Bis wann pucken?

Sie befinden sich im Archiv des urbia-Diskussionsforums.

Hier geht es zur vollständigen Version dieser Seite. Dort können Sie auch aktiv am Diskussionsgeschehen teilnehmen.

Beitrag von nirtak. - 24.01.12 - 09:12 Uhr

Guten Morgen ihr Lieben,
ich habe folgende Frage :
Bisher haben wir unseren kleinen Schatz zum schlafen immer eingepuckt. Unser kleiner Mann ist ein sehr unruhiges Kind, schläft nur kurz und hat viel mit Bauchweh zu kämpfen. Das einpucken hat ihn bislang sehr gut getan, auch wenn es manchmal ein Kampf war. Aber einmal eingewickelt, war es gut :-)

Seit einigen Tagen strampelt er sich jedoch immer wieder frei und ist dann eiskalt :-( Kann es sein, das er es nicht mehr mag? Der Kleine ist für seine zwei Monate recht kräftig und ich weiß nicht, ob es etwas bringt eine größere Decke zu nehmen oder ihn noch fester einzupucken.

Vielleicht kennt ihr das ja....

Ach so, wie kann ich denn am besten zum schlafen einen Rhythmus reinkriegen? Oder muss der Kleine diesen finden?

Liebe Grüße
eure nirtak.

Beitrag von .antonia - 24.01.12 - 09:54 Uhr

hallo Nirtak,

irgendwann wird das Pucken mit einer Decke einfach nicht audreichen und wenn es deinem Kind gut tun, musst du schon einen guten Pucksack kaufen. Ich würde dir wikrlich empfehlen noch die 3 wochen zu pucken. In den nächsten Tagen sollten die Bauchprobleme nach und nach verschwinden, tortzdem kann dies noch dauern.

Wenn du nach dem Rythmus fragst, kann es sofort sein. Wenn du dein Kind beobachtest und sein Weg noch ein bißchen lenkst, könnte ihr einen Rythmus rausbekommen.

Wir haben uns damals in der 9. Woche auch so gefragt. Wir hatten auch das Problem, dass sich das Kind gegen das Pucken sehr gewehrt hat. Dann haben wir unsicher einfach angefangen. wir haben uns augedacht, dass das Kind jeden abend um 18.3 gebadet wird, danach bekommt es die Flasche und dann geht es nach kuscheln ins bettchen.
Es spielt keine Rolle, ob das Kind danach tatsächlich einschläft. Es ist egal, ob es +,- 15 minuten sind. Du frühst etwas ein, was sich jeden Tag wiederholen wird. Etwas liebevolles, was dir passt.

Auf jeden Fall war es so, dass das Kind die Uhrzeit und das Ritual so angenommen, dass seitdem immer um diese Zeit einschlief. Ich kann mich noch erinnern, dass es die ersten Nächte danach sowieso um 21 uhr wach wurde aber bald schlief es dann durch.

Dieser Ritual hat uns dann im ersten JAhr begleitet. Kinder, die ahnen, was kommt, freuen sich, sobald du ihnen z.B. die Windel ausziehst.

Alles gute

(wegen dem Pucksack kannst du z.B. mit Swaddle me pucken)

Beitrag von lilja27 - 24.01.12 - 11:51 Uhr

hallo

ich pucke auch noch meine kleine ist inzwischen 5 monate alt, wir pucken mit den swaddleme gr l ,

wo hast du denn seine arme am besten gehts wenn die arme seitlich am körper sind,..wenn sie vor der brust sind fällt es leichter sich zu befreien.

was den rhythmus betrifft,..so bleib einfach in einer guten tagesstruktur,..morgends aufstehen miitags im hellen schlafen lassen und mal rausgehen ins tageslicht,..abends zur ruhe kommen abendritual immer nach gleichem ablauf,..der rest kommt dann langsam hanna hat sich mit 2 monaten noch alle 3 std für die flasche gemeldet,..

lg

Beitrag von sephora - 24.01.12 - 12:52 Uhr

Du brauchst ein anderes pucktuch bzw pucksack.
Unsere Maus wurde sogar mit 1 Jahr noch gepuckt, sie hat es einfach so sehr geleibt..
Das beste Pucktuch war dieses hier:

Es wächst mit dem kind mit!
Den swaddle me kann ich nicht so eimpfehlen, da die kids sehr schnell rauswachsen, gerade wenn sie etwas kräftiger sind passt er nicht lange.

schau mal bei google und red caste pucktuch

normalerweise gewöhnen es sich viele kinder so um den 5. monat ab...aber es kann auch länger oder kürzer dauern.
Meine hat sich ne zeitlang entpuckt, wollte dann aber in der nacht wieder neu gepuckt werden.

