Wie gehen eigentlich Tiere (Elefanten) mit Trauer um?

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von littlemissperfect - 23.01.12 - 18:20 Uhr

Hallo an alle,

bei uns ist ja leider das zweite Elefantenbaby Lola vor der Herz-OP gestorben. Das Thema wird sehr vermenschlicht, z.B. wenn Zoobesucher interwievt werden, die ihre Gefühle zum Ausdruck bringen. Sicherlich erinnert ihr euch ja auch noch an den Tod von Knut dem Eisbären.

Was ich mich frage, und wirklich ehrlich frage ist, inwieweit die betroffenen Tiermütter denn trauern. Ich denke nicht, dass es Tieren, auch wenn sie keinen Verstand haben, egal ist, dass ihr Kind tot ist.

Ich meine Elefanten sind doch sehr gesellige Tiere, Herdentiere, da müsste der Verlust eines Herdenmitglieds doch schon Emotionen auslösen???
Vielleicht anders siehts bei Reptilien aus, die ihre Eier irgendwohin ablegen und tschüss, oder bei Fischen, aber wer z.B. schonmal eine Vogelmutter gesehen hat, der weiß, dass ihr ihre Jungen schon nicht mehr egal sind, wie ist es dann erst bei Säugetieren?
Ich hab mal von einem Affen gelesen, der hat sein totes Baby noch eine Woche rumgetragen, bevor er es abgelegt hat. Sowas tut mir schon leid.

Persönlich betrauere ich den Tod den Elefantenbabys eigentlich nicht wirklich, wenn ich mir so ie Kommentare anderer Leute anhöre. Aber die Elefantenmutter tut mir schon leid.

Beitrag von corny123 - 23.01.12 - 18:25 Uhr

Ja, schon. Die Leiche von Lola wurde auch von Großhadern nochmal nach Hellabrunn gebracht, um die Familie Abschied nehmen zu lassen. Ich denke, Tiere trauern.

Beitrag von logo05 - 26.01.12 - 17:38 Uhr

redet ihr gerade von dem Elefanten-Baby, was letztes Jahr auf die Welt gekommen ist und wovon in München alles geredet hat (wohne in Freising)???
Habe gar nicht mitbekommen, dass es krank bzw gestorben ist ...

lg

Beitrag von purpur100 - 23.01.12 - 19:41 Uhr

wie wirkt das Bild hier auf dich?
http://de.nachrichten.yahoo.com/fotos/der-abschied-von-lola-1327317265-slideshow/

Beitrag von littlemissperfect - 23.01.12 - 21:15 Uhr

Wie eine trauernde Elefantenherde.

Abgesehen davon, wie lange bewegt so ein Ereignis die Tiere? Weißt du das?

Beitrag von purpur100 - 23.01.12 - 21:44 Uhr

nein, woher sollte ich das wissen? Aber Elefanten haben doch ein verdammt gutes Gedächtnis
http://www.pm-magazin.de/r/gute-frage/haben-elefanten-wirklich-ein-elefantenged%C3%A4chtnis

http://www.geo.de/GEO/natur/tierwelt/631.html

Beitrag von naschoori - 23.01.12 - 21:46 Uhr

Ich habe mal eine Doku über eine Elefantenherde gesehen. Da ist unter anderem ein kleiner Elefant gestorben. Die Herde hat lange Abschied genommen musste aber weiter da sie sonst nichts mehr zu trinken gehabt hätten. Die Mutter blieb länger. Soweit ich noch in Erinnerung habe ist sie auch gestorben, da sie zu lange bei ihrem toten Kind verweilt hatte um den Weg noch zu schaffen.
Monate später kamen sie an den Knochen wieder vorbei. Die Herde verweilte dort eine ganze Weile.

Lies mal hier:

http://www.netzeitung.de/wissenschaft/1255918.html

oder hier:

http://www.pooja-elefantenhilfe.de/55.html

lg

Beitrag von alkesh - 23.01.12 - 23:48 Uhr

Wie kommst Du denn drauf das Tier keinen Verstand haben?

Hast Du wirklich noch nie ein Tier trauern sehen? Enten stehen stunden, manchmal tagelang neben ihrem toten Partner.
Du hast das Beispiel mit dem Affen genannt, das sollte Deine Frage doch eigentlich beantworten.

Natürlich handeln Tidere eher nach dem Prinzip: Friss oder stirb, aber trotz allem haben sie Gefühle und viele Arten können auch Trauer empfinden.

LG

Beitrag von littlemissperfect - 24.01.12 - 00:11 Uhr

Hi,

ich meine nicht, dass tiere nícht trauen können, wohl aber, dass sie keinen verstand haben, sondern instinktiv handeln. Trauer wird ja auch nicht durch den verstand ausgelöst, es sind doch eher emotionen
Gefühle haben tiere sicher auf ihre weise, aber denken können sie glaub ich nicht, zumindest so wie wir und sie haben wohl nicht das, was man mit verstand bezeichnet. sowas könnte man vielleicht allenfalls noch den affen nachsagen, obwohl auch die sehr animalisch sind wie ich finde.

