Hallo ihr lieben,
ich bin nun seid 8 Jahren mit meinem Mann zusammen und wir sind davon fast 5 Jahre verheiratet. Man Mann ist Einzelkind, hat immer alles bekommen und es wurde sich auschliesslich nur im ihn gekümmert..Ich hingegen musste immer für mich sorgen.
SO nun mein Problem. Man Mann ist sehr egoistisch, immer das woran er Spass hat wird gemacht. Wir haben zwei Kinder, wenn es darum geht sie Abend Bettfertig zu machen, geht immer eine Diskusion los, das er GLEICH kommt oder ne er wolle jetzt Feierabend haben, war schliesslich den ganzen Tag ausm Haus. Dazu kommt das ich mich fühle als hätte ich drei Kinder. Er hält sich null an Absprachen, machen z.B. aus das ich das Auto heute brauche, weil ich besorgungen machen muss, morgens dann aber verschläft er den Zug , muss also dann das Auto nehmen. Und ich muss gucken wie ich die Lütte zur Schule und die andere zur Kita. Dann auch noch zur Arbeit. Am Wochenende steht er dann nach 10 mal rufen auch endlich mal gegen 10.00 Uhr auf, frühstückt dann mit uns und sobald die kleine Mittagsschlaf macht, muss Menne natürlich auch erstmal wieder ne runde pennen und sich ausruhen, der Tag is ja sooooooo stressig. Ich weiss echt nimmer weiter, bin mit allem so allein, ständig diskusionen um die Kinder und generell. Klar er Arbeitet , aber ich auch und habe Haus und Kids. Ich habe ihm schon oft gesagt, dass es so nicht geht, dass ich kein Familienleben. Er sagt immer nur er will sich ändern. Hab so ein schlechtes gewissen irgendwie den Kindern gegenüber wenn ich mich trenne.Irgendwie denke ich ständig dran, aber ich weiss nicht warum ch immernoch hier bin.? Ich bin echt schon morgens genervt. Ich selber stehe 5.55 Uhr auf , mache mich fertig, wecke die Kids, mache Frühstück und Brote und ER steht dann um 7.00 Uhr obwohl er weiss wir müssen halb 8 los..Gehts eigentlich noch
Sorry ich weiss echt nicht mehr weiter. Ich habe irgendwie Angst das ich es Finanziell allein net hinbekomme.
LG Jessy
Was soll ich tun?
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Beitrag von ichweissnimmerweiter - 23.01.12 - 19:03 Uhr
Beitrag von itzi73 - 23.01.12 - 19:18 Uhr
Hallo liebe Jessy,
das ist eine schlimme Situation und ich kenn die auch ganz gut. Zwar hab ich nur ein Kind, aber ich denke, das Grundproblem ist ja trotzdem dasselbe.
Weißt Du, im Grunde kann Dir hier keiner einen vernünftigen Rat geben, das ist eine Entscheidung, die Du ganz alleine fällen musst.
Wenn Du das im Moment noch nicht kannst, schlag Deinem Mann doch mal eine Paartherapie oder ähnliches vor. Ich habe seinerzeit über die Lebensberatung der Caritas eine Beratung mit meinem Mann gemeinsam begonnen. Er hat das irgendwann abgebrochen, aber ich bin dabei geblieben. Was Dir das bringen kann: Nun, entweder Dein Mann sieht tatsächlich ein, dass er etwas ändern muss, oder aber Du bekommst Klarheit darüber, was Du wirklich willst.
Und vor den finanziellen Veränderungen brauchst Du auch keine Angst haben. Du gehst arbeiten, Dein Mann muss Unterhalt für die Kinder zahlen und ggf. auch für Dich. Und wenn es gar nicht reicht, gibt es immer noch den Weg zum Jobcenter, die Dir eventuell einen Zuschuss zahlen.
Was Dein schlechtes Gewissen den Kindern gegenüber betrifft, mach Dir mal klar, dass Deine ständige Unzufriedenheit sich auch auf die Kinder auswirkt.
Klar, man darf sich nix vormachen: Eine Trennung ist ein Schritt, den man nicht so leicht macht. Aber wenn man sich mal dazu durchgerungen und dann allein mit Kind(ern) eingerichtet hat, ist man wesentlich gelöster und kann den Kindern auch wieder fröhlicher gegenüber treten...
Ich habe mich vor fast einem Jahr getrennt und diesen Weg bis heute nicht bereut. Allerdings gab es bei uns noch andere Probleme, die ein Bleiben für mich unhaltbar gemacht haben.
Für Deine Entscheidung wünsche ich Dir ganz viel Kraft und Mut.
LG
Iris
Beitrag von spatz09 - 23.01.12 - 19:27 Uhr
Danke Iris für deine schnelle Antwort.
Paartherapie darüber habe ich auch schon nachgedacht, problem an der der Sache ist nur, dass er ja immer sagt für ihn is alles gut! Und wenn ich heulend vor ihm stehe und ihm sage, dass ich so nicht mehr kann und er sich dann nicht ändert, was soll da eine Therapie ändern.
Das allerschlimmste ist ja das die Gefühle immer weniger ihm gegenüber werden, weil man sich nur noch rumärgern muss.
Ich hoffe aber , dass ich bald stark genug für die Kinder und mich sein werde, den Schritt zu wagen.
Dann wird er sehen, was er an mir hatte.
Beitrag von itzi73 - 23.01.12 - 20:04 Uhr
Vielleicht kannst Du ihn ja erst mal dazu bewegen mitzukommen um sich bei einer neutralen Person anzuhören, wo genau Deine Probleme liegen. Manchmal schafft man es selber nicht so richtig, diese Dinge zu formulieren, sondern neigt eher dazu Vorwürfe zu machen denn konstruktive Kritik zu geben.
Eine neutrale Person versteht aber Deine Nöte und kann die dann eher in die Sprache Deines Mannes übersetzen.
Und glaube mir, wenn Du Deinem Mann gegenüber signalisierst, dass er sich aussuchen kann, ob Du Dich gleich trennst, oder Du der Beziehung über eine Beratung (ich würde das Wort Therapie ihm gegenüber nicht äußern) noch eine Chance geben möchtest, dann wird er diesen Weg wählen.
Was ich Dir noch mit auf den Weg geben kann: Die Situation, in der Du Dich gerade befindest, könnte ein Weg in ein Burn out werden, wenn Du nicht aktiv wirst. Du fühlst Dich schon jetzt überfordert mit der ganzen Organisation und das ist auch ganz natürlich. Du organisierst für jemanden, der es eigentlich selbst kann!
Beitrag von gustav-g - 24.01.12 - 11:23 Uhr
Iris, deine Erfahrung ist hier sehr nützlich.
<< schlag Deinem Mann doch mal eine Paartherapie oder ähnliches vor. >>
Das ist nötig, aber wird er mitmachen?
<< Er hat das irgendwann abgebrochen >>
Das ist zu befürchten, wenn er schmerzhafte Veränderungen ahnt.
Dein Beispiel zeigt, dass die Therapie einen Versuch wert ist. Zumindest die TE wird davon profitieren.
Beitrag von gustav-g - 23.01.12 - 19:22 Uhr
Dein Mann ist Einzelkind geblieben. Du hast es ermöglicht.
<< Er sagt immer nur er will sich ändern >>
Dazu braucht er dich!
Mache eine Liste mit Rechten und Plichten für dich und deinen Mann. Ab morgen gilt sie unerbittlich.
Wenn du das Auto brauchst, soll er selbst dafür sorgen, dass er den Zug erreicht. Wenn nicht erreicht er den nächsten Zug.
<< Ich habe ihm schon oft gesagt, dass es so nicht geht >>
Das war dein Fehler. Zwei mal muss genügen. Danach sind ernste Konsequenzen zu ziehen.
Werde stark !
Beitrag von itzi73 - 23.01.12 - 19:59 Uhr
Du hast Recht, dass sie stark werden muss, aber das ist in dieser Situation nicht gerade einfach. Ich finde, Jessy, Du solltest Dir tatsächlich Unterstützung holen von jemandem, der sich damit auskennt. Ich kenne wie gesagt die Lebensberatung der Caritas, die unentgeltlich unterstützt, oder aber auch ProFamilia, die Paar- und Einzelcoachings anbieten für einen geringen Betrag pro Stunde (ich glaube, es sind 25 € für ein Einzel- und 35 € für ein Paarcoaching... Die Preise kann man aber auch erfragen.
