie bieten kann, da ich mit meinem Lohn knapp über die Runden komme.
Wir waren nie verheiratet, er verdient mehr als das doppelte wie ich, aber Unterhalt habe ich erst gar nie verlangt. Und auch heute bricht es nicht ab. Mein Sohn macht das, er meldet ihn dort an etc. etc. Wenn wir mal zu dritt sind, spricht er ausschliesslich nur mit unserem Sohn und lässt mir kaum einen Milimeter übrig, hält meinen Sohn ständig fest in den Armen.... Das ist so fürchterlich anstrengend.
Mich schmerzt es sehr und ich bin nach all dem Kampf mental nie so stark wie mein Ex und psychisch gehts mir nicht gut. Das spürt sicher auch mein Sohn. Wenn mein Kleiner nicht bei mir ist, dann fühle ich mich als wäre ich gar keine Mutter ..... irgendwie nichts
.
Ich weiss nicht, welche Situation "besser" ist: Deine oder meine!
Lieber Gruss von der Maya