Beitrag von alkesh - 24.01.12 - 09:41 Uhr

Natürlich haben Tiere einen Verstand und zeigen Intelligenz, gibt übrigens viel schlauerer Tiere als Affen. Auf dem Gebiet hast Du dringend Nachholbedarf!
Wenn sie keinen Verstand hätten, könnte man ihnen auch nix beibringen, sie würden auch keine eigenen Entscheidungen treffen, nicht jedes Handeln ist instinktiv!

Wenn mein Hund sich dazu entscheidet den Braten nicht vom Tisch zu holen obwohl er könnte, dann handelt er alles andere als instinktiv.
Und wenn meine Katze den Küchenschrank aufmacht, was sie alleine durch zugucken gelernt hat, dann hat sie sehr wohl Verstand.

Und nur mal so nebenbei, wir sind auch nur SäugeTIERE!

Meine Frage nach dem Verstand bezog sich übrigens nicht auf die Gefühle.

Beitrag von purpur100 - 24.01.12 - 09:57 Uhr

"Und nur mal so nebenbei, wir sind auch nur SäugeTIERE!"

Ja, aber wir sind doch "Die Krone der Schöpfung" ;-)

Du weißt jetzt hoffentlich, wie ich das gemeint habe #cool

Beitrag von littlemissperfect - 24.01.12 - 10:00 Uhr

Ja, da treffe wohl zwei Weltanschauungen aufeinander, wenn DU verstehst, was ich meine ;)

Da werden wir wohl auf keinen gemeinsamen Nenner kommen.

Beitrag von alkesh - 24.01.12 - 12:35 Uhr

Was hat denn das mit Weltanschauung zu tun? Da gibt es Studien drüber, auf dem Gebiet wird ziemlich viel geforscht!

Beitrag von littlemissperfect - 24.01.12 - 14:29 Uhr

Na es hat insofern schon mit Weltanschauung zu tun, ob jemand ein Anhänger der Evolutionstheorie ist, oder ob er an die Schöpfungsgeschichte glaubt.
Und wenn man an Studien und die Evolutiostheorie glaubt, dann hat man eine andere Weltanschauung als jemand, der den Mensch als "Krone der Schöpfung" ansieht, wobei ich persönlich den Ausdruck nicht mag, es klingt so eingebildet, als Wäre der Mensch besser als die anderen Kreaturen der Schöpfung und das sehe ich nicht so. Der Mensch ist einfach nur anders, eben mit Verstand. Und Verstand zu haben bedeutet auch Verantwortung zu tragen.

Beitrag von alkesh - 24.01.12 - 14:45 Uhr

Du glaubst also an die Schöpfungsgeschichte?

Übrigens, Leittiere zeigen auch Verantwortung, übernehmen sie - also haben sie doch Verstand!?

Beitrag von littlemissperfect - 24.01.12 - 19:08 Uhr

Nein, Verantwortung zu tragen bedeutet für mich nicht, dass die Leittiere Verstand haben, jedenfalls nicht in dem Sinne, wie es menschlicher Verstand ist. Es ist vielmehr so, dass es eben - wie soll ich es ausdrücken - Elefantenverstand ist, so wie es "programmiert" ist. Aber ein Elefant könnte sich z.B. nicht auf einmal benehmen wie ein Känguru und anfangen zu hüpfen, wenn du verstehst was ich meine.
Ein Elefant ist gefangen in seiner Elefantenwelt und benimmt sich in dem Rahmen, wie es ihm vorgesehen ist, elefantenhaft halt.

Und was ich letztendlich glaube, bleibt meine Sache, du möchtest doch sicherlich jetzt gerne hören "ja, ich glaube an die Schöpfungsgeschichte", damit du mich auslachen und lächerlich machen kannst und mich so hinstellst, als sei ich nicht für voll zu nehmen, deswegen bekommst du von mir jetzt keine Antwort, an was ich jetzt genau glaube.

Beitrag von alkesh - 24.01.12 - 20:21 Uhr

Zum Einen hast Du mit der Schöpfungsgeschichte angefangen und nicht ich und zum Anderen versuch ich nur Deine Logik zu verstehen.

Du kannst Deinen Verstand auch nur im Rahmen Deiner Möglichkeiten einsetzen - einem Tier deshalb Verstand und somit Intelligenz abzusprechen finde ich total unlogisch!

Beitrag von littlemissperfect - 24.01.12 - 21:19 Uhr

Du hast recht, auch wir Menschen sind gefangen in der Menschenwelt - mit dem Unterschied, dass es uns BEWUSST ist, dass wir über ein gewisses Maß einfach nicht hinauskönnen.
Du kennst sicherlich das geflügelte Wort, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die man sich nicht erklären kann, oder keinen Sinn darin zu erkennen vermag. Ich nenne mal als Beispiele Kriege, die so viel Leid verursachen, oder wenn Kinder sterben. Das erscheint einem oft so grausam und daüber hinaus oft so sinnlos. Wem nützt es diese ganze Leid? Was aber, wenn hinter allem ein großer "göttlicher" Plan steht, ein Plan, den wir Menschen nicht oder nur schwer zu erkennen vermögen? Du musst nicht daran glauben, mir aber hilft es mit Schicksalsschlägen besser fertig zu werden.
Das heißt nicht, dass ich die Existenz der Dinosaurier bezweifle, oder die Weiterentwicklung bzw. die Veränderung der Lebewesen, ich glaube nur, dass dahinter ein größerer Plan steckt und dass es nicht Zufall ist, dass wir existieren. Und nciht nur wir, alles Leben und das ganze Universum.
Jetzt kannst du mich gerne auslachen.

P.S. Dass du es unlogisch findest, liegt im übrigen daran, dass auch dein Verstand begrenzt ist, und ich meine das nicht mal als Beleidigung. Jeder Verstand ist begrenzt, auch meiner. Und vielleicht bist du auc viel intelligenter als ich, aber kannst DIESEN Aspekt nicht verstehen.

Beitrag von alkesh - 24.01.12 - 21:26 Uhr

Verstehen oder nicht, ich finde einfach das Du Dir teilweise widersprichst!

Mir ist völlig Schnuppe woran Du glaubst, Du würdest meine Weltanschauung vermutlich auch total lächerlich finden - aber völlig egal wie man sich die Welt ansieht, kann man doch nicht die Augen vor der Realität verschließen. Und wenn Du mit offenen Augen durch die Welt gehst, dann siehst Du doch die Intelligenz - deshalb versteh ich einfach nicht warum Du es einem Tier absprichst.

Beitrag von littlemissperfect - 24.01.12 - 21:32 Uhr

Weil dein Verstand begrenzt ist und weil deine Weltanschauung eine andere ist als meine. Ist das so schlimm? Ich finde nicht, aber du wirfst mir vor, ich würde die Augen vor der Realität verschließen... vor DEINER Realität, nicht vor meiner. Akzeptiere es doch einfach, dass wir beide ANDERS sind. Ich will dich ja auch nicht bekehren oder werfe dir vor, dass du die Wahrheit nicht sehen willst. Du hast einfach eine andere Meinung und eine andere Sicht auf die intelligenz der Tiere.

Beitrag von alkesh - 24.01.12 - 22:38 Uhr

Das Problem dabei ist einfach das Du die Augen vor Dingen verschließt die bewiesen sind nur weil sie nicht in Deine Weltanschauung passen!

Beitrag von littlemissperfect - 25.01.12 - 09:09 Uhr

Weißt du, ich diskuriere jetzt mit dir nicht weiter, das wird mir zu blöd. Das letzte was ich zu deinem "wissenschaftlichen Nachweis" zu sagen habe ist, dass alles Wissen und alle Wissenschaft, die Natur und die Physik, einfach alles nur insoweit erforschbar ist, wie Gott es zulässt und wie er will, dass es für uns aussieht.

Du kannst antworten oder auch nicht, das war mein letztes Wort zu diesem Thema.

Beitrag von alkesh - 25.01.12 - 09:32 Uhr

Ich versteh nicht wieso Dir das zu blöd wird, ich fand es bisher ganz interessant und sehr sachlich für Urbia #gruebel

Aber okay, jetzt wo Du es so deutlich sagst ist es auch besser so, ich lass mich ja auf ne Menge ein und bin überzeugt davon das man vieles nicht erklären kann und auch nicht erklären muß aber DAS ist zu viel für mich - nichts für ungut!

Beitrag von meandco - 25.01.12 - 09:55 Uhr

wenn du es schaffst die gottgewollte ordnung mal zu hinterfragen, solltest du vielleicht das mal lesen:

http://www.amazon.de/Die-erfundene-Wirklichkeit-KonstruktivismusHerausgegeben-kommentiert/dp/3492247423/ref=pd_cp_b_3

lg

Beitrag von janimausi - 24.01.12 - 01:15 Uhr

Tiere, vor allem Tiermütter trauern sehr um ihre Babys.
Meine Ratte hatte einen Wurf und ein Baby ist gestorben.
Mit dem saß meine süße unglaublich lange da, hat es geputzt, geleckt, rum gedreht, angestubst und weiß ich nich was gemacht.
Als sie runter ist was fressen hab ich das Baby dann raus genommen.
Und als sie wieder oben war hat sie danach gesucht.
Auch stand diese Ratte in Käfig und hat geschrien, wenn ihre Babys nachts aus dem Käfig gefallen sind.
Und das so lange, bis ich die wieder eingesammelt und ihr rein gelegt habe...

Eine Hundemutter der ein Baby stirbt ist trauert auch.

Eine Stute ebenso.

Auch vermissen Tiere ihre PArtner sehr stark.

Und für dich zählt Verstand erst wenn er dem des Menschen gleich kommt?
Also genaz ehrlich, ich kenne leider Menschen, deren Verstand reicht nicht an dem eines Affen ran, bei weitem nicht.

Aber gut, das ist deine Auslegungssache