Beitrag von sim123 - 24.01.12 - 13:20 Uhr

Mein Sohn hat sich mit ca. 3 Monaten gegen das Pucken gesträubt. Da haben wir es dann auch gelassen. Er ist zwar immer noch zappelig aber das ist nunmal sein Naturell und ein Kind wird seinen Weg in den Schlaf auch ohne diese Starke Hilfe finden. Wenn ihn momentan seine Händchen ganz arg ärgern, halte ich leicht fest, d.h. er kann sie dann immer noch bewegen aber eben nicht mehr im Gesicht rumfummeln, was ihn so aufregt.

Beim Thema Rhythmus würde ich 2 Teile unterscheiden - sagen wir mal Mikro und Makro Rhythmus.

Der Mikro Rhythmus besteht aus der immer wieder kehrenden Abfolge von Essen, Aktivität und Schlafen. Wenn die Kinder älter werden, wird dann irgendwann auch mal eine Schlafensphase entfallen. Aber bei 2 Monaten ist er noch stark ausgeprägt. Wenn du weißt er ist eigentlich satt und gespielt hat er auch grad, dann wird er jetzt bestimmt bald müde werden, dann kannst du deinem Sohn eher und besser geben, was er gerade braucht, d.h. in diesem Fall ihn ins Bettchen bringen.
Im Alter von 6-17 Wochen verkraftet ein Baby 60-80 min Aktivität / Wachsein.

Der Makro Rhythmus ist der Tagesablauf. Er ist sicherlich von Kind zu Kind verschieden und ändert sich mit der Zeit auch immer wieder. Wenn du auf die Zeichen deines Sohnes hörst, kannst du ihn aber aktiv fördern.

Ich kann dir das Bsp. von meinem Sohn geben. Er ist noch nicht volle 6 Monate alt. Er ist abends immer ab 5 nörgelig, d.h. er will bespielt werden. Um 6 ist er meistens fertig mit der Welt. Um 7 schläft er. Ab 6 in der Früh ist er wieder wach. Macht 2 Vormittagsschläfchen und ein längeres Mittags/Nachmittagsschläfchen nach dem Mittagessen. Warum das längere Mittagsschläfchen? Ich habe gemerkt, dass er das braucht um ausgeglichen zu sein. Lange Zeit musste ich dafür mit ihm rausgehen. Mittlerweile macht es auch zu Hause.

Dieser Rhythmus ist wie der Mikro Rhythmus maßgeblich durch ihn entstanden. Mir hilft er aber meinen Sohn leichter zu verstehen, zu planen und auch die Rahmenbedingung so zu gestalten, dass er bekommt was er braucht.

Ich kann dir noch die beiden Bücher empfehlen, da steht viel über das Thema drin:
http://www.urbia.de/archiv/forum/th-3433595/Buchempfehlungen.html

Beitrag von nirtak. - 24.01.12 - 16:01 Uhr

Danke ihr Lieben!
Ich denke aber, das ich es doch einmal mit dem Schlafsack versuchen werde. Wir haben auch so einen richtigen Pucksack, aber damit kommen wir bzw. unser Sohn nicht zurecht.

Vormittags haben wir oft Probleme. Er kann nicht gut verdauen und trinkt dadurch schlecht. Dadurch wiederum ist er nörgelig.... meist gehen wir dann am späten Vormittag lange spazieren und in der Zeit schläft er. Danach kann er besser trinken. Tagsüber wird kaum geschlafen, mehr gedöst. Er schaut sehr gerne aus dem Fenster, Dinge die sich bewegen findet er toll, Gesichter und Menschen. Mit Spielzeug kann er noch nichts anfangen. So zieht sich das dann durch den Tag.

Abends gehen wir immer baden, denn das liebt er total. Danach wird noch getrunken, ein wenig geschmust und dann eingepackt. Ich wiege ihn ein paar Minuten in den Schlaf und dann lege ich ihn hin.

Beitrag von sim123 - 24.01.12 - 16:58 Uhr

Das klingt doch bei 2 Monaten schon nach einem guten Rhythmus. Unserer war in dem Alter noch wesentlich chaotischer ;-)
Ich würde mir immer wieder ins Bewußtsein rufen: Essen, Aktivität, Schlafen

Klar ist auch, dass er mit 2 Monaten noch nicht viel mit Spielzeug anfangen kann. Da ist die Umgebung noch viel zu aufregend.

Hinsichtlich "in den Schlaf" wiegen wäre ich etwas vorsichtig. Wenn du es jeden Abend so machst, kann es ab ca. dem 4. Monat zur Gewohnheit werden und dein Kind fordert es dann immer ein. Egal wie schwer es ist oder wie gut es dir gesundheitlich geht. Wie wäre es wenn du es "schläfrig" schaukelst und es halbwach in sein Bettchen legst? Damit beugst du dieser Gewohnheit vor